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Wir-haben-es-satt

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Träumer...

Wenn ich träume. ist es schnuckeliger....
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@ frankyboy #
frankyboy schrieb:


Wie ist das deiner Meinung nach, reichen 37000 Euro Gewinn (ohne Subventionen) für einen 220ha Betrieb aus??? Oder ist der "Großbetrieb" damit doch ziemlich schlecht dran???
Deine 73000 Euro ergeben pro ha 331 Euro. Das ist ziemlich viel. Wo kriegt man das?
Real sind eher um 250 Euro pro ha. Dann würde er 55000 Euro Subbventionen bekommen. Bei 37000 Euro selbst erwirtschaftetem Gewinn plus 55000 Subventionemn ergeben sich 92000 Euro Gewinn. Hört sich viel an, ist aber bei der Betriuebsgröße schnell weg. Denn die 92000 Euros sind nicht allein zum Verleben und verjuxen, davon müssen Investitionen in Gebäude und Maschinen getätigt werden, Rücklagen für schlechte Jahre gebildet werdem (nicht jedes Jahr bringt gute Erträge) und dazu noch Krankenkasse, Pflegekasse, Alterskasse und private Rentenversorgung finanziert werden (Alterskasse zahlt so um 500 Euro pro Monat, wer kann davon leben??).
Dann ist der Gewinn plötzlich nicht mehr so üppig. Was meinst du denn braucht ein Betrieb in dieser Größe als Gewinn zum Überleben??? Kannst ja mal googeln.
Obwohl ich vorsichtig wäre,m das Internet besteht zu 90% aus Halbwissen.
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@ Tonkneter #
Tonkneter schrieb:

Das stimmt nur, wenn sich die Ernährungsgewohnheiten nicht ändern würden. Da aber schon
jetzt, bei nur geringfüfig steigenden Preisen, sich die Einkaufsgewohnheiten zu verändern be-
ginnen, muss angenommen werden, dass bei 100% Bio die Nachfrage nach tierischen Pro-
dukten abnehmen wird. Ernähren könnten wir D zu 100% mit Bio-Produkten. Der vegetarische
Anteil unserer Nahrung würde allerdings stark ansteigen; zugunsten unserer Gesundheit.

senkrecht bleiben!

oh Mann wieder einer, dem die einfachstgen Grundlagen fehlen...
und wie soll dann der sog. Nährstoffkreislauf ablaufen, wenn der organische Dünger fehlt???????
f
Die Gedanken sind frei !
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@ Paula #
Paula schrieb:

Ich frage mich gerade - sind wir der vor Aussterben stehende Familienbetrieb oder der Subventionen schmarotzende Großargrarier ???????

also DU bist natürlich ein böser Großagrarier und ich eine kleine schnuckelige Familienbäuerin aus dem Süden
Gruß f
Die Gedanken sind frei !
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@ Freigeist #
Freigeist schrieb:

also DU bist natürlich ein böser Großagrarier und ich eine kleine schnuckelige Familienbäuerin aus dem Süden
Gruß f


... ich habs doch geahnt und versinke vor Scham im Boden , werde aber überleben juchuh
Nur das Genie beherrscht das Chaos.
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Dieser Beitrag wurde am 23.01.12 um 21:42 von nurich gelöscht.
@ frankyboy #
hallo Frankyboy,

ich habe deine Ausführungen jetzt mehrfach durchgelesen, aber da du um sachliche Argumentationen gebeten hast möchte ich dich doch um einige Erläuterungen zu deinen Ausführungen bitten.


Im Jahr 2020 wird der letzte bäuerliche Familienbetrieb in den Ruin gehen. Eine deutsche Landschaft gibt es nicht mehr, sondern nur noch landwirtschaftliche Monster-Großerzeuger-Baracken im Außenbereich umgeben von Mono-Kulturen, soweit das Auge reicht (oder Mais-Dschungel), wie im Mittleren Westen der USA..

warum wird der letzte bäuerliche Familienbetrieb im Jahr 2020 in den Ruin gehen? er bekommt je ha die gleichen Subventionen wie die von dir als Monster-großerzeuger bezeichneten betriebe.
liegt dies wirklich an der Subventionierungspraxis? Oder liegt es an den unterschiedlichen Kostenstrukturen in den betrieben? das solltest du doch etwas genauer erläutern?
zudem du ja weiter unten die Leistungsfähigkeit des bäuerlichen Familienbetriebes hervorhebst. für mich stehen diese aussagen im Widerspruch.



Die Dörfer verfallen (Althofstellen), die restl. Landschaft (mit den schlechten Böden) verbuscht, die Artenvielfalt geht zurück. Riesige Maschinen (1 Anhänger bis zu 48.000 kg) ruinieren die Straßen. Es wird nur mehr industriell produzierte Massenware mit geringer Auswahl angeboten...


das verfallen der Dörfer der Landwirtschaft anzulasten halte ich auch für sehr weit herbeigezogen. ich denke doch das hier die zentralisierten Industriestandorte einen wesentlich höheren Stellenwert haben.
wo die Landschaft aufgrund der schlechten Böden verbuscht,und deswegen die Artenvielfalt zurückgeht würde mich auch interessieren.

zu deinem Megahänger kann ich dir nur sagen das hier für die Landwirtschaft die selben grenzen gelten wie für den gewerblichen Güterverkehr.

angeboten wird grundsätzlich alles was nachgefragt wird. aber solange die Discounter die größten Absatzzahlen haben, sehe ich keine Notwendigkeit etwas zu produzieren, wofür es keinen Markt gibt, der kostendeckende Erlöße zulässt.


Die mittelgroßen bäuerlichen Familienbetriebe sind die besten und leistungsfähigsten überhaupt, also grundsätzlich zukunftsfähig. Aber auch sie können nicht überleben, weil die Agrarpolitik die Preise von Agrarprodukten unter die Gestehungskosten gedrückt hat, ihnen aber nur Beihilfen um die 24.000 Euro jährlich gewährt (in den 900 Mio. enthalten). Allein in den letzten 18 Jahren haben 350.000 landw. Betriebe aufgehört. .


wo drückt die Politik die preise? es ist richtig das die Subventionierung der Landwirtschaft zum ziel hat billige Nahrungsmittel auf den Markt zu bringen, aber wir haben keinesfalls von der Politik vorgegebene Agrarpreise.
die Auswirkungen von Markt und Spekulation auf die Agrarpreise haben wir in den letzten Jahren doch deutlich zu spüren bekommen.
ich weis nicht warum man die Landwirtschaft immer als Sonderzweig sehen möchte, ich denke man sollte es wie in jeder anderen Branche auch sehen, die politischen vorgaben für jeden betrieb sind gleich. jeder hat die Möglichkeit sich den gegebenheiten zu stellen, oder zu weichen.
eine Subventionierung von betrieben die ihre kosten nicht im griff haben halte ich für unverantwortlich gegenüber den Steuerzahlern, die dieses Geld aufbringen müssen.




Die Großagrarier können nun -jeder bestens ausgestattet EU-Beihilfen- die Kleineren schlucken..


wenn das alles abhängig von den Subventionen ist, müsste dann nicht der kleinere betrieb prozentual zu seiner Fläche die gleichen Möglichkeiten haben weitere Flächen zu schlucken?

bei uns im Süden ist es auch für die großen betriebe nicht möglich im großen umfang Flächen zu kaufen die sie durch die Landwirtschaft (incl. Flächenprämien) finanzieren müssen.
ist der Flächenaufkauf nicht vielmehr eine Steuersparpolitik für kapitalkräftige Geldanleger?



So gibt es schon hunderte von Bürgerinitiativen z.B. gegen Mastställe (angeblich sind derzeit Ställe für 36 Millionen Masthähnchen in Planung)..




auch bei uns gibt es genügend solcher Bürgerinitiativen, welche gegen jedes landwirtschaftliche Bauvorhaben vorgehen, schade das man diesen Leuten eine Ernährung mir heimischen Nahrungsmitteln nicht verweigern kann. aber mal eine ernsthafte frage, welcher Unternehmer baut einen Stall wenn man nicht mit nachfrage nach dem erzeugten Produkt rechnet?
für jeden Bauwilligen zählt die Investition in einen Stall zur Existenz- und Arbeitsplatzsicherung.
für jeden ist dies ein schritt weiter sich von unserer Flächensubventionierung zu entfernen.


Der 120 Verbände, die hinter der Demo in Berlin stehen, repräsentieren die Mehrheit der deutschen Bevölkerung! .


gibt es hier vielleicht auch belegbare zahlen zu dieser aussage? wer am lautesten schreit hat nicht automatisch die Mehrheit.
ich denke die höhere aussagkraft haben doch die Verkaufsstände der einzelnen Vermarktungsschienen.



Wie sähe es da mit der Alternative aus?
Wenn die deutschen Landwirte vorwiegend im bäuerlichen Familienbetrieb alles in Bio-Qualität produzieren würden, könnten sie unser Land ausreichend mit gesunden Lebensmitteln versorgen..


möchtest du es dir wirklich anmaßen das sich jeder deutsche mit Biolebensmitteln ernähren muß?
zum einen ist es mir das nicht wert den höheren Preis, den Biolebensmittel kosten müssen, zu zahlen, da ich die bessere Qualität als Grundsatz anzweifele.
somit wäre zumindest ich einer der vielen die auf Importnahrungsmittel angewiesen wäre.


Es gäbe die Reihe von negativen Auswirkungen nicht: z.B. Überschüsse, Pestizide, Umweltproblematik, Bodenerosion, Massentierhaltungen..


vielleicht könntest du auch erläutern wie sich die Überschüsse an Agrargütern im Moment beziffern? eine aussage die mir zur landläufigen Teller-Tank Diskussion sehr Fragwürdig erscheint.
Pestizide sehe ich nicht als negative Auswirkung. ein vernünftiger umgang mir Pestiziden dient der Produktion von gesunden Nahrungsmitteln.
der Punkt Umweltproblematik ist für mich auch nur ein sehr weitgreifendes Schlagwort, das du doch sicher etwas genauer definieren kannst.
auch den Zusammenhang warum Biolandwirtschaft Bodenerrosion verhindert ist für mich nicht nachvollziehbar. vor allem weil ich Biobetriebe kenne dir mit Ausnahmegenehmigungen die auflagen des Errosionskatasters umgehen dürfen.
Massentierhaltung was ist das? zu BSE Zeiten war der konventionelle Milchviehhalter im Westen mit 60 Kühen ein Massentierhalter, aber der 450 Kuh Biobetrieb im Osten nicht.
sicher kannst du mir diese Modeschlagwort etwas genauer definieren und die Problematik begründen.




Würden die Eu-Agrarsubventionen in gleicher Höhe unter Berücksichtigung von Arbeitsaufwand, Standortnachteilen, Naturschutz usw. dort eingesetzt, wären die Waren keinen Cent teurer als jetzt und wir hätten gesunde "Lebens"-mittel, die man bedenkenlos essen kann..



warum sollte man nicht effektiv arbeitende betriebe fördern, und wie erklärt man diese Verschwendung von Steuergelder, dem deutschen Steuerzahler?
und warum sollten die Waren nicht teurer werden?
woher hast du die Kenntnis das wir im Moment keine gesunden Lebensmittel haben, und wodurch sind unsere Lebensmittel ungesund?

ich wäre für einen ausstieg aus der generellen agrarförderung, lediglich einen ausgleich für Standortnachteile halte ich für gerechtfertigt.
der Verbraucher soll den preis bezahlen was die Lebensmittelproduktion kostet. Jeder hat die Möglichkeit sich nach seiner Philosophie zu ernähren.

ich denke die Mehrheit der Deutschen sind mündige Bürger und geben mir ihren Einkäufen ihre stimme ab was produziert wird.


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Beitrag vom Autor bearbeitet am 23.01.12 um 23:20 Uhr.
@ Freigeist #
Freigeist schrieb:

oh Mann wieder einer, dem die einfachstgen Grundlagen fehlen...
und wie soll dann der sog. Nährstoffkreislauf ablaufen, wenn der organische Dünger fehlt???????
f


Hallo Freigeist,

schön, dass Du jetzt über Wissende und Nichtwissende urteilst. Du scheinst allerdings zur zwei-
ten Kategorie zu gehören. Jetzt mal ganz einfach erklärt. Wenn ich ein kg Weizen nehme,
stehen daraus für die menschliche Ernährung 3120 kcal oder 13050 kJ zur Verfügung. Wenn
ich diesen Weizen an Geflügel verfüttere und eine Futterverwertung von 1: 3,5 annehme,
resultieren daraus ca 200 g Geflügelfleisch mit ca. 302 kcal oder 1264 kJ. Ich muss also 10 mal
soviel Getreide für die "Veredlung" aufwenden, um den annähernde gleichen Nährwert zu
erzielen. Natürlich fällt bei dieser "Veredlung" einiges an organischem Dünger an. Jedoch be-
finden sich in diesem Dünger nicht all die Nährstoffe, die nicht mit dem Geflügelfleisch abge-
gangen sind. Bei den N-Verbindungen, kann man von ca. 60% des von dem Geflügel aus-
geschiedenen Stickstoffs ausgehen, der für die Düngung zur Verfügung steht. Der Rest geht
im wahrsten Wortsinn in Luft auf. Veredeln um organischen Dünger zu bekommen, ist unge- fähr so effektiv, wie das Einfangen des Luftstickstoffs mit einem Suppensieb.


DWEWT
Nur die Götter gehen zugrunde, wenn wir endlich gottlos sind. K.Wecker
Religionsfreiheit ist ein schönes Ziel; so ganz frei von Religion.
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@ Schaumburger #
Schaumburger schrieb:

Irgendwie mußt du schon zugeben das deine Rechnung grober Unfung war. Da hilft auch keine noch so lange Ausrede. Ich verstehe auch dein Problem nicht, pro Hektar bleibt die Förderung doch gleich. Und den Strujkturwandel hat bisher KEINE Partei aufgehalten. Als Resümee kann man sogar Künast ( Rot/Grüne Regierung) als Strukturbeschleunigerin ansehen. Man muß halt irgendwann Realitäten anerkennen. Das mußte schließlich Künast auch. Der grüne Traum vom kleinbäuerlichen Hof ist selbst ihr vergangen. Alsio ich bleibe in der Realität und sehe den Strukturwandel in den nächsten Jahren eher beschleunigt. Warum??? Weil vielen Landwirten schlicht und einfach ein Nachfolger fehlt. So böse ist die Realität!


wenn Du eine Rechnung für Unfug hälst muß Du schon eine gegenrechnung aufmachen, oder zumindest eine plausibel Gegenargumentation Dir einfallen lassen. Das da ist nur blöblablu.
Ich vertret hier meine Meinung.....Deine mußt Du Dir selbst bilden
Freiwirtschaft: [userpage.fu-berlin.de]

„Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen."
(George Santayana)

Nimm das Recht weg - was ist dann ein Staat noch anderes als eine große Räuberbande?
(Augustinus von Hippo)
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@ nurich #
nurich schrieb:

das verfallen der Dörfer der Landwirtschaft anzulasten halte ich auch für sehr weit herbeigezogen. ich denke doch das hier die zentralisierten Industriestandorte einen wesentlich höheren Stellenwert haben.
wo die Landschaft aufgrund der schlechten Böden verbuscht,und deswegen die Artenvielfalt zurückgeht würde mich auch interessieren.


Ich will nur an der Stelle einhaken....
WAS ist eigendlich der sinn eines Dorfes? Ohne Landwirtschaft? Und nicht im Speckgürtel einer Großstadt, wo es noch als Schlafpaltz für Besserverdienende werden kann?

Das zweite.... unsere Artenvielfalt in Mitteleurope enstandt aus der Zehntausende Jahre anhaltenden VIELFÄLTIGEN Kulturlandschaft..... sollte die verschwinden, und sie ist ja dabei, hat das natürlich immense Auswirkungen auf die Artenvielfalt von wilden Pflanzen und Tieren.
Ich vertret hier meine Meinung.....Deine mußt Du Dir selbst bilden
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(Augustinus von Hippo)
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