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Rind
1765 Themen, Moderator: Susanne1, Manu, Matthias, nagus2, Redaktion_landlive, Moderator
Forum: Rind
Die Kuh macht "Muh" und Kühe machen Mühe

DMK: 20ct bis Dezember?

@ dacks #
dacks schrieb:

Na, dann erklär mal den Milchbauern, sie sollen die Mokerei fragen, was sie bezahlt....."wenn ihr nicht meinen Preis zahlt, dann geb ichs einer anderen Molkerei."

Die Strukturen hat man sich über Jahre eingehandelt, daran ist sicherlich die aktuelle Generation nicht schuld. Aber warum nicht, statt den Stall immer zu vergrößern, auf eine eigene Vermarktung setzen? Gibt genug Beispiele bei denen es hervorragend klappt. Das ist bei Milch sicherlich anspruchsvoller als bei Getreide aber auch machbar. Ansonsten bleibt man eben solchen Strukturen ausgeliefert - mit all seinen Vor- und Nachteilen.
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@ dacks #
dacks schrieb:

Na, dann erklär mal den Milchbauern, sie sollen die Mokerei fragen, was sie bezahlt....."wenn ihr nicht meinen Preis zahlt, dann geb ichs einer anderen Molkerei."


Solange der Rohstoff austauschbar ist, gibt es keine gute Verhandlungsposition für den Erzeuger. Dass der Rohstoff austauschbar ist, dafür haben die Bauern selbst gesorgt! Fast alle erzeugen nach dem gleichen System. Individualität? Fehlanzeige! Ohne Alleinstellungsmerkmal geht der Rohstoff in der Menge unter und wird nicht nach seinen Gestehungskosten bezahlt. Wurde nicht, wird nicht und wird auch nicht werden!
Nur die Götter gehen zugrunde, wenn wir endlich gottlos sind. K.Wecker
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@ Doptrebo90 #
Doptrebo90 schrieb:

Die Strukturen hat man sich über Jahre eingehandelt, daran ist sicherlich die aktuelle Generation nicht schuld. Aber warum nicht, statt den Stall immer zu vergrößern, auf eine eigene Vermarktung setzen?


Weil der Einstieg in die Direktvermarktung, zumindest wenn sie erfolgreich sein soll, sehr anspruchsvoll ist. Woher soll denn das know how kommen? Woher sollen denn, wenn man nicht im Speckgürtel eines Ballungsgebietes liegt, die Kunden kommen? Warum sollten die Kunden für die Milch beim konv. Bauern mehr zahlen als im Laden? Direkt vermarkten geht nur, wenn die zu verkaufenden Produkte sich von den "normalen" Produkten unterscheiden. Direktvermarktung ist zeitaufwendig und somit kostenintensiv. Woher sollen die zusätzlichen AK's für die Rohstoffaufbereitung und Vermarktung kommen? Direktvermarktung muss nicht bedeuten, dass man an den Endverbraucher vermarktet. Es geht natürlich auch der Verkauf an andere Vermarkter. Diese setzen dann aber ein standatisiertes Produkt voraus. Konstante Qualität und Quantität! Wer kann das schon leisten? Wenn man es nicht leisten kann, ist man schnell ausgelistet. Und dann? Die Hochzeit der Direktvermarkter war in den 80/90er Jahren. Man begann in einer Grauzone und die beteiligten Behörden zeigten i.d.R. Wohlwollen. Heute gibt es das nicht mehr.
Nur die Götter gehen zugrunde, wenn wir endlich gottlos sind. K.Wecker
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Eben, weils der einzelne eigentlich kaum leisten kann, mit vereinzelt gestreuten
Ausnahmen, wurden damals die Genossenschaften gegründet! Stellen wir uns mal
das Hauen und Stechen vor, wenn alle Landwirte selbst und direkt vermarkten würden!
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Ich kenne einen Direktvermarkter aus der nähe von Burghausen an der Alz. Wenn er in seiner Region so guten Absatz hätte, müßte er nicht in den Ballungsraum München drängen, gut 100km weg.
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@ dacks #
dacks schrieb:

Ich kenne einen Direktvermarkter aus der nähe von Burghausen an der Alz. Wenn er in seiner Region so guten Absatz hätte, müßte er nicht in den Ballungsraum München drängen, gut 100km weg.

100km sind jetzt aber auch nicht die Welt oder? Sobald die A94 fertig ist geht es nochmal schneller. Aber ist das nicht gerade ein Beispiel dafür, dass es auch jemand am Arsch der Welt schaffen kann?
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 13.09.17 um 19:27 Uhr.
@ Doptrebo90 #
Doptrebo90 schrieb:

100km sind jetzt aber auch nicht die Welt oder? Sobald die A94 fertig ist geht es nochmal schneller. Aber ist das nicht gerade ein Beispiel dafür, dass es auch jemand am Arsch der Welt schaffen kann?


Meinst? Das Chemiedreieck, und das Bäderdreieck ist wesentlich näher. Da müßten die Bamperlmengen von 50 Biokühen locker absetzbar sein.
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@ dacks #
dacks schrieb:

Ich kenne einen Direktvermarkter aus der nähe von Burghausen an der Alz. Wenn er in seiner Region so guten Absatz hätte, müßte er nicht in den Ballungsraum München drängen, gut 100km weg.


Wie vermarktet er denn dort? Selbst? Über andere Vermarkter? Über Lebensmitteleinzel- oder großhändler?
Nur die Götter gehen zugrunde, wenn wir endlich gottlos sind. K.Wecker
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@ DWEWT #
DWEWT schrieb:

Wie vermarktet er denn dort? Selbst? Über andere Vermarkter? Über Lebensmitteleinzel- oder großhändler?

Bauernläden, Bauernmärkte und Bioläden.
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@ dacks #
dacks schrieb:

Meinst? Das Chemiedreieck, und das Bäderdreieck ist wesentlich näher. Da müßten die Bamperlmengen von 50 Biokühen locker absetzbar sein.

Das kommt auch sicherlich auf die "gewünschte" Kundschaft an oder? Der von dir genannte Betrieb hat Richtung München die Strukturen aufgebaut und ist deshalb in diesen Kreis aktiv unterwegs. Das hat auch zum Großteil mit seinen Partnern zu tun mit denen er zusammenarbeitet.
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