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Fleckvieh
310 Themen, Moderator: Manu, Matthias, Susanne1
Forum: Fleckvieh

Weiß jemand genaueres ?

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Wofür machen sie Werbung?
-Daß sie keine Einigung wollen über die Föderabgabe, für den Einsatz von GJV die übermässig eingesetzt worden sind. Dadurch wurde das bisherige Model leider auch in eine Schieflage gebracht.
Für manche Stationen ist dies eher "noch" ein Geschäftsmodel auf Kosten der Population und der allgemeinen "noch" bäuerlichen Fleckviehzucht.
Wenn ich die rasante Enwicklung in den Forderungen der Gesellschaft in Bezug auf Ökologie und Tierschutz ansehe, sehe ich kaum Chancen dieses Projekt in Bayern zu starten:
-Zahlen müssen alle Bauern. (der Strukturwandel oder der Verlust an Kühen in den nächsten Jahren wird zunehmen).
-Die Ziele sind nicht klar und ehrlich formuliert.
z.B. Gesudheitszuchtwerte über "Pro Gesund" Daten (sehr geringe Erblichkeit in Verbindung mit für die ZWS sehr geringen und ungenauen Daten)

Ich befürchte,daß am Ende weiter Bullen vermarktet werden die die höchsten höchsten goMW und goGZW haben, nicht nach Gesundheitsmerkmalen. Dies zeigt sich auch jetzt schon auf den Stiermärkten, wenn eine Station Interesse an einem Stier hat wird von den Körkomisionen wohl kein Stier abgekört. Oder gibt es andere Beispiele?

Die Zuchtverbände in Bayern haben sich zu sehr auf das Vermarkten von Nutzkälber und Export verlassen und die Zucht den Besamungsstationen überlassen oder sind dessen Handlanger Körung.(Tierschutz)
Ich weiß nicht wie viele Verbände in operativenin der jetzigen und in der zukünftigen Situation positive Zahlen schreiben.
Auch ein Staatsministerium mit LfL und ASR haben zu dieser Situation beigetragen.
Wenn uns in den bäuerlichen Gremien gesagt wird: Ihr züchtet in der Steinzeit nur weil ich den gut geprüften Altbullen als Ergebnis unseres noch soliden und bewerten Zuchtverfahren sehe und nicht als Abfallprodukt der GoZWS.
Wir Bauer müssen viel mehr mitreden was wir wirklich wollen. Es stellt sich keiner mehr vor uns, alle verlassen schneller als wir glauben unser (Zucht)boot,ich sehe viele 2. Steuermänner aber keinen ersten und zweiten Kapitän der seine Manschaft auf Kurs und ans Ziel bringt.
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@ Jungzuechter #
Jungzuechter schrieb:

Ein Update aus Österreich die ersten 10.000 Fleckviehtiere sind bereits typisiert und es werden laufend mehr.
Wohin geht die aktuelle Entwicklung in Deutschland? Wann steigt ihr ein? Gibts schon Informationsveranstaltungen zu dem Projekt?
Einige Besamungsstationen machen bereits kräftig Werbung dafür.



Außer der Ankündigung gibts zum FleQS Projekt noch nicht viele Infos.
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@ Geno #
Wenn uns in den bäuerlichen Gremien gesagt wird: Ihr züchtet in der Steinzeit nur weil ich den gut geprüften Altbullen als Ergebnis unseres noch soliden und bewerten Zuchtverfahren sehe und nicht als Abfallprodukt der GoZWS.
Wir Bauer müssen viel mehr mitreden was wir wirklich wollen. Es stellt sich keiner mehr vor uns, alle verlassen schneller als wir glauben unser (Zucht)boot,ich sehe viele 2. Steuermänner aber keinen ersten und zweiten Kapitän der seine Manschaft auf Kurs und ans Ziel bringt.

Wer entscheidet über den Bulleneinsatz? Der Bauer oder die Gremien?
Sicher die Gremien haben Einfluß, aber wenn die Tierhalter den Samen nicht einsetzen, läuft keine Vermarktung.
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@ Geno #
Geno schrieb:

Wofür machen sie Werbung?
-Daß sie keine Einigung wollen über die Föderabgabe, für den Einsatz von GJV die übermässig eingesetzt worden sind. Dadurch wurde das bisherige Model leider auch in eine Schieflage gebracht.
Für manche Stationen ist dies eher "noch" ein Geschäftsmodel auf Kosten der Population und der allgemeinen "noch" bäuerlichen Fleckviehzucht.
Wenn ich die rasante Enwicklung in den Forderungen der Gesellschaft in Bezug auf Ökologie und Tierschutz ansehe, sehe ich kaum Chancen dieses Projekt in Bayern zu starten:
-Zahlen müssen alle Bauern. (der Strukturwandel oder der Verlust an Kühen in den nächsten Jahren wird zunehmen).
-Die Ziele sind nicht klar und ehrlich formuliert.
z.B. Gesudheitszuchtwerte über "Pro Gesund" Daten (sehr geringe Erblichkeit in Verbindung mit für die ZWS sehr geringen und ungenauen Daten)

Ich befürchte,daß am Ende weiter Bullen vermarktet werden die die höchsten höchsten goMW und goGZW haben, nicht nach Gesundheitsmerkmalen. Dies zeigt sich auch jetzt schon auf den Stiermärkten, wenn eine Station Interesse an einem Stier hat wird von den Körkomisionen wohl kein Stier abgekört. Oder gibt es andere Beispiele?

Die Zuchtverbände in Bayern haben sich zu sehr auf das Vermarkten von Nutzkälber und Export verlassen und die Zucht den Besamungsstationen überlassen oder sind dessen Handlanger Körung.(Tierschutz)
Ich weiß nicht wie viele Verbände in operativenin der jetzigen und in der zukünftigen Situation positive Zahlen schreiben.
Auch ein Staatsministerium mit LfL und ASR haben zu dieser Situation beigetragen.
Wenn uns in den bäuerlichen Gremien gesagt wird: Ihr züchtet in der Steinzeit nur weil ich den gut geprüften Altbullen als Ergebnis unseres noch soliden und bewerten Zuchtverfahren sehe und nicht als Abfallprodukt der GoZWS.
Wir Bauer müssen viel mehr mitreden was wir wirklich wollen. Es stellt sich keiner mehr vor uns, alle verlassen schneller als wir glauben unser (Zucht)boot,ich sehe viele 2. Steuermänner aber keinen ersten und zweiten Kapitän der seine Manschaft auf Kurs und ans Ziel bringt.

Werbung für die weibliche Lernstichprobe und Erklärungen wofür diese benötigt wird.

Mit Progesund hat man jetzt schon die Gesundheitszuchtwerte, nur über die Stierseite würde es noch 10 Jahre dauern bis man diese genomisch schätzen kann. Über die weiblichen Nachkommen wird man diese in 4 Jahren bekommen! Wichtig ist schnellstmöglich Anhaltspunkte zu erhalten damit diese Merkmale in die Selektion einfließen können und auch einmal in den GZW, wenn man garnichts macht verbreiten sich negative Eigenschaften unkontrolliert in der Population...

Aber grundsätzlich ja, nur über ZW-Punke die Stiere zu vermarkten ist nicht Sinn der Sache, würde mir wünschen mehr auf Kuhfamilien oder Linienführung zu achten und auch mit diesen Argumenten Stiere zu bewerben. Lieber werden um 100 Mahangos mehr typisiert weil diese sich rechnen bevor man 10 Nonames versucht um Alternativen zu finden! Bei Holstein ist man hier kreativer! Auch auf der weiblichen Seite wird dies zum Thema wenige Einzeltiere werden intensiv genützt... Hier brauchts mehr Mitsprache der Bauern aber auch die passenden Anpaarungen und das sind weder die genomischen Alleskönner noch die bewährten alten NK-Geprüften!
Die Zuchtverbände sind gefordert auch künftig noch gebraucht zu werden.

Es ist schon richtig das neu erlangte Wissen über die Genomzuchtwerte zu nützen und darauf zu vertrauen und schneller die nächste bessere Generation zu erhalten!
Schade das in Bayern nichts weitergeht!
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 26.02.19 um 21:10 Uhr.
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@Junzüchter

ob man nur durch die GS eine bessere nächste Generation erhält bleibt dahingestellt.

In Bayern geht meines Wissens (und zu meiner Endtäuschung) was weiter, Einführung der wbl. Lernstichprobe im Frühsommer.
Das man die Millionen besser genommen und in die Donau geschmissen hätte zeigt die Einführung der WBL Lernstichprobe in Österreich. Solange überwiegend die besten Herden und Spitzenzüchter mitmachen wird das die GS nichtmal nen halben %Punkt mehr Sicherheit bringen.

Wenn Lernstichprobe dann Züchter und Spitzenbetriebe aussen vor, sondern nur 0815 Betriebe. Denn die bringen die Vorraussetzungen mit die die Genetiker immer beschwören und als Argument für die Lernstichprobe bringen:Nicht nur die Spitze sondern die breite Masse testen, denn wenn man nur die besten 10% testet Verzerrt man das ganze System.

Und so wird es auch nach Einführung der Lernstichprobe Bullen geben die trotz gleicher Abweichung der Töchter zum Mittel extrem unterschiedliche ZW haben da die genomic die Bullen oben oder unten hält, werden weiterhin bestimmte Stationen die hälfte ihres Bedarfes nur bei einem Züchter decken (ohne nennenswerte Erfolge bei den geprüften Vererbern), und auch werden dann 800 Mahangos und nur 2 Nonames getestet werden. Vor allem wenn man sieht das von Linienalternativen die GS Nr. 1 mit 129 GZW und Bomben Kuhfamilie dahinter nicht mal in Prüfung geht, weil Euter nur 95. Da wird dann doch lieber der 99. Mahango oder Hutera Enkel mit Euter unter 100 gekauft. Und das ist aktuell Realität.

Am Ende heißt es dann die Lernstichprobe reicht nicht aus und wir brauchen die nächsten Millionen für die nächste Luftnummer.

Wenn man sieht wie extrem Erfolgreich die Zucht der letzten 40 Jahre vor der Einführung der GS beim Fleckvieh waren muss man schon extrem genau Rechnen um bei den vielen vielen Millionen Euro Bauerngeld die in das System geflossen sind unterm Strich noch ein positives Ergebnis zu bekommen. Denn auch ohne GS wäre der Zuchtforschritt weiter gegangen. Und ob das bissl mehr das ganze Geld wirklich wert ist steht in den Sternen
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@ Simon1986 #
Simon1986 schrieb:

@Junzüchter

ob man nur durch die GS eine bessere nächste Generation erhält bleibt dahingestellt.

In Bayern geht meines Wissens (und zu meiner Endtäuschung) was weiter, Einführung der wbl. Lernstichprobe im Frühsommer.
Das man die Millionen besser genommen und in die Donau geschmissen hätte zeigt die Einführung der WBL Lernstichprobe in Österreich. Solange überwiegend die besten Herden und Spitzenzüchter mitmachen wird das die GS nichtmal nen halben %Punkt mehr Sicherheit bringen.

Wenn Lernstichprobe dann Züchter und Spitzenbetriebe aussen vor, sondern nur 0815 Betriebe. Denn die bringen die Vorraussetzungen mit die die Genetiker immer beschwören und als Argument für die Lernstichprobe bringen:Nicht nur die Spitze sondern die breite Masse testen, denn wenn man nur die besten 10% testet Verzerrt man das ganze System.

Und so wird es auch nach Einführung der Lernstichprobe Bullen geben die trotz gleicher Abweichung der Töchter zum Mittel extrem unterschiedliche ZW haben da die genomic die Bullen oben oder unten hält, werden weiterhin bestimmte Stationen die hälfte ihres Bedarfes nur bei einem Züchter decken (ohne nennenswerte Erfolge bei den geprüften Vererbern), und auch werden dann 800 Mahangos und nur 2 Nonames getestet werden. Vor allem wenn man sieht das von Linienalternativen die GS Nr. 1 mit 129 GZW und Bomben Kuhfamilie dahinter nicht mal in Prüfung geht, weil Euter nur 95. Da wird dann doch lieber der 99. Mahango oder Hutera Enkel mit Euter unter 100 gekauft. Und das ist aktuell Realität.

Am Ende heißt es dann die Lernstichprobe reicht nicht aus und wir brauchen die nächsten Millionen für die nächste Luftnummer.

Wenn man sieht wie extrem Erfolgreich die Zucht der letzten 40 Jahre vor der Einführung der GS beim Fleckvieh waren muss man schon extrem genau Rechnen um bei den vielen vielen Millionen Euro Bauerngeld die in das System geflossen sind unterm Strich noch ein positives Ergebnis zu bekommen. Denn auch ohne GS wäre der Zuchtforschritt weiter gegangen. Und ob das bissl mehr das ganze Geld wirklich wert ist steht in den Sternen

Der Fehler liegt im Detail: Auf der männlichen Seite wir zu stark vorselektiert darum braucht man die weibliche Seite und am besten nur von GJV, Betriebe die mehr von diesen einsetzen gaben eine bessere Basis für den Start, die erste Hälfte der typisierten Tiere in der Projektlaufzeit lässt sich ja nicht mehr verändern!
Ja ist schon erschreckend wie viele der Jüchter des Jahres Auswertung dabei sind. Diese Herden hätten so oder so früher oder später alles typisiert. Es hat den Vorteil das auch die Schwachen angesehen werden. Damit die Zuchtprogramme funktionieren muss sowieso alles über 125AI typisiert werden!
Die bisher typisierten in Österreich haben 112 GZW im Schnitt und das ist laut ZAR der Wuschbereich! Sind ja nur die jüngsten dabei.
Ein Problem für die ZWS in Bayern ist der geringe Anteil an GJV im gehörnten Segment von 30%, somit sind Herden alleine zu wenig es müssen zusätzlich auch Teststiertöchter in die Lernstichprobe einfließen. Wäre auch in Österreich von Vorteil.
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@ Jungzuechter #
Hier brauchts mehr Mitsprache der Bauern aber auch die passenden Anpaarungen und das sind weder die genomischen Alleskönner noch die bewährten alten NK-Geprüften!
Die Zuchtverbände sind gefordert auch künftig noch gebraucht zu werden.

Nochmal: die Bauern können jederzeit über die Anpaarungen entscheiden. Wenn die vielen Mahango-Söhne nicht eingesetzt würden, wenn man bei der Anpaarung nicht nur auf MW, sondern auch auf andere Dinge schaut, dann würden solche Bullen auch angekauft.
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@ Simon1986 #
Wenn Lernstichprobe dann Züchter und Spitzenbetriebe aussen vor, sondern nur 0815 Betriebe. Denn die bringen die Vorraussetzungen mit die die Genetiker immer beschwören und als Argument für die Lernstichprobe bringen:Nicht nur die Spitze sondern die breite Masse testen, denn wenn man nur die besten 10% testet Verzerrt man das ganze System.

Welchen Anreiz sollten aber gerade diese Betriebe haben, daran teilzunehmen?
Für diese Betriebe gibt es im ersten Schritt keinerlei Vorteile.
Deshalb wäre es sinnvoll, alle Betriebe auszuwählen und diese vollkommen ohne Aufwand und kostenlos gewissermaßen zur teilnahme zu zwingen.
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@ altilla #
Passt halt nicht zusammen mit dem Vorhaben neue Zuchtwerte, Gesundheitsdaten, Klauenerkrankungen, Beobachtungen erheben. Das macht Arbeit.
Große Herden wären ihnen eh lieber, braucht man nicht so viele Betriebe. Gibts halt beim FV nicht so viele.
Der Neider sieht den Garten, den Spaten sieht er nicht.
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@ maxp #
Passt halt nicht zusammen mit dem Vorhaben neue Zuchtwerte, Gesundheitsdaten, Klauenerkrankungen, Beobachtungen erheben. Das macht Arbeit.
Große Herden wären ihnen eh lieber, braucht man nicht so viele Betriebe. Gibts halt beim FV nicht so viele.

Nur was hilft es, wenn ich bei der Erhebung schon wieder Fehler einbaue???
Da muss man sich evtl. doch mehr Mühe machen, um was vernünftiges raus zu bekommen.
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