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Landjugend: Ohne Hofabgabeklausel keine Rente?

Dieses Thema bezieht sich auf einen Beitrag auf agrarheute.com:
Landjugend: Ohne Hofabgabeklausel keine Rente?
#
und wie sollte die Anpassung aussehen?
ist doch auch wieder nur ein Beispiel dafür, das die Extrawürste für die Landwirtschaft nicht wirklich funktionieren.
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@ altilla #
Genau so ist es wie soll man sonst die Hofübergabe Regeln. Und Pachten kanns doch auch nicht sein. Natürlich gehört die Hofabgabeklausel neu Bearbeitet. Wenn ein Landwirt seine Rente erreicht hat sollte Er den Weg für die jüngere Generation frei machen. Und wenn Er das nicht freiwillig macht muss es Geregelt werden !!!
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@ Miche #
Miche schrieb:

Es ist äusserst dämlich, hier immer um staatliche Zuschüsse zu betteln, sich in Abhängigkeiten zu begeben, statt da nachzufragen, wo die Gelder hinfliessen.

Gruß
Miche


Hallo Miche,

hier will niemand "staatliche Zuschüsse"! Wir wollen für unsere gesellschaftlichen Leistungen
und für den Verzicht auf Ausübung einiger Eigentumsrechte, entsprechend entschädigt werden.
Statt dessen erhält man viele Betriebe so eben am Leben und damit am Gängelband. Es kann
ja wohl nicht sein, dass der Staat vorgibt, finanzielle Unterstützung zu bieten und diese letztlich,
zu einem erheblichen Teil, von einigen wenigen Betrieben bewerkstelligen lässt.

Gruss, DWEWT
Nur die Götter gehen zugrunde, wenn wir endlich gottlos sind. K.Wecker
Religionsfreiheit ist ein schönes Ziel; so ganz frei von Religion.
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 22.03.14 um 13:53 Uhr.
@ Bergler #
Bergler schrieb:

Genau so ist es wie soll man sonst die Hofübergabe Regeln. Und Pachten kanns doch auch nicht sein. Natürlich gehört die Hofabgabeklausel neu Bearbeitet. Wenn ein Landwirt seine Rente erreicht hat sollte Er den Weg für die jüngere Generation frei machen. Und wenn Er das nicht freiwillig macht muss es Geregelt werden !!!



Wo leben wir eigentlich, wenn ich der Politik das Recht zugestehen soll, zu bestimmen, wann ich als
Landwirt meinen Hof abgebe? Warum macht man das mit Handwerksbetrieben nicht auch so? Ich
mutmaße mal, dass wir eben dieser Regelung, ein gerüttelt Maß an Beteiligung an der desolaten
wirtschaftlichen Situation auf vielen Betrieben, zu verdanken haben. Unfähigkeit, ist eben immer noch
eine gute Voraussetzung für Abhängigkeit! Hier im Forum wird häufig die Enteignung der Bauern
kritisiert. Auch die Hofabgabeklausel ist eine Form der Enteignung. Ab er wenn es einem selbst dient,
ist das ja etwas ganz anderes. In den anderen Selbstständigenberufen, muss man sich durch Qualität
die Selbständigkeit erarbeiten. Wahrscheinlich weiß die Politik, dass man mit solchen Ansprüchen nicht
alle ldw. Betriebe weitergeben kann.

Gruss, DWEWT
Nur die Götter gehen zugrunde, wenn wir endlich gottlos sind. K.Wecker
Religionsfreiheit ist ein schönes Ziel; so ganz frei von Religion.
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@ DWEWT #
DWEWT schrieb:

Wo leben wir eigentlich, wenn ich der Politik das Recht zugestehen soll, zu bestimmen, wann ich als
Landwirt meinen Hof abgebe? Warum macht man das mit Handwerksbetrieben nicht auch so? Ich
mutmaße mal, dass wir eben dieser Regelung, ein gerüttelt Maß an Beteiligung an der desolaten
wirtschaftlichen Situation auf vielen Betrieben, zu verdanken haben. Unfähigkeit, ist eben immer noch
eine gute Voraussetzung für Abhängigkeit! Hier im Forum wird häufig die Enteignung der Bauern
kritisiert. Auch die Hofabgabeklausel ist eine Form der Enteignung. Ab er wenn es einem selbst dient,
ist das ja etwas ganz anderes. In den anderen Selbstständigenberufen, muss man sich durch Qualität
die Selbständigkeit erarbeiten. Wahrscheinlich weiß die Politik, dass man mit solchen Ansprüchen nicht
alle ldw. Betriebe weitergeben kann.

Gruss, DWEWT


Das Problem ist doch das die meisten älteren Landwirte nicht zurückstecken können einfach sagen wenn Schluss ist. Sie müssen bereit sein abzugeben. Natürlich an perfekt ausgebildete Personen ob Sohn, Tochter ist ja egal warum nicht an jemand fremdes. Ich meine wenn die Hofabgabeklausel gestrichen wird haben wir noch mehr Höfesterben als eh schon.
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@ Bergler #
Bergler schrieb:

Das Problem ist doch das die meisten älteren Landwirte nicht zurückstecken können einfach sagen wenn Schluss ist. Sie müssen bereit sein abzugeben. Natürlich an perfekt ausgebildete Personen ob Sohn, Tochter ist ja egal warum nicht an jemand fremdes. Ich meine wenn die Hofabgabeklausel gestrichen wird haben wir noch mehr Höfesterben als eh schon.


So, jetzt reden wir mal Tacheles! Wir brauchen dieses Höfesterben dringend, um zu Größenord-
nungen zu kommen, in denen der Wettbewerb auf dem Weltmarkt möglich ist. Wer am Weltmarkt
nicht teilnehmen möchte, muß sich eine Nische suchen! Wir brauchen definitiv nicht für jeden Hof
einen Nachfolger! Aber für die sogen. "Zukunftsbetriebe" brauchen wir zukünftig sehr gut ausge-
bildete und engagierte Betriebsleiter! Es ist absehbar, dass knapp die Hälfte der heute noch existieren-
den Betriebe in den nächsten 20 Jahren aufgeben werden. Für nicht wenige Betriebe ist das ein Siech-
tum mit Substanzverlust. Sollen die Besten zukünftig die Betriebe weiterführen. Der Rest bleibt eh
auf der Strecke.

Gruss, DWEWT
Nur die Götter gehen zugrunde, wenn wir endlich gottlos sind. K.Wecker
Religionsfreiheit ist ein schönes Ziel; so ganz frei von Religion.
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@ Bergler #
Bergler schrieb:

Das Problem ist doch das die meisten älteren Landwirte nicht zurückstecken können einfach sagen wenn Schluss ist. Sie müssen bereit sein abzugeben. Natürlich an perfekt ausgebildete Personen ob Sohn, Tochter ist ja egal warum nicht an jemand fremdes. Ich meine wenn die Hofabgabeklausel gestrichen wird haben wir noch mehr Höfesterben als eh schon.


aber schau dir doch mal die alten an, die zwangsweise abgegeben haben (wenn man nicht eh nur versucht die junge generation mit verpachtung hinzuhalten). das sind die die auch als altenteiler alles dran setzen, die junge generation auszubremsen. Zwang ist nie ein gutes Argument. und das Höfesterben wird auch durch diese Klausel nicht reduziert, nur zeitlich verschoben

diejenigen, denen es wichtig ist, das der Betrieb weitergeht, sind zumindest in der mehrheit so weitsichtig, das sie sich frühzeitig gedanken über die Fortführung machen, jetzt mal ganz egal ob durch eigene Kinder oder durch Fremde und auch unabhängig vom Rentenstichtag. und bei allem anderen, kann man den jungen doch nur ehrlich raten: geht solange ihr jung seid und baut euch euer eigenes leben auf
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@ DWEWT #
DWEWT schrieb:

So, jetzt reden wir mal Tacheles! Wir brauchen dieses Höfesterben dringend, um zu Größenord-
nungen zu kommen, in denen der Wettbewerb auf dem Weltmarkt möglich ist. Wer am Weltmarkt
nicht teilnehmen möchte, muß sich eine Nische suchen! Wir brauchen definitiv nicht für jeden Hof
einen Nachfolger! Aber für die sogen. "Zukunftsbetriebe" brauchen wir zukünftig sehr gut ausge-
bildete und engagierte Betriebsleiter! Es ist absehbar, dass knapp die Hälfte der heute noch existieren-
den Betriebe in den nächsten 20 Jahren aufgeben werden. Für nicht wenige Betriebe ist das ein Siech-
tum mit Substanzverlust. Sollen die Besten zukünftig die Betriebe weiterführen. Der Rest bleibt eh
auf der Strecke.

Gruss, DWEWT


Und wo soll deiner Meinung nach die Größenordung Enden ???
Es gibt genügend "Zukunftsbetriebe" die keinen Hofnachfolger haben.
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In den 80er Jahren waren die Betriebe durchschnittlich 28ha groß. Heute sind wir bei 56ha. In 30
Jahren, hat sich die Betriebsgröße verdoppelt. Eine Verdoppelung wird zukünftig wohl schneller er-
reicht werden. Eine endgültige Betriebsgröße wird es nicht geben! Es gibt genügend gute Betriebe,
die keinen familiären Hofnachfolger haben. Ich sehe das durchaus als Chance, für qualifizierte Ein-
steiger. Einen Erben für das Betriebsvermögen, wird man sicher in jeder Familie finden.

Gruss, DWEWT
Nur die Götter gehen zugrunde, wenn wir endlich gottlos sind. K.Wecker
Religionsfreiheit ist ein schönes Ziel; so ganz frei von Religion.
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@ DWEWT #
DWEWT schrieb:

In den 80er Jahren waren die Betriebe durchschnittlich 28ha groß. Heute sind wir bei 56ha. In 30
Jahren, hat sich die Betriebsgröße verdoppelt. Eine Verdoppelung wird zukünftig wohl schneller er-
reicht werden. Eine endgültige Betriebsgröße wird es nicht geben! Es gibt genügend gute Betriebe,
die keinen familiären Hofnachfolger haben. Ich sehe das durchaus als Chance, für qualifizierte Ein-
steiger. Einen Erben für das Betriebsvermögen, wird man sicher in jeder Familie finden.

Gruss, DWEWT


Einen Erben für das Betriebsvermögen wenn ich das schon höre.
Weil ja der Erbe sehr daran Interresiert ist die Landwirtschaft zu führen. Das funktioniert vielleicht ein paar jahre und dann wird der ganze Hof verklopft und auseinandergerissen ist doch immer das Gleiche. Ich finde Betriebsleiter sollte auch Betriebsbesitzer sein sonst funktioniert keine Landwirtschaft alleine der Arbeitsaufwand kann nie Gerecht Entlohnt werden. Das ist der große Unterschied zur Industrie !!!
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