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Dies & Das
46 Themen, Moderator: Matthias, Susanne1, Manu
Forum: Dies & Das

Trachten - was ist echt?

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Trachten - was ist echt?
Liebe landlive-User/-innen,

im aktuellen Wochenblatt berichten wir über Erfahrungen und Meinungen zum Thema Tracht.

Was ist echt, ist Tracht tatsächlich Kunst oder einfach ein Kleidungsstück?

Wie modisch dürfen Trachten sein? Wer darf sie tragen?


Wir sind auf eure Meinung gespannt.

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@ RedaktionBayWochenblatt #
RedaktionBayWochenblatt schrieb:

Liebe landlive-User/-innen,

im aktuellen Wochenblatt berichten wir über Erfahrungen und Meinungen zum Thema Tracht.

Was ist echt, ist Tracht tatsächlich Kunst oder einfach ein Kleidungsstück?

Wie modisch dürfen Trachten sein? Wer darf sie tragen?


Wir sind auf eure Meinung gespannt.


Ich bin vor geraumer Zeit durch einen Ort zwischen Tölz und Holzkirchen gefahren,und mußte am Fußgängerüberweg halten,weil die Frauen und Männer gerade zu einer Beerdigung gingen...in Tracht....mein lieber Scholle.....da stellen sogar" alte Drachen" noch was vor. Tracht ist Gäubezogen(Miesbacher-Dachauer....Tracht.Tracht ist von Alters her überliefert. Wer eine Lederhosn oder ein Dirndl anzieht,trägt noch lange keine Tracht, von den Todsünden am Oktoberfest ganz zu schweigen. Aber zum Saufen gehn,ist eine Original Tracht eh zu schade.
P.S: die "alten Drachen" sind nicht böse gemeint,nicht dass der Faden wieder in eine Drachendiskussion ausartet
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Ich wollt grad sagen, Tracht ist das altüberlieferte, das Mieder und der Schalk.
Das ist m.E. den Einheimischen dort vorbehalten.

Beim Dirndl seh ich das nicht soo eng das passt schon, auch wenn da mal ein Preiss drin steckt. Auf Waldfesten oder Kärwas ist das eh egal
Meine Freundin (aus Niedersachsen) hat kürzlich mal ein Dirndl anprobiert, die war hellauf begeistert, dass sie darin auch ne tolle Figur macht. Das "solang du an Mund net aufmachst"... hab ich mir dann verkniffen
LG
sasthi
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 29.06.11 um 21:47 Uhr.
@ Freisinger #
Freisinger schrieb:

Ich bin vor geraumer Zeit durch einen Ort zwischen Tölz und Holzkirchen gefahren,und mußte am Fußgängerüberweg halten,weil die Frauen und Männer gerade zu einer Beerdigung gingen...in Tracht....mein lieber Scholle.....da stellen sogar" alte Drachen" noch was vor. Tracht ist Gäubezogen(Miesbacher-Dachauer....Tracht.Tracht ist von Alters her überliefert. Wer eine Lederhosn oder ein Dirndl anzieht,trägt noch lange keine Tracht, von den Todsünden am Oktoberfest ganz zu schweigen. Aber zum Saufen gehn,ist eine Original Tracht eh zu schade.
P.S: die "alten Drachen" sind nicht böse gemeint,nicht dass der Faden wieder in eine Drachendiskussion ausartet

Genauso ist das ,

Bei uns ist die Miesbacher-Tracht daheim , die ist weder modisch noch sonst was , aber eine der schönsten und am weitesten verbreitet und Vieles ist an diese angelehnt, genauso die andern Trachten , also Regional Trachten ,diese "Volltrachten" zeiht man aber nicht zu jeden Anlass an, z. B. kann man zum Bauernstammtisch durchaus mit dem Strickfrack gehen, ....Trachtenanzug (Hochzeit, Fronleichnam, Taufe, Beerdigung..geht auch in Volltracht muss aber nicht sein.)
Das was, Das Wochenblatt meint, ist Landhausmode, oder das was die Leute (die zwar die Echte Volltracht zuhause haben) anziehen, wenn sie auf ein Weinfest,Tanzmusi, Burschenfest, Landjugendfest, Winterschuimusi..u.s.w. anziehen , da gibt es bei Dirndlgwand immer mal Moderscheinungen , oder bei den Männern beim „Gilet“ (Trachtenweste) , beim Hut , da gibt es außer dem "Scheibling" , den „Tegernseer-Hut“ , oder man läst sich einen Extrawaganten machen , bei der Joppe, bei uns die „Tegernseer Joppe“ und natürlich beim Hosenträger , aber alles Handgemacht wenn es schon was extra sein muss . Bundhose geht bei uns gar nicht , die sieht auch nicht gut aus , entweder eine Kurze , die aber nicht zu kurz und ganz wichtig nicht weißausgenäht , sondern Grün oder Gelb, oder eine Schwarze Lange , da sieht man immer wieder mal welche mit Nadelstreifen , dann gibt es bei den Schuhen , Haferlschuhe nur wenn man die Tegernseer Joppe oder sonst was anhat , zur Grauen Miesbacher Joppe gehören „Trachtenschuhe“ , es wird halt klar getrennt was die Vereinstracht (da gibt es aber auch für jeden Anlass was Anderes ) und was nicht. Was ein echter Daiger (Einheimischer) ist, weiß was er zu welchen Anlass anzuziehen hat und der Interessierte Zuwanderer fragt halt nach , bevor er sich als Kasper verkleidet.
[de.wikipedia.org]

Viele Grüße
jw

Nachtrag:
weil das Wochenblatt ja fragt Was echt ist und was nicht oder wer es anziehen darf oder nicht .

Anziehen darf „ Die echte Tracht“ genauso die "Unechte Tracht"(wenn es sowas geben sollte) jeder der weiß zu welchem Anlass was gehört , dazu gibt es Info beim Örtlichem Trachtenverein , auch Zugezogene können da mit machen und das anziehen keine Frage, aber wie gesagt es gibt Mode auch außerhalb vom Verein , da man nicht immer mit der Volltracht auflaufen will , Dazu gehört aber nicht „Hauferlschuhe und eine blaue Jens“ Meine Fresse , solche Typen haben was an der Waffel , wenn Jens , dann auch keine Haferlschuhe .
Der Stacheldraht, das ist ein Draht, der Stacheln hat.


Bauernstolz; ein niedriger Stolz, welcher sich auf nichtswürdige Dinge gründet, und welcher sich niedriger, verächtlicher Mittel zu seiner Befriedigung bedient. Qelle unbekannt

Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt.

Arthur Schopenhauer
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JW, selbst wenn man gebürtig aus dem Lkr. Miesbach kommt und dort aufgewachsen ist, muss man nicht unbedingt damit total firm sein, was wann wo wie getragen wird. Eins der ewigen Geheimnisse ;) (Und dabei hat meine Uroma noch Schalk und Mieder und alles gehabt...) Aber es ist gut so wie es ist.
LG
sasthi
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@ sasthi #
sasthi schrieb:

JW, selbst wenn man gebürtig aus dem Lkr. Miesbach kommt und dort aufgewachsen ist, muss man nicht unbedingt damit total firm sein, was wann wo wie getragen wird. Eins der ewigen Geheimnisse ;) (Und dabei hat meine Uroma noch Schalk und Mieder und alles gehabt...) Aber es ist gut so wie es ist.

Verstehe nicht ganz was du mir sagen willst, aber wird schon passen
Der Stacheldraht, das ist ein Draht, der Stacheln hat.


Bauernstolz; ein niedriger Stolz, welcher sich auf nichtswürdige Dinge gründet, und welcher sich niedriger, verächtlicher Mittel zu seiner Befriedigung bedient. Qelle unbekannt

Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt.

Arthur Schopenhauer
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Nachdem vor Jahren mal in Oslo bei einer Feier rund die Hälfte der Damen in Tracht erschien, die in Norwegen auch von Tal zu Tal unterschiedlich sind, war ich sehr davon angetan und beneidete sie im stillen: Sie waren einfach richtig angezogen. 2007, bei der Diplomfeier der Technischen Hochschule Stockholm, war auf der Einladung zum Thema Anzug folgendes angegeben: Frack, Abendkleid, Uniform, Tracht. Die Nordschweden und Isländer erschienen an diesem Abend überwiegend in Tracht.
Als ich im vergangenen Jahr von der "Coburger erneuerten Tracht" las, war ich begeistert. Da Vorfahren meines Mannes aus Coburg stammten, fand ich, dass ich diese Tracht tragen könne, und ließ mir eine schneidern. Geschneidert hat sie die Trachtenschneidermeisterin aus Mittelfranken, die zusammen mit der Volkskundlerin, die beim RegBez Oberfranken für Trachtenberatung zuständig ist, diese erneuerte Tracht entwickelt hat. Seither trage ich mein "Gwand" zu vielen Anlässen. Schlicht, wie es ist, komme ich mir auch in Norddeutschland damit nicht "verkleidet" vor.
Trachtenberatung Oberfranken
Quidquid agis, prudenter agas et respice finem. Was du auch tust, handle umsichtig und bedenke die Konsequenzen.
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Ich geb dem JW fast recht .
Es war die Rede von echter Tracht! Echte Tracht ist etwas das seit langer Zeit in der jeweiligen Region oder verschiedenen Tälern bis zur heutigen Form weiterentwickelt wurde.
Allerdings sind diese Entwicklungen noch lange nicht abgeschlossen und darf sie auch nicht sein, den dadurch bergrämmt man auch junge Leute oder Zugezogene die vielleicht ihre eigene, von klein auf gewohnte und getragene Tracht etwas mit einbringen wollen.
Diese Entwicklung darf auch nicht von oft völlig festgefahrenen Trachtenvorständen aufgehalten werden und ich denk da muss der Vorsatz lauten "Altes erhalten, neues gestalten!".
Ganz verdrehen lassen darf mans auch nicht, aber ich denk die Leute die damit aufgewachsen sind werden dies auch nicht zulassen.
Ich war nie in einem Trachtenverein, hab allerdings vom Mieder bis zum Kirchengwand alles im Schrank.
Ich bin im Isarwinkel aufgewachsen, der sehr stark von der Land- und Almwirtschaft geprägt ist. Tracht ist im Isarwinkel eigentlich eine Selbstverständlichkeit zu Anlässen wie hohen kirchlichen Feiertagen, jeglichen familären Feiern usw.! Ich war immer stolz auf meine Tracht und bins auch heut noch! Zwang wars für mich nie und würd ich auch meinen Kindern deshalb nicht machen, weils einfach auch bissal a Lebenseinstellung ist und nicht nur ein Kleidungsstück das man präsentieren darf, soll oder muss!

Dirndl is Mode angelehnt an Tracht. Dirndl is einfach für die "halbguten" Anlässe, wie kleine Feiern, Landjugendtanz usw........!
Tracht ist immer ein Stück eigenes Leben und des ist wie bei allem wenns kein Zwang ist etwas ganz schönes!

Viele liebe Grüsse
Lisi
Wer klug ist kann sich immer noch dumm stellen, das Gegenteil ist schon etwas schwieriger!
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 30.06.11 um 11:09 Uhr.
@ Lisi #
Lisi schrieb:

Ich geb dem JW fast recht .
......

Viele liebe Grüsse
Lisi

Hallo Lissi,
da gebe ich dir wiederum nur fast recht ,
denn wenn sich die „echte Tracht“ Also die Regionaltracht weiterentwickelt oder verändert , braucht es auch keinen Trachtenerhaltungsverein , dieser hat sich eben an die Fahne geschrieben , dass man diese Tracht so erhalten will, wie sie seit der Gründung , des Vereins ist. Deshalb haben ja viele zwei Trachten , die Vereintracht nach Überlieferung und nach Vereinsstatuten und die angelehnte weiterentwickelte Tracht , Mir ist schon klar, dass manche z.B. Einen Grünen , Blauen oder Rostigen Schalk möchten , der „Echte“ zumindest hier bei uns im Oberland ist hat mal Schwarz , auch wenn die anderen Farben mittlerweile mit Widerwillen gebilligt werden , aber auch nur wenn sie einen Leichten Farbton haben , würde hier kein Widerstand herrschen kämme die Nächste bald mit einem Krachend Roten Schalk daher. Hier von „völlig festgefahrenen Trachtenvorständen“ zu klagen ist wohl total fehl am Platz . Es kann sich jeder seine Tracht machen lassen wie er will , darf sich aber nicht darüber beschweren , wenn das von dem „Trachtenerhaltungsvereinen“ nicht begrüßt wird und z.B. bei der Trachtenschau Abzüge mit sich bringt. Meist sind es wie immer leider die Frauen , die aus der Reihe tanzen müssen , da Frauen bestimmt kreativer sind als Männer .
Piercing ? ja , aber dann am Nabel und nicht im Gesicht, Nase, Augen, Zunge auch Ohrringe nur zwei. Wenn es die Trachtenerhaltungsvereine mit Ihren „völlig festgefahrenen Trachtenvorständen“ nicht gäbe ,hätten wir keine alten Trachten mehr, da jeder einen anderen Einfall hätte .

Viele Grüße

jw
Der Stacheldraht, das ist ein Draht, der Stacheln hat.


Bauernstolz; ein niedriger Stolz, welcher sich auf nichtswürdige Dinge gründet, und welcher sich niedriger, verächtlicher Mittel zu seiner Befriedigung bedient. Qelle unbekannt

Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt.

Arthur Schopenhauer
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 01.07.11 um 13:01 Uhr.
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s`Kasettl Schalk
Servus jw,

ursprünglich war die Tracht das Bekenntnis des Trägers zu einem bestimmten Stand in einer bestimmten
Region. Und soviel es Stände gab, gab es verschiedene Gewänder.
Vieles ging in den Jahrhunderten verloren. Übriggeblieben ist im süddeutschen Raum die Miesbacher
Tracht. Und so trage ich zeitlebens bei der Musikkapelle oder beim Trachtenverein die graue Joppe,
obwohl ich kein Miesbacher bin.
Zaghafte Versuche, unser Gewand bei der Musi historischen, heimatlichen Vorbildern anzupassen,
scheitern am energischen Wiederstand der Trachtler.
Gebirgstrachten-Erhaltungsvereine gibt es heute auch im Flachland, ja sogar in Übersee ...

Die Tracht hat sich immer leicht verändert, modische Trends haben auch vor diesem Gewand nie
Halt gemacht. Schau Dir alte Fotos an. Sonst wird es eine Uniform.

Heute kann ein ein Trachtenträger seinen Stand und seine regionale Zugehörigkeit mit seinem Gewand nicht mehr ausdrücken !
Nur noch: aha, Bayern. Schade eigentlich.

Da wo die Lisi zu Hause ist, tragen die Frauen den Schalk, der dort gar nicht hingehört, das ist Euer
Gewand ! Schuld daran war ein ortsansässiger Industrieller, der bei der Vereinsgründung einige dieser
wertvollen und teueren Kleidungsstücke spendierte, weil sie ihm besser gefielen als unser Kasettl.
Auch deshalb halte ich es für gefährlich, alles auf ewige Zeiten festzuschreiben.

Gruß

ps : sorry, landfrauen daß ich mich als Mann hier einmische !
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