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Esel, Lama, Hund: Wer am besten gegen den Wolf hilft

Dieses Thema bezieht sich auf einen Beitrag auf agrarheute.com:
Esel, Lama, Hund: Wer am besten gegen den Wolf hilft
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Esel, Lama, Hund: Wer am besten gegen den Wolf hilft
Dagmar Rössel und Hanno Pilartz
Noteselhilfe - NEH e.V.
Es ist die Nähe zu Tieren und zur Natur, die uns in der NEH mitarbeiten lässt.
Aus gleichen Gründen begrüßen wir die Rückkehr des Wolfs nach Deutschland.
Mit der gleichen Sorge wie alle andere Naturfreunde auch beobachten wir Polemik und Pa-nikmache zu angeblichen Gefahren durch den Wolf in der Presse und anderen Medien.
Gleichzeitig bewundern wir die Arbeit von Wolfsbeauftragten, die immer von Neuem um Aufklärung, Interessenausgleich und De-Eskalierung bemüht sind.
Die von einigen Wolfsbeauftragten vorgetragene Idee, Esel als Herdenschutztiere in Deutsch-land - z.B. in Niedersachsen - einzusetzen, halten wir aber in keiner Weise für sinnvoll und zielführend.
Warum?
Esel sind friedliebende Pflanzenfresser!
Untersuchungen zur Möglichkeit, Esel zum Schutz von Schafen und Ziegen vor Wölfen ein-zusetzen, wurden in hoch gelegenen Regionen der Schweiz durchgeführt.
Keine der von uns gesichteten Arbeiten kommt zu einer eindeutigen Empfehlung, dass der Einsatz von Eseln zum Herdenschutz vor Wolfsangriffen wirklich im größeren Umfang sinn-voll und praktikabel ist.
Obwohl in den hoch gelegenen Regionen der Schweiz zumindest eine wichtige Vorausset-zung eher erfüllt scheint als anderswo: die Weiden sind eher mager, so dass die zu schützen-den Tiere und die Esel gleichermaßen Futter mit niedriger Energiedichte fressen.
In Deutschland ist es dagegen in sehr vielen Fällen nicht möglich, Esel 24 Stunden lang und 7 Tage pro Woche auf der Weide zu halten. Die in Deutschland übliche hohe Energiedichte von Gras macht die allermeisten Esel in kurzer Zeit sterbenskrank (Hufrehe, metabolisches Syn-drom).
Der Nachweis, dass Esel wirklich Wölfe vertreiben, konnte bisher in keiner der Untersuchun-gen erbracht werden.
Soll ein Esel andere Tierarten wie Schafe und Ziegen vor Wölfen schützen, muss er sich die-sen sehr eng anschließen. Dieser Effekt tritt nicht im gewünschten Maß auf, wenn zwei Esel mit Schafen oder Ziegen zusammen gehalten werden. Die Einzelhaltung von Eseln ist aber tierschutzwidrig, es müssen immer wenigstens zwei Esel gehalten werden.

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Beitrag vom Autor bearbeitet am 25.06.15 um 08:49 Uhr.
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Sehr treffende Antwort.
Esel sind wie Lama absolut als Herdenschutz ungeeignet.
HSH haben ein vielfach größeres Gefahrpotential, wie in der Schweiz kommt es zu Beißunfällen auf Touristen. Wer den Fehler beging, lassen wir mal in Frage gestellt.
Zäune kann man NICHT wolfssicher gestallten ohne dass sie wie die Zonengrenze aussehen.
Warum in aller Welt brauchen wir dann überall Wölfe?
Dass sie das Allheilmittel für zu große Wildbestände sein sollen gehört wohl zu Grimms Märchen.
Der Einsatz für dieWölfe wird wohl generell baden gehen, wie schon jetzt aussteigende Wolfsberater, die das schändliche Tun der Ideologen nicht mehr befürworten, in der Öffentlichkeit kundgetan haben.
Wölfe brauchen wir in D nicht flächendeckend.

Am Besten hilft ein straffer Plan und Blei an der richtigen Stelle. Vor allemnicht eine Übertreibung von 440 erwünschten Rudeln.
Damit wird der Wolf seine Sympathie landauf landab generell verlieren weil es zu vielen Nutztier und Haustierschäden kommen wird.
Wölfe werden sich IMMER am leichtest zu erbeutenden Tier den Hunger stillen.
Alles andere als schnellstens konkrete Bestandsregelungen einzusetzen ist Verantwortungslosigkeit und politische Quacksalberei.
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Auch mir erscheinen Esel und Lama wohl nur eingeschränkt geeignet.

Die Wanderer müssen halt in Zukunft Schafherden mit Herdenschutzhunden meiden. Oder wenn es ganz hart kommt: Wo Schafe weiden, müssen die Wanderwege gesperrt werden. Oder statt Schafe setzen wir Naturschützer zum Abfressen der Flächen ein
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@ altilla #
altilla schrieb:

Auch mir erscheinen Esel und Lama wohl nur eingeschränkt geeignet.

Die Wanderer müssen halt in Zukunft Schafherden mit Herdenschutzhunden meiden. Oder wenn es ganz hart kommt: Wo Schafe weiden, müssen die Wanderwege gesperrt werden. Oder statt Schafe setzen wir Naturschützer zum Abfressen der Flächen ein

Die beherrschen doch nicht mal das, was sie tun wollen, wie sollen sie dann so was einfaches wie Gras abfressen bewältigen.......
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Blei braucht der Deibel!

Wenn schon Ablenkungsfütterung, dann bitte mit Wolfskuschlern.
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...7,65mm durch die Dünnung und gut ist`s.
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Komme auch gerne nach Deutschland zur Wolfsjagd - soll mir ein vergnügen sein.
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Zur Info: habe gelesen, dass die EU-Kommision die Schweden angefragt hat, weil sie zu viele Wolfs-Jagdlizenzen vergeben.
[europa.eu]
Den Schweden erwartet ein Vertragsverletzungsverfahren.
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@ altilla #
altilla schrieb:

Zur Info: habe gelesen, dass die EU-Kommision die Schweden angefragt hat, weil sie zu viele Wolfs-Jagdlizenzen vergeben.
[europa.eu]
Den Schweden erwartet ein Vertragsverletzungsverfahren.


Die EU Kommission hätte eigentlich in den letzten Raumtransporter gehört.
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@ Freisinger #
Die EU Kommission hätte eigentlich in den letzten Raumtransporter gehört.

Es würde reichen, sie dazu zu verdammen, von der Schafhaltung im Wolfsgebiet leben zu müssen...
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