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Night Grand Prix Dornbirn 2016/II - Dreiländerkuh Doris oder: Die Kombination Blooming x Payoff

Beitrag vom Autor bearbeitet am 22.02.16 um 11:14 Uhr.
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Blooming Doris stammt aus einer Payoff-Tochter Blooming Doris stammt aus einer Payoff-Tochter Blooming Doris von Josef Moosbrugger (MV Payoff, MMV Husir)
Night Grand Prix Dornbirn 2016/II - Dreiländerkuh Doris oder: Die Kombination Blooming x Payoff
Schweizer Vater, deutscher Züchter, österreichischer Besitzer - die Blooming-Tochter Doris (Kat. 134) von Ambros Moosbrugger aus Sibratsgfäll wurde in Dornbirn Reservechampion der Erstmelkkühe, bei der "Schau im Dreiländereck" war die Kuh mit dem Dreiländerhintergrund ein Gesprächsthema.
Doris ist groß, sehr groß. Damit eine typische Vertreterin von Blooming. Und sie hat Qualitäten. Stefan Hodel kommentiert: "Das ist eine sensationelle Erstmelkkuh. Sie ist groß, sehr lang und robust - und sie kann sich weiter entwickeln!"

Doris' Besitzer Ambros Moosbrugger hält 18 Kühe auf über 1000 m, "alle sechs Kinder sind extrem interessiert" erzählt er von der großen Züchterleidenschaft in der Familie. In Dornbirn hatte er zwei Rinder (Plätze 2 und 3), vorgeführt durch Sohn Josef und Tochter Kerstin, die mit dem Rind Jongleur Paola auch den Reserve-Vorführsieg holte. Bei den Kühen zeigte er neben Blooming Doris noch die Wurl-Tochter Fini (Platz 2) mit einem super Euter.
Mehrere andere starke Kühe sind noch im Betrieb - so auch eine besonders "alte Dame": Starbuck Larissa mit mittlerweile 130000 kg Lebensleistung. Aus ihr hat er Raymo-Enkelin (MV Tau) im Stall. 2014 stellte er mit Prunki Perfekta und Julen Lena die Siegertiere auf der Lokalausstellung Sigratsgfäll.

Zurück zu Blooming-Tochter Doris:
Mit was er Doris besamen will? Das ist noch nicht ganz sicher, sagt Ambros Moosbrugger, auf jeden Fall soll es ein starker Eutervererber sein, vielleicht Brookings gesext oder Calvin oder Fantastic gesext - auch den "Oldie Vogue" schließt er nicht aus.

Gezüchtet wurde Doris von Michael Bilgeri aus Balderschwang im südlichen Oberallgäu. Ihre Mutter (V: Payoff) verkaufte er als Erstmelkkuh in Kempten, ebenfalls ihre Großmutter (V: Husir), die er als Kalb auf der Auktion in Bad Waldsee steigerte. Die Husir war eine "normale Kuh", Payoff brachte dann einen richtigen Schub, wie Bilgeri erzählt. Sie gab 35 kg Milch und war sehr groß und breit, in allen Belangen eine Verbesserung. Lediglich im Becken hatte die Payoff-Tochter eine Schwäche und kostete deshalb nur knapp 1700 €.

Nach der Anpaarung mit Blooming passte in der nächsten Generation auch das Becken. Überhaupt ist Bilgeri von der Kombination "Blooming x Payoff" bisher sehr überzeugt, er hat drei Tiere daraus: Eine konnte er bereits sehr gut verkaufen, die zweite ist Blooming Doris und die dritte, eine Kalbin, steht noch bei ihm im Stall. Sie ist nicht so groß wie Doris, aber noch breiter und sehr korrekt, "wenn jetzt noch das Euter passt..." malt sich Bilgeri diese Kuh schon in Gedanken aus.

Die in Dornbirn erfolgreiche Doris brachte ein Kuhkalb von Bosephus ("vom Typ her wie die Mutter").
Bilgeri hatte rund 20 Payoff-Töchter und keine Versagerin war dabei, so der Oberallgäuer - er mag diesen Stier. Auch aktuell stehen vier Payoff-Rinder im Stall und eines der schönsten Kälber in diesem Jahr war von - Payoff. Nicht umsonst hat er sich vor einiger Zeit die letzten gesexten Payoff-Dosen gesichert.

Mit Payoff Polly von Christoph Nigsch (Kat. 212) war eine weitere von Bilgeri gezüchtete Kuh in Vorarlberg dabei, sie war heuer im Mittelfeld platziert. Letztes Jahr war Polly Abteilungssiegerin und Erstmelksiegerin auf der Oberlandschau, vor zwei Jahren war sie in Dornbirn Abteilungszweite.

Michael Bilgeri ist ein Fan von Payoff und von der Kombination Blooming x Payoff.
Nach Triple-A überrascht das etwas, bei beiden Stieren fehlt die "5" (Smooth) im Code. Auch ist es eine Kombination mit viel Distinction- und Improver-Blut. Erfreulich: beide Stiere haben eine gute Töchterfruchtbarkeit.
Blooming x Payoff - wirklich so gut? Auf welche Grundlage sonst passt Blooming am besten drauf?


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Blooming war schon im Gespräch hier mit einem eigenen Beitrag. Auch wegen der Größe.
Jetzt meine Frage: Die Kuh ist sehr groß, damit wohl auch ein gewisses Problem in den meisten Ställen. Weiterhin hoher Erhaltungsbedarf wg. Gewicht und dann braucht es eine entsprechende Leistung, damit es sich wieder lohnt. Dann ausserdem die Erfahrung aus Studien: große Kühe werden nicht so alt.
Ist diese Kuh Doris nun ein Tier, das man im Stall haben sollte/könnte oder wären die meisten Züchter besser bedient, wenn man auf diese Kuh verzichtet?
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