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Fleckvieh
304 Themen, Moderator: Manu, Matthias, Susanne1
Forum: Fleckvieh

Weiß jemand genaueres ?

@ schmu #
Schau mal was die guten Züchter die unter dem Dach der rbw sind so einsetzen, das ist sehr viel Bayer Genetic. Sind durch die Euro Genetic Gott sei Dank gut verbandelt.
Also die Euter bei der Genomic´s von der RBW sind OK, der Rest darf sich schon noch steigern.
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Das ganze Seltene Linien Zeug in Ehren, aber es hat schon seinen Grund warum die so selten sind.
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@ maxp #
Bayerngenetik setzt ja darauf genomisch unterschätzte Bullen damit zu finden. So schlecht fahren sie damit nicht, wenn man sieht wie so manch hochgelobter, teurer, genom. Bulle gecrasht ist.

Finde ich grundsätzlich gut, aber ist halt auch ein hohes Risiko, denn es gibt totale Ausreißer, die sind aber selten. Und ein Jungbulle mit GZW 120 kann dann auch am Ende mit 105 rauskommen
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Nochmal deutlicher! Outcross heisst doch Selten x Selten x auch Selten..
Übersetzt: Vater hat sich nicht durchgesetzt, Großvater hat sich nicht durchgesetzt und Urgroßvater genauso. Wer aus einer solchen genetik Sputzenbullen erwartet muss schon ein Träumer sein
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 04.09.16 um 21:38 Uhr.
@ HeinrichB #
HeinrichB schrieb:

Nochmal deutlicher! Outcross heisst doch Selten x Selten x auch Selten..
Übersetzt: Vater hat sich nicht durchgesetzt, Großvater hat sich nicht durchgesetzt und Urgroßvater genauso. Wer aus einer solchen genetik Sputzenbullen erwartet muss schon ein Träumer sein


Naja HeinrichB,
deine Übersetzung mit 3x nicht durchgesetzt, is ja ehere sehr selten, vielleicht grad mal auf Fidelis anwendbar. Und warum diese Linie sich nicht stark verbreitet hat ist eher genetischen Besonderheiten zuzuschreiben. Nach meinen Eindruck gehen einige genetischen Besonderheiten mit den Leistungsmerkmalen. Gerade bei FH5 und ZDL glaube ich trifft dies zu.

Als Outcross würd ich etz eher Hutera und sein Vater Hutmann (beide positiv im Geburtsjahrgang), Passion, Enchilada oder früher Gebal, Didi und Consorten. Und diese haben der Fleckviehzucht gut getan.

Eher seh ich das Problem, dass man meinte mit der GS noch mehr die seltenen Linien fördern zu können. Und die scheint leider nicht der Fall zu sein, wenn nicht ausreichend Verwandtschaft zur Population herrscht, was ja Outcross wiederspricht.

Zur Weiblichen Lernstichprobe bin ich noch skeptisch:
- wie steht die Finanzierung, bringen die Kosten auch den finanziellen Nutzen.
- wie werden die Tiere ausgewählt, keiner wird mit Absicht Geld in schlechtere Tiere stecken und diese über einen gewissen Zeitraum (3.Lak) zu halten um Genotyp und Phanotyp gegenüberzustellen.
- Ist die Endtäuschung über einzelne GJV vielleicht das Ergebnis Überschätzung der ersten GS-Werten, Lückenhaften Daten in der Lernstichprobe (manche Vererber liefern Fleischleistungszahlen, von anderen kommen Melkbarkeitswerte, und andere bringen Gesundheitswerte, aber nur wenige liefen Absolutwerte aus allen Bereichen der Zuchtwertprüfung. Kann die ZWS den Umgang mit extremen Daten, sprich viele Daten von GJV bei niedriger PM-zahl, sehr hohe Herdendurchschnitte, usw.

Auch glaub fast das die Erwartungshaltung an die weibliche Lehrstichprobe wieder zu hoch sind.

Mfg
Bernhard
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@ maxp #
maxp schrieb:

Bayerngenetik setzt ja darauf genomisch unterschätzte Bullen damit zu finden. So schlecht fahren sie damit nicht, wenn man sieht wie so manch hochgelobter, teurer, genom. Bulle gecrasht ist.

Nochmal was dazu: ich freue mich ja schon über Sertoli und Wolgasand, die beide als Jungvererber nicht erste Wahl waren und jetzt gut gefragt sind, weil sie in der NachkommenPrüfung gut funktioniert haben. Aber ich wünsche mir die Ehrlichkeit und Offenheit darüber, dass "hochgehandelte Jungvererber" wie Mahango und Etoscha wesentliche Umsatzträger sind und die Einnahmen der Verkäufe dieser Bullen jenseits!! des ungesteuerten Prüfeinsatzes in Grub absolut willkommen sind. Die "reine Lehre" des klassischen PrüfBetriebes hätte die Ausgabe der Bullen nach 1.500 Portionen gestoppt und beide Stiere bis 2018 in die sächsische Provinz verbannt. Zum Glück für die FleckviehZucht wurde es nicht so gemacht!
MfG HFlv
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@ Bernhard007 #
Zum Thema Outcross:
Der starke und wertvolle Outcrossbulle von heute (zB Hutera) ist das Blutführungsproblem von morgen! In 3 oder 5 Jahren werden wir nach Hutera-freien Pedigrees suchen. Aber das ist halt so, die Holsteins kennen das vom Bullen Planet.
Bestimmte Linien (Fernpass, Planner, Boss) werden vermutlich nie wieder die ganz große Bedeutung bekommen und immer ein Stück weit vom Prädikat "linienalternativ" leben. Ich finde es gut, dass sie weitergeführt werden, muss aber damit nicht die halbe Population besamen.

Zum Thema weibliche Lernstichprobe:
Es geht nicht darum, damit große Erwartungen zu befriedigen, es geht einfach um die Zukunft der Genomik. Und das aus der rein "populationsgenetischen Sicht", also damit die Zuchtwertschätzer auch 2020 und 2025 Zuchtwerte hinbekommen. Und eben nicht nur die Genomics, sondern alle Zuchtwerte. Vielleicht liegt hier eine ganz große Fehleinschätzung der Genomics-Kritiker, sie denken dass genomische Zuchtwertschätzung und Nachkommen-basierte Zuchtwertschätzung völlig unabhängig voneinander funktioniert. Das ist falsch!! Beide Systeme sind miteinander verwoben, die Weiterentwicklung der genomischen Lernstichprobe sichert die gesamte Zuchtwertschätzung!

Zur Finanzierung:
Geld ist schon da! Letztlich liegt es an den Prioritäten, für Fleckvieh wäre es denkbar, die Kosten auf Verband-Station-Landwirt-Staat aufzuteilen. Wenn die Analyse vom eigenen Institut durchgeführt wird, dann gibts bei den Kosten erstens Einsparungen durch die Weiterentwicklung, Einsparungen durch höhere Untersuchungszahlen und schliesslich Gestaltungsspielräume durch die Gesellschafter.

MfG, HFlv
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@ Bernhard007 #
Eher seh ich das Problem, dass man meinte mit der GS noch mehr die seltenen Linien fördern zu können. Und die scheint leider nicht der Fall zu sein, wenn nicht ausreichend Verwandtschaft zur Population herrscht, was ja Outcross wiederspricht.d

Vor einigen Jahren habe ich da auch gelesen, dass die Genomik seltenen Linien fördern kann. Theoretisch ist das durchaus möglich, aber es ist nun mal aufwendiger und teurer. Und die Genomik wurde u. a. eingeführt um auf Dauer Kosten zu sparen und nicht das gesparte Geld woanders auszugeben. So war das nur ein frommer Wunsch des Herrn Luntz...
Und die Sicherheit dürfte selbst bei Outcrossbullen ausreichend sein, insbesondere, wenn man beachtet, dass mittlerweile Bullen auf dem Markt sind, die nicht mal einen töchtergeprüften Vater haben und Sicherheiten unter 60 %.
Wenn man will, dann könnte man alle heute seltenen Linien wieder zur Entfaltung bringen, dazu benötigt man aber 2 bis 3 Generationen konsequente Zucht, die auch finanzielle Verluste in Kauf nimmt. Wenn schon die Husar-Huss-Huch- Linie genannt wurde: Der BVN hat über Jahrzehnte immer wieder Bullen dieser Linie in den Prüfeinsatz gestellt und so die Linie erhalten und heute gewissermaßen die Früchte dieser Arbeit geerntet.
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@ HessenFleckvieh #
Beide Systeme sind miteinander verwoben, die Weiterentwicklung der genomischen Lernstichprobe sichert die gesamte Zuchtwertschätzung!

Nur das die Genomik aktuell ohne die klassischen Zuchtwertschätzung gar nicht denkbar ist, während die klassischen Zuchtwertschätzung auch ohne Genomik gut zurecht kommen kann. Die Genomik lebt zu 100 % von der klassischen Zuchtwertschätzung, während umgekehrt kaum ein Nutzen vorhanden ist.
Nur ohne Genomik stehen wir mit den Prüfbullen wieder da, wie vor 10 Jahren, das möchte auch keiner.
Oder anders: Genomik sichert nicht die Zuchtwertschätzung als solches, aber die Höhe des Zuchtfortschrittes.
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@ altilla #
altilla schrieb:

Nur das die Genomik aktuell ohne die klassischen Zuchtwertschätzung gar nicht denkbar ist, während die klassischen Zuchtwertschätzung auch ohne Genomik gut zurecht kommen kann. Die Genomik lebt zu 100 % von der klassischen Zuchtwertschätzung, während umgekehrt kaum ein Nutzen vorhanden ist.
Nur ohne Genomik stehen wir mit den Prüfbullen wieder da, wie vor 10 Jahren, das möchte auch keiner.
Oder anders: Genomik sichert nicht die Zuchtwertschätzung als solches, aber die Höhe des Zuchtfortschrittes.

Klassische Zuchtwertschätzung ist ohne Genomik zurechtgekommen, ob sie ohne Genomik heutzutage noch klar kommen würde, wage ich zu bezweifeln. Rein subjektiv entsteht bei mir der Eindruck, dass die "Disziplin", die Struktur schwächer wird, die den klassischen Prüfstiereinsatz früher effizient machte. Natürlich liegt es daran, dass einzelne Jungvererber viel stärker als sonst die PBs eingesetzt werden und damit Kühe "besetzen", aber es gibt auch noch andere Gründe. Bei uns zum Beispiel der verstärkte Export von Fleckvieh (zweistellige Zuwachsraten jedes Jahr). Die MLP-Daten aus der Türkei sind für mich (noch) unerreichbar. Aber begrenzte 1.000 EBs mit einem Testbullen würden heute nicht mehr zu einer Töchtergruppe mit 100Tg-Leistung und Exterieurbewertung reichen, die für die NK-Zuchtwertschätzung groß genug wäre.
Insgesamt gesehen macht es keinen Sinn, die eine Methode gegen die andere auszuspielen. Ich plädiere für den ausgewogenen Einsatz von NK-geprüften Stieren und Jungvererbern, ich bin dafür, dass die Stationen die Bullen klar kennzeichnen/kommunizieren und die Wahl den Züchtern überlassen. Aber das der Einsatz junger Jungvererber in der Konsequenz den größten Fortschritt bringt, muss heute nicht mehr angezweifelt werden. Ob dies das Ziel eines jeden Züchters sein muss, ist ein anders Thema.

MfG, HFlv
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