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Experten bei landlive.de Landwirtschaft
Forum: Experten bei landlive.de Landwirtschaft
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landlive-Expertenrunde über "Gesextes Sperma"

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Wird es nach Ablauf des jetzigen Patentes zum Sperma-Sexing Nachfolge-Patente geben?

Wie gut ist der neu entwickelte Verdünner der Masterrind? Werden sie diesen auf den Markt bringen oder selbst verwenden wenn sie denn mal eine eigene Sexing-Maschine haben sollten?
Wird es mit diesem Verdünner auch möglich sein, Mehrkalbskühe erfolgreich zu belegen?

Ist Sperma-Sexing insgesamt gesehen nicht sogar schädlich für die Milchviehhalter?
Könnte in Zukunft der Markt für Zuchtvieh zusammenbrechen wenn gesextes Sperma uneingeschränkt verfügbar sein sollte?
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@ IronMaiden #
IronMaiden schrieb:

Wird es nach Ablauf des jetzigen Patentes zum Sperma-Sexing Nachfolge-Patente geben?

Wie gut ist der neu entwickelte Verdünner der Masterrind? Werden sie diesen auf den Markt bringen oder selbst verwenden wenn sie denn mal eine eigene Sexing-Maschine haben sollten?
Wird es mit diesem Verdünner auch möglich sein, Mehrkalbskühe erfolgreich zu belegen?

Ist Sperma-Sexing insgesamt gesehen nicht sogar schädlich für die Milchviehhalter?
Könnte in Zukunft der Markt für Zuchtvieh zusammenbrechen wenn gesextes Sperma uneingeschränkt verfügbar sein sollte?


Hallo,
ÄÄÄhhh frage was bringt dieser Verdünner?Schonmal danke für die antwort
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Bei KB hast du immer nen Verdünner zwischen dem Sperma, der Nährmedien, Puffer, Frostschutz und Antibiotika enthält, um die Befruchtungsfähigkeit des Spermas möglichst gut zu erhalten!
Was jetzt an dem Verdünner der Masterrind so besonders sein soll weiß ich auch nicht, aber man munkelt das er die Besamungserfolge um einiges erhöhen soll!

@philipp20:
Was du auf der letzten Seite geschrieben hast ist teilweise auch nicht richtig!
Es gibt in Deutschland Sexing-Geräte, z.B. in Mariensee, wo glaub ich auch dieser Verdünner entwickelt wurde, aber keine die kommerziell eingesetzt wird, sondern nur zur Forschung.
Liegt daran das die Patente, die auf den Maschinen liegen, die Anschaffung sehr teuer machen.

Außerdem kann man Embryonen in vitro mit gesextem Sperma befruchten, wird wohl auch hauptsächlich so gemacht, sprich man kann mit einer Portion ganz schön viele Embryonen befruchten!

Und warum es von Top-Bullen kein gesextes Sperma gibt ist ganz einfach und liegt nicht nur an der Befruchtungsfähigkeit!
Es ist schlichtweg einfacher und lukrativer das Sperma konventionell zu verticken, von den wirklichen Top-Bullen ist meist sowieso nicht übermässig Sperma verfügbar, warum dann auch noch nen Teil durch Sexing einfach wegwerfen?
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Wir haben bisher von 6 Besamungen 3 Trächtigkeiten(1 Abkalbung, Kuhkalb). Einsatz nur bei Färsen, und die Bullen gehören angeblich zu den überdurchschnittlichen Befruchtern.
Ein Leben ohne Kühe ist möglich...
...aber sinnlos
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Ich denke das sexen steckt noch in den Kinderschuhen und vermute, dass die Besamungsergebnisse mittelfristig besser und die Kosten geringer werden. Das könnte, gemeinsam mit der verstärkten Zucht in Richtung Nutzungsdauer zu sinkenden Färsenpreisen führen...ob das im Interesse der Zuchtverbände ist?
Die dicksten Bauern haben die dümmsten Kartoffeln...
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Wir hatten gestern wieder mal ein Zusammentreffen (Stammtisch) mit ein paar Berufskollegen da ging es unter anderem auch um das Sexen. Es kamen auch ein paar Fragen auf.

1. Das schon hier schon mal angesprochene Wunderkonzentrat von Masterrind soll ja in Tests Befruchtungsergebnisse gebracht haben die fast an die normalen Besamung heranreichen. Ist darin wirklich so ein Potential?

2. Daraus ergeben sich weitere Fragen. Wenn sich die Besamungsergebnisse wirklich deutlich verbessern, wie wirkt sich das auf die Strategien der Zuchtverbände aus ? Werden auch Topbullen gesext werden. Denn momentan wird ja eher die 3.-4. Garde der Bullen gesext.

3. Was würde ein flächendeckender Einsatz von gesexten Sperma für den Zuchtviehmarkt bedeuten, bzw wird es gesextes Mastsperma geben ? Sprich gute Kühe mit weibl. Zuchtvieh besamen und schlechte Kühe mit mänlichem Mastsperma ?

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Schönen guten Abend,
der VOST hat heute grade geschrieben das erste Werte über die Erfolge der ersten Einsätze ihrer Bulle erhoben wurde.Die non-return rate liegt bei 65-70% also gar nicht so schlecht.
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Ich denke der Zuchtviehmarkt wird nicht automatisch zusammenbrechen, wichtig ist aber auch das männliches Sperma gibt, dann könnte man Fleischrassen bei Züchterisch uninteressanten Tieren einsätzen und bei Kälberverkauf mehr erlösen. Da aber bisher gesextes Sperma nur bei Färsen sinnvoll sein soll, ist die Anzahl zusätzlicher Kuhkälber sicher überschaubar. Vorteil kann bei Färsen auch sein, dass sie tendziell leichtkalbiger sind und dadurch sich die Verluste verringern können.
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Hallo !

Mir wurde erzählt das Sperma ob normaler/gesexter Sperma mindestins 1/2 besser 1Jahr
gelagert sein soll, somit sich der Verdünner verflüchtigt hat um bestmögliches Befruchtungs-
ergebnis zu haben. Ist da was dran ?

Mfg
Heinz64
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Hallo

gesextes Sperma zur Rinderbesamung zu verwenden wird in einiger Zeit ( wenn die Erfolgsraten
besser sind und die Kosten nicht steigen ) so normal sein, wie die künstliche Befruchtung an sich.

Daraus werden sich weitreichende Veränderungen ergeben.

Der Milchviehhalter der Zukunft wird grössere Bestände halten. Von seinen guten Kühen will er
weibliche Kälber zur Nachzucht und Erweiterung seines Bestandes. Aktive Tierzüchter werden
weniger werden. Für diese Betriebe verliert auch das züchterisch wertvolle Bullenkalb an Bedeutung.

Das Angebot der männlichen, mast - und zuchttauglichen Kälber wird sinken, der Preis dadurch steigen.

Meine Fragen :

Glauben Sie nicht auch, dass Kälbermarkt-Standorte in Grünlandregionen durch die sich daraus
ergebenden Veränderungen ( geringeres Angebot - höhere Preise ) an Bedeutung verlieren ?

Dass Zuchtviehmärkte Schwierigkeiten haben werden, das steigende Angebot an Jungkühen,
weibl. Zuchtkälbern / Rindern / Kühen zu vermarkten ?

Dass dies alles besonders die Bullenmäster treffen wird ?

Danke, und viel Erfolg bei Ihrer Arbeit !

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