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Pflanzenbau
1360 Themen, Moderator: Susanne1, Manu, Matthias, nagus2, Redaktion_landlive, Moderator
Forum: Pflanzenbau
Bodenbearbeitung, Düngung, Pflanzenschutz...

Ist Biolandwirtschaft wirklich interessant?

Beitrag vom Autor bearbeitet am 01.02.15 um 23:30 Uhr.
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@ Tom:
Ja!
Als erstes solltest du die Bioverbände anschreiben und dir ne Infomappe zuschicken lassen.
Das hilft schon mal sehr viel weiter.

Wenn du nach dem Lesen der Mappen immer noch meinst das es das Richtige für dich ist, lade dir einen Berater auf den Hof ein.
Natürlich von dem Verband, der dir am ehesten zusagt.

Wenn du danach immer noch auf Bio umstellen willst, solltest du überlegen ob du überhaupt in einen Verband willst, oder ob dir EU-Bio besser zusagt.

Nachteil vom EU-Bio ist halt, das du ziemlich alleine da stehst.
Erst recht wenns bei dir in der Gegend kaum Biobauern geben sollte, die ähnlich wirtschaften wie du.
Im Zweifelsfall kannst du natürlich deine Kontrollstelle anschreiben.
Aber... Manchmal wäre es schon vorn Vorteil jemanden zu haben mit dem man gewisse Themen bereden könnte.
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@ Musikustom #
Klar ist die Bioland-Landwirtschaft interessant. Aber nicht wegen den Kulap-Prämien.
Wir arbeiten nun schon seit fast 40 Jahren nach der organisch-biologischen Wirtschaftsweise und es läuft!

Wenn du dir die erwirtschafteten Gewinne in den Buchführungsauswertungen der Landwirtschaftsämter/kammern anschaust wirst Du feststellen das der Unterschied in den einzelnen Gruppen größer ist als zwischen Bio und konventionell.
Also kurz gesagt: Wer es kann der kann es sowohl bio als auch konvi ............. und wer es konventionell ned drauf hat geht als Biobauer genauso unter.
10
 
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@ Tom

Zuerst solltest Du Dich bei dem für Dich zuständigen Landwirtschaftsamt erkundigen, ob der Einstieg
in die Öko-Landwirtschaft, für Neubetriebe, überhaupt gefördert wird. Falls das nicht der Fall ist, solltest
Du das Vorhaben gleich streichen. Falls ja, bitte um die Unterlagen zum geltenden EU-Recht. Nachdem Du
die verinnerlicht hast, rede mit Öko-Kollegen aus Deiner Region. Ihre Meinung zu den unterschiedlichen
Verbänden, ist häufig aussagekräftiger als die Hochglanzbroschüre der Verbände. Wenn bis dahin alles
gut gelaufen ist, erkundige Dich bei den für Dich interessanten Verbänden nach ihren Regionalstrukturen.
Vielleicht wirst Du als Interessent zu den regelmäßig stattfindenden Regionaltreffen eingeladen. Erkun-
dige Dich auch nach Arbeits.-Informationsgruppen für Einsteiger. Einige Verbände haben auch sogen. Re-
ferenzbetriebe, auf denen man sich informieren kann. Wenn Du dann denkst, dass es passt, lade dir Mit-
arbeiter von verschiedenen Verbänden ein und bitte sie, nach einer detaillierten Besichtigung Deines Be-
triebes, um eine Bewertung der Chancen der Umstellung des Betriebes auf "Bio". Wichtig ist es auch,
über mögliche notwendige Investitionen zu sprechen. Lasse Dir auch die Vermarktungsmöglichkeiten für
Deine zukünftigen Produkte erläutern. Gerade in diesem Bereich unterscheiden sich die Verbände durch
mehr oder weniger, bis gar nicht vorhandene Unterstützungsarbeit. Halte bis zum Schluss alles unver-
bindlich und lasse Dich nicht unter Zeitdruck setzen.
Viel Erfolg!

Gruss, DWEWT
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 02.02.15 um 12:39 Uhr.
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Mein Vater hat 12 Jahre Biologisch produziert. Ich führe das seit 3 Jahren fort. Bin aus Überzeugung Bio. Ich habe sehr gute Erträge im Grünland und Acker-Silomaisanbau. Winterweizen ernte ich auch 60-70dt/ha. Ich bin der Meinung, biologisch zu produzieren und das mit Erfolg, braucht eine intensivere befassung mit der Materie. Obs jetzt im Feld oder beim Tier ist.

Das Biobauern nur Unkrautzüchter und Extensivler sind die so vorsichher wurschteln, halte ich als eine sehr gewagte Aussage.
Mopar or no Car...
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@ Rough_Rider #
[www.oekolandbau.de]

Demonstrationsbetriebe für Ökolandbau gibt es in jeder Region Deutschlands und die Betriebsleiter sollen auch als Ansprechpartner für Interessierte dienen.

Ich hoffe immer, dass jeder mit Ökolandbau zu tun hat und von konventionellen Kollegen angesprochen wird offen und ehrlich Auskunft gibt. Eigentlich ist es ja auch etwas schmeichelhaft - jedenfalls solange das Interesse aufrichtig besteht.

Sicher ist, dass eine Betriebsumstellung keine Entscheidung für nur 5 Jahre sein kann.
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Danke für die Auskünfte ich meine lasse es vorerst schließlich muss das doch gut überlegt sein!
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Das Bundesumweltamt fordert mind. 20% Öko-Landwirtschaft in Deutschland. Das alte Ziel der
Grünen, feiert eine Wiederauferstehung! Grund für die Forderung des BUA, ist der seiner Meinung
nach erhebliche Ausstoß von Schadstoffen, aus der "Massentierhaltung". Darüber, wie diese 20%
erreicht werden sollen, schweigt sich das Bundesamt allerdings aus.

Gruss, DWEWT
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Ach, und wer soll den Kram kaufen!?
Der "hauptsache billig fressen" Kunde wird das jedenfalls nicht!

Ja, mittem Maul sindse immer alle schnell dabei angeblich Bio zu kaufen.
Aber in der Realität....
Wenn das so weiter geht wird der Biolandbau in Deutschland noch vor der Konvi-Landwirtschaft kaputt gehen.

Hurra Hurra, die Discounter bieten jetzt auch Biowaren an, Hurra hurra...
Und wir müssen uns rechtfertigen warum wir die Preise vom Billig-Bio nichtmal ansatzweise mitgehen können.
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Es ist ganz offensichtlich nicht die primäre Funktion des Ökolandbaus, Lebensmittel zu erzeugen.
Wäre es so, dann würden wir auch die Produktqualität und nicht die Prozessqualität kontrollieren.
Der Politik geht es um eine andere Form der Landwirtschaft. Die Bio-Lebensmittelrohstoffe sind
lediglich ein Zusatznutzen!

Gruss, DWEWT
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Dann hätten ja all die Biohasser recht.
Dann wäre der Biolandbau wirklich nur eine Art Ablass der fettgefressenen Dekadenz.

Aber vielleicht hast du sogar recht.
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