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Landjugend: Ohne Hofabgabeklausel keine Rente?

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Dieses Thema bezieht sich auf einen Beitrag auf agrarheute.com:
Landjugend: Ohne Hofabgabeklausel keine Rente?
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Landjugend: Ohne Hofabgabeklausel keine Rente?
Die Alterssicherung für Landwirte wird vom Bund subventioniert, deren Erhalt ist an die Hofabgabe mit 65 geknüpft. "Wer Förderung erhalten möchte, muss Auflagen einhalten", sagt die Landjugend: [www.agrarheute.com]

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Frechheit! "Wer Förderung erhalten möchte, muss Auflagen einhalten" Will ich etwa eine Förderung
erhalten? Nein! Außerdem bekomme ich sie auch gar nicht. Diese Aussage der Landjugend zeigt mal
wieder die Absurdität des Systems. Ich will und sollte, wie in allen anderen Berufen, frei wählen können.
Ich kann diesen jungen Leuten und vor allem den potenziellen Betriebsnachfolgern nur raten, seht zu
dass ihr euch gut ausbildet und entsprechendes Engagement zeigt, dann seid ihr auch nicht angewiesen
auf so fadenscheinige Instrumente wie die Hofabgabeklausel, um einen Betrieb übernehmen zu können.
Andererseits, was will man verlangen, wenn selbst dieser "Bauernverband" kund tut, dass es Sinn macht,
den nichtabgabebereiten Landwirten, die von einigen komplett selbstfinanzierte Altersrente vorzuent-
halten.

DWEWT
Nur die Götter gehen zugrunde, wenn wir endlich gottlos sind. K.Wecker
Religionsfreiheit ist ein schönes Ziel; so ganz frei von Religion.
5
 
@ DWEWT #
Du vergisst dabei, dass der Bund in die Alterssicherung zuschiesst. Das macht er zwar auch bei der normalen Rentenversicherung, aber hier hat er weniger Interessen.
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@ altilla #
Trotzdem bleibt die Aussage der Landjugend falsch. Oder will man mir die notwendige Unter-
stützung mancher Berufskollegen anlasten. Wenn ich mit 65 Altersrente beziehen könnte, habe
ca. 80.000€ in dieses marode System eingezahlt. Bei der mir dann eigentlich zustehenden Rente,
müßte ich ca 20 Jahre Altersgeld beziehen, um meinen Beitrag zurück erhalten zu können. Unver-
zinst versteht sich! Ich werde darauf verzichten! Negativ betroffen von dieser Regelung sind in
erster Linie Betriebe mit qualitativ und quantitativ ungünstigen Flächen, mit hoher Kapitalbin-
dung in sonstigen Produktionseinrichtungen oder insgesamt geringen Pachtentgelterwartungen.
Was machen denn die Kollegen mit Betrieben, die niemand haben will? Was machen Kollegen
ohne zusätzliche Altersabsicherung? Ein Berufsnachwuchs der es nötig hat, Betriebe von ihren
Vorgängern abpressen zu müssen, erscheint mir kein Garant für die Zukunft der Landwirtschaft
zu sein!

Gruss, DWEWT
Nur die Götter gehen zugrunde, wenn wir endlich gottlos sind. K.Wecker
Religionsfreiheit ist ein schönes Ziel; so ganz frei von Religion.
6
 
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Hallo,
da lehnen sich die jungen aber weit aus dem Fenster.
Einige Landwirte sind mit der Minirente aus der LAK finanziell auf Hartz IV Niveau, das heißt für ein
auskömmliches Einkommen müssen Sie etwas zuverdienen.
Es hat auch nicht jeder Rentner das Glück seine Flächen für 1000 Euro/ha oder mehr, an dynamische,
zukunftsorientierte Jungunternehmer verpachten zu können.
In der eigenen Familie sollte sich die Hofübergabe nicht am Rentenalter orientieren, sondern
nach der persönlichen Reife des Übernehmers.
Die Hofabgabeklausel sollte ersatzlos gestrichen werden.

MFG Hans
Irgendwie gehts immer
5
 
@ DWEWT #
Hallo.
Du bist wohl auch einer der seit seinen 20 Lebensjahr in die LAK einzahlt,
mir geht's genauso, Zuschüsse hab ich nie bekommen , also bin ich auch nie groß subventioniert
worden.
Hans
Irgendwie gehts immer
0
 
@ altilla #
altilla schrieb:

Du vergisst dabei, dass der Bund in die Alterssicherung zuschiesst. Das macht er zwar auch bei der normalen Rentenversicherung, aber hier hat er weniger Interessen.



Hallo Altila,

es würde sich lohnen, grundsätzlich darüber nachzudenken, ob eine landwirtschaftliche Sozialversicherung Zukunft hat. Die Einzahler werden immer weniger, die Bezieher immer mehr. Ursache ist der als Naturgesetz geltende "Strukturwandel". Dieser soll auch noch dadurch angeschoben werden, dass die Rentenempfänger schikaniert und zur Abgabe gezwungen werden.
Der Bauernverband ist in der Sache ein schlechter Berater, da er an der Übernahme der Sozialberatung Millionen verdient und sich dieses "Geschäft" sicher nicht selber verderben wird.

Miche
4
 
@ DWEWT #
Ein Berufsnachwuchs der es nötig hat, Betriebe von ihren
Vorgängern abpressen zu müssen, erscheint mir kein Garant für die Zukunft der Landwirtschaft
zu sein!


Ich finde, hier argumentierst du extrem. Die Frage ist, wann sollte den dann jemand den Betrieb übergeben? Oft ist es doch so, dass Landwirte ihren Betrieb einfach nicht abgeben wollen, teilweise aus Eigensinn. Habe das schon öfters bei Verwandten und Bekannten erlebt. So gesehen ist die Hofabgabeklausel nicht immer schlecht. Oder kennst du eine bessere Lösung für solche Probleme?

Das es immer wieder Härten gibt, das ist leider auch der Fall. Hier wäre sicher auch eine Überarbeitung sinnvoll. Andererseits: niemand kann behaupten, er sei von dieser Regelung überrascht worden, die gibt es nun schon seit ca. 50 Jahren, genauso wie da niedrige Altersgeldniveau.
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@ Miche #
es würde sich lohnen, grundsätzlich darüber nachzudenken, ob eine landwirtschaftliche Sozialversicherung Zukunft hat.


So denke ich auch, hier muss es Anpassungen geben. Aber da erwarte ich in den nächsten 10 Jahren nichts.
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@ altilla #
altilla schrieb:

So denke ich auch, hier muss es Anpassungen geben. Aber da erwarte ich in den nächsten 10 Jahren nichts.


Anpassungen gibt es auch schon zwischen verschiedenen Versicherungen. Es ist z. B. so, dass ausserhalb der Landwirtschaft arbeitende Kinder von Landwirten in andere Sozialversicherungen einzahlen, ihre Eltern aber Leistungen aus der LSV beziehen.
Es ist äusserst dämlich, hier immer um staatliche Zuschüsse zu betteln, sich in Abhängigkeiten zu begeben, statt da nachzufragen, wo die Gelder hinfliessen.

Gruß
Miche
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