Zur mobilen Version wechseln »
NachrichtenThemenMediathekCommunityWetterMärkte & PreiseShopBranchenbuchagrarheute.comlandlive.de
Erweiterte Suche »
UploadChatForenFotosFotoalbenVideosBlogsTermineMitgliederGruppenPartnersuche
Themen auf agrarheute.com
895 Themen, Moderator: Susanne1, Manu, Matthias, Redaktion_landlive, Moderator
Forum: Themen auf agrarheute.com

Landjugend: Ohne Hofabgabeklausel keine Rente?

Dieses Thema bezieht sich auf einen Beitrag auf agrarheute.com:
Landjugend: Ohne Hofabgabeklausel keine Rente?
@ Bergler #
Bergler schrieb:

Und wo soll deiner Meinung nach die Größenordung Enden ???
Es gibt genügend "Zukunftsbetriebe" die keinen Hofnachfolger haben.


die frage ist nicht 'wo soll es enden' die frage ist wieviel muß ich bewirtschaften um ein vernünftiges Arbeitseinkommen zu verdienen. und wenn wir jetzt mal alle phantsiene und schönrechnereien weglassen, ist das mit weniger wie 200 ha /AK eigentlich nicht zu erzielen. vorrausgesetzt normalen Ackerbau ohne sonderkulturen, nieschen u sonstiges, und ohne die verzinsung des vorhandenen kapitals mit ins einkommen einfliesen zu lassen, also rein vom erwirtschafteten ergebniss.
und die Zahlen kannst du dir auch für jede Art der Tierhaltung oder für Sonderkulturen ausrechnen,und kombinieren.
dann werden die Zukunftsbetriebe ganz schnell weniger.
3
 
@ altilla #
altilla schrieb:

Ich finde, hier argumentierst du extrem. Die Frage ist, wann sollte den dann jemand den Betrieb übergeben? Oft ist es doch so, dass Landwirte ihren Betrieb einfach nicht abgeben wollen, teilweise aus Eigensinn. Habe das schon öfters bei Verwandten und Bekannten erlebt. So gesehen ist die Hofabgabeklausel nicht immer schlecht. Oder kennst du eine bessere Lösung für solche Probleme?

Das es immer wieder Härten gibt, das ist leider auch der Fall. Hier wäre sicher auch eine Überarbeitung sinnvoll. Andererseits: niemand kann behaupten, er sei von dieser Regelung überrascht worden, die gibt es nun schon seit ca. 50 Jahren, genauso wie da niedrige Altersgeldniveau.


es gibt immer zwei Seiten.
Aber es bleibt trotzdem eine Frechheit, daß ein Landwirt, der lange Zeit in die LAK eingezahlt hat genötigt wird, aufzuhören um die Rente zu bekommen. Nicht jeder Landwirt hat einen Nachfolger, nicht jeder Betrieb wird weitergeführt - und nicht jeder, dessen Betrieb ausläuft will mit 65 zusperren, nur um die Rente zu bekommen - trotzdem wird sie diesen Kollegen vorenthalten
3
 
@ Bergler #
Bergler schrieb:

Einen Erben für das Betriebsvermögen wenn ich das schon höre.
Weil ja der Erbe sehr daran Interresiert ist die Landwirtschaft zu führen. Das funktioniert vielleicht ein paar jahre und dann wird der ganze Hof verklopft und auseinandergerissen ist doch immer das Gleiche. Ich finde Betriebsleiter sollte auch Betriebsbesitzer sein sonst funktioniert keine Landwirtschaft alleine der Arbeitsaufwand kann nie Gerecht Entlohnt werden. Das ist der große Unterschied zur Industrie !!!


wenn du einen Betrieb hast, bei dem der Arbeitsaufwand nicht gerecht entlohnt werden kann, dann hat dein Betrieb keine Zukunft, weil er nur auf der Ausbeutung des Betriebsleiters funktioniert.

5
 
@ Biobauerforever #
Biobauerforever schrieb:

es gibt immer zwei Seiten.
Aber es bleibt trotzdem eine Frechheit, daß ein Landwirt, der lange Zeit in die LAK eingezahlt hat genötigt wird, aufzuhören um die Rente zu bekommen. Nicht jeder Landwirt hat einen Nachfolger, nicht jeder Betrieb wird weitergeführt - und nicht jeder, dessen Betrieb ausläuft will mit 65 zusperren, nur um die Rente zu bekommen - trotzdem wird sie diesen Kollegen vorenthalten


da geb ich dir schon recht, aber wie sieht des denn vielfach in der realität aus, den namen für den betrieb trägt jemand von den Kindern, die alten wurschteln weiter, bekommen zusätzlich ihre rente, aber einbezahlen tut für den betrieb keiner mehr, da es ja offiziell nur NE ist. ich denke das ist das größere problem, nicht unbedingt das es immer weniger betriebe gibt, sondern das zuviele befreit sind. allerdings ändert daran die abgabeklausel auch nichts
1
 
@ Bergler #
Bergler schrieb:

Einen Erben für das Betriebsvermögen wenn ich das schon höre.
Weil ja der Erbe sehr daran Interresiert ist die Landwirtschaft zu führen. Das funktioniert vielleicht ein paar jahre und dann wird der ganze Hof verklopft und auseinandergerissen ist doch immer das Gleiche.


Mir ist, im Falle der nichtfamiliären Hofübernahme, die Teilung in Hof erben und Hof bewirtschaften
ganz recht. Wenn es in der Familie kein wirkliches Interesse an der Hofweiterführung gibt, ist das
eine Option. Die Alternative wäre, der Erblasser verkauft den Hof an einen Käufer seiner Wahl und
verteilt das Vermögen unter den Erben. Die Vortäuschung eines Interesses an der Hofweiterfüh-
rung, nur um über das Vermögen verfügen zu können, ist jedenfalls bei Familienbewirtschaftung grös-
ser, als bei Fremdbewirtschaftung. Es gibt mehr verkrachte Betriebe in langjähriger Familienbewirt-
schaftung, als bei Fremdvergabe.

Gruss, DWEWT


0
 
#
Immer wieder das gleiche (alte) Thema Hofabgabeklausel und kein Ende. Da wird dies und jenes angesprochen, aber von einem wichtigen Punkt spricht (leider) gar niemand. Wie sähe das Ganze denn aus wenn die Alten eine ordentliche Altersversorgung hätten und damit genug Geld auf der Kralle um sich einen schönen Lenz zu machen??? Die würden doch schneller sich zurückziehen, als es den Jungen lieb sein könnte.

Aber in vielen Fällen werden sie leider ausschliesslich mit dem landwirtschaftlichen Altersgeld abgespeist. Dazu soll dann in diesen Hofübergabeverträgen soviel herausgepresst werden, dass der Übernehmer sich u.U. gleich einen möglichst kräftigen Strick kaufen könnte.

Damit ist die Grundlage gelegt für die vielen Dramen in landw. Familien, die auch im hiesigen Forum schon in aller epischen Breite dargestellt wurden. Die landwirtschaftlichen Funktionäre wollten in schöner Übereinkunft mit dem Staat einen Sonderweg für die Altersversorgung der Landwirte. Hätte man dies nicht gemacht, sondern die Lw auf die allgemeine Regelung in der Sozialversicherung verwiesen, dann hätte dies den gewünschten Strukurwandel kräftig beflügelt, aber so!!!!
4
 
@ CarpeDiem #
[.

Aber in vielen Fällen werden sie leider ausschliesslich mit dem landwirtschaftlichen Altersgeld abgespeist. Dazu soll dann in diesen Hofübergabeverträgen soviel herausgepresst werden, dass der Übernehmer sich u.U. gleich einen möglichst kräftigen Strick kaufen könnte.

Damit ist die Grundlage gelegt für die vielen Dramen in landw. Familien, die auch im hiesigen Forum schon in aller epischen Breite dargestellt wurden. Die landwirtschaftlichen Funktionäre wollten in schöner Übereinkunft mit dem Staat einen Sonderweg für die Altersversorgung der Landwirte. Hätte man dies nicht gemacht, sondern die Lw auf die allgemeine Regelung in der Sozialversicherung verwiesen, dann hätte dies den gewünschten Strukurwandel kräftig beflügelt, aber so!!!![/quote]

Es ist doch allgemein bekannt was es Altersgeld gibt da sollte man sich schon mal Überlegen ob ich mit den Geld auskomm oder noch Private Vorsorge mache . Und es wird doch niemand von den Jungen gezwungen den Hof zu Übernehmen wenn einen die Vorderungen der Austragler zu hoch ist kann er ja jederzeit aufs Übernehmen verzichten
2
 
@ Fauli #
Das ist doch keine Frage, dass die Altvorderen nicht wissen wieviel sie bekommen, das ist schon bekannt. Die entscheidende Frage ist doch, konnte der Betrieb in der Vergangenheit soviel Kohle erwirtschaften um die Altersversorgung (finanziell) auf die Beine zu stellen. Das war doch insbesonders ein Problem in den Wachstumsbetrieben, die dazu noch erhebliche Investitionen getätigt hatten.

Rechnen wir doch einfach einmal. Wenn du bereit bis einem landw. Betriebsleiter ein Einkommen von p.a., sagen wir einem 50k zu unterstellen, dann würde er an Beiträgen für die BfA p.a. 10 k aufzubringen haben, hinzu kommt der Beitrag für die landwirtschaftliche Alterskasse. Selbst wenn er das alles schultert, erreicht er keinesfalls einen Betrag von mehr als 2.000 € p.M. als Rente, beide Renteneinkünfte zusammen gerechnet.

Das bedeutet er müsste also zusätzlich Geld in die Hand nehmen, um sich etwas aufzubauen.
1
 
@ CarpeDiem #
CarpeDiem schrieb:

Das ist doch keine Frage, dass die Altvorderen nicht wissen wieviel sie bekommen, das ist schon bekannt. Die entscheidende Frage ist doch, konnte der Betrieb in der Vergangenheit soviel Kohle erwirtschaften um die Altersversorgung (finanziell) auf die Beine zu stellen. Das war doch insbesonders ein Problem in den Wachstumsbetrieben, die dazu noch erhebliche Investitionen getätigt hatten.

Rechnen wir doch einfach einmal. Wenn du bereit bis einem landw. Betriebsleiter ein Einkommen von p.a., sagen wir einem 50k zu unterstellen, dann würde er an Beiträgen für die BfA p.a. 10 k aufzubringen haben, hinzu kommt der Beitrag für die landwirtschaftliche Alterskasse. Selbst wenn er das alles schultert, erreicht er keinesfalls einen Betrag von mehr als 2.000 € p.M. als Rente, beide Renteneinkünfte zusammen gerechnet.

Das bedeutet er müsste also zusätzlich Geld in die Hand nehmen, um sich etwas aufzubauen.




Ich seh eigentlich nicht das Problem bei den Wachstumsbetrieben die haben ja was getan für die Hofnachfolger. Da können sich die jungen Austrag zahlen eher leisten wenn sie sich nicht finanzell übernommen haben. Sondern eher bei den Betrieben die in im Prinzip genauso Übergeben wie sie ihn Übernommen haben. Meine Erfahrung /Meinung
1
 
Beitrag vom Autor bearbeitet am 23.03.14 um 11:20 Uhr.
@ DWEWT #
DWEWT schrieb:

Hallo Miche,

hier will niemand "staatliche Zuschüsse"! Wir wollen für unsere gesellschaftlichen Leistungen
und für den Verzicht auf Ausübung einiger Eigentumsrechte, entsprechend entschädigt werden.
Statt dessen erhält man viele Betriebe so eben am Leben und damit am Gängelband. Es kann
ja wohl nicht sein, dass der Staat vorgibt, finanzielle Unterstützung zu bieten und diese letztlich,
zu einem erheblichen Teil, von einigen wenigen Betrieben bewerkstelligen lässt.

Gruss, DWEWT


Hallo DWEWT,

das hast du falsch verstanden. Ich meinte, die landwirtschaftliche Sozialversicherung sollte Ausgleichszahlungen von den Versicherungen fordern, in die unsere Kinder einzahlen. Insbesondere auch deshalb, weil Bauernfamilien im Durchschnitt mehr Kinder haben als andere.
Unabhängig davon muss gelten: wer ein Leben lang einbezahlt hat, muss auch seine Rente bekommen.
Wer die Übergabe nicht hinbekommt, schafft es auch mit dem Druckmittel der Hofabgabeklausel nicht!

Gruß
Miche
2
 
Werde Mitglied der Community Landwirtschaft, um an dieser Diskussion teilzunehmen!
Zum Seitenanfang