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Energiepflanzen/Holz
Forum: Energiepflanzen/Holz
Sortenwahl, Stroh und Hackschnitzel

Das Pyrolyse Verfahren und Terra Preta Produktion - Die Ablösung für Biogas

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Stoffe zum Verfahren gibt es genügend. Bioabfall, Sturmholz, Klärschlamm,...
Das Problem ist noch im Moment, dass Biokohle nicht als Düngemittel oder Bodenhilfstoff zugelassen ist.
Vor 2 Jahren wars es ein großes Thema auf dem Humussymposium in Kaindorf (Österreich). Dort werden auch verschiedenste Versuche dazu gemacht. Folge war auch, dass es zur Anzeige kam, da die Biokohle auf Versuchsparzellen ausgebracht wurde.
Die Wirkung wäre vielversprechend, vor allem auf sandigen Böden, die Strukturschwach sind und auch beregnet werden müssen, da die Kohle unmengen an Wasser und Nährstoffen speichern kann.
Leider steigt auch der Preis für die Biokohle stetig, was den Verkauf der Kohle an die Industrie interessant macht, da die auf der Suche nach Biokohle sind, um die Vorgaben ihrer CO2-zertifikate einhalten zu können.
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@ spacefarmer #
spacefarmer schrieb:

Wenn man für die Verkohlung wirklich jede Art von Biomasse nehmen kann, und daraus transportable Briketts mit einem hohen Energiegehalt macht, kann das wohl eine Marktlücke sein. Diese Toleranz beim Rohstoff sehe ich als Stärke des Konzepts. Nur welche Biomasse gibt es denn heute noch "für lau", bzw. muss entsorgt werden?


Klärschlamm zum Beispiel !

Ich kann mir auch vorstellen dass Stroh sehr gut geeignet ist, wenn es in Form von Bio Kohle wieder ausgebracht wird.

Wäre es denkbar, den Inhalt der Biotonnen der Haushalte zu verarbeiten?


Genau das ist in Koblenz in Planung bzw. wird bereits gemacht. Siehe dazu meinen ersten Link !


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Ich weiß nicht ob Klärschlamm genug organische Substanz zu verfügung stellt.

Aber mal bischen Klugscheißen: Beitrag 1 ist nicht ganz exakt. Wenn Biokohle verbrannt wird wird das CO2 genauso frei gesetzt wie bei der Kompostierung, genauer gesagt sogar zu vollständiger als da.
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@ Krischans #
Krischans schrieb:

Ich weiß nicht ob Klärschlamm genug organische Substanz zu verfügung stellt.

Aber mal bischen Klugscheißen: Beitrag 1 ist nicht ganz exakt. Wenn Biokohle verbrannt wird wird das CO2 genauso frei gesetzt wie bei der Kompostierung, genauer gesagt sogar zu vollständiger als da.


stimmt nicht....
ist doch unlogisch....
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@ roquefort #
Dann klär mich mal bitte über meinen Logikfehler auf.
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@ Krischans #
Krischans schrieb:

Dann klär mich mal bitte über meinen Logikfehler auf.


es ist wie bei radio eriwan.....
im prinzip hast du ja recht......
beides ist eine oxidation durch sauerstoff....
bei feuer gehts schnell, bei kompostierung langsam.....
übrig bleibt nur etwas kalk, phosphor, kalium ,usw......

da es sich hier um terra preta dreht.....
muß die oxidation unterbrochen werden....
um diese holzkohle zur bodenverbesserung einsetzen zu können...
so meinte ich das...
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@ roquefort #
Aha!
Haste nämlich wieder nicht aufgepasst. In Beitrag 1 gehts nicht um den Boden Peter sondern ums Verfeuern der Kohle! Ätsch!
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@ Krischans #
Krischans schrieb:

Ich weiß nicht ob Klärschlamm genug organische Substanz zu verfügung stellt.

Aber mal bischen Klugscheißen: Beitrag 1 ist nicht ganz exakt. Wenn Biokohle verbrannt wird wird das CO2 genauso frei gesetzt wie bei der Kompostierung, genauer gesagt sogar zu vollständiger als da.



Die Verbrennung der Biokohle ist die 1. Möglichkeit. Dazu habe ich lediglich erwänt, dass es ein CO² neutraler Brennstoff ist weil die Kohle aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wird.

Die zweite Möglichkeit ist die Verwendung in der Terra Preta. Da wird CO² gespeichert !
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Mal ein paar unsortierte Gedanken dazu:

Wie lange hält die Kohle/Terra Preta sich hier in Mitteleuropa im Boden bevor sie sich zersetzt? Meines Wissens gibt es da sehr unterschiedliche Ergebnisse bei Versuchen.

Wie viel KG Kohle sind nötig pro Ha Acker um eine Wirkung zu erzielen, wie viele KG müssen Jährlich ersetzt werden.

Laufen die Umweltzertifikate (wenn es sie denn je geben wird) mit der zeit wieder ab wenn sie die Kohle langsam umsetzt und dabei ihren CO² wieder abgibt?

Wie wirkt sich Biokohle auf die Erntetechnik z.B. bei Kartoffeln aus?

Zum Thema Rohstoffunabhängigkeit, die ist auch nicht größer wie bei einer Biogasanlage, auch dort kann man so ziemlich alles organisches Reinkippen. Macht nur bei kommerziell arbeiten Anlagen niemand.

Ach bei Pyrolyse ist die Zuführung unterschiedlicher Rohstoffe ein Problem. Ein Gemisch wird meiner Meinung nach zu Problemen führen. Die Verweildauer/nötige Temperaturen sind zu unterschiedlich.

Für Biokohle ist ein Trockener Rohstoff deutlich besser wie ein Feuchter, denn das Wasser muß verdunstet werden. Biokohle aus Stroh ist also deutlich einfacher wie aus Maissilage...

Biokohle aus Klärschlamm, hmm also die Schadstoffe im Klärschlamm noch weiter anreichern? Auf Äckern auf denen mann jetzt keinen Klärschlamm ausbringt darf man Klärschlammbiokohle erst recht nicht ausbringen.

Wie gut verwendbar ist das Synthesegas. Vor allem Schwefel ist ein großes Problem bei der Vergasung.

Wie ist die Energieeffizienz gegenüber Biogasanlagen (Durchaus auch mal gegen eine Biogasanlage mit langer Verweildauer zur Vergärung von Holzhackgut gerechnet)?
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 15.04.12 um 10:42 Uhr.
@ Krischans #
Krischans schrieb:

Aha!
Haste nämlich wieder nicht aufgepasst. In Beitrag 1 gehts nicht um den Boden Peter sondern ums Verfeuern der Kohle! Ätsch!


was steht da ?

......"Wenn nun also diese Bio Kohle mit Kompost und Mist gemischt wird und anschließend auf die Felder ausgebracht wird, dann bedeuted das eine enorme verbesserung der Böden. Auf Grund der Struktur der Bio Kohle kann der Boden wesentlich mehr Wasser speichern".....


....." Die dabei entstehende Bio Kohle kann anschließend entweder als CO² neutraler Brennstoff verwendet werden, oder in Form von Terra Preta auf die Böden zur Verbesserung dieser ausgebracht werden."....

daß beim holz vergasen große mengen holzkohle anfallen ist mir neu.....
ich kenn da jemand, der das im großen stil macht zur stromproduktion....
das einzige was ich immer sehe sind unmengen von holzteer...
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