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Forum: Preise, Verbraucher, Handel und Politik
Wichtige Fragen, Daten und Fakten auch für Nicht-Landwirte.

Getreidepreise 1839, erstaunliche Zahlen

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Getreidepreise 1839, erstaunliche Zahlen
Moin

Im Rahmen einer Studie über die Entwicklung von Verbraucherpreisen ist meine Tochter auf ein Dokument gestoßen, welches die Getreidepreise vom 25.01.1839 zum Beispiel in Salzwedel abbildet.
Mal die Preise aus dem Schreiben: (Foto wird nachgeliefert, kein passendes Kabel dabei)
In Silbergroschen je Scheffel

Weizen 95-97
Roggen 52-57
Gerste 36
Hafer 29

Nun kann damit ja kaum jemand etwas anfangen!
Also, der Tabelle der Deutschen Bundesbank ist zu entnehmen, dass ein Taler im Jahr 1839 der Kaufkraft von 32,7€ im Jahr 2016 entspräche. 30 Silbergroschen = 1 Taler=> 95 Sg also rund 3,17 Taler oder 103,55 €!
Nun Scheffel ist ein Raummaß, welches in der Mark Brandenburg ca. 48 Liter entsprach. Also wären 2,083 Scheffel ein Hektoliter!
Beim Weizen mit einem hl-Gewicht von sagen wir mal 82Kg ist man dann bei sagenhaften 262,96 € je 100 KG Weizen!!!

Ich unterstelle jetzt mal Hektolitergewichte von WW 82, Rog. 75, Gerste 66 und Hafer 56, dann kommen volgende Zahlen heraus.
Weizen 263 €/dt => heute ca. 16 €/dt
Roggen 165,7 €/dt => 14 €/dt
Gerste 123,4 €/dt => 13,5 €/dt
Hafer 116,4 €/dt => 15 €/dt

Nun mal Hand aufs Herz, hätte das jemand so gewußt?
Und weiss eigenlich jemand wo die Karre von "Zurück in die Zukunft" abgeblieben ist?

Gruß Gundermann

Das Wachstum hat immer Recht!- kommt uns doch bekannt vor alles hat sein Ende nur das Wachstum nicht.Jedenfalls ist das öffentlich-politisch-MEDIALE Neuholsprech schon auf den Niveau der dahinphrasierenden Zentralkommitees-Mitglieder mit angeschlossener Aktueller Kamera angekommen.(Gedanken eines Freundes)

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Beitrag vom Autor bearbeitet am 25.10.17 um 13:09 Uhr.
@ Gundermann2 #
Um die 1900 hat 1l Bier und 1l Milch das ungefähr das gleiche gekostet. Ein Knecht mußte ungefähr 1 Woche arbeiten um sich eine Arbeitshose kaufen zu können (hat mein Uropa immer erzählt).

Das ist nichts neues, daß man früher viel mehr Geld für Nahrung ausgegeben hat. Nur nützt das Wissen finanziell keinen und rückgängig kann man es auch nicht mehr machen (ist auch politisch nicht gewollt).
0
 
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1948 kam ein Obsthändler zu einen Landwirt, der einen großen Apfelbaum hatte. Er kaufte ihm die Äpfel um 4000 DM ab. Mit dem Geld baute er sich eine Scheune (ca. 12X30 Meter). So ist es wenn Nahrung knapp ist.
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@ 0 #
1949 baute mein Opa Haus, da wurden für den erlös von einen Schwein ( denke mal das es schon sehr groß gemästet wurde ) die ganzen Fenster gekauft.

Es sind 28 Fenster mit ca. 1,35 m Höhe und 1,10 m breite, jeder kann sich gerne vorstellen wie das Verhältniss heute ist, da kannst bald einen LKW voll Schweine raustreiben!
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Und wie war damals der Arbeitsaufwand und die Erträge im Gegensatz zu heute?
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Preise in Taler je Wispel Preise in Silbergroschen je Scheffel
Moin

Nur noch die Bildchen, wie versprochen nachgeliefert.
Bis jetzt auch interessante Beiträge.
Hat vieleicht jemand die Fleischpreise aus der Zeit in petto?
Da findet meine Tochter nix zu.

Gruß Gundermann
Das Wachstum hat immer Recht!- kommt uns doch bekannt vor alles hat sein Ende nur das Wachstum nicht.Jedenfalls ist das öffentlich-politisch-MEDIALE Neuholsprech schon auf den Niveau der dahinphrasierenden Zentralkommitees-Mitglieder mit angeschlossener Aktueller Kamera angekommen.(Gedanken eines Freundes)
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@ Doptrebo90 #
Getreideerträge
Doptrebo90 schrieb:

Und wie war damals der Arbeitsaufwand und die Erträge im Gegensatz zu heute?


Moin

Der Arbeitsaufwand war, denke ich, enorm! Allein die Ernte brauchte unzählige Hände. Ein Schnitter schaffte so um die 2500-3000 qm am Tag.
Erträge hab ich diese gefunden. Was aber Bund/Mo bedeutet, keine Ahnung.
Eine Andere Qelle berichtet von 20-22 bushel/acre in England. Also rund 1,2-1,3 to/ha.

Gruß Gundermann
Das Wachstum hat immer Recht!- kommt uns doch bekannt vor alles hat sein Ende nur das Wachstum nicht.Jedenfalls ist das öffentlich-politisch-MEDIALE Neuholsprech schon auf den Niveau der dahinphrasierenden Zentralkommitees-Mitglieder mit angeschlossener Aktueller Kamera angekommen.(Gedanken eines Freundes)
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@ Gundermann2 #
Gundermann2 schrieb:

Moin

Nur noch die Bildchen, wie versprochen nachgeliefert.
Bis jetzt auch interessante Beiträge.
Hat vieleicht jemand die Fleischpreise aus der Zeit in petto?
Da findet meine Tochter nix zu.

Gruß Gundermann


Finde nur Beispiele um 1850.
Da bekam man für 12 Groschen, 3 Pfennig dann 3 ½ Pfund Fleisch.
[wiki-de.genealogy.net]
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Tach auch,
von den Heringsfischern in Emden wird erzählt(stand so zumindest in einer Chronik in der Zeitung),das sich der Kapitän eines Loggers nach erfolgreicher Fahrt,ein Haus von der Heuer bauen konnte.
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@ Gundermann2 #
Hallo Gundermann2!
Ich vermute Mo sind Morgen. Das ist ein Flächenmaß, was aber Regional recht unterschiedlich ist. Zu der Zeit wurde Getreide gebunden, was die Stückzahl darstellen könnte.
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