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Pflanzenbau
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Forum: Pflanzenbau
Bodenbearbeitung, Düngung, Pflanzenschutz...

Wiesenvogelschutz auf dem Acker

@ ABoerries #
hallo,
kein vogel der brütet flüchte spontan meist wird der
eleminiert beim mähen.
mfg
michael
1
 
@ Kartoffelbluete #
Kartoffelbluete schrieb:

Warum wolltest du einen so großen Abstand zur Hofstelle? Wäre ein Strochennest
nicht eine Augenweide? Also mir häts gefallen, oder gibts da etwas was ich noch
nicht weiß?


Einen Grund hat Ali schon genannt. Ein weiterer liegt darin begründet, dass, wie hier abzusehen ist, bei weiter rückläufigen Jungstorchenzahlen, die Behörden beginnen werden, die produktiven Nester zu schützen. Wir kennen von einigen Greifen die sogen. Horstschutzzonen. Innerhalb dieser Zonen gibt es eine Veränderungssperre und es gibt weitreichende Bewirtschaftungsauflagen. Diese gelten, weil die zu schützenden Vögel i.d.R. im Außenbereich brüten, natürlich nur die die ldw. und forstw. Flächen. Im Innenbereich würde, innerhalb eines Bereiches um das Storchennest herum, bauliche Veränderungen weiteren Reglementierungen unterworfen sein. Das will ich von vornherein unterbinden! Außerdem bin ich auch nicht mehr bereit, freiwillige ökologische Leistungen zu erbringen, wenn man mir z.B. den Wolf aufzwingt. Überhaupt stehen bei mir alle freiwilligen ökologischen Leistungen auf dem Prüfstand. Ich habe z.B. im Verlauf der Zeit ca. 150 Brutkästen aufgehängt. Diese wurden immer wieder gewartet bzw. ersetzt. Jetzt nicht mehr. Was hängt, das hängt und was fällt, wird entsorgt. Neue Brutkästen gibt es nicht mehr. Es tut mir zwar leid um die Vögel aber ich verbuche das mal unter zivilem Widerstand. In den Holzungen, wurden bisher alte umgefallene Bäume ersetzt. Jetzt nicht mehr! Fuchs und Waschbär, werden nur noch im Bereich der Hofstelle geschossen. Wir hatten bisher immer 2 Paare Schleiereulen, die in den aufgehängten Mistkästen gebrütet hatten. Ständig waren die weißen Kotspuren überall zu sehen. Jetzt haben die Waschbären sich Zutritt zu den Nistkästen verschaffen. Die Bruten wurden geplündert. Ich schaffe keine Abhilfe. Es gibt eine Reihe weiterer Maßnahmen, die ebenfalls der Vergangenheit angehören. Wohlgemerkt, es geht nur um freiwillige Leistungen. Ich bin auch nicht der einzige Landwirt, der da jetzt eine ganz klare Linie verfolgt. Wer meint, uns mit dem Wolf Ärger machen zu müssen, der darf nicht auf unser Entgegenkommen zählen.
Nur die Götter gehen zugrunde, wenn wir endlich gottlos sind. K.Wecker
Religionsfreiheit ist ein schönes Ziel; so ganz frei von Religion.
7
 
@ DWEWT #
DWEWT schrieb:

Im Innenbereich würde, innerhalb eines Bereiches um das Storchennest herum, bauliche Veränderungen weiteren Reglementierungen unterworfen sein. ....


genau, Dein kleines Windrad darf während der Storchenjungenaufzucht nicht mehr drehen...
10 mal zieht der Jäger aus 9 mal kehrt er leer nach Haus
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@ Kartoffelbluete #
Kartoffelbluete schrieb:

Warum wolltest du einen so großen Abstand zur Hofstelle? Wäre ein Strochennest
nicht eine Augenweide? Also mir häts gefallen, oder gibts da etwas was ich noch
nicht weiß? In meiner Region gibts kein Wasser und somit auch keine Störche.



Ich würde kein Storchennest in den nähe meiner Hofstelle dulden, in ein paar Jahre ist das geschützt und ich habe Ärger, es gibt genügend Bäume wo der Storch sich ein Nest bauen kann und auch sind die Verschmutzungen die so eine Storchen Kolonie erzeugt beachtlich
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@ DWEWT #
DWEWT schrieb:

(...) Wer meint, uns mit dem Wolf Ärger machen zu müssen, der darf nicht auf unser Entgegenkommen zählen.


Was kann denn die Schleiereule dafür, wenn Du Dich mit dem Wolf auseinandersetzen mußt? Das ist nun auch ein bißchen sehr konstruiert.
Hier lag Argos der Hund, von Ungeziefer zerfressen.
Dieser, da er nun endlich den nahen Odysseus erkannte,
Wedelte zwar mit dem Schwanz, und senkte die Ohren herunter;
Aber er war zu schwach, sich seinem Herren zu nähern.
Und Odysseus sah es, und trocknete heimlich die Träne (...)
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@ micra #
micra schrieb:

Ich würde kein Storchennest in den nähe meiner Hofstelle dulden, in ein paar Jahre ist das geschützt und ich habe Ärger, es gibt genügend Bäume wo der Storch sich ein Nest bauen kann und auch sind die Verschmutzungen die so eine Storchen Kolonie erzeugt beachtlich


Wenn ich so etwas lese, da fängt ja bald mal das Fremdschämen an! Ich würde an Deiner Stelle ein bißchen in mich gehen.
Hier lag Argos der Hund, von Ungeziefer zerfressen.
Dieser, da er nun endlich den nahen Odysseus erkannte,
Wedelte zwar mit dem Schwanz, und senkte die Ohren herunter;
Aber er war zu schwach, sich seinem Herren zu nähern.
Und Odysseus sah es, und trocknete heimlich die Träne (...)
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@ kammerjaeger #
kammerjaeger schrieb:

Was kann denn die Schleiereule dafür, wenn Du Dich mit dem Wolf auseinandersetzen mußt? Das ist nun auch ein bißchen sehr konstruiert.


Irgendwie habe ich darauf gewartet, dass solche Phrasen kommen. Es geht nicht um die Schleiereule oder sonstige Piepmätze sondern um freiwilliges ökologisches Engagement! Genau das gibt es bei mir nicht mehr, wenn unsere Politik herkommt und die Existenz der Weidetierhalter infrage stellt, indem sie z.B. den Wolf komplett unter Schutz stellt. Wer an meiner Existenz sägt, der verhindert auch, dass es ein freiwilliges ökologisches Engagement auf meinem Betrieb gibt. Außerdem kann z.B. die Schleiereule sich doch jederzeit eine natürliche Bruthöhle suchen. Vielleicht aufgrund eines Eulenschlupfes auf deinen Dachboden?
Nur die Götter gehen zugrunde, wenn wir endlich gottlos sind. K.Wecker
Religionsfreiheit ist ein schönes Ziel; so ganz frei von Religion.
3
 
@ DWEWT #
Ich lese hier schon ne Weile mit und da kommen mir doch Fragen. Sag mal, engagiertest Du Dich bisher ökologisch zur Freude irgendwelcher Politiker oder doch aus eigenem Interesse?
Mit so einer Einstellung hätten wir früher hier im Osten überhaupt nichts in der Richtung unternehmen können.
2
 
@ DWEWT #
Ja genau das ist die Frage: was war bislang die Motivation für dein freiwilliges Engagement? Hast du es für die Natur getan oder für die Politik? Und wen willst du jetzt damit bestrafen dass du es einstellst?
Hier lag Argos der Hund, von Ungeziefer zerfressen.
Dieser, da er nun endlich den nahen Odysseus erkannte,
Wedelte zwar mit dem Schwanz, und senkte die Ohren herunter;
Aber er war zu schwach, sich seinem Herren zu nähern.
Und Odysseus sah es, und trocknete heimlich die Träne (...)
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@ Lausitzer #
Lausitzer schrieb:

Ich lese hier schon ne Weile mit und da kommen mir doch Fragen. Sag mal, engagiertest Du Dich bisher ökologisch zur Freude irgendwelcher Politiker oder doch aus eigenem Interesse?
Mit so einer Einstellung hätten wir früher hier im Osten überhaupt nichts in der Richtung unternehmen können.


Der Umwelt- und Naturschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Leider klinken sich, bei der Arbeit für dieses Ziel, ca. 90% der Bevölkerung aus. Es bleibt also bei den restlichen 10% hängen, zumindest was die aktive Arbeit und das zur Verfügung stellen von Potenzialen anbelangt. Die finanziellen Förderungen werden seit Jahren ständig heruntergefahren, weil die Leute es ja auch so machen. Dann plötzlich kommt die Politik daher und investiert erhebliche finanzielle Mittel (Nds 2016 ca. 1Mio.€, ohne Personalkosten/Jahr) in eine Wiederansiedlung des Wolfes.
Gelder für andere Zwecke stehen da nicht mehr zur Verfügung, bzw. andere Fördergelder werden mit erheblicher Verzögerung ausgezahlt.
Wenn ich meine freiwilligen Maßnahmen herunterfahre, wird hier vermutlich keine Art sterben. Die Populationen werden zwar heruntergefahren aber die Tierchen haben ja auch schon gelebt, als ich noch nicht hier war. Allerdings lehne ich es ab, hier Kompensationsmaßnahmen für besiedelte Räume zu fahren. Ich bin dafür, die restlichen 90% der Bevölkerung stärker in die Bemühungen um den Umwelt- und Naturschutz einzubeziehen. Wer da nicht aktiv werden will, muss ganz einfach zahlen.
Zum ökologischen Engagement der Bevölkerung/der Politik zu DDR-Zeiten, kann ich nichts sagen. Allerdings sprechen Bitterfeld und andere Standorte da eine ganz klare Sprache!
Nur die Götter gehen zugrunde, wenn wir endlich gottlos sind. K.Wecker
Religionsfreiheit ist ein schönes Ziel; so ganz frei von Religion.
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