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Initiative Tierwohl: Start ohne Widerstand des Kartellamtes

Dieses Thema bezieht sich auf einen Beitrag auf agrarheute.com:
Initiative Tierwohl: Start ohne Widerstand des Kartellamtes
@ Schaumburger #
Schaumburger schrieb: Ohne Fenster ist sicherlich nicht toll.


Weil man einem Verbraucher nicht erklären kann, dass Ställe die in holländischer Bunkerbauweise errichtet worden sind und nur die Aussenseiten Licht haben, wo man das Gefühl hat man fährt in ein "Bergwerk" ein irgendwas mit Tiergerechtigkeit zu tun haben könnte und man solche "Schweineställe" auch noch belohnen kann. Immer noch - Tier WOHL ist nicht Tier SCHUTZ!

Wenn man Schäden hat am Tier wie Verluste - gehts um Tier SCHUTZ, Tier WOHL setzt voraus!!! das die Tiere gesund sind und DARÜBER HINAUS noch mehr Haltungskomfort erfahren.

Ehrlich - mich wundert manchmal schon wie Schweine in bestimmten Ställen jahrelang keine Verhaltensstörungen zeigten :-X.

Und nun in höherer Leistung/Temperament (berechtigterweise?) "mehr" / angepasste Haltungbedingungen "einfordern" - wärend die Besitzer trotzig auf CC bestehen, dass das ja "genug" wäre (aber die genetische Steigerung komplett aus den Augen verloren haben).

Gruß Mim
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 17.10.14 um 09:10 Uhr.
@ Mim #
Mim schrieb:

Weil man einem Verbraucher nicht erklären kann, dass Ställe die in holländischer Bunkerbauweise errichtet worden sind und nur die Aussenseiten Licht haben, wo man das Gefühl hat man fährt in ein "Bergwerk" ein irgendwas mit Tiergerechtigkeit zu tun haben könnte und man solche "Schweineställe" auch noch belohnen kann. Immer noch - Tier WOHL ist nicht Tier SCHUTZ!

Wenn man Schäden hat am Tier wie Verluste - gehts um Tier SCHUTZ, Tier WOHL setzt voraus!!! das die Tiere gesund sind und DARÜBER HINAUS noch mehr Haltungskomfort erfahren.

Ehrlich - mich wundert manchmal schon wie Schweine in bestimmten Ställen jahrelang keine Verhaltensstörungen zeigten :-X.

Und nun in höherer Leistung/Temperament (berechtigterweise?) "mehr" / angepasste Haltungbedingungen "einfordern" - wärend die Besitzer trotzig auf CC bestehen, dass das ja "genug" wäre (aber die genetische Steigerung komplett aus den Augen verloren haben).

Gruß Mim


Holländische Bauweise? Zentralgang und rechts, links davon angeordnete Abteile, das gibt es schon Jahrzehnte in der BRD. Die Schwiegereltern meines Nachbarn, Städter aus Bielefeld, hielten meinen Stall schon mal für ein Mietshaus. Was da "der Verbraucher" denkt, ist verdammt unterschiedlich. Merk ich auch an Besuchern die durch die Fenster schauen. Schließlich arbeitet ein Großteil auch den ganzen Tag unter Neonlicht in einer Firma, weit ab vom Fenster.
Nur Licht von Aussen, das reicht. Oder hast du in deiner Beratertätigkeit noch nie Probleme in Ställen mit extrem hoher Sonneneinstrahlung gehabt? Wenn nicht, dann müsst ihr bei euch wohl keine Sonne haben... Du kannst außerdem ja gerne Ställe mit zwei Aussenseiten pro Abteil bauen. Sinnvoll ist das nicht, denk mal an die Heizkosten!
Genetische Steigerung... man jetzt bemühst du aber jeden Shit um dich zu rechtfertigen. Es geht in vielen Betrieben gut, hervorragend, mit CC Mindeststandards. Vielleicht solltest du mal in "normale" Ställe gehen. Genetische Störungen gab es auch und wird es auch in "Tierwohl-Ställen" geben. Oder glaubst du das Schwanzbeisser da automatisch "weg" sind? Wohl kaum... Schwanzbeisser findest du in jedem Stallsystem. Vom Extrembio bis Extremkonventionell.
Mit Tierwohl zum Tierschutz hast DU begonnen, Tierwohl könnte Schäden am Schwein abwenden... Also schieb mir das nicht unter!

Du befindest dich seit Monaten in einer Rechfertigungsecke für die Aktion Tierwohl. Leider!
Komm mal raus aus der Schmollecke und lasse die Kritik zu. Wäre das ganze besser durchdacht, finanziert und sinnvoller, wäre ich NICHT dagegen. So wird es aber in die Hose gehen!

Übrigens, deine Ebermast schwächelt auch schon. Erste Schlachthöfe drohen mit Abzug von 3Cent/kg für Ebermastfleisch... [www.animal-health-online.de]
So verlässlich ist die Schlachtbranche! Und da soll man diese depperte Aktion mit machen...
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 17.10.14 um 13:42 Uhr.
#
Saugferkesohleneinblutung Aufzuchtferkelsohleneinblutung Mastschweinsohleneinblutung
Schaumburger - 2 Ebenen:

- das eine ist das System dahinter, daran kannst du gerne kritisieren/das verteidige ich nicht
- das andere snd die Maßnahmen/Kritieren und darüber fachlich gerne eine andere Auseinandersetzung.

Immer noch: Auf ein Drittel Kupieren was derzeit bei 90 %? aller Schwänze der Standard ist - wird nicht bleiben weil es nicht der gesetzilchen Vorgabe UND Ausnahmeregelung entspricht und jeder Betrieb muss für sich entscheiden/verantworten welche Maßnahmen er ergreift.

Immer noch - die Magengeschwüre steigen an (ohne das es die Betriebe direkt merken also nicht nur Problembetriebe), einfach mal in DIE Zahlen reinhören!

[www.tiergesundheit-aktuell.de]


die Fundament- und Gelenkesprobleme steigen an (und das merkt und dokumentiert die Fleischbeschau), die Daten von LMU München / Prof. Dr. Gareis werden schon politisch diskutiert. Schick mir per PM deine Mail und ich schick dir per Mail die Hintergrundliteratur.

die Salmonellen KAT 3 UND PIA-Probleme steigen an - vor allem in bestimmten Bundesländern wie NRW, SH und NDS.

Die Verhaltenstörungen sind auch mit Schwanzkupieren nicht im Griff (es gibt ja noch die Ohren) und du unsterstellst MIR eine Schmollecke...?! Weil ich nicht auf einen auf Vogel-Strauss mache? Oder es wage, Maßnahmen die ggf. dagegen wirken gut zu finden - weil sie auch noch bezahlt werden!?


Schlag doch mal konkret Lösungen dafür vor, für die Themen die brennend anliegen OHNE das man auch über Haltung/Fütterung/Leistungsniveau nachdenkt?

Weil wenn das alles keine Rolle spielt, ja sind dann auf einmal alle Tierhalter nicht mehr in der Lage "vernünftige Rationen" zu mischen und/oder die Ställe so viel schlechter als vor 10 Jahren? Was bleibt denn im Auschlussverfahren übrig bei der Problemsuche?

Was mich momentan erheblich frustriert ist der Befund "Klauenrehe" beim Schwein in allen ! Altersstufen und auch! in top-Leistungs-Betrieben . Da darf ich dann wohl Rohfaser und Raufuttter und eine bessere Wasseversorgung wohl noch "gut" finden wenn die Problematik Stoffwechselentgleisung anliegt, ja? Darüber Gedanken machen ob eine Sau wirklich 8 kg Schrot am TAG oder ein Mastschwein bis zu 1300 g Tageszunahme eben mal so "wegsteckt"?

Weil die Schlussfolgerung der Gelenksprobleme heißt gerne "weicher liegen/Tiefstroh" statt mal drüber nachzudenken, ob sie vs der stoffwechselbedingten Klauenentzündungen nicht mehr laufen wollen/herumliegen....

Gruß Mim

P.S. übrigens - parallel zu den Klauen gehen die Schwänze "mit hoch" - sind ja auch nur Blutendgefäße

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@ Mim #
Cow Comfort wird auch deswegen gemacht, weil die Tiere in der Milch ständig an der Leitungsgrenze, negativen Energiebilanz und Stoffwechselschäden vorbeischrappen.


Am Ende des Tages ist es für den Milchviehhalter uninteressant, ob der Ertrag steigt, weil die Leistung steigt oder weil der Ertrag steigt, weil die Kosten sinken... Doch eins von beiden muss gegeben sein, wenn es sich betriebswirtschaftlich lohnen soll bzw. muss.


Und immer noch - habt ihr Maßnahmen im Stall wenn der längere Schwanz eingefordert wird? Seit ihr vorbereitet?!

Ich als nicht- Schweinehalter auf alle Fälle
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Die Milchviehhalter haben aber auch nicht in der Form die Diskussion um den Ganzspalten-Warmstall an der Backe wie die Schweinehaltung.

Die Kampfzone ist doch schon laengst eröffnet. Ggf. Kommt man dann frauf wenns wieder schon rechtlich geregelt wurde wie beim Kupierverbot... :'(
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@ Mim #
Mim schrieb:

Die Milchviehhalter haben aber auch nicht in der Form die Diskussion um den Ganzspalten-Warmstall an der Backe wie die Schweinehaltung.

Die Kampfzone ist doch schon laengst eröffnet. Ggf. Kommt man dann frauf wenns wieder schon rechtlich geregelt wurde wie beim Kupierverbot... :'(


Milchkühe liegen ja in Liegeboxen, und nicht auf den Spalten.
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 19.10.14 um 18:52 Uhr.
@ Mim #
Mim schrieb:

Schaumburger - 2 Ebenen:

- das eine ist das System dahinter, daran kannst du gerne kritisieren/das verteidige ich nicht
- das andere snd die Maßnahmen/Kritieren und darüber fachlich gerne eine andere Auseinandersetzung.

Immer noch: Auf ein Drittel Kupieren was derzeit bei 90 %? aller Schwänze der Standard ist - wird nicht bleiben weil es nicht der gesetzilchen Vorgabe UND Ausnahmeregelung entspricht und jeder Betrieb muss für sich entscheiden/verantworten welche Maßnahmen er ergreift.

Immer noch - die Magengeschwüre steigen an (ohne das es die Betriebe direkt merken also nicht nur Problembetriebe), einfach mal in DIE Zahlen reinhören!

[www.tiergesundheit-aktuell.de]


die Fundament- und Gelenkesprobleme steigen an (und das merkt und dokumentiert die Fleischbeschau), die Daten von LMU München / Prof. Dr. Gareis werden schon politisch diskutiert. Schick mir per PM deine Mail und ich schick dir per Mail die Hintergrundliteratur.

die Salmonellen KAT 3 UND PIA-Probleme steigen an - vor allem in bestimmten Bundesländern wie NRW, SH und NDS.

Die Verhaltenstörungen sind auch mit Schwanzkupieren nicht im Griff (es gibt ja noch die Ohren) und du unsterstellst MIR eine Schmollecke...?! Weil ich nicht auf einen auf Vogel-Strauss mache? Oder es wage, Maßnahmen die ggf. dagegen wirken gut zu finden - weil sie auch noch bezahlt werden!?


Schlag doch mal konkret Lösungen dafür vor, für die Themen die brennend anliegen OHNE das man auch über Haltung/Fütterung/Leistungsniveau nachdenkt?

Weil wenn das alles keine Rolle spielt, ja sind dann auf einmal alle Tierhalter nicht mehr in der Lage "vernünftige Rationen" zu mischen und/oder die Ställe so viel schlechter als vor 10 Jahren? Was bleibt denn im Auschlussverfahren übrig bei der Problemsuche?

Was mich momentan erheblich frustriert ist der Befund "Klauenrehe" beim Schwein in allen ! Altersstufen und auch! in top-Leistungs-Betrieben . Da darf ich dann wohl Rohfaser und Raufuttter und eine bessere Wasseversorgung wohl noch "gut" finden wenn die Problematik Stoffwechselentgleisung anliegt, ja? Darüber Gedanken machen ob eine Sau wirklich 8 kg Schrot am TAG oder ein Mastschwein bis zu 1300 g Tageszunahme eben mal so "wegsteckt"?

Weil die Schlussfolgerung der Gelenksprobleme heißt gerne "weicher liegen/Tiefstroh" statt mal drüber nachzudenken, ob sie vs der stoffwechselbedingten Klauenentzündungen nicht mehr laufen wollen/herumliegen....

Gruß Mim

P.S. übrigens - parallel zu den Klauen gehen die Schwänze "mit hoch" - sind ja auch nur Blutendgefäße



Ähm, was haben diese Probleme mit der Aktion Tierwohl zu tun? Richtig, nichts. Gelenk- und Sohlenprobleme änderst du nicht durch die Aktion. Schwänze kürzen wird noch ein riesen Problem. Egal ob mit oder ohne Aktion Tierwohl.
Pia wird schon fast in jedem Bestand gefunden, Aktion Tierwohl ändert aber nichts daran. Hat keinen Einfluss auf die netten Bakterien im Darm. Da gehört eher der Schritt zur Impfung gefördert.
Salomonellen waren letztes Jahr stärker, mehr Betriebe in Kat 3. Dieses Jahr sind wieder weniger Betriebe in Kat3. Hat auch nichts mit der Aktion Tierwohl zu tun, eher mit Fliegen und Schadnagerbekämpfung. Dazu noch etwas mehr Struktur ins Futter. Hygiene allgemein verbessern... hilft ungemein. Bin konstant bei UNTER 4% Tieren mit Salmonellen Titer die leicht erhöht sind. Bei Verschärfung der Titergrenzen hab ich auch noch NULL Sorgen. Ohne Aktion Tierwohl!
Magengeschwüre, du müsstest doch den Vermahlungsgrad von Schweinefutter schon mal bestimmt haben? Den Zusammenhang muss ich dir wohl kaum erklären. Evtl. etwas mehr Gerste in die Ration und das Problem ist geringer bis weg. Futterzusammensetzung abklären... Klar erkennt man das nicht sofort am Tier, aber die ständige Kontrolle auf Leistungsdaten bringt da schon Erkenntnisse. Am Stuhlgang kann man das evtl. erkennen. Hat aber auch nichts mit der bekloppten Aktion Tierwohl zu tun.
Verhaltensstörungen, wie Ohrenknabbern und Flankenbeissen findest du auch im geheiligten Strohstall. Problem ist da evtl. Klimaführung und ALLES was die Tiere stört, also alles was ich bis jetzt im Beitrag erwähnt habe. Ein verstecktes Magengeschwür, eine latente Piainfektion usw. kann zu Schmerz, Unwohlsein der Schweine führen und damit zu Aggression und Kannibalismus. Daran ändert die Aktion Tierwohl aber GARANTIERT auch nichts.
Du kannst nicht über alle diese Probleme, die "Patentlösung Aktion Tierwohl" schütten und glauben das sich das dann regelt. So naiv bist du doch nicht!
Ich wette das es in Tierwohlställen weiterhin zu Problemen kommt oder auch andere Probleme auftreten!
Den Betriebsleiter als wichtigsten Baustein zum Tierwohl, den tauscht man nämlich nicht bei der depperten Aktion aus.

Was an der Aktion sind denn nun Maßnahmen die ggf. dagegen gut wirken und bei der Aktion Tierwohl umgesetzt werden? Und was bekomme ich bei der Aktion Tierwohl, was kostet mich die Aktion Tierwohl nun wirklich? RECHNE das mal vor! Sauber und eindeutig bitte!
Und dann rechne mal durch welche Maßnahmen der NICHT Tierwohl Betrieb machen kann und wie sich das im Vergleich rechnet...


Für die Erfüllung der Grundkriterien gibt's sage und schreibe 500€ Basisbonus pro Betrieb und Jahr. Dafür schnippel ich nicht zusätzliche Fenster in den Stall und verschlechtere die Wärmedämmung! Es ist noch nicht klar, welche Kosten für die Auditierung, den Stallklima- und Tränkewassercheck
entstehen. Die 500,- € Pauschale kann dadurch schon aufgezehrt werden.
Die kleinen Kriterien:

Ständiger Zugang zu Raufutter 2,00€ :bringt wohl grade die Kosten für das Rauhfutter herein, nicht mal für die nötige Technik. Eine Strohraufe für 25 Tiere kostet schon um die 100€... rechne dazu mal ein geschlossenes Strohlager (Schutz vor Wildschweinen usw.), ein anderes Güllemanagement mit Kanälen spülen und evtl. Kauf von Spaltenmixer, Tauchschneidpumpe... da sind die 2€ ein Witz!

10 % mehr Platzangebot 2,80€, bedeutet bei einer Bucht mit 13 Tieren und 0,76m² pro Tier, das da nur noch 11 Tiere in der Bucht sind. 13 Tiere bedeuten bei 20€ DB 260€ GesamtDB pro Durchgang. 12 Tiere sind dann logischer Weise 220€. Bonus insgesamt, 33,6€. Bleibt somit ein Verlust von 6,4€ pro Durchgang.
(0,76m² + 10% = 0,83m², nimmst du nur ein Schwein aus der 13er Bucht, kommst du nur auf 0,82m² pro Tier. Kriterium nicht erfüllt.)

20 % mehr Platzangebot 4,00€ bedeutet 0,912m² pro Tier. Also 10,8 Tiere pro Bucht. Geht nicht, also 10 Tiere pro Bucht. Bedeutet 60€ weniger DB in der Bucht und du bekommst 4€ Bonus pro Tier, also 40€...
Also verliert man 20€ pro Bucht, oder 2 € DB pro Tier!


40 % mehr Platzangebot 8,00€... entsprechend. Die Rechnung spare ich uns mal!

Ach war es nicht die Initiative Tierwohl und nicht Aktion Tierwohl? Letztere hat Westfleisch schon eingestampft.

Hier die Kriterien der Initiative Tierwohl: [www.beratungsring-os.de]
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 19.10.14 um 19:02 Uhr.
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Hallo Schaumburger,

ich gehe mit dir bei den meisten deiner Aufzählungen - nicht konform.

Ohrspitzennekrosen - haben ggf. ganz andere Ursachen als Ohren beißen, egal ob es ein Ohrenspitzenbeißen und/oder ein Ohrgrundbeißen ist.

Flankenbeißen und "Klimaführung"? Flankenbeißen kommt aus dem Belly Nosing und hat eine Menge mit Futterqualität und Wasserversorgung (ähnlich Vulvabeißen) Das das was mit Zugluft zu tun das wär mir ja richtig neu...

Schwanznekrosen haben eine ganze Menge mit Raufutter und Wasserversorgung zu tun (ähnlich - Ohrnekrosen) und wie PIA eine ganze Menge mit (Dick-)Darmstabilität.

So wie es zunehmend im Ferkelbereich zu nicht therapierbaren Clostridiendurchfällen kommt - trotz Impfung, AB und Spezialdesinfektion. Es werden die falschen Fragen gestellt.

Bei den Fundamentproblemen hat die gesamte Schweinebranche das Endotoxin/Klauenrehe!!! Problem noch gar nicht auf dem Schirm und das Schwanzbeißen ist erwiesenermaßen um ein erhebliches geringer, wenn Raufutter im Raum ist (weil es ursächlich zu einem großen Teil um Nekrosen/Entzündungsprozesse) primär und sekundär um Verhaltenstörungen geht.

Verhaltensstörungen in Langschwanversuchen sinken um bis zu FAKTOR 10! wenn nur ein wenig Heu/Stroh angeboten wird.

Und ich wünsche dir viel Erfolg dabei mit der Einstellung, wenn solche massiven Entzündungsprozesse laufen das die Tiere Klauenrehe haben: Eine PIA - Impfung zum "sitzen" (wenn vorgelagert eine Magenentzündung lauert, ich habe in letzter Zeit nur immer beides ZUSAMMEN gesehen) zu bekommen, da haben sich schon einige die Zähne dran ausgebissen, so wie das bei Salmonellen auch nicht gut läuft.

Und endlich zu begreifen: Ein Schwein hat Klauen wie ein Rind und den Magen wie ein Pferd und bekommt aus genau den gleichen Gründen Klauenrehe und Magengeschwüre. Und ach! bei beiden hilft (neben einer angepassten Ration) eine optimale (nicht nur minimale) Wasserversorgung und in kleinen Mengen Raufutter. Nichts Neues.

Für "wen" sich das rechnet - hier gibt es in den Bundesländern Berechnungsprogramme und diejenigen, die checken, dass hier der Kurs vs "Umbau der Tierhaltung und Tierwohlindikatoren" wie ein großer Truck angesprungen ist: Nutzen das TWI sich den "Einstieg/Nachrüstung" zu finanzieren.

Schön ist doch daran, dass es freiwillig ist und man stelle sich vor - es gibt inzwischen Raufutter fütternde Schweinehalter die das machen ohne das TWI auf dem Schirm zu haben.

Schaumburger, ihr könnte euch nicht drauf ausruhen, dass die Probleme mit Nekrosen und Beißen "auch in anderen Haltungsformen" vorkommen, sie kommen vor ALLEM auf Vollspaltenböden ohne Raufuttterangebot/-puffer vor und haben bei noch so toller Lüftungsoptimierung "nicht abgenommen" und tw. haben Ökobetriebe MIT langem Schwanz weniger Probleme als Betriebe mit auf ein unter 1/3tel gekürzten Schwanz.

Gruß Mim


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Eine Strohraufe für 25 Tiere mit 40 cm Breite kostet inzwischen nur noch 35 Euro netto, die doppelte Breite 45 Euro.. und bei etwas Geschick kann man auch selber Schweißen.

Bei großen Gruppen wirds richtig billig.

Gruß Mim
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@ Mim #
Mim schrieb:

Eine Strohraufe für 25 Tiere mit 40 cm Breite kostet inzwischen nur noch 35 Euro netto, die doppelte Breite 45 Euro.. und bei etwas Geschick kann man auch selber Schweißen.

Bei großen Gruppen wirds richtig billig.

Gruß Mim

Wo gibt es die? Schick mir mal den Link. Als Metallbauer, könnte ich das selber schweissen. Aber 80 Stück bastelt man nicht eben so zusammen. Viel günstiger wird es aber auch nicht. Edelstahl ist teuer! Verzinktes hat im Fressbereich der Tiere nichts zu suchen, wird abgenutzt und gammelt dann weg...
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