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Schweine
322 Themen, Moderator: Susanne1, Manu, Matthias, Redaktion_landlive, Moderator
Forum: Schweine
Für Fragen rund um die Schweinehaltung

Schweinehaltung - was ist artgerecht?

@ luxnigra #
Es gibt mehrere Rassen welche problemlos ganzjährig draussen gehalten werden können und auch dort abferkeln können, ohne jedwede Infrarotstrahler usw. In der Rotte bei grosser Kälte legen sich die Sauen Bauch an Bauch um die Ferkel zu wärmen.
Ausserdem wurde festgestellt dass feilaufende Schweine ungesätigte Fettsäuren im Speck haben, im Gegensatz zu den im Stall gehaltenen "Industrieschweinen".
DWEWT betont zu Recht das Kaufverhalten. ABER: das ist U.a. dem mangelnden Wissen geschuldet sowie den Werbeetats der Industriellen Schweineverarbeitungsindustrie

Die Felkelverluste dürften aber auch nicht zu verachten sein, weil die Schwachen werden das nicht überleben.
Nur positiv ist es also auch nicht.
Die Ungesättigten Fettsäuren kommen im wesentlichen von der Fütterung und etwas von der Genetik. Dafür braucht man keinen Freilauf!
Nicht allein unwissen und der Werbeetat macht es, es ist der Preis, der entscheidet zumindest meistens!
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@ DWEWT #
Eine outdoor-Haltung, im Sinne einer ganzjährigen Freilandhaltung für Schweine, finde ich, bei unseren klimatischen Verhältnissen, inakzeptabel. Das gilt für mich auch für die Haltung intensiverer Rinderrassen!
...
Wer schon mal eine Schwergeburt beim Rind, bei Minustemperaturen und Schneegestöber abgearbeitet hat, weiß, was ich meine.

Sehe ich anders, aber im natürlichen Jahreskreiskauf ferkelt die Wildsau und kalbt das Rind auch nicht mitten im Winter! Falsch und irrsinnig wird es dann, wenn man dem sinnvollen natürlichen Kreislauf menschliche Maßstäbe überstülpt und Kalbung oder Ferkeln im Dezember bis Februar haben will.
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@ matttin #
Schweinehaltung im Freien ist schon eine besondere Herausforderung: meiner Meinung nach hilft da wirklch nur viel Fläche und ständiger Flächenwechsel. Alles andere ist auf Dauer ein Unding für die Tiere, für den Boden und auch den Besitzer.
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@ altilla #
Da hast du meine absolute Zustimmung.
Es gibt sicherlich Argumente für die Outdoorhaltung. Aber in der Form die ich kennenlernen durfte überwiegen die Nachteile bei allen Beteiligten. Wie du schon richtig erkannt hast. Tiere, Boden und Mitarbeiter haben, wenns falsch läuft nicht wirklich was davon. Nur ein Beispiel..... die Fahrspuren waren mit der Zeit so tief das der Anhänger mit dem das Futter transportiert wurde an einigen Stellen nicht mehr auf den Rädern gerollt ist sondern ich den auf dem Rahmen über die Fläche gezogen hab....
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@ altilla #
altilla schrieb:

Sehe ich anders, aber im natürlichen Jahreskreiskauf ferkelt die Wildsau und kalbt das Rind auch nicht mitten im Winter! Falsch und irrsinnig wird es dann, wenn man dem sinnvollen natürlichen Kreislauf menschliche Maßstäbe überstülpt und Kalbung oder Ferkeln im Dezember bis Februar haben will.


Durch die Verwendung des Adjektivs "intensiv" wollte ich auf eine starke Asaisonalität hinweisen.
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@ altilla #
altilla schrieb:

Die "Massentierhaltung" ist die "Lügenpresse" der Tierschützer und daher sehe ich die Verwendung dieses Begriffes schon als bedenklich an.


Hast du den Filmbeitrag überhaupt gesehen? Es ging darum, nachzuweisen, dass die natürlichen Anlagen auch bei einem Hybridschwein noch vorhanden sind. Es kann sich also auf eine stark veränderte Umgebung einstellen; wenngleich es dazu etwas Zeit benötigt und Schäden (z.B. Sonnenbrand) nicht vermieden werden können.
Vielleicht schreibst du mal, welchen Bezuig du zur Landwirtschaft hast und mit welchen Produktionssystemen, wenn überhaupt, du umfassende praktische Erfahrungen hast. Dein Geschreibsel erinnert häufig doch sehr an die Wiedergabe rein theoretischen Wissens. Wobei ich damit nicht sagen möchte, dass das auch dein Wissen ist.
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@ DWEWT #
Hast du den Filmbeitrag überhaupt gesehen?

Ich habe mir den Film angesehen und gerade deshalb beanstande ich die Verwendung des Begriffes "Massentierhaltung" in den Film.
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@ altilla #
altilla schrieb:

Ich habe mir den Film angesehen und gerade deshalb beanstande ich die Verwendung des Begriffes "Massentierhaltung" in den Film.


Solange ein Begriff nicht allgemeingültig definiert ist und jeder Verwender seine subjektiven Eindrücke/Inhalte damit zum Ausdruck bringt, gibt es keinen Grund zur Beanstandung. Falls du dich doch darüber monkieren möchtest, musst du schon einmal vorausschicken, welche Inhalte du dem Begriff zuschreibst.
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@ DWEWT #
Solange ein Begriff nicht allgemeingültig definiert ist und jeder Verwender seine subjektiven Eindrücke/Inhalte damit zum Ausdruck bringt, gibt es keinen Grund zur Beanstandung. Falls du dich doch darüber monkieren möchtest, musst du schon einmal vorausschicken, welche Inhalte du dem Begriff zuschreibst.

Der Begriff ist zwar nicht allgemeingültig definiert und wird es wohl auch nicht werden, wird aber von den meisten als negativer Kampfbegriff genutzt. Gerade deshalb ist er bedenklich, weil diejenigen, die ihn als Kampfbegriff benutzen, keinerlei Interesse haben, ihn genauer zu bestimmen. Dies würde nämlich den Wert dieses Kampfbegriffes schmälern.
Da der Begriff meist auch abwertend benutzt wird, sollten sich eigentlich sachlich orientierte Personen dieses Kampfbegriffes enthalten oder nur sehr sparsam im passenden Kontext verwenden. Eine Schlagzeile oder eine Überschrift ist ganz selten ein angemessener Kontext.

Deshalb stelle ich die "Massentierhaltung" in den geistigen Zusammenhang zur "Lügenpresse".
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Die Verwendung von Begriffen wie "Massentierhaltung", "industrielle Landwirtschaft" u.ä., durch die NGO´s, war ein geschickter Schachzug. Noch bevor die NGO´s sich näher zu diesen Begriffen äußerten, war die negative Prägung der Begriffe, durch die Landwirtschaft selbst, vorgenommen worden. Die Berufskollegen fühlten sich angepinkelt und ließen ihrer Entrüstung freien Lauf. Wenn das kein Eigentor für die Landwirtschaft war.
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