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Rind
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Forum: Rind
Die Kuh macht "Muh" und Kühe machen Mühe

Melken umstellen- Nachmelken abstellen

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Melken umstellen- Nachmelken abstellen
Ich gehe neu auf einen Betrieb, bei dem derzeit alle Kühe manuell nachgemolken werden - quasi "bis zum letzten Tropfen", obwohl die Maschine also bereits abgenommen hätte, wird die automatische Abnahme ausgeschaltet und dann gezogen, bis "nichts mehr kommt". Die Kühe haben anschließend eine Einschnürung am Strich und gehen nicht gerne in den Melkstand.
Mit dem Betriebsleiter habe ich bereits besprochen, dass das so nicht bleiben kann (es melkt ein Mitarbeiter). Offenbar ist er bereit, das zu ändern.
Hat jemand Erfahrungen damit?
Mein Plan ist es, Kühe, die nach der Kalbung wiederkommen, nicht mehr nachzumelken und es bei den Rindern gar nicht erst anzufangen. Ich rechne damit, dass es nicht ganz glatt laufen wird.
Kann jemand etwas dazu sagen?

Eine Freundin hat ihren Betrieb so umgestellt, melkt jetzt allerdings mit Roboter.

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Wie viel Kühe werden gemolken?
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@ soerli #
soerli schrieb:

Ich gehe neu auf einen Betrieb, bei dem derzeit alle Kühe manuell nachgemolken werden - quasi "bis zum letzten Tropfen", obwohl die Maschine also bereits abgenommen hätte, wird die automatische Abnahme ausgeschaltet und dann gezogen, bis "nichts mehr kommt". Die Kühe haben anschließend eine Einschnürung am Strich und gehen nicht gerne in den Melkstand.



ist die Auto-Abnahme falsch eingestellt, oder warum muß nachgemolken werden ?
Derzeitiger Zellgehalt in der Herdensammelmilch ?
Doc Dörnfeld, Tierarzt in Schwaben
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@ soerli #
Genauso hätte ich es vorgeschlagen, bei den Kühen nach der Kalbung versuchen, das gar nicht mehr anzufangen, aber eben immer Kontrollgriff machen. Bei allen wird es nicht gehen, auch wenn es oft nur einzelne Viertel sind, aber die meisten, v.a. die Jüngeren dürften hinhauen.
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Hallo,

Zellzahl muss ich noch rausfinden, bin da erst ab Montag, war nur zum Angucken/Probe da.

Warum wird nachgemolken? Gute Frage. Die Anlage hat eine Durchflussanzeige und würde bei 250ml/sek abnehmen, glaube ich, das wird aber bewusst ausgeschaltet.
Kann sein, dass es mal so gelernt worden ist, der Senior auf meinem derzeitigen Betrieb hat mir mal erzählt, dass sie das früher so gelernt haben - nix mit anrüsten, Melkzeug unter und anschließend Hand draufhalten und ziehen.

Kühe sind um die 100 +/- 5.

Ich hab bis jetzt immerder Anlage vertraut, aber das ist nicht der erste Betrieb, bei dem ich melke, bei dem das so gehandhabt wird. Ich melke eigentlich nur Problemkühe nach - also schlechte Euterform oder eben auffällig. Jetzt muss ich das da wieder abtrainieren, es hält erstens unendlich auf und zweitens macht es Probleme.

Zellen liegen auch an der Stallhygiene, eine weiter Baustelle. Aber damit kenn ich mich aus
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Deshalb hab ich nach der HerdenGröße gefragt. Je weniger Tiere du hast um so leichter ist es die Problemtanten im Auge zu behalten.
Die Erfahrung mit dem ausstellen der AbnahmeAutomatik hab ich leider auch schon gemacht. Wird ne Menge Arbeit. Ich wünsch dir viel Erfolg... und das der Bauer mit sich reden lässt.
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@ soerli #
Hallo soerli!
Teste folgendes: Die Mädchen vormelken und dann putzen (egal ob es nötig ist oder auch nicht), und zwar so, daß die Kühen stimuliert werden. Dann gönne ihnen eine Pause so daß die Milch einschießen kann. Mann erkennt es daran, daß die Zitzen dick werden, und/oder Milch ausläuft. Dann erst anstecken!
Nach meiner Erfahrung sehen die Kühe genau so lange im Melkstand als würde man sie sofort anstecken. Das heißt die Melkzeit verkürzt sich um 30-60 Sekunden. Das Euter wird maschinell leerer gemolken, und weniger gereizt. So sinken die Zellzahlen.
Ich habe das System einmal auf einen Vortrag gehört. Ich konnte es mir merken, da der Redner folgendes sagte: " Es ist so wie bei den Frauen. Das Vorspiel ist Ihnen wichtiger wie der eigentliche Orgasmus."
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Genauso machen wir es und nachgemolken wird keine einzige. Ohne Probleme.
Ich bin der Meinung, die Kühe gewöhnen sich ans Nachmelken und warten darauf.
Hab aber schon gehört, das es unter den Rassen schon Unterschiede gibt. Bei den
Fleckis scheint das ein wenig problematischer zu sein.
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@ Kartoffelbluete #
Haben Fleckis und wir melken keine nach , aber es gibt viele Leute die es tun , da es hier in der Region fast ausschliesslich nur Fleckis gibt , hab ich keinen praktischen Vergleich der Rassen .

Wobei ich nicht unterschlagen möchte das es derzeit 2 Kühe gibt die jeweils ein Viertel haben welches am Ende nicht leer wäre , trotz optimaler Positionierung des Melkzeugs. Hängen an dem Milchschlauch der vom Zitzenbecher aufs Sammelstück geht eine alte Kette, die man früher im Forst zum Holzrücken verwendete , so ne geschmiedete - also bestehend aus dem Haken und noch ein paar Gliedern . Je nach (Zug)bedarf zieht dann quasi nur der Haken weil die Glieder ja am Boden liegen oder wenn s mal mehr sein muss , ein paar Glieder um den Schlauch "wickeln" .
Übers Jahr verteilt sag ich mal das 5% der Kühe hier am Betrieb am Ende des Melkvorganges nicht auf allen Vierteln leergemolken sind bzw. wären . Fürs Runterziehen hätte hier schlicht keiner Lust noch Zeit noch macht es wie von Euch oben beschrieben Eutergesundheitlich einen Sinn.
Hie und da mal das Viertel an den "Haken" zu nehmen kostet kaum Zeit ist nebenbei kostenlose Zellzahlpropylaxe. Also... nur mal so erzählt aus eigener Erfahrung - ich verkaufe keine Ketten oder Haken
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Ich denke auch man muß erst mal schauen warum dann nachgemolken wird.
Keiner macht das wenn es auch ohne geht.
Habe einen Freund, der hatte neuen Stall, dann 10 Jahre ohne Kontrolle oder nachmelkn bis dann halt die Zellzahlen stiegen.
Der hat Fleckis und Holsteins, dann halt alle Zellzahl nachgeschaut, und die Holstens dann aussortiert.

Wobei er selbst sagt das es irgendwo an der Technik geklemmt haben muß, die Fleckis kamen offenbar besser mit der Schludererei zurecht.
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