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Warum geben fünf Prozent der Ökobetriebe auf?

Dieses Thema bezieht sich auf einen Beitrag auf agrarheute.com:
Warum geben fünf Prozent der Ökobetriebe auf?
Beitrag vom Autor bearbeitet am 14.08.13 um 15:50 Uhr.
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Warum geben fünf Prozent der Ökobetriebe auf?
Wissenschaftler der Uni Kassel haben untersucht, wieviele und warum Ökobauern nicht dauerhaft Ökolandbau betreiben, sondern ganz aufhören oder wieder auf konventionell machen.

Hier könnt Ihr nachlesen, was die Forscher rausgefunden haben:
[www.agrarheute.com]

Kennt Ihr auch jemanden in Eurer näheren oder weiteren Umgebung, der es schon mal mit dem Ökolandbau probiert hat und dann wieder aufgegeben hat? Wenn ja, warum? Und sind fünf Prozent wirklich viel?



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Kenne einen, der sagte in der Schweinehaltung sieht er die Hygiene nicht ausreichend/passend, wenn man ökologisch wirtschaftet. Er hat aufgehört und arbeitet wieder konventionell, anscheinend sehr erfolgreich.
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@ altilla #
Die meisten die ich kenne, die Biozuchtschweinehaltung betrieben haben, haben fast alle aufgehört oder sind verarmt
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@ 240236 #
240236 schrieb:

Die meisten die ich kenne, die Biozuchtschweinehaltung betrieben haben, haben fast alle aufgehört oder sind verarmt


Gerade Zuchtschweine und Ferkelaufzucht scheinen fast wirtschaftlich unmöglich zu sein, darum ist das Angebot auch sehr gering.
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bei uns auch, die Kühe müssen im Winter auf die Weide.. ist oft nicht so einfach wenn man in die Arbeit geht und am Hang wohnt.. kann oft nicht gemacht werden...
Das Leben ist immer lebenwert,
wenn es auch manchal sehr schwer ist...
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@ oimarin #
oimarin schrieb:

bei uns auch, die Kühe müssen im Winter auf die Weide.. ist oft nicht so einfach wenn man in die Arbeit geht und am Hang wohnt.. kann oft nicht gemacht werden...


Die finden doch bei euch auf der Weide nix....im Winter...ausser einen Meter Schnee.

Auslauf....müssen sie haben....eine vorgeschriebene Zeit.
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ein gut teil der aufhörer sind betriebe die mangels nachfolger ausscheiden u vorher die umstellungsprämie mitgenommen haben....sowas stört die statistik..... aber momentan ist konvi auch einfach wirtschaftlicher u bedeutend stressfreier.... die vermarktung von mengen im biomarkt stinkt einfach....
Für Meinungsfreiheit und ein freies Internet! Ich beteilige mich an der Operation Payback!
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Ein Nachbar hat letztes Jahr die ökologische Mutterkuhhaltung an den Nagel gehängt. Er hat bei einem speziellen Programm mit deutlich höheren Auflagen mitgemacht, nur um nach zwei Jahren als die ersten Tiere zum Schlachten gegangen sind, festzustellen das die Erlöse ziemlich bescheiden waren.
Jetzt betreibt er nur noch Ackerbau mit meinem überschüssigen Hühnermist und verkauft das Getreide an mich zurück.
Allerdings hat er auch keinen Nachfolger, also ist in fünf Jahren bei ihm Schluss.
Wohlan!
Voran ans Werk ihr Schergen!
Sollt im Schatten euch verbergen!
Die fiesesten der Fallen ölen!
Und pflichtbewusst die Gäste quälen!
Hau Allen auf die Finger drauf!
Und pass auf deine Schätze auf!
EHRBAR! - Lass den Gegner sein!
Du selbst sei FIES und auch GEMEIN!
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Zur Zeit steigen viele Betriebe wieder aus, die gerade mal einen Verpflichtungszeitraum von 5 Jahren
hinter sich gebracht haben. Ganz offensichtlich reicht allein der ökonomischer Anreiz nicht aus. Wenn
dann noch Unwissenheit über ökologische Erzeugungsverfahren dazu kommt, ist der Fehlschlag vorpro- grammiert. Die Anzahl der Öko-Aufgeber wird in der nächsten Zeit noch zunehmen. Die Gründe dafür lie-
gen in höheren Erzeugungsstandards, schwieriger werdenden Märkten und zunehmender Bürokratie. Ich
begrüsse dieses Gesundschrumpfen ausdrücklich! Auch bin ich dagegen, dass die Richtlinien weiter ver-
wässert werden, nur um die Anzahl der Bio-Betriebe rasant seigern zu können. Die Zielsetzung der Politik
dahingehend, gereicht uns schon heute zum Nachteil.

Gruss, DWEWT
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Hey hallo,
ich denke, der Bürokram stieg bei Öko enorm an. Beispiel:
Wenn ich Getreide verkaufe, brauche ich inzwischen schon drei Zertifikate für eine LKW Ladung.
(Eine für die Spedition, eine für den Händler, eine für den Abnehmer)
Außerdem wird die Vermarktung immer schwieriger, besonders, wenn man nur EU Bio ist, also keinem Verband angehört.
Obwohl die Richtlinien für EU Bio inzwischen ähnlich streng sind, wie bei Bioland oder Naturland.
Der Markt ist fest in Hand von Bioland, gggg
Aber selbst ein Bekannter mit einem Demeterbetrieb erzählt, das der Verkauf immer schwieriger wird.

Wenn man einen Betrieb mit viel Warenein- und -ausgängen hat, ist sicherlich auch häufig Rücksprache mit der Kontrollstelle nötig.

Lust but not least ist es auch eine finanzielle Ursache.
Nach Ablauf von den ersten 5 Jahren Ökobindung erhält man auch weniger Ökogeld für die nächsten 5 Jahre.
Bei mir waren es über 25 % weniger, das spürt man schon.

Wenn es beim nächsten Mal wieder weniger wird, kann ich nicht mit Sicherheit sagen,
ob mein Betrieb weiter Öko bleibt, obwohl ich schon ganz gut mit der etwas anderen
Bewirtschaftungsweise zurechtkomme.

An DWEWT:

Ich glaube nicht, daß Richtlinien verwässert werden, um Statistiken zu schönen, ich schlage mich eher mit dem Gegenteil herum, gerade, was die Viehhaltung betrifft.

Gruß vom Kuhjager
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