Zur mobilen Version wechseln »
NachrichtenThemenMediathekCommunityWetterMärkte & PreiseShopBranchenbuchagrarheute.comlandlive.de
Erweiterte Suche »
UploadChatForenFotosFotoalbenVideosBlogsTermineMitgliederGruppenPartnersuche
Schafe/Ziegen
Forum: Schafe/Ziegen
Für Schäfer und alle, die es noch werden wollen

Wolf und Schaf - gemeinsamer Lebensraum?

#
Wolf und Schaf - gemeinsamer Lebensraum?
Seit der "Eiserne Vorhang" sich 1989 geöffnet hat, haben es auch die Wölfe geschafft, und sind auch wieder in die alte BRD zurück- gekehrt. Begeisterung hatte sich naturgemäß bei Biologen, den Grünen, BUND und anderen Tierschützern schnell eingestellt.
Mit Fördertöpfen für Wolfsmanagement-Plänen haben diese Gruppen sich schnell zu Wolffürsprechern gemacht. Bedenken besonnener Bürger, auch aus der Landwirtschaft, hier besonders von Tierzüchtern wie Schaf-, Rinderzüchtern, wurden anfänglich negiert. Heute wird mit finanziellen Entschädigungen versucht, die nach wie vor berechtigten Bedenken abzubügeln.
Besonders die züchterischen Leistungen der Tierhalter, die nicht entschädigt werden können, kommen zu kurz.
Bei der bisherigen dynamischen Entwicklung von über 100 Wölfen im Raum Sachsen / Brandenburg derzeit kann man sicher berechnen, wann dort die ersten Wölfe in den Dörfern nach Futter suchen werden; denn bei derzeit angenommenen 2 Wölfen = 1 Schafriss täglich, sind das jährlich über 18.000 Schafe - mit steigender Tendenz. Ein Geschlechter-Verhältnis von 1:1 und
2 Welpen/Wurf haben wir eine theor. Verdopplung alle 4 Jahre.
Ich sehe das Freilandhalten von Ziegen, Schafen in der Zukunft im Sinne des Tierschutzes dieser Herden nicht mehr möglich.
Meine Forderung an die Kommunalpolitker und Landespolitiker ist, dass mit Umsiedelungen und ggf. durch Reduzierungen die Wolfbestände klein gehalten werden! Wichtig ist auch das Entfalten von politischen Aktivitäten der betroffenen Züchter - die politische Klasse will alle 4 / 5 Jahre wieder gewählt werden- hier sehe ich den Ansatz für Änderungen pro Schaf und Ziege.
Ich freue mich auf einen interessanten Austausch im Forum.

Schlagwörter dieses Themas: entschädigungen, organisationen, politiker, schafe, tierhalter, tierschutz, wölfe, wolfsmanagement, ziegen, zucht, züchter, hinzufügen »

1
 
@ Kutschenstation1 #
Kutschenstation1 schrieb:

Seit der "Eiserne Vorhang" sich 1989 geöffnet hat, haben es auch die Wölfe geschafft, und sind auch wieder in die alte BRD zurück- gekehrt. Begeisterung hatte sich naturgemäß bei Biologen, den Grünen, BUND und anderen Tierschützern schnell eingestellt.
Mit Fördertöpfen für Wolfsmanagement-Plänen haben diese Gruppen sich schnell zu Wolffürsprechern gemacht. Bedenken besonnener Bürger, auch aus der Landwirtschaft, hier besonders von Tierzüchtern wie Schaf-, Rinderzüchtern, wurden anfänglich negiert. Heute wird mit finanziellen Entschädigungen versucht, die nach wie vor berechtigten Bedenken abzubügeln.
Besonders die züchterischen Leistungen der Tierhalter, die nicht entschädigt werden können, kommen zu kurz.
Bei der bisherigen dynamischen Entwicklung von über 100 Wölfen im Raum Sachsen / Brandenburg derzeit kann man sicher berechnen, wann dort die ersten Wölfe in den Dörfern nach Futter suchen werden; denn bei derzeit angenommenen 2 Wölfen = 1 Schafriss täglich, sind das jährlich über 18.000 Schafe - mit steigender Tendenz. Ein Geschlechter-Verhältnis von 1:1 und
2 Welpen/Wurf haben wir eine theor. Verdopplung alle 4 Jahre.
Ich sehe das Freilandhalten von Ziegen, Schafen in der Zukunft im Sinne des Tierschutzes dieser Herden nicht mehr möglich.
Meine Forderung an die Kommunalpolitker und Landespolitiker ist, dass mit Umsiedelungen und ggf. durch Reduzierungen die Wolfbestände klein gehalten werden! Wichtig ist auch das Entfalten von politischen Aktivitäten der betroffenen Züchter - die politische Klasse will alle 4 / 5 Jahre wieder gewählt werden- hier sehe ich den Ansatz für Änderungen pro Schaf und Ziege.
Ich freue mich auf einen interessanten Austausch im Forum.


Sagen wir mal , aus Sicht eines in Ostsachsen wirtschftenden, so.... bisher ist der Wolf nicht merklich aus der Region um Nochten, Klix usw vorgedrungen, von einzelnen Rüden mal abgesehen. Dort oben um Nochten, ab der Neiße bis zur Oder weiter nach Norden war der Wolf wahrscheinlich nie wirklich weg.
Die Schäden halten sich bislang in überlieferten und üblichen Grenzen.
Trotzdem sieht man hier die Entwicklung, vor allem die künstlichen Ansiedlungsbestrebungen mit Sorge.
Es würde den so schon schweren Stand der kleinen und mittleren viehhaltenden Betrieb hier im Osten weiter verkomplizieren, und die Kosten hoch treiben, was für den größten Teil das Aus bedeuten würde.
Ich vertret hier meine Meinung.....Deine mußt Du Dir selbst bilden
Freiwirtschaft: [userpage.fu-berlin.de]

Armut schafft Demut, Demut schafft Fleiß, Fleiß schafft Reichtum,
Reichtum schafft Übermut, Übermut schafft Krieg, Krieg schafft Armut.

So ist es brauch seit alters her, wer Sorgen hat, hat auch Likör.. (W. Busch)

Nimm das Recht weg - was ist dann ein Staat noch anderes als eine große Räuberbande?
(Augustinus von Hippo)
1
 
#
Natürlich geht es, das Schaf und Wolf sich einen Lebensraum teilen... schließlich kann man doch nicht die Lebensräume von Jäger und Beute trennen, oder?
Wenn der Wolf keine oder zu wenig Beute findet, geht er auch wieder.
d.h. man könnte ihn auch durch indirekte Jagd, also durch den Entzug von Beutetieren zurückdrängen.
oder wir füttern den Wolf mit freiwilligen von P€TA?
3
 
@ Kutschenstation1 #
Kutschenstation1 schrieb:
denn bei derzeit angenommenen 2 Wölfen = 1 Schafriss täglich, sind das jährlich über 18.000 Schafe - mit steigender Tendenz.


Laut deiner Rechnung gäbe es hier in Ostsachsen schon lange keine Schafe mehr.


Ich denke nicht das D in nächster Zeit mit Wölfen überschwemmt wird.
Wenn überhaubt siedeln sie sich nur in großen unbewohnten und zusammenhängenden Gebieten an.
Eben wie hier die Tagebaugebiete und Truppenübungsplätze.
Solche Orte gibt es in D nicht viele - Wölfe die in dicht besiedelte Gebiete abwandern werden nicht selten früher oder später überfahren.

Problematisch sehe ich es das einige Tiere offensichtlich inzwischen gelernt haben Schutzmaßnahmen für Nutztiere zu um- oder untergehen - ich denke gegen diese Tiere sollte man schon vorgehen können.
Nur das Genie beherrscht das Chaos.
0
 
@ Kutschenstation1 #
Kutschenstation1 schrieb:

Ein Geschlechter-Verhältnis von 1:1 und
2 Welpen/Wurf haben wir eine theor. Verdopplung alle 4 Jahre.
Ich sehe das Freilandhalten von Ziegen, Schafen in der Zukunft im Sinne des Tierschutzes dieser Herden nicht mehr möglich.


Also diese Rechnung ist aber NICHT besonders besonnen. Schon unter natürlichen Bedingungen verdoppeln sich Raubsäugerbestände nicht in so kurzer Zeit. Wenn dann noch Autobahnen dazu kommen sieht die absolute Vermehrungsrate doch deutlich kleiner aus.


Ich würd im gegenseitigen Interesse erstmal abwarten. Ich bezweifle das die Wölfe hier ein besonders großes DAUERHAFTES Ausbreitungspotential haben. In einigen Gegenden im Osten, wo sie jetzt auch schon teilweise sind, können sie sich offensichtlich halten, aber weiter nach Westen werden die Gebiete ja auch immer zersiedelter. Wenn der Wolf nicht zum Stadtwolf wird, glaube ich nicht das er sich da dauerhaft hält. Zurück zum Abwarten:
Erste Maßnahme wäre mal eine Aufnahme ins Jagdrecht. Das verbreitet die Basis auf der der Wolf betreut und beobachtet werden kann und schafft gleichzeitig die Möglichkeit eines unkomplizierten Eingreifens. Wenn da beide Seiten sich aufeinander zu bewegen, sollte das eigentlich eine Fruchtbare kooperation werden. Und dann wie gesagt, man kann viel planen, aber es ist ein Tier das seinen eigenen Kopf hat. Wenn man feststellt das die Schadensfälle unverhältnismäßig zunehmen (und damit die Ausgleichszahlungen) wird man schon Maßnahmen ergreifen. Aber vielleicht stellt sich ja auch heraus das es funktioniert.
Eine Null-Schaden Situation wird es natürlich nicht geben, aber die gibt es ja im Spannungsfeld Landwirtschaft/Wild nie.

Wenn alle Seiten versuchen Ideologie-frei an die Sache ran zu gehen sollte man das eigentlich managen können.

0
 
#
Seht mal nach wie in der Schweiz der Wolf inzwischen zu einem Problem geworden ist für die Nutztierhaltung.
Geht so weit dass die ersten in besonders betroffenen Gegenden bereits aufgeben.
Warum schönreden?
Wenn ein Wolf zehn Merinos reißt, ist der Schaden finanziell überschaubar, von persönlicher Bindung an die Tiere redet keiner.
Holt er aber zehn Blobe Ziegen oder zehn Alpine Steinschafe ist das für die aussterbende Rasse ein unwiederbringlicher Verlust.
Das sehen die Naturschützer nicht, dass auch Hausttierrassen aussterben.
In der Schweiz fallen schon so hohe Summen an für Hüteschutzhunde, spezielle Wolfsnetze und so weiter, die der Staat zum Großteil übernimmt.
Die Schweiz ist gottseidank nicht dem Euro angegliedert, da dürfte noch Potential sein.
Bei uns sind wegen dem Biber schon mehrer hunderttausend Euro an Schadenserstattung fällig, zuletzt
weiß ich 2010 von 300 000.-€.
Und an Schulen fehlt Geld.
Mit dem Endeffekt dass die Tiere bereits abgeschossen werden und sogar kulinarisch verwertet.
Hätten die das gleich ins Jagdrecht überstellt, würde es keine solchen Gelder kosten wenn die Jäger mit Abschußquote das erledigen.
So wirds mit dem Wolf werden, die Geister die ich rief.
Irgendwann kommt der erste Unfall mit Personenschaden wenn der Wolf sehr hungrig ist und ein Beuteschaf verteidigt. Dann ist das Geschrei groß.
Dass in gewissen Gegenden in unseren Ostbundesländern der 1900 eingesetzte Mufflon
schon eliminiert ist weil er keine Schutzstrategie gegen Wölfe hat interessiert nieand.
Dabei ist das Tier auf Korsika und Sardinien, seiner Urheimat, auch vom Aussterben bedroht.
Aber ist ja nur ein blödes Schaf das eh die Jäger geschossen haben.
Wölfe sind auf Expansion sonst hätten sie nicht so lange überlebt, dazu hochintelligent.
Es wird bei uns auch bald wieder so weit sein dass der hochgelobte Wold Abschussquoten erhält.
Mal sehen wie das die restlichen Beutetiere mitmachen, die ersten Meldungen über deutlich gesunkenen Wildbestand sind schon da.
Die Tierschützer könnten jeden Jäger der ein Tier schießt dass recht schnell geht und
im normalen Sinne eine ordentliche Tötung ist an den Hals springen.
Einem Wolfsrudel komischerweisse nicht, wenn ein Tier noch den Todesbiss ansetzt, das andere bereits die Bauchdecke des noch lebenden Tieres ufgerissen hat und sich schon am Pansen und Darminhalt herfrisst. Diese Bilder zeigen die Feiglinge niemanden!!
Eine Wolfspopulation in gewissem Rahmen kann getragen werden aber nicht wie manche Biologen ausrechnen wieviele Rudel noch in die Landschaft passen! So nicht.
Warum werden sonst verhungerte Tiere gefunden???
Aber ich hab vergessen dass das die natürliche Todesfolge ist das die Naturschützer in ihrem Naturselbstüberlassungswahn hinnehmen.
Ebenso wie rehwildfütterung im Winter verboten werden soll.
Undso weiter.
Ich bin für Artenvielfalt und Erhalt nicht Zerfall zu Gunsten einiger Prädatoren.
1
 
#
Etwas gutes hätte der Wolf: weniger 'Naturfreunde' die im Wald rumlaufen und überall ihren Müll verteilen...
Manchmal kann ein bischen Angst auch helfen.

Ich hoffe nur, das der erste Personenschaden durch einen Wolf einen von der Wolfschützerfront trifft, und nicht gerade ein Kind, das mit den Eltern im Wald Pilze sammelt.
0
 
Beitrag vom Autor bearbeitet am 21.02.12 um 10:04 Uhr.
#
Ziegentom schrieb:

Seht mal nach wie in der Schweiz der Wolf inzwischen zu einem Problem geworden ist für die Nutztierhaltung.
An die paar Wölfe (11 nachgewiesen, geschätzt insgesamt 20) gehen im Schnitt 200 Schafe im Jahr und jedes wird ersetzt. Durch Krankheit / Verletzungen (hauptsächlich Stürze, Unfälle) bedingte Verluste liegen in der Größenordnung von 10'000. Da ist das Wolfs"problem" im Vergleich noch nicht so gewaltig.

Für die Anschaffung eines Schutzhundes gibt's 500 Sfr. und für den Unterhalt 1'000 Sfr./a.
 
Auf der Seite der Guten™ - The European 25.02.14
Die ewige Sehnsucht nach der Idylle - Erschienen in der Zeit Ausgabe 24/12
10 Jahre EU-finanzierte Forschung - There is, as of today, no scientific evidence associating GMOs with higher risks for the environment or for food and feed safety than conventional plants and organisms (PDF)
1
 
#
Wenn aber die 200 Schafe zur Wolfsfütterung nicht da wären, was dann?
So grob gerechnet pro Wolf 20 Schafe im Jahr, ca einDrittel seines Jahresbedarfs an Nahrung.
Wieviel Geld macht das pro Schaf?
Ein ausgewachsenes Alpines Steinschaf kostet 150€, ein Lamm 100€.
Wieviele Hunde wurden angeschafft und unterhalten?
Sollen doch die Wolfsschützer die Unkosten bezahlen um den Luxus des Wolfes in einem kleineren Land wie der Schweiz zu haben.
Bei uns sind 9-10 Rudel bestätigt, 15 vermutet.
Entspricht bei guter Besetzung ungefähr 150 Wölfen.
Expansion bei dieser Größenordnung schnell da.
Jeder der das befürwortet kann doch Patenschaften für Futerkosten übernehmen.
Aber nicht unsere Ziegen und Schafe! In Polen werden regelmäßig auch Haushunde gerissen, da ist aber die Waldstruktur anders und der Bevölkerungsdruck nicht so hoch.
Wenn bei uns der erste Fiffi dran glauben muss hört die Sympathie so manches Menschen auf.
Bei uns würden auch 30-40 Tiere ausreichen, dann wären deutlich weniger Übergriffe auf Nutztiere da.
Und warum werden die eigentlich gefressen?
Weil nichts anderes greifbares mehr da ist!!!
0
 
@ Ziegentom #
Ziegentom schrieb:

Warum werden sonst verhungerte Tiere gefunden???


Wann und wo?
0
 
1 2 3 ... 5 weiter »
Werde Mitglied der Community Landwirtschaft, um an dieser Diskussion teilzunehmen!
Zum Seitenanfang