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Landjugend: Ohne Hofabgabeklausel keine Rente?

Dieses Thema bezieht sich auf einen Beitrag auf agrarheute.com:
Landjugend: Ohne Hofabgabeklausel keine Rente?
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Mal im Ernst, welcher Austragslandwirt hat denn nach Übergabe wirklich keine Aufgabe mehr? Die meisten bleiben dem Betrieb dennoch erhalten und unterstützen den neuen Betriebsleiter im Rahmen ihrer Möglichkeiten.

Die, die ewig klammern, sind dann meistens die Betriebe, die nach Ableben von der Verwandtschaft verpachtet werden. Kein Hofnachfolger eingebunden, Investitionen verpennt,... Da hilft es auch nicht wenn Hunderttausende Euros auf dem Giro liegen.
Der Neider sieht den Garten, den Spaten sieht er nicht.
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@ maxp #
maxp schrieb:

Mal im Ernst, welcher Austragslandwirt hat denn nach Übergabe wirklich keine Aufgabe mehr? Die meisten bleiben dem Betrieb dennoch erhalten und unterstützen den neuen Betriebsleiter im Rahmen ihrer Möglichkeiten.



Das gilt auch nur für die Übernahme innerhalb der Familie oder Verwandtschaft. Dieser Fall tritt auch immer seltener ein! Bei Fremdverpachtung muss sich der Altbauer sehr zurückhalten. Dazu kommt, dass die Alterskasse eine Erstverpachtung von mind. 9 Jahren vorschreibt. Das ist genügend Zeit, um einen gut laufenden Betrieb vor die Wand zu fahren.
Übrigens, Dänemark wird uns häufig als Land mit Zukunftslandwirtschaft vorgehalten. Dort sind über 30% der aktiven Landwirte schon im Rentenalter. Mehr als 10% sind gar weit über 70 Jahre alt. Allen die ständig vom Klammern reden sei angeraten, mal in die Hofbörsen zu schauen. Dort gibt es zuhauf "schöne" kleine Betriebe. Warum will die wohl niemand?
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@ agrar_heute_Redaktion #
agrar_heute_Redaktion schrieb:

Die Alterssicherung für Landwirte wird vom Bund subventioniert, deren Erhalt ist an die Hofabgabe mit 65 geknüpft. "Wer Förderung erhalten möchte, muss Auflagen einhalten", sagt die Landjugend: [www.agrarheute.com]



Liebe Landjugend, dieses Denken versteht sicher jeder Landwirt, aber vielleicht würde es den angehenden Rentnern in der Landwirtschaft mit der Hofabgabe, wenn sie auch wie viele andere auch 1500 bis 1900 euro Rente bekommen würden. Viele dieser Landwirte wo in Rente gehen haben eine Meiserausbildung oder Fachschule hinter sich. Fast alle haben eine Gesellenprüfung gemacht, und bekommen für ihre 70 bis 80 Stundenwochen wo sie gearbeitet haben einen Hungerlohn. Es ist wohl klar dass der wo das fordert auch bereit ist diese Beiträge einzubezahlen. Im übrigen wäre das für einen Betrieb der zum Beispiel 50 ha gepachtet hat sicher kein Problem pro Jahr 10000 euro mehr einzubezahlen, denn dann würden die jungen Nachfolger vielleicht statt 600 bis 800 euro Pacht nur noch 400 bis 600 euro bezahlen. Damit wäre alles für die Jungen Unkostenneutral geregelt.
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@ Josef8 #
Die Pacht it ja auch irgendwo eine Rente, den Hof weiterbewirtschaften über 65 J tun in der Regel die wo noch kein Hofnachfolger in Sicht ist.
Bin selber für die Abschaffung der Klausel, ist doch saublöd, das können wir selber genauso regeln.
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Die ldw. Altersrente ist nur als Teilabsicherung gedacht. Erst durch mögliche Pachteinnahmen, soll eine komplette Altersabsicherung entstehen. Wer zeitlebens nur gepachtet hat, sollte sich eine zusätzliche Absicherung geschaffen haben. Bei Kleinbetrieben, dürfte selbst die Kombination aus Rente und Pacht nur ein becheidenes Leben ermöglichen.
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@ maxp #
maxp schrieb:

Blöde Frage, warum klammert man sich im Rentenalter so an seinen Betrieb? Sollte man als verantwortungsvoller Landwirt nicht schon die Weichen früher gestellt haben? Unabhängig von der Hofabgabeklausel.


Vielleicht, weil die nachfolgende Generation aus beruflichen oder privaten Gründen erst später den Hof weitermachen kann, .... weil der Betrieb ausläuft und der Besitzer in reduzierter Form, evtl. viehlos weitermachen will, oder muß, weil das Altersgeld nicht reicht, ..vielleicht weil es einfach Spaß und Freude macht, noch ein paar Jahre zu arbeiten. Egal was der Grund ist, jeder andere bekommt die Rente ohne Verpflichtung, seinen Beruf aufzugeben, dann muss es auch bei Landwirten möglich sein.
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@ 240236 #
240236 schrieb:

Ich bin der Meinung, daß mir diese Klausel ganz egal ist, denn wenn ich so alt bin, dann möchte ich mich um einen Betrieb nicht mehr kümmern müssen. Ich habe den Betrieb mit 24 von meinen Eltern übernommen und nach 41 Jahren muß doch mal Schluß sein. Meist sind Betriebe mit diesen alten Sturköpfen, die nicht abgeben wollen, dann von den alten (einfach durch Altersträgheit) kaputtgemacht worden.


Diese "alten Sturköpfe" werden auch stur genug sein, auf die Altersrente zu verzichten.
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@ 240236 #
240236 schrieb:

sei doch mal realistisch: Wieviel Prozent der Leute wollen sich noch nach 65 noch um einen existenzfähigen Betrieb kümmern. Ich zumindest nicht.

der Strukturwandel wird durch die Hofabgabeklausel auch nur minimal beschleunigt, denn wenn es sie nicht Gäbe, dann gibt es für diese Betriebsleiter die "natürliche" Lösung und die ist von 65 auch nicht ewig entfernt.


Die Frage ist doch, ob der Strukturwandel überhaupt beschleunigt werden muss. Wir hoffen nun seit Jahrzehnten vergeblich, daß es für die verbleibenden Höfe besser wird. Vielleicht sollte man sich einmal etwas anderes einfallen lassen.
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Auch eine Folge der Entscheidung:

[www.agrarheute.com]

Jetzt sind alle Antragsteller erst mal die Gelackmeierten!
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 27.08.18 um 22:42 Uhr.
@ altilla #
altilla schrieb:

Auch eine Folge der Entscheidung:

Jetzt sind alle Antragsteller erst mal die Gelackmeierten!


Das ist keine Folge der Gerichtsentscheidung, sondern eine Trotzreaktion der Sozialversicherung.

Die AbL kritisiert, dass die SVLFG zwar Anträge entgegennehme, sie dann aber unbearbeitet liegenlasse.

„Diese Auslegung des Karlsruher Beschlusses durch die SVLFG ist genauso unhaltbar wie die Hofabgabeklausel selbst. Das Bundesverfassungsgericht hat in seinem Beschluss ausdrücklich festgelegt, dass nur die Hofabgabeklausel im Gesetz nicht mehr angewendet werden darf, dass aber die sonstigen Regelungen zur Regelaltersrente und damit auch zur vorzeitigen Altersrente weiter anwendbar bleiben“, erklärt AbL-Geschäftsführer Ulrich Jasper. Weitere Infos:
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