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Fleckvieh
302 Themen, Moderator: Manu, Matthias, Susanne1
Forum: Fleckvieh

Weiß jemand genaueres ?

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Entwickelt sich die genomische Rechnerei nicht zu einem mathematischen Selbstläufer, der uns immer schneller scheinbar züchterische Erfolge vorgaukelt?
Zuchwertschätzer sind nur Berechner und noch lange keine Rinderzüchter!
Sollten wir uns nicht wieder über einen möglichst unselektierten Prüfbulleneinsatz nachdenken?
Machen wir unsere Stierlernstichprobe nicht mit zuviel hochgepriesenen und teueren
"genomischen Jungvererbern Rosinenpickerei" kaputt?
Oder können unsere Genetiker - nein, Zuchtwertschätzer
einfach alles korigieren, stauchen und schätzen?
Und mit einer Wahrscheilichkeitsrechnung Rinder(Fleckvieh) züchten?

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Und am Ende braucht man trotz bester Genetik immer noch " Glück im Stall ", das uns im Moment nicht gerade besonders holt ist. Wir müssen heute eine unserer besten Jungkühe , eine Everest aus Waldbrand notschlachten , weil sie sich anscheinend sämtliche Bänder in der Schulter gerissen hat. So etwas ist uns in 20 Jahren Laufstall noch nie passiert, da wir auch rutschfeste Gummimatten auf unseren Spaltenboden montiert haben.
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@ HessenFleckvieh #
Nachteil: der Preis. Das Typisieren von 200.000 Holsteinrindern in Deutschland kostet auch mit dem "billiegn" 3k-Chip immer noch 40-45€/ pro Tier. Das Geld soll aus verschiedenen Quellen kommen, einmal vom Landwirt, der einen Mehrwert erfährt (seine Tiere sind typisiert), einmal von den Stationen, die ihre Datenqualität absichern und vermutlich auch vom Staat, der dieses Pilotprojekt fördern wird.

Den Mehrwert für den Landwirt sehe ich aber nur sehr sehr begrenzt! Du selbst hast den Unterschied zwischen Genotyp und Phänotyp betont: den Genotyp kann niemand melken, entscheidend ist, ob der Genotyp sich auch in Leistung und Gewinn umsetzen lässt. Interessant kann die Genotypisierung für richtige Zuchtbetriebe sein aber nicht für die Mehrheit der Milchviehbetriebe.
Am Ende werden die Milchviehbetriebe eh das meiste bezahlen, weil die Stationen ihre Kosten wieder über Spermaverkauf hereinbringen.
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@ Geno #
Sollten wir uns nicht wieder über einen möglichst unselektierten Prüfbulleneinsatz nachdenken?
Machen wir unsere Stierlernstichprobe nicht mit zuviel hochgepriesenen und teueren
"genomischen Jungvererbern Rosinenpickerei" kaputt?

Unselektierter Prüfbulleneinsatz wäre ja das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Das sollte man wohl nicht machen. Denkbar wäre aber schon, gezielt auch einzelne schwächere Bullen einzusetzen. Nur welcher Landwirt würde das freiwillig machen?
Und was wäre günstiger, Genotypisierung weiblicher Tiere oder so ein einnzelner Prüfbulleneinsatz?
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Bayerngenetik setzt ja darauf genomisch unterschätzte Bullen damit zu finden. So schlecht fahren sie damit nicht, wenn man sieht wie so manch hochgelobter, teurer, genom. Bulle gecrasht ist.
Der Neider sieht den Garten, den Spaten sieht er nicht.
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@ maxp #
maxp schrieb:

Bayerngenetik setzt ja darauf genomisch unterschätzte Bullen damit zu finden. So schlecht fahren sie damit nicht, wenn man sieht wie so manch hochgelobter, teurer, genom. Bulle gecrasht ist.

Die schlachten das auch bei ihren Züchterstammtischen mit einer eigenen Folie , wo der Ankaufspreis und der Absturz gezeigt wird werbemäßig recht genüsslich aus .
Schadenfreude ist halt doch die schönste Freude.
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Lieber einen top genomischen einsetzen, als einen geprüften mit schlechter melkbarkeit oder wenig milch oder kack Euter von der BG einsetzen.
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@ HeinrichB #
Jeder wie es ihm gefällt.
Wenn einer dann schon Töchtergruppe hat, und noch lebt!!!!!!!!!!! dann ist er auf jeden Fall sicherer als der genomische Durchschnitt!
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@ maxp #
maxp schrieb:

Bayerngenetik setzt ja darauf genomisch unterschätzte Bullen damit zu finden. So schlecht fahren sie damit nicht, wenn man sieht wie so manch hochgelobter, teurer, genom. Bulle gecrasht ist.


Max, ich zitiere "Der Neider sieht den Garten, den Spaten sieht er nicht!" und wandele das ein bißchen um. "Der Neider lacht über die krumme Gurke, die sich an der eigentlich hochgelobten Pflanze entwickelt hat und übersieht die 50 kg Top-Früchte aus der gleichen Pflanzenreihe..."
Ja, es wird immer wieder einzelne, teure Bullen geben, und davon werden einzelne nicht die Erwartungen erfüllen. Andere liefern aber, und wer sich mal wirklich die Mühe macht, und in 10 oder 30 Betrieben Jungkühe anschaut, die von Jungvererbern abstammen, der wird feststellen, wieviel Qualität da im Jahr 2016 in den Ställen steht. Und wie zufrieden die Landwirte mit diesen Tieren sind. Die Sperma-Absatzzahlen bei Fleckvieh sind öffentlich, offenbar schadet der verstärkte Einsatz "hochgelobter" Jungvererber den besitzenden Stationen nicht, und wer in der neuen Top Agrar die Züchterbefragung studiert und diese Zahlen mit der letzten Befragung dieser Art vergleicht, gewinnt genua den selben Eindruck. Entscheident ist, was hinten raus kommt....

MfG, HFlv
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@ HeinrichB #
HeinrichB schrieb:

Lieber einen top genomischen einsetzen, als einen geprüften mit schlechter melkbarkeit oder wenig milch oder kack Euter von der BG einsetzen.


DEM IST ABSOLUT NICHTS HINZUZUFÜGEN
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