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Landjugend: Ohne Hofabgabeklausel keine Rente?

Dieses Thema bezieht sich auf einen Beitrag auf agrarheute.com:
Landjugend: Ohne Hofabgabeklausel keine Rente?
@ DWEWT #
Wo liegt, das Problem, daß er als eigenständige Einheit verpachtet werden muß? Bei uns in der Gegend werden meist auch nur die Flächen verpachtet und die Hofstelle muß der Verpächter unterhalten.
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Vielleicht stellt der Hof ein Lebenswerk dar, das der abgebende Landwirt erhalten wissen will. Wenn er die Zerschlagung nicht will, sollte er die Möglichkeit haben, ihn bis zu seinem Ende bewirtschaften zu können. Außerdem ist die Hofabgabeklausel angetreten, um eben den Strukturwandel, der durch eine nur Flächenverpachtung ja erheblich beschleunigt wird, aufzuhalten. Deine Aussage ist der beste Beweis für die Beschleunigung des Strukturwandels durch die Hofabgabeklausel. Damit hat sie sich selbst ad absurdum geführt und gehört schon deshalb abgeschafft!
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Bedenkt auch, es gibt immer mehr Nebenerwerbslandwirte. Diese beziehen keine Rente aus der Alterskasse und haben keinen Druck Flächen abzugeben.
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 21.08.18 um 20:33 Uhr.
@ DWEWT #
sei doch mal realistisch: Wieviel Prozent der Leute wollen sich noch nach 65 noch um einen existenzfähigen Betrieb kümmern. Ich zumindest nicht.

der Strukturwandel wird durch die Hofabgabeklausel auch nur minimal beschleunigt, denn wenn es sie nicht Gäbe, dann gibt es für diese Betriebsleiter die "natürliche" Lösung und die ist von 65 auch nicht ewig entfernt.
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Für mich ist die Tätigkeit in meinem Betrieb mehr als ein Job und ja, ich möchte noch länger meinen Betrieb leiten. In meinem Kollegenkreis gibt es weitere 3 Betriebsleiter (alle Betriebe sind nach der Wende neu angesiedelt und haben mehr als 300ha), die es auch so sehen. Dass es Betriebe gibt, deren Betriebsleiter auf keinen Fall länger in ihrem Betrieb arbeiten möchten, stelle ich nicht in Abrede. Es sind wohl eher die Betriebe, in denen der Altbauer vom Urlaub und von Freizeit träumt, wenn er denn erst einmal die Rente bezieht. Es soll jeder so machen wie er es will. Allerdings bin ich nicht bereit, nach Erreichen der Altersgrenze, auf die Altersrente zu verzichten.
Übrigens ist die Alterserwartung der noch länger aktiven Landwirte höher als die der Kollegen, die pünktlich sich in die Rente verabschiedet und damit all ihr berufliches Treiben und all ihre Aktivitäten an den Nagel gehängt haben. Könnte das vielleicht von der Politik so beabsichtigt sein?(Ironie) Vielleicht haben die sich auch einfach nur über den Nachfolger geärgert.
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@ DWEWT #
In der Diskussion wird all zu häufig vergessen, dass es mittlerweile viele Betriebe gibt, die als eigenständige Einheit gar nicht mehr verpachtet werden können oder für die es in der Familie keinen Nachfolger gibt. Warum sollten die nicht vom Altbauern weiterhin bewirtschaftet werden. Vielen dieser Betriebe droht eh die Zerschlagung. Flächen verpachten und Gebäude entweder umwidmen oder abreißen. Warum sollte sich der Landwirt das noch zu seiner Lebenszeit antun?

Sicher ist es für manche mental einfacher, sich in ihr Schneckenhaus zu verkriechen und so lange, wie es möglich ist, weiterzuwirtschaften, statt Einschnitte zu machen. Ob das wirklich intelligent ist, sich vor der Zukunft, vor deren Realitäten zu verstecken? Da habe ich so meine Zweifel.
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@ DWEWT #
Übrigens ist die Alterserwartung der noch länger aktiven Landwirte höher als die der Kollegen, die pünktlich sich in die Rente verabschiedet und damit all ihr berufliches Treiben und all ihre Aktivitäten an den Nagel gehängt haben. Könnte das vielleicht von der Politik so beabsichtigt sein?(Ironie) Vielleicht haben die sich auch einfach nur über den Nachfolger geärgert.

Wie belastbar ist diese Aussage wirklich? Schliesslich ist es auch so, dass bereits kranke Landwirte, die aber keine vorgezogene Rente bekommen, dann sofort in Rente gehen. Das die evtl. nicht mehr so lange Leben ist dann kein Wunder.
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Die von mir gemachte Aussage gilt nicht nur für den ldw. Bereich. Grundsätzlich leben Menschen, die über das Alter ihres Renteneinstiegs hinaus noch beruflich aktiv sind, länger. Scheint mir auch plausibel zu sein.
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Man sollte auch nicht vergessen, dass viele Banken nur frisches Geld zur Verfügung stellen, wenn es einen Wechsel in der Führungsetage gibt.
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@ DWEWT #
Die von mir gemachte Aussage gilt nicht nur für den ldw. Bereich. Grundsätzlich leben Menschen, die über das Alter ihres Renteneinstiegs hinaus noch beruflich aktiv sind, länger. Scheint mir auch plausibel zu sein.

Auch meine Aussage ist jederzeit für andere Bereiche anwendbar.
Es gibt aber schon Untersuchungen, dass Menschen allgemein, die noch im Ruhestand eine Aufgabe haben bzw. sich gesucht haben (egal welche), eine geringere Sterberate haben, man spricht von 30 %, was ein längeres Leben bedeutet.
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