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Gruppe 60 Jahre dlz

Besitzer: nagus
offene Gruppe, 286 Mitglieder

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60 Jahre dlz
7 Themen, Moderator: Matthias, Manu, Susanne1
Forum: 60 Jahre dlz

60 Jahre dlz: Wie seht Ihr die Landwirtschaft in 60 Jahren?

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Hallo,

die Berufsbezeichnung Landwirt wird es nicht mehr geben - der heißt dann
"commodity manager agriculture" ... das nebenbei, aber ist die Weltbevölkerung
dann überhaupt noch von der Landwirtschaft zu ernähren? oder hat man
genügend "analog Produkte" auf dem Markt die die Menschen sättigt?
Gruß Hage
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In einer globalisierten Welt, kann man so mein ich die Landwirtschaft nicht nur national sehen. Von den Tendenzen und Entwicklungen so wie sie sich aktuell auftun kann man schwer genaue Prognosen für die nächsten 60 Jahre vorhersagen.
Doch Tatsachen sprechen für sich, z.B. das Wachstum der Weltbevölkerung die ernährt werden will. Einhergehend der immer größere Bedarf an Energie und der natürlichen Ressourcen der Erde.
Der steigende Ausstoß an Co² und der damit verbundene Treibhauseffekt und die globale Klimaerwärmung. Die Revolution in der Informationstechnik die auch in der Landwirtschaft nicht halt gemacht hat.
Kaum ein Landwirt hat vor 20 Jahren einen PC besessen, der heute fast in jedem Haushalt steht.
Falls es einmal in Zukunft zu einem großen Crash wegen der globalen Rahmenbedingungen kommen sollte: Klima- oder Wetterkatastrophen, Dürreperioden, Kriege um Wasser und Land, Bevölkerungsexplosion, Verknappung der natürlichen Resourcen der Erde, Alterspyramide usw.
So kann ich mir vorstellen dass wieder gewirtschaftet wird wie vor 60 Jahren zu Beginn der technischen Revolution in der Landwirtschaft und das heißt mit Ochsen, Kühe und Pferde die Felder wieder zu bestellen.
Sollte aber die technische Entwicklung weithin ungestört so verlaufen wie in den letzten 60 Jahren, dann kann ich mir vorstellen, dass zumeist nur noch Hochspezialisierte Fachkräfte in landwirtschaftlichen Großbetrieben oder Genossenschaften in einem Kontrollzentrum arbeiten und dort die jeweiligen Prozessparameter bei den vernetzten Maschinen, Anlagen, Traktoren sowie an den Robotern an ihren Bildschirmen steuern und kontrollieren. Doch wie heissts so schön, die Ausnahme bestätigt meistens die Regel. Es wird wohl bei einer solchen Entwicklung auch noch viele andere Landwirte geben, die dieses nicht mitmachen und ihre eigenen Wege gehen.
PERSPEKTIVE:
Um das Wesenliche zu sehen, genügt oft schon ein kleiner Wechsel der Blickrichtung.

Große Geister sprechen über Ideen.
Durchschnittliche Geister über Ereignisse.
Kleine Geister über Leute.
(Eleanor Roosevelt)
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Hallo,

Ich könnte mir gut vorstellen dass in 60 Jahren Pflanzen angebaut von der mehr Menschen ernährt werden können und die nicht so viel Wasser verbrauchen werden an die wir heute noch gar nicht denken dass sie bei uns wachsen könnten. Die gesamte Industrie und so auch die Landwirtschaft wird sich wieder mehr auf nationaler Ebene abspielen. Es wird auf jedenfall noch 2 große Probleme zu lösen geben der Wassermangel und dass die fossielen Brennstoffe ausgehen
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Die Landwirtschaft ist vo zentraler Bedeutung für die Ernährung aller Menschen. Damit ist die Position für die Zukunft schon fest beschrieben. Es steht sicher eine sehr gute Zeit vor uns allen, wenn wir unseren Teil zum Erfolg beitragen.
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Heute Nacht einen schrecklichen Traum gehabt: ......in 60 Jahren werden wir immer warme Wohnungen haben, genügend warm Wasser zur Verfügung - aber: nichts mehr zu essen. Wir werden mit Weizen heizen, die Äcker werden voll mit Mais sein für die vielen Biogasanlagen. Der Rest Flächen wird mit Solaranlagen vollstehen. Kühe wurden abgeschafft. Milch mag keiner mehr. Es wird keine Schwalben mehr geben, nur noch Fliegen. Wir leben von Plastikschinken und Analogkäse........
Du musst nicht tanzen, aber beweg dein Herz!!
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Nutzungsarten im Einklang
Nach einigem Nachdenken habe ich mich an ein Bild aus unserem Urlaub erinnert.

Ich denke, dass die Schere zwischen intensiver und extensiver Landwirtschaft weiter auseinanderklaffen wird.

Was ich damit meine, ist dass die Mindestgröße eines lebensfähigen Betriebs was Management, Stall-Mechanisierung und Flächen angeht industrielles Niveau erreichen wird und alle nicht direkt und ständig wertschöpfenden Arbeiten von Dienstleistern erledigt oder zwischen mehreren Betrieben arbeitsteilig outgesourced werden (Trennung von Kälberaufzucht, Mutterkuhbetrieb, Ackerbau, Erntekette, ...). Subventionen wird es dann nicht mehr geben.

Auf der anderen Seite werden immer mehr Flächen extensiv und hochbezuschusst durch Rentner und nebenberufliche Landwirte bewirtschaftet, weil sie durch die hohe Mechanisierung nicht mehr wirtschaftlich nutzbar sind. Hier entstehen Produkte für den Eigenbedarf und Produkte, denen der Verbraucher weit mehr vertraut und für die er mehr bezahlt, als "Bio-Produkte".

Ein weiteres Standbein wird die Doppeltnutzung der Fläche zur Energiegewinnung sein.

Alle drei Bereiche finden sich auf meinem Bild vom Sönke-Nissen-Koog aus Nordfriesland.
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