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Energiepflanzen/Holz
Forum: Energiepflanzen/Holz
Sortenwahl, Stroh und Hackschnitzel

Das Pyrolyse Verfahren und Terra Preta Produktion - Die Ablösung für Biogas

@ roquefort #
und @Terra Gator

Okay okay, ich hab mich missverständlich ausgedrückt! Mit "Beitrag 1" meinte ich nicht den Textbeitrag, sondern den 1. Videolink von Terra Gator!!!
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@ 251at #
251at schrieb:

Mal ein paar unsortierte Gedanken dazu:

Wie lange hält die Kohle/Terra Preta sich hier in Mitteleuropa im Boden bevor sie sich zersetzt? Meines Wissens gibt es da sehr unterschiedliche Ergebnisse bei Versuchen.

Wie viel KG Kohle sind nötig pro Ha Acker um eine Wirkung zu erzielen, wie viele KG müssen Jährlich ersetzt werden.

Laufen die Umweltzertifikate (wenn es sie denn je geben wird) mit der zeit wieder ab wenn sie die Kohle langsam umsetzt und dabei ihren CO² wieder abgibt?

Wie wirkt sich Biokohle auf die Erntetechnik z.B. bei Kartoffeln aus?

Zum Thema Rohstoffunabhängigkeit, die ist auch nicht größer wie bei einer Biogasanlage, auch dort kann man so ziemlich alles organisches Reinkippen. Macht nur bei kommerziell arbeiten Anlagen niemand.

Ach bei Pyrolyse ist die Zuführung unterschiedlicher Rohstoffe ein Problem. Ein Gemisch wird meiner Meinung nach zu Problemen führen. Die Verweildauer/nötige Temperaturen sind zu unterschiedlich.

Für Biokohle ist ein Trockener Rohstoff deutlich besser wie ein Feuchter, denn das Wasser muß verdunstet werden. Biokohle aus Stroh ist also deutlich einfacher wie aus Maissilage...

Biokohle aus Klärschlamm, hmm also die Schadstoffe im Klärschlamm noch weiter anreichern? Auf Äckern auf denen mann jetzt keinen Klärschlamm ausbringt darf man Klärschlammbiokohle erst recht nicht ausbringen.

Wie gut verwendbar ist das Synthesegas. Vor allem Schwefel ist ein großes Problem bei der Vergasung.

Wie ist die Energieeffizienz gegenüber Biogasanlagen (Durchaus auch mal gegen eine Biogasanlage mit langer Verweildauer zur Vergärung von Holzhackgut gerechnet)?



Wie bereits erwähnt, das was und wie ist gerade dabei erforscht zu werden.
Da aber die Terra Preta im Amazonas Gebiet sehr sehr alt ist und immer noch einen sehr sehr hohen Kohleanteil hat und überdurchschnittlich fruchtbar ist glaube ich nicht, dass die Aufwandmenge, bzw. der Schwund nennenswert ist. Es wird sogar davon gesprochen, dass wenn der Boden ausreichen mit Bio Kohle versorgt ist das niveau für viele Jahre gehalten wird. Dann könnte sogar noch Kohle zum verheizen übrig belieben.
Im Bezug auf feuchte materialien wurden neue verfahren entwickelt. Dabei wird Teilweise Kohlenhaltiger Schlamm hergestellt, welcher dann zu Kohle gepresst werden kann oder mit Gülle vermischt fast den gleichen Effekt hat wie mit Kompost oder Mist. Jedenfalls gibt es bereits funktionierende Verfahren die Klärschlamm verkohlen.
Warum sollte denn der Klärschlamm angereichert werden ? Deswegen kommen auch nicht mehr Schadstoffe hinzu. Die Klärschlamm Kohle ist nach meinem Wissen ausschließlich zur Verbrennung gedacht, die Schwermetalle werden einfach mit verbrannt.
Ob die Holzvergaser Motoren Probleme mit Schwefel haben, weiss ich nicht.
Es muss bedacht werden, dass es sich hierbei noch um ein visionäres Produkt handelt. Bisher gibt es nur Ideen, einige Pilotanlagen und Zielrichtungen. Das Potential ist vielversprechend.
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@ TerraGator #
Verbrannter Klärschlamm, hat immer noch die gleiche Menge Schwermetalle wie vorher...
Das Problem im Klärschlamm sind aber nicht die Schwermetalle, sondern die Organischen Verbindungen, wie z.B. Hormone (Pille) und Medikamentenausscheidungen (Krebspatienten)
diese sind aber nicht Hitzestabil.
Verbrannter Klärschlamm wäre sicher ein besserer Dünger als unbehandelter, da das Risiko besser abzuschätzen wäre (Schwermetalle kann ich im Labor billig prüfen, organoverbindungen nicht)
Leider ist die Gesetzgebung in Deutschland eher andersherum, also das Ausbringen von Glärschlamm ist erlaubt, Asche nicht.....
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@ Notill #
Notill schrieb:

Verbrannter Klärschlamm, hat immer noch die gleiche Menge Schwermetalle wie vorher...
Das Problem im Klärschlamm sind aber nicht die Schwermetalle, sondern die Organischen Verbindungen, wie z.B. Hormone (Pille) und Medikamentenausscheidungen (Krebspatienten)
diese sind aber nicht Hitzestabil.
Verbrannter Klärschlamm wäre sicher ein besserer Dünger als unbehandelter, da das Risiko besser abzuschätzen wäre (Schwermetalle kann ich im Labor billig prüfen, organoverbindungen nicht)
Leider ist die Gesetzgebung in Deutschland eher andersherum, also das Ausbringen von Glärschlamm ist erlaubt, Asche nicht.....


Die Asche vom Klärschlamm würde ich trotzdem nicht ausbringen wollen. Soweit ich weiss steht Bio Kohle auch nicht in der Düngeverordnung. Macht irgendwie keinen Sinn. Kohlenstoff ist ja eigentlich von Natur aus eine Bestandteil unserer Böden, warum sollte man ihn dann nicht ausbringen dürfen.
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@ TerraGator #
TerraGator schrieb:

Die Asche vom Klärschlamm würde ich trotzdem nicht ausbringen wollen. Soweit ich weiss steht Bio Kohle auch nicht in der Düngeverordnung. Macht irgendwie keinen Sinn. Kohlenstoff ist ja eigentlich von Natur aus eine Bestandteil unserer Böden, warum sollte man ihn dann nicht ausbringen dürfen.


natürlich ist kohlenstoff ein bestandteil unser böden...
bakterien leben davon...

biokohle verottet aber schlecht bis garnicht.....
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@ roquefort #
roquefort schrieb:

natürlich ist kohlenstoff ein bestandteil unser böden...
bakterien leben davon...

biokohle verottet aber schlecht bis garnicht.....



Deswegen muss Bio Kohle auch nicht jedes Jahr ausgebracht werden. Wenn einmal das Niveau angehoben wurde hat man für lange Zeit seine Ruhe. Das macht die Kosten überschaubar, und es kann durchaus noch Kohle für die Verwendung als CO² neutraler Brennstofff übrig bleiben.
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@ TerraGator #
TerraGator schrieb:

Die Asche vom Klärschlamm würde ich trotzdem nicht ausbringen wollen. Soweit ich weiss steht Bio Kohle auch nicht in der Düngeverordnung. Macht irgendwie keinen Sinn. Kohlenstoff ist ja eigentlich von Natur aus eine Bestandteil unserer Böden, warum sollte man ihn dann nicht ausbringen dürfen.


Die Argumentation funktioniert nicht.
N,P,K, sind auch natürliche Bastandteile der Böden, und sind Bestandteil der Düngeverordnung....

Und wenn die Biogasbetreiber in meiner Region so weiterwurschteln, ist Kohlenstoff bald nicht mehr auf allen Böden normaler bestandteil.... die sind bereits unter 0,5% Humus...
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geb ich dir vollkommen recht! Außerdem zahlt bei uns der Biogasler deswegen eine höhere Pacht, weil er den Humusabbau zahlt. Bloß, wer baut den wieder auf, wenn nichts mehr im Boden ist und der Verpächter trotzdem eine hohe Pacht will, da er die ja ein paar Jahre bekam?
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Die Aufnahme von Bio Kohle in die Düngeverordnung wäre also der erste Schritt überhaupt der gemacht werden muss.
@ pH
Die Biogasler und Verpächter scheinen alle darauf zu hoffen, dass das mit der Terra Preta funktioniert. Versprechen tu ich da aber auch (noch) nix.
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@ roquefort #
roquefort schrieb:



da es sich hier um terra preta dreht.....
muß die oxidation unterbrochen werden....


Die Forscher gehen auch davon aus, dass die Terra Preta unter Luftabschluss in Tonkrügen hergestellt wurde. Im großen Stil müssen dann wahrscheinlich Mieten unter Siloplanen angelegt werden.
Effektive Mikroorganissmen könnten dem Prozess auch dienlich sein.


Da es hier in Canada keine Düngeverordnung gibt, würde es sich hier wunderbar anbieten das aus zu probieren. Hühnermist gibt es hier auch en masse, nur die Bio Kohle aufzutreiben ist die größte Schwierigkeit.
Deswegen werde ich mal im Gemüsegarten diesen Sommer einen Versuch starten und hier darüber berichten.
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