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Studie belegt: Honigbienen leben auf Agrarflächen gesünder

Dieses Thema bezieht sich auf einen Beitrag auf agrarheute.com:
Studie belegt: Honigbienen leben auf Agrarflächen gesünder
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Studie belegt: Honigbienen leben auf Agrarflächen gesünder
Also dieser Interpretation dieser Studie kann ich mich nicht anschließen. Der Referenzstandort im Chicksaw State Park ist lt. Google Earth ein reiner Waldstandort wie auch schon die Pollenuntersuchungen belegen - Holunder, Platanen und Essigbaum zeigen, dass hier kaum Tracht zu finden war. Eine vernünftige Referenz wäre eine Mischung aus Waldflächen und offener Landschaft mit artenreichen Wiesen gewesen - dass an reinen Waldstandorten Völker verhungern können, ist imkerliches Grundwissen!

Zudem ist eine Studie mit 16 Völkern an vier Standorten, von denen 5 während der Untersuchung eingingen, nur schwer ernst zu nehmen - interessanter als die Betonung der zwei im Wald verhungerten Völker wäre die Antwort auf die Frage gewesen, warum die anderen Verluste oft auf Königinnenverluste zurückzuführen waren.
Tragischerweise waren übrigens die Pollenproben aus allen Völkern - auch die im angeblich so sauberen State Park - mit Pestiziden verschiedenster Art belastet...das sollte eher zu denken als zu interpretieren geben!
Die Autoren selbst sind übrigens nicht so optimistisch wie Ihre Interpretation - mehr Gewicht und größere Völker heisst nicht unbedingt "gesünder"...das ist also irreführend!
www.hymenoptera.de - rund um Hummeln, Binen, Wespen & Hornissen - mit bundesdeutscher Datenbank mit Fachleuten, Umsiedlern & Beratern

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Ist doch klar, wie überall wo Gutachten erstellt werden, wird das Positive so ins Licht gestellt, dass dem Auftraggeber nicht zu sehr auf die Füße getreten wird.
Dass ein Teil der Völker eingeht, reine Selektion, auf das Gebiet auf dem sie sich verflogen haben.
Man sieht dass doch am Miniplus, dass auch kleine Völker überwintern können

Erfreulich an der Sache ist, dass die Bienen auch auf der ldw. Fläche gesund bleiben.
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@ Seebauer #
mich beschäftigt eine frage ,
gab es in der vergangenheit , also den letzten30 jahren , schon immer die problematik mit der konvebtionellen landwirtschaft und der imkerei oder ist die landwirtschaft erst in der jüngsten vergangenheit zum hauptfeind und todesbringer der honigbiene geworden ?
das bessere ist der feind des guten
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@ stripptiller #
stripptiller schrieb:

mich beschäftigt eine frage ,
gab es in der Vergangenheit , also den letzten30 Jahren , schon immer die Problematik mit der konvebtionellen Landwirtschaft und der Imkerei oder ist die Landwirtschaft erst in der jüngsten Vergangenheit zum Hauptfeind und Todesbringer der Honigbiene geworden ?


Das ist m.E. eine völlig falsche Fragestellung: Die Landwirtschaft ist nicht per se "Hauptfeind" der Imkerei. Wer sich auf beiden Seiten auskennt, weiß das differenzierter.
Der Effektivitätsdruck auf den Landwirt ist groß (meist größer als auf der Imkerei), das führt zu veränderten Anbauweisen, die wiederum zu teilweise hoher Belastung der Umwelt führen - die Bienen sind insofern ein Indikator dafür, weil sie betreut und überwacht werden. Der "Rest" der Insektenwelt wird halt nur von wenigen Insekten-Kennern (Hymenoptera) beobachtet. Dort werden sich die Belastungen aber stärker auswirken, weil dort weniger gegengelenkt wird als bei der Honigbiene.

Was die Frage nach dem zeitlichen Verlauf angeht, denke ich, dass das Problem schon älter ist - deswegen gibt es ja schon länger Bienenschutz-VO. Ich habe den (nicht wissenschaftlich belegten) Eindruck, dass sich das Problem in den letzen 2 Jahrzehnten verschärft hat.
(Nicht die Landwirtschaft ist immer mehr zum "Hauptfeind" geworden, sondern der Druck auf die Erzeuger - der "Feind" ist systematisch ganz woanders zu suchen.)
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 15.05.17 um 20:43 Uhr.
@ stripptiller #
stripptiller schrieb:

mich beschäftigt eine frage ,
gab es in der vergangenheit , also den letzten30 jahren , schon immer die problematik mit der konvebtionellen landwirtschaft und der imkerei oder ist die landwirtschaft erst in der jüngsten vergangenheit zum hauptfeind und todesbringer der honigbiene geworden ?

Also die Honigbiene ist nicht tot, und Imker profitieren vorallem im Frühjahr von ausgedehnten Rapsfeldern.

Vor 30 Jahren gab es wie heute auch schon Probleme mit falscher Anwendung von Pflanzenschutz,
ich behaupte, dass ist heute besser geworden.
Bei den Imkern gibt es heute mehr Schlamper wie früher, zudem ist eine zusätzliche Problematik mit den Varroa-milben hinzugekommen.
Gerade die Anfänger bei den Bienenhalter sind zuerst begeistert, dann lässt das Interesse gerne nach und wenn´s dann schief geht ................................. sucht man einen Schuldigen.
Die Felder sind natürlich auch größer geworden, keine Ränder mehr wo sich Insekten zurückziehen können,
da will man ja nun mit den ökologischen Vorrangsflächen entgegen wirken.
Und wie man Studien beeinflussen kann in jede Richtung wissen wir ja dank VW.
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Von 1974 bis heute hat sich die Insektenpopulation vom Land
in die Stadt verlagert.Hornissen werden von Jahr zu Jahr in der
Stadt haufenweise gemeldet. Auf dem Lande ist alles karger
geworden.
Da hilf auch keine Studie.

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@ jakobleipzig #
jakobleipzig schrieb:

Das ist m.E. eine völlig falsche Fragestellung: Die Landwirtschaft ist nicht per se "Hauptfeind" der Imkerei. Wer sich auf beiden Seiten auskennt, weiß das differenzierter.
Der Effektivitätsdruck auf den Landwirt ist groß (meist größer als auf der Imkerei), das führt zu veränderten Anbauweisen, die wiederum zu teilweise hoher Belastung der Umwelt führen - die Bienen sind insofern ein Indikator dafür, weil sie betreut und überwacht werden. Der "Rest" der Insektenwelt wird halt nur von wenigen Insekten-Kennern (Hymenoptera) beobachtet. Dort werden sich die Belastungen aber stärker auswirken, weil dort weniger gegengelenkt wird als bei der Honigbiene.

Was die Frage nach dem zeitlichen Verlauf angeht, denke ich, dass das Problem schon älter ist - deswegen gibt es ja schon länger Bienenschutz-VO. Ich habe den (nicht wissenschaftlich belegten) Eindruck, dass sich das Problem in den letzen 2 Jahrzehnten verschärft hat.
(Nicht die Landwirtschaft ist immer mehr zum "Hauptfeind" geworden, sondern der Druck auf die Erzeuger - der "Feind" ist systematisch ganz woanders zu suchen.)



nein, die fragestellung habe ich ganz bewußt so gewählt und sich habe von der konventionellen landwirtschaft gesprochen !
ich bin der meinung es müsste um einiges vorteilhafter geworden sein was den bienenschutz angeht .
nur mal aus sicht des pflanzenschutzes ,die wirkstoffe sind weit aus verträglicher geworden , die sensibilität der anwender ist ausgeprägter und die sachkunde hat im laufe der jahre auch um einvielfaches zugenommen .
der wirtschaftliche druck der auf den erzeugern liegt , ist auch nicht neu !
ich denke mal es liegt einfach an den medien und das verbreiten von halbwahrheiten das die konventionelle landwirtschaft in einem verzerrten bild erscheinen läßt !
das bessere ist der feind des guten
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Die Aussage im Titel stimmt doch: Agrarflächen sind da nicht zu verwechseln mit den Industrieflächen, auf denen in industrieller Weise Mais, Weizen und Raps angebaut werden.

Ich muss immer wierder lachen (oder weinen) wenn "Land"wirte von heute meinen sie würden lokal, nachhaltig, bäuerlich und gesund produzieren. Wenn vor-und nachgelagert alle Produktionsmittel und Verarbeitungsschritte industriell geregelt sind, kann die Produktion von z.B. Weizen nichts anderes sein als auch industriell.
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@ luxnigra #
Falsch:
Industriell, würde bedeuten, wir können jede beliebige Menge erzeugen.

Egal wie man den Anbau nun betitelt, und welche ertragssteigernde Maßnahmen getroffen werden, jedes Jahr ist anders, da muß/kann man sich drauf einstellen, und alle Umweltfaktoren, von Insekten bis Wetter üben auch noch Einfluß aus.
Industreielle Landwirtschaft, so will ich meinen ist eine Wortschöpfung der Denunzianten.
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@ luxnigra #
luxnigra schrieb:

Die Aussage im Titel stimmt doch: Agrarflächen sind da nicht zu verwechseln mit den Industrieflächen, auf denen in industrieller Weise Mais, Weizen und Raps angebaut werden.

Ich muss immer wierder lachen (oder weinen) wenn "Land"wirte von heute meinen sie würden lokal, nachhaltig, bäuerlich und gesund produzieren. Wenn vor-und nachgelagert alle Produktionsmittel und Verarbeitungsschritte industriell geregelt sind, kann die Produktion von z.B. Weizen nichts anderes sein als auch industriell.


auf agrarflächen wird landwirtschaft betrieben und industrie wird in industriegebieten betrieben !
wenn wir unsere nahrungsmittel einschließlich honig industriell herstellen könnten , dann wäre die landwirtschaft wie wir sie heute betreiben idealerweise überflüssig und auf den frei werdenen fächen konnen sich dann ökos und weltverbesserer austoben !
aber bitte nachhalitg
das bessere ist der feind des guten
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