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Fleckvieh
302 Themen, Moderator: Manu, Matthias, Susanne1
Forum: Fleckvieh

Einsatz von hornlosen Bullen

@ Bernhard007 #
Bernhard007 schrieb:

Hier dazu der erwähnte Link zum Geheft.
Seite 60-62 nimmt Bezug zu diesem Thema.

Eine sehr umfangreiche Broschüre, Raldi schneidet dabei ganz gut ab liegt das am MV Poldi oder am MMV RH?
Welche Werte sind anzustreben?
Wobbler ist der meist eingesetzte Stier dieses Jahr!
Bei den Genomischen sind nur ganz wenige Stiere über 10.000 Portionen Bayern ist auch nur das halbe Einsatzgebiet. Mahango fehlt in dieser Auswertung!

Mfg
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@ Jungzuechter #
Jungzuechter schrieb:

Eine sehr umfangreiche Broschüre, Raldi schneidet dabei ganz gut ab liegt das am MV Poldi oder am MMV RH?
Welche Werte sind anzustreben?
Wobbler ist der meist eingesetzte Stier dieses Jahr!
Bei den Genomischen sind nur ganz wenige Stiere über 10.000 Portionen Bayern ist auch nur das halbe Einsatzgebiet. Mahango fehlt in dieser Auswertung!

Mfg

Danke erstmal an Bernhard für den Link, nun zu den Fragen:
-Raldi: Raldi ist enorm populär trotz FH5 und dem extrem hohen RH-Anteil. Ersteres wird wohl oder übel in Kauf genommen, letzteres ist den meisten Züchtern gar nicht bewusst, kaum jemand würde 20% Fremdblut als Ideal bezeichnen, wenn man damit konfrontiert würde. Aber dieser hohe Anteil führt zum niedrigen Inzuchtkoeffienten, da kommt es nicht nur über Rau, sondern auch über Trivalent (hessischer Triple-Sohn aus Valerian-Tochter). Zudem steht da noch ein weiterer hessischer (Outcross)-Bulle im Pedigree: Motor ist ein Sohn von Mobell, ein schweizer Stier mit französischem Blut.
-Welche Werte sind anzustreben? Das lässt sich nicht so einfach beantworten. Bei einer insgesamt nicht Besorgnis-erregenden Gesamtsituation in der deutschen Fleckviehzucht sehe ich keinen akuten Handlungsbedarf. Die wirksamste Waffe gegen Inzucht wäre die Verbannung der künstlichen Besamung aus den Ställen, das kann niemand wollen. Washington steht in der Tabelle sehr weit oben, mit der Kombination Waldbrand-Vanstein-Weinold-Regio hat er die stark eingesetzten Spitzenbullen der letzten 15 Jahre im Papier, schlecht für die Inzucht, aber gut für die Nachzucht. Auf der anderen Seite der Tabelle steht mit dem tschechischen Montbeliard-Bullen Galileo quasi ein trojanisches Pferd, wenn 100% Fremdblut aus Frankreich die Lösung für alle Probleme ist, dann könnten wir uns wieder Red Holstein Bullen heraussuchen und mit Flv-HB-Nummern tarnen, wie es vor 20 Jahren gemacht wurde. Das ist keine Lösung!
-Wobbler ist ganz oben, aber es gibt eine relativ breite Spitze. Das wird wohl auch in 2018 so bleiben, ich sehe bei den älteren Jungvererbern, die jetzt mit Töchtern auflaufen, keinen Überflieger wie einst Hutera, der allein alles abräumt. Selbst Bullen hoffnungsvolle Bullen wie Mint (NK-ZW 12/2017) sind ja schon sehr verbreitet, und wer schon 5 oder 10 Kalbinnen von ihm stehen hat, wird nicht nochmal einen ganzen Jahrgang davon besamen, es gibt ja Alternativen
-Zum Einsatz der genomischen Jungvererber: Im aktuellen Einsatzjahr "fehlte" einfach der genomische Superstar, der 100.000€-Stier mit "BR-Rundschau am Abend"-Präsenz. Also hat es sich wieder etwas besser verteilt, nicht erfasst werden aber die Bullen, die im August 2017 als "nicht aktiv im Einsatz" gemeldet wurden. Da ist auch der Mahango dabei, er hat trotzdem über 10.000EBs in 2017 gemacht und insgesamt >75.000 allein in Bayern. Nun können wir alle hoffen, dass der Knabe einigermaßen funktioniert bei soviel Einfluß auf die Population.

MfG, HFlv
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Ja, wer weiss, die Kombination von Bulle aus den bewährten Kühen des jeweilgen Betriebes + Besamung,
macht den erfolgreichen Betrieb.
Schau nach bei den Bio´s.
Nachdem wir 35 Jahre keine Bullen hatten bin ich nicht mehr so abstinent, am schnellsten bekommt man eine gute Kuh vermehrt über ihre Enkel töchter.
Zum Vergleich, Kuhkalb mindestens zwei Jahre bis Jungkuh, Enkel aus dem Sohnemann kann man dann schon ab 21 Monaten haben und das in großer Stückzahl.
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@ HessenFleckvieh #
HessenFleckvieh schrieb:

-Wobbler ist ganz oben, aber es gibt eine relativ breite Spitze. Das wird wohl auch in 2018 so bleiben, ich sehe bei den älteren Jungvererbern, die jetzt mit Töchtern auflaufen, keinen Überflieger wie einst Hutera, der allein alles abräumt. Selbst Bullen hoffnungsvolle Bullen wie Mint (NK-ZW 12/2017) sind ja schon sehr verbreitet, und wer schon 5 oder 10 Kalbinnen von ihm stehen hat, wird nicht nochmal einen ganzen Jahrgang davon besamen, es gibt ja Alternativen
-Zum Einsatz der genomischen Jungvererber: Im aktuellen Einsatzjahr "fehlte" einfach der genomische Superstar, der 100.000€-Stier mit "BR-Rundschau am Abend"-Präsenz. Also hat es sich wieder etwas besser verteilt, nicht erfasst werden aber die Bullen, die im August 2017 als "nicht aktiv im Einsatz" gemeldet wurden. Da ist auch der Mahango dabei, er hat trotzdem über 10.000EBs in 2017 gemacht und insgesamt >75.000 allein in Bayern. Nun können wir alle hoffen, dass der Knabe einigermaßen funktioniert bei soviel Einfluß auf die Population.

MfG, HFlv

Das ist ja auch das Ziel der GS, die besten Vererber schon 2 Jahre früher einzusetzten, selbst wenn Mint zum Überflieger wird kann jede Besamungsstation einige Söhne von ihm anbieten!
Traue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast, soviel zu Mahango!

Mfg
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@ Jungzuechter #
Welche Werte sind anzustreben?

Für dich als Milchviehhalter und Züchter in einem Betrieb ist es nur zweitrangig, welchen Inzuchtkoeffizenten ein Besamungsbulle hat, interessant für dich ist der Inzuchtkoeffizient, den der Bulle bei der Anpaarung deiner Kuh bei den erzeugten Nachkommen ergibt.
Diese Listen sind genau genommen am wichtigsten für die Entscheider der Zucht, also Zuchtleiter, Besamungsstationen und natürlich für Züchter, die selbst gezüchtete Bullen verkaufen wollen - ohne einen Anpaarungsvertrag oder Empfehlung.
Über anzustrebende Werte kann man nicht so viel aussagen. Leider habe ich in dem ganzen Zahlenwerk nicht den durchschnittlichen Inzuchtkoeffizienten des Herdbuchkuhbestandes gefunden. Ich würde sagen: wenn ein Bulle einen eigenen Inzuchtkoeffizenten hat, der geringer ist, als der Durchschnitt, dann ist das erst mal positiv zu sehen. Aber nicht, wenn man eben nur durch Einkreuzung diesen Wert erreicht hat.
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@ altilla #
Wenn man soch die Statistik bei Braunvieh ansieht, kommen gleich ganz andere Werte! So schlecht liegt das Fleckvieh dann garnicht.
Sensation PP machte nur 26.000 Besamungen!
Wieviele Besamungen machte eigentlich Incredible?
Nächsten Dienstag wird abgerechnet!
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In den sozialen Netzwerken bin ich grad über einen Mahangosohn gestolpert, mit hervorragender Eutergesamtnote aber eine Vorschätzung der vorderen Strichplazierung, die ich bei dieser Gesamtnote nicht erwartet hätte.
Wenn ich dann die aktuell 34 gelisteten Söhne in Strichplatzierung vorne auf min 106 (halbe Standartabweichung um Durchschnitt) selektiere bleiben gerade mal 5 über.
Da hoffe ich mal das es später nicht so drastisch werden wird, gerade im Hinblick auf zu enge Striche hinten.
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@ Jungzuechter #
mich würde mal interessieren was an Mahango nicht passt weil du schreibst traue keiner statistik die du nicht selbst gefälscht hast.
Wenn ich mir den Mint anschaue fällt mir das mat. Kalbeverhalten mit 93 auf. Sowas besame ich doch nicht.
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@ dampfhans #
War nur in Bezug auf die Auswertung der Besamungszahlen gemeint, da er im August nicht mehr in der Ausgabe war fehlt er in der Liste!
Lg
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@ Jungzuechter #
Achso.
Aber ich finde es besorgniserregend dass sich jetzt alle auf die Mahangosöhne stürzen. Das kann auf dauer nicht gut gehen.
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