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Schweine
322 Themen, Moderator: Susanne1, Manu, Matthias, Redaktion_landlive, Moderator
Forum: Schweine
Für Fragen rund um die Schweinehaltung

Schweinehaltung - was ist artgerecht?

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Na ja, frostfreie Tränken sind doch schon lange realisierbar.
Wenn man weiß, das man einen offenen Stall hat oder die Tiere auch bei Frost
draußen sind muss man eben die Wasserversorgung entsprechend frostsicher
bauen. Leitungen entsprechend tief legen und dann berührungslos in einem 300er KG-Rohr
nach oben zur Tränke. Wird in Kanada schon lange so gemacht und hat sich auch bei uns
bis minus 30° hervorragend bewährt.
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@ Kartoffelbluete #
Das war im Freiland.... 😉
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@ matttin #
Das "englische System oder "
Habe mal einen Diavortrag gesehen da wars auch so, Knotengitter, schlammige Pfade, das Einzige was einleuchtend war, die Fläche wurde immer gepflügt und dann frisch eingesät im Wechsel.
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@ Seebauer #
Nach diesem Einblick in die Outdoor Schweine Haltung war ich erstmal kuriert... ich mein auf Standorten mit sandigen Böden und wenig Niederschlag mag das evtl anders aussehen.
Ich war in einer Gegend mit sehr schweren Böden und mehr als genug Regen. Ganz schlechte Kombination für Schweine draußen.... die Tiere sind auf kniehohe Kleegrasflächen gekommen. In der ersten Zeit sah das auch alles ganz toll aus. Aber ratz fatz hatten die Rüssels das in eine Mondlandschaft verwandelt.... war auch nicht schön anzusehen als diese Pampe im Winter gefroren ist und die Schweine dann ballet tanzender weise über die Flächen geeiert sind.... aber Schweine das ganze Jahr draußen halten ist ja kein Problem....
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@ matttin #
Für die Schweine nicht, solange der Out-door Service funktioniert, wehe wenn der Bauer schlapp macht.
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Eine outdoor-Haltung, im Sinne einer ganzjährigen Freilandhaltung für Schweine, finde ich, bei unseren klimatischen Verhältnissen, inakzeptabel. Das gilt für mich auch für die Haltung intensiverer Rinderrassen! Sobald eine regelmäßige Versorgung/Betreuung/Pflege der Tiere nicht gewährleistet ist, hat das Haltungssystem keine Berechtigung! Wer schon mal eine Schwergeburt beim Rind, bei Minustemperaturen und Schneegestöber abgearbeitet hat, weiß, was ich meine. Die uns heute vertrauten Nutztiere haben durch die Domestikation einen Teil ihrer Robustheit, zum Vorteil ihrer Leistungsfähigkeit, verloren. Diese Tiere wie ihre sich evolutionär entwickelt habenden Vorfahren halten zu wollen, ist nicht tiergerecht.
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@ DWEWT #
DWEWT schrieb:

Eine outdoor-Haltung, im Sinne einer ganzjährigen Freilandhaltung für Schweine, finde ich, bei unseren klimatischen Verhältnissen, inakzeptabel. Das gilt für mich auch für die Haltung intensiverer Rinderrassen! Sobald eine regelmäßige Versorgung/Betreuung/Pflege der Tiere nicht gewährleistet ist, hat das Haltungssystem keine Berechtigung! Wer schon mal eine Schwergeburt beim Rind, bei Minustemperaturen und Schneegestöber abgearbeitet hat, weiß, was ich meine. Die uns heute vertrauten Nutztiere haben durch die Domestikation einen Teil ihrer Robustheit, zum Vorteil ihrer Leistungsfähigkeit, verloren. Diese Tiere wie ihre sich evolutionär entwickelt habenden Vorfahren halten zu wollen, ist nicht tiergerecht.


Und selbst sogeannnte Robustschweine, wie die Mangalitzas, ziehen sich gern bei kälte, Nässe oder großer Hitze in den Stall zurück.......da ist dann tagelang keine Nase zu sehen.
MMn ist die reine Freilandhaltung bei Schweinen eine Urbanlegend, das man das "früher" so gemacht hätte.
Und wenn, dann oft genug nur aus reiner Not heraus.
Das die heutige industrielle Haltungsform nicht das wahre für die Tiere ist, ist eine Sache, aber warum ins andere Extrem fallen?
Ich vertret hier meine Meinung.....Deine mußt Du Dir selbst bilden
Freiwirtschaft: [userpage.fu-berlin.de]

Armut schafft Demut, Demut schafft Fleiß, Fleiß schafft Reichtum,
Reichtum schafft Übermut, Übermut schafft Krieg, Krieg schafft Armut.

So ist es brauch seit alters her, wer Sorgen hat, hat auch Likör..
Doch wer zufrieden und vergnügt, sieht zu, daß er auch welchen kriegt.
(W. Busch)

Nimm das Recht weg - was ist dann ein Staat noch anderes als eine große Räuberbande?
(Augustinus von Hippo)
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Zu jeder Art von Freilandhaltung gehört ein Wind-/Wetterschutz und eine jederzeit zuverlässige Versorgung mit Trinkwasser. ‎‎Tägliche Kontrolle inclusive. Geeignete Flächen sind Voraussetzung.
Alles andere ist Tierschutzwidrig.
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Leider gibt es da nur wenig konkrete Vorgaben. Letztendlich ist es eine Ermessenssache des Amtsveterinärs. Eingeregnetes Heu in der Vorlage, schimmelt auch im Winter. Geeignete durchlässige Böden verbieten sich schon aus ökologischen Gründen, da hier Nährstoffe ausgewaschen werden. Bindige Böden die eine Auswaschung reduzieren, verkommen in regenreichen Perioden zu Schlammflächen. Wenn es dann noch eine Wechselwitterung mit Regen und anschließendem Frost gibt, können die Tiere sich erhebliche Klauen- Bänder- Knochenverletzungen zuziehen. Wer wenige Robustrinder auf entsprechend großen Flächen, mit umsetzbaren Versorgungseinrichtungen und Wetterunterstand halten kann, hat sicher glückliche Tiere. Wer, rein aus ökonomischen Gründen, seinen Rindern im Winter keinen Stall anbieten kann, sollte sich nicht mit "artgerechte Haltung" rausreden.
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@ DWEWT #
Das immer wieder angeführte Argument, wonach die "hochgezüchteten" Rassen nicht mehr für eine robuste Haltung geeignet seien, wurde wiederlegt. Auch hatte mich gewundert, dass eine aufgrund von Totgeburten zu merzende Sau, unter anderen Bedingungen wieder ganz normal geferkelt hatte.

Beim Menschen weiss man, dass dauernder Aufenthalt in Räumen und künstliches Licht negative Einflüsse auf Hormone, Stimmungen und auch Gesundheit haben. Warum sollte das bei Schweinen nicht auch negative Auswirkungen haben und deshalb zu Problemen führen.
Vielleicht muss man "robust" ganz anders definieren: die Tier sind so robust und gesund, dass sie auch eine von den natürlichen Bedingungen und Notwendigen (z. B. Tageslicht) weit entfernte Umwelt aushalten können?
Vielleicht sind aber die "robusten Rassen" (ich denke hier eher an Wollschweine etc.) für die "robuste Freiland-Haltung" noch besser geeignet als ein Hybridschwein, dass jahrzehntelang auf die Stallhaltung selektiert wurde.


Weder Bildmaterial noch Text waren reißerisch.

Die "Massentierhaltung" ist die "Lügenpresse" der Tierschützer und daher sehe ich die Verwendung dieses Begriffes schon als bedenklich an.
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