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Initiative Tierwohl: Start ohne Widerstand des Kartellamtes

Dieses Thema bezieht sich auf einen Beitrag auf agrarheute.com:
Initiative Tierwohl: Start ohne Widerstand des Kartellamtes
Beitrag vom Autor bearbeitet am 19.10.14 um 19:15 Uhr.
@ Mim #
Mim schrieb:

Hallo Schaumburger,

ich gehe mit dir bei den meisten deiner Aufzählungen - nicht konform.

Ohrspitzennekrosen - haben ggf. ganz andere Ursachen als Ohren beißen, egal ob es ein Ohrenspitzenbeißen und/oder ein Ohrgrundbeißen ist.

Flankenbeißen und "Klimaführung"? Flankenbeißen kommt aus dem Belly Nosing und hat eine Menge mit Futterqualität und Wasserversorgung (ähnlich Vulvabeißen) Das das was mit Zugluft zu tun das wär mir ja richtig neu...

Schwanznekrosen haben eine ganze Menge mit Raufutter und Wasserversorgung zu tun (ähnlich - Ohrnekrosen) und wie PIA eine ganze Menge mit (Dick-)Darmstabilität.

So wie es zunehmend im Ferkelbereich zu nicht therapierbaren Clostridiendurchfällen kommt - trotz Impfung, AB und Spezialdesinfektion. Es werden die falschen Fragen gestellt.

Bei den Fundamentproblemen hat die gesamte Schweinebranche das Endotoxin/Klauenrehe!!! Problem noch gar nicht auf dem Schirm und das Schwanzbeißen ist erwiesenermaßen um ein erhebliches geringer, wenn Raufutter im Raum ist (weil es ursächlich zu einem großen Teil um Nekrosen/Entzündungsprozesse) primär und sekundär um Verhaltenstörungen geht.

Verhaltensstörungen in Langschwanversuchen sinken um bis zu FAKTOR 10! wenn nur ein wenig Heu/Stroh angeboten wird.

Und ich wünsche dir viel Erfolg dabei mit der Einstellung, wenn solche massiven Entzündungsprozesse laufen das die Tiere Klauenrehe haben: Eine PIA - Impfung zum "sitzen" (wenn vorgelagert eine Magenentzündung lauert, ich habe in letzter Zeit nur immer beides ZUSAMMEN gesehen) zu bekommen, da haben sich schon einige die Zähne dran ausgebissen, so wie das bei Salmonellen auch nicht gut läuft.

Und endlich zu begreifen: Ein Schwein hat Klauen wie ein Rind und den Magen wie ein Pferd und bekommt aus genau den gleichen Gründen Klauenrehe und Magengeschwüre. Und ach! bei beiden hilft (neben einer angepassten Ration) eine optimale (nicht nur minimale) Wasserversorgung und in kleinen Mengen Raufutter. Nichts Neues.

Für "wen" sich das rechnet - hier gibt es in den Bundesländern Berechnungsprogramme und diejenigen, die checken, dass hier der Kurs vs "Umbau der Tierhaltung und Tierwohlindikatoren" wie ein großer Truck angesprungen ist: Nutzen das TWI sich den "Einstieg/Nachrüstung" zu finanzieren.

Schön ist doch daran, dass es freiwillig ist und man stelle sich vor - es gibt inzwischen Raufutter fütternde Schweinehalter die das machen ohne das TWI auf dem Schirm zu haben.

Schaumburger, ihr könnte euch nicht drauf ausruhen, dass die Probleme mit Nekrosen und Beißen "auch in anderen Haltungsformen" vorkommen, sie kommen vor ALLEM auf Vollspaltenböden ohne Raufuttterangebot/-puffer vor und haben bei noch so toller Lüftungsoptimierung "nicht abgenommen" und tw. haben Ökobetriebe MIT langem Schwanz weniger Probleme als Betriebe mit auf ein unter 1/3tel gekürzten Schwanz.

Gruß Mim

Ohrspitzennekrosen, Streptokokken? Und ja, agressive Schweine gehen auch an die Flanken... Oder macht bei dir die schlechte Klimaführung die Schweine nicht aggressiv? Klar, du kennst nur gaaaannnzzz ruhige Tiere. Wobei ich als Mäster beim Flankenbeissen auch keinen Einfluss auf die Säugedauer der Ferkel habe. Auch nicht mit der Initiative...
Weiche mal etwas ab von deiner direkten Zuordnung der Probleme. Jeder Fachtierarzt würde glücklich sein wenn es so einfach wäre.
Das ist es aber nicht! Oft besteht ein Mix aus Problemen.
Deine Ausführungen scheinen immer die Problemlösung für bestimmte Dinge parat zu haben. Ich bin langsam echt froh das du nicht meine Beraterin bist.
Meiner ist realitätsbezogen und erkennt das Probleme der Tiergesundheit in der Regel nicht direkt zuordnen kann. Scheinst auch schlauer zu sein als alle meine bisherigen Tierärzte... Nun gut, das ist eine Fachpraxis für Schweinehaltung. Die können bestimmt nichts...
Aber du, die die Initiative Tierwohl so stark vertritt, kannst sie nicht durchrechnen?
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 19.10.14 um 19:47 Uhr.
#
Schaumburger, ob sich z.B. der Platz mit 10 % für einen Betrieb lohnt (die Mehrplatzangebote wurden bewußt nicht betriebswirtschaftlich in Vollkosten-Ersatz im TWI eingeplant)

hängt an seinen z.B. Buchtengrößen. Aus einer 30er Bucht tun sich halt leichter 10 % = genau 3 Schweine herausnehmen als aus einer 12er Bucht, da man keine halben Schweine rausrechnen kann.

Und dann kommt es darauf an, ob man Gülle WERT hat oder Gülle ENTSORGUNGKOSTEN.

Heißt bei uns im Süden wo man noch je cbm Güllewert rechnet und im Schnitt wenig Tierverluste in der Mast (Schnittvergleiche der EZGs) kann da ganz andere Werte herauskommen wie im Norden, wo Schweinemastplätze ggf. mit VE- und Güllekosten verbunden sind. Und das Risiko hat - das wie derzeit: Tiere vs Rekorschlachtung "stehen bleiben" (v.a. im Ferkelbereich).

Und deswegen ja - kann ich dir das TWI sehr schön rechnen: Betriebsindividuell mit einer Excell-Tabelle, so wie das in den einzelnen Bundesländern angeboten wird und abhängig ist vom DB je Platz.

Und ja - Tierärzte sind in der Regel keine Ethologen. Die haben einen rie-si-gen Fachbereich abzudecken und deswegen gibts auch nur ein Schweinekrankheitenbuch aus AT welches Ohrnekrosen wirklich mal genauer anschaut und weißt was da drin steht? Offenes Wasser anbieten, Rohfaser erhöhen, Toxinbinder.

Aber ich will dich nicht mit der genauen Auseinanderdifferenzierung der Verhaltensstörungen nerven, denn du hast ja eine kompetente Tierarztpraxis , die werden schon natürliches Aggressionsverhalten, agonistisches Verhalten oder Verhaltensstörungen auseinanderbekommen und dir bei Lösungen helfen, wenn die Schwänze länger werden.

Gruß Mim
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@ Mim #
Mim schrieb:

Schaumburger, ob sich z.B. der Platz mit 10 % für einen Betrieb lohnt (die Mehrplatzangebote wurden bewußt nicht betriebswirtschaftlich in Vollkosten-Ersatz im TWI eingeplant)

hängt an seinen z.B. Buchtengrößen. Aus einer 30er Bucht tun sich halt leichter 10 % = genau 3 Schweine herausnehmen als aus einer 12er Bucht, da man keine halben Schweine rausrechnen kann.

Und dann kommt es darauf an, ob man Gülle WERT hat oder Gülle ENTSORGUNGKOSTEN.

Heißt bei uns im Süden wo man noch je cbm Güllewert rechnet und im Schnitt wenig Tierverluste in der Mast (Schnittvergleiche der EZGs) kann da ganz andere Werte herauskommen wie im Norden, wo Schweinemastplätze ggf. mit VE- und Güllekosten verbunden sind. Und das Risiko hat - das wie derzeit: Tiere vs Rekorschlachtung "stehen bleiben" (v.a. im Ferkelbereich).

Und deswegen ja - kann ich dir das TWI sehr schön rechnen: Betriebsindividuell mit einer Excell-Tabelle.

Und ja - Tierärzte sind in der Regel keine Ethologen. Die haben einen rie-si-gen Fachbereich abzudecken und deswegen gibts auch nur ein Schweinekrankheitenbuch aus AT welches Ohrnekrosen wirklich mal genauer anschaut und weißt was da drin steht? Offenes Wasser anbieten, Rohfaser erhöhen, Toxinbinder.

Aber ich will dich nicht mit der genauen Auseinanderdifferenzierung der Verhaltensstörungen nerven, denn du hast ja eine kompetente Tierarztpraxis , die werden schon natürliches Aggressionsverhalten, agonistisches Verhalten oder Verhaltensstörungen auseinanderbekommen und dir bei Lösungen helfen, wenn die Schwänze länger werden.

Gruß Mim

Ach, dir ist das andere Buch nicht bekannt? "Handbuch Gesunde Schweine", Dr.med.vet Erwin Sieverding.
Wird als Bibel unter Tierärzten betrachtet. In Zusammenarbeit mit meiner Tierarztpraxis erstellt...
Den Parasit Eperythrozoon kennst du sicherlich auch... Stress wird auch als Ursache für eine Ohrrandnekrose aufgeführt... Es gibt immer mehr als eine mögliche Ursache. Stress ist ja auch Ursache von Kannibalismus. Und falsches Stallklima führt auch zu Stress und dann evtl. zu Ohrrandnekrosen. Wobei die selten allein auftreten. Verhaltensstörungen können zig verschiedene Ursachen haben, deswegen hab ich schon mal den Futterhersteller gewechselt. Nach drei Wochen waren die gleichen Schweine deutlich entspannter und weniger auffällig. Die eine Diagnose für solche Störungen gibt es nicht. Es sind immer mehrere Faktoren.
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Oh ja die gute alte Eperythrozoonose-Theorie, da wird vs Bluttests als aller erstes gekuckt und oh wunder nix mehr viel gefunden und Tetra hilft auch nicht "mehr"? Die Befunddaten der Blutscreenings sind hier minimal.

Bei den Problemen heute sind die BESTENTWICKELTEN Ferkel betroffen und nicht vs der Eperythroozoonosen die kleine/gelben/kranken? Und die Nekrosenkurven von Schwanznekrosen (Langschwanzversuche) und die der Ohrrandnekrosen (der echten - tw. ohne Beißen) laufen - parallel?

Ohrrandnekrosen heißt nicht gleich Kannibalismus. Ohrenbeißen kann auch (häufig) ohne vorhergehende Nekrose/Durchblutungsstörung einhergehen. Vor allem wenn die Ohrrandnekrose Masttiere oder Zuchttiere betrifft.

Schaumburger, das was da tw. in den Büchern steht - ist "Topfdeckelklopfen" und zur Not wenn man nix gscheits an Zusammenhängen findet - muss alleweil der gute alte Sekundärerreger wie Staps oder Strepts herhalten die man auf geschädigtem Gewebe häufig findet. So wie ein "Coli" Nachweis in der Patho.

Den allerbesten Schlüsselartikel bei all dem was es über PENS procine ear nercosis syndrom (dito Schwanznekrosen weltweit) gibt kann man hier nachlesen: Die Entstehung von Endotoxinen.

Seite 4 [media.repro-mayr.de]

Gruß Mim
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@ Mim #
Mim schrieb:

Oh ja die gute alte Eperythrozoonose-Theorie, da wird vs Bluttests als aller erstes gekuckt und oh wunder nix mehr viel gefunden und Tetra hilft auch nicht "mehr"? Die Befunddaten der Blutscreenings sind hier minimal.

Bei den Problemen heute sind die BESTENTWICKELTEN Ferkel betroffen und nicht vs der Eperythroozoonosen die kleine/gelben/kranken? Und die Nekrosenkurven von Schwanznekrosen (Langschwanzversuche) und die der Ohrrandnekrosen (der echten - tw. ohne Beißen) laufen - parallel?

Ohrrandnekrosen heißt nicht gleich Kannibalismus. Ohrenbeißen kann auch (häufig) ohne vorhergehende Nekrose/Durchblutungsstörung einhergehen. Vor allem wenn die Ohrrandnekrose Masttiere oder Zuchttiere betrifft.

Schaumburger, das was da tw. in den Büchern steht - ist "Topfdeckelklopfen" und zur Not wenn man nix gscheits an Zusammenhängen findet - muss alleweil der gute alte Sekundärerreger wie Staps oder Strepts herhalten die man auf geschädigtem Gewebe häufig findet. So wie ein "Coli" Nachweis in der Patho.

Den allerbesten Schlüsselartikel bei all dem was es über PENS procine ear nercosis syndrom (dito Schwanznekrosen weltweit) gibt kann man hier nachlesen: Die Entstehung von Endotoxinen.

Seite 4 [media.repro-mayr.de]

Gruß Mim


Das Endotoxine zu Ohrrandnekrosen führen können, das ist nun auch nichts neues. Es zeigt eher meinen Standpunkt, das es eben nicht nur eine Ursache geben kann, sondern viele Ursachen zu untersuchen sind.
So toll ist der Artikel auch nicht. Auch nur Topfdeckelklopfen wie du sagst.
Das steht jedes Jahr in der Land&Forst... eigenes Getreide auf Pilzgifte untersuchen lassen bevor man es verfüttert. Grade im Zusammenhang mit Ohrrandnekrosen und der geschwollenen Vulva weiblicher Tiere.
So kann eine Mykotoxinbelastung aber auch einfach zum Unwohlsein der Schweine führen und aggressives Verhalten auslösen. Dann suchst du lange an der Klimaführung herum... Bei solchen Problemen musst du konsequent eine mögliche Ursache nach der anderen abarbeiten. Da hilft dir die Initiative Tierwohl aber auch nicht.
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@ Schaumburger #
Schaumburger schrieb:

Das Endotoxine zu Ohrrandnekrosen führen können, das ist nun auch nichts neues. Es zeigt eher meinen Standpunkt, das es eben nicht nur eine Ursache geben kann, sondern viele Ursachen zu untersuchen sind.
So toll ist der Artikel auch nicht. Auch nur Topfdeckelklopfen wie du sagst.
Das steht jedes Jahr in der Land&Forst... eigenes Getreide auf Pilzgifte untersuchen lassen bevor man es verfüttert. Grade im Zusammenhang mit Ohrrandnekrosen und der geschwollenen Vulva weiblicher Tiere.
So kann eine Mykotoxinbelastung aber auch einfach zum Unwohlsein der Schweine führen und aggressives Verhalten auslösen. Dann suchst du lange an der Klimaführung herum... Bei solchen Problemen musst du konsequent eine mögliche Ursache nach der anderen abarbeiten. Da hilft dir die Initiative Tierwohl aber auch nicht.


Schaumburger, geschwollene Vulva deutet auf die östrogen-wirkenden ZEA hin, DON macht andere Symptome. Wenn man da ran will, muss man ganz genau Tiersignale lesen und unterscheiden.

Und der Artikel ist ein Schlüssel zum Thema Langschwanz. Und warum "jeder Millimeter länger" weht tut.

Gruß Mim

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@ Mim #
Mim schrieb:

Schaumburger, geschwollene Vulva deutet auf die östrogen-wirkenden ZEA hin, DON macht andere Symptome. Wenn man da ran will, muss man ganz genau Tiersignale lesen und unterscheiden.

Und der Artikel ist ein Schlüssel zum Thema Langschwanz. Und warum "jeder Millimeter länger" weht tut.

Gruß Mim

Zearalenon ist ja auch ein Pilzgift. [www.db-alp.admin.ch]
Seite 3... die häufigsten Fusarientoxine... DON und ZON (ZEA) kommen oft zusammen vor.
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 19.10.14 um 21:11 Uhr.
@ Mim #
Mim schrieb:

Schaumburger, geschwollene Vulva deutet auf die östrogen-wirkenden ZEA hin, DON macht andere Symptome. Wenn man da ran will, muss man ganz genau Tiersignale lesen und unterscheiden.

Und der Artikel ist ein Schlüssel zum Thema Langschwanz. Und warum "jeder Millimeter länger" weht tut.

Gruß Mim

[www.google.de]

Schönes PDF zu Mykotoxinen... gibt etwa 500 verschiedene davon...
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 20.10.14 um 08:45 Uhr.
@ Schaumburger #
PIT Langschwanz-Mast Ausblutung Hybrid Kurzschwanz Ausbluten Stoffwechselschaden Beckentränke klug montiert zusätzlich in Mastbucht
Schaumburger schrieb:

[www.google.de]

Schönes PDF zu Mykotoxinen... gibt etwa 500 verschiedene davon...


Jupp, sag ich doch ZEA hat Östrogenwirkung. NUR: Geschwollene Vulvas hab ich lang nicht mehr gesehen.

Klauenrehe aufgrund von DON schon... die Höhen spreizen bei Untersuchungen häufig weit auseinander, nur was ich weiß - vs Threadtitel - das immer die Bedeutung von Mykotoxinen im Stroh hervorgehoben wird: Und ich inzwischen eine Hei-den-Angst vor Mais - egal ob Körnermais oder CCM - habe von der Belastung her, von der tw. schwerverdaulichen Stärke mal ganz abgesehen...


Von Biomin gibts auch was Tolles, online nur in englisch, ich habs übersetzen lassen.

Da sind dann auch die ENDO-Toxinwirkungen/Tiersignale beschrieben, weil wenn DIE noch mit ins Boot springen, akkumulieren sich im Körper die Entzündungsprozesse und die Leber nimmt Schaden.

Dann kommt es auch an Ohrspitzen (DLZ-Primus Link) zu Ausblutungen, weil die Gerinnungsbildner (Leberschaden) aufgebraucht sind. UND das ist das Problem - ich finde vermehrt ausblutende Schwanzspitzen und dann ist wie beim Mastdarmvorfall Kannibalismus sofort im Raum!!!!

siehe Fotos - beide halte ich für Stoffwechselprobleme NICHT für primären Kannibalismus und jedesmal sind die bestentwickelten Tiere betroffen die an der Leistungsgrenze stehen:

a) häufig in Vormast und/oder Wechsel zu Endmastfutter

b) Maximum/Pik der TGZ mit 80 - 90 kg, wenn die heutigen Mastschweine Tageszunahmen zeigen wie Bullen und die 1000 g pro Tag überschreiten.

Heißt wir haben hier kein primär "Psychologisches Problem" der Tiere das vs Spielzeug/Auslauf zu lösen ist, sondern ein fütterungsbedingtes und das bekommen wir hin ohne was vs Spalten etc. machen zu müssen!

Und deswegen bin ich so für Raufutter/Kauen/Speicheln/Enzymaktivierung (wird durch Kauen ausgelöst) und für Wasser ad libitum (Niere! Leber!), denn die Tiere die Probleme haben: Legen/setzen sich immer vor die Tränkenippel die vs Verletzungsgefahr in Ecken angebracht sind und dann können die anderen nicht saufen. Und wenn man Beckentränken klug montiert - werden sie auch kaum vollgekotet und die Tiere verspielen weniger Wasser in die Gülle.
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@ Mim #
Die Milchviehhalter haben aber auch nicht in der Form die Diskussion um den Ganzspalten-Warmstall an der Backe wie die Schweinehaltung.

Die Kampfzone ist doch schon laengst eröffnet. Ggf. Kommt man dann frauf wenns wieder schon rechtlich geregelt wurde wie beim Kupierverbot... :'(


Früher oder später betrifft es die Rinderhalter, auch deshalb beschäftigt mich das Thema ... Aber auch so ist es interessant, wie das jetzt hier im Schweinebereich läuft.
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