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Preise, Verbraucher, Handel und Politik
1244 Themen, Moderator: Susanne1, Manu, Matthias, nagus2, Redaktion_landlive, Moderator
Forum: Preise, Verbraucher, Handel und Politik
Wichtige Fragen, Daten und Fakten auch für Nicht-Landwirte.

Getreidepreise 1839, erstaunliche Zahlen

@ Gundermann2 #
Gundermann2 schrieb:

Moin

Im Rahmen einer Studie über die Entwicklung von Verbraucherpreisen ist meine Tochter auf ein Dokument gestoßen, welches die Getreidepreise vom 25.01.1839 zum Beispiel in Salzwedel abbildet.
Mal die Preise aus dem Schreiben: (Foto wird nachgeliefert, kein passendes Kabel dabei)
In Silbergroschen je Scheffel

Weizen 95-97
Roggen 52-57
Gerste 36
Hafer 29

Nun kann damit ja kaum jemand etwas anfangen!
Also, der Tabelle der Deutschen Bundesbank ist zu entnehmen, dass ein Taler im Jahr 1839 der Kaufkraft von 32,7€ im Jahr 2016 entspräche. 30 Silbergroschen = 1 Taler=> 95 Sg also rund 3,17 Taler oder 103,55 €!
Nun Scheffel ist ein Raummaß, welches in der Mark Brandenburg ca. 48 Liter entsprach. Also wären 2,083 Scheffel ein Hektoliter!
Beim Weizen mit einem hl-Gewicht von sagen wir mal 82Kg ist man dann bei sagenhaften 262,96 € je 100 KG Weizen!!!

Ich unterstelle jetzt mal Hektolitergewichte von WW 82, Rog. 75, Gerste 66 und Hafer 56, dann kommen volgende Zahlen heraus.
Weizen 263 €/dt => heute ca. 16 €/dt
Roggen 165,7 €/dt => 14 €/dt
Gerste 123,4 €/dt => 13,5 €/dt
Hafer 116,4 €/dt => 15 €/dt

Nun mal Hand aufs Herz, hätte das jemand so gewußt?
Und weiss eigenlich jemand wo die Karre von "Zurück in die Zukunft" abgeblieben ist?

Gruß Gundermann


hallo, so kann man das von früher und heute nicht vergleichen!
wir haben eine jährliche Inflation von ca. 2 % bei fast 200 Jahren wäre das ja alleine schon 400 % Verteuerung!
außerdem hat sich der Ertrag in den letzten 200 jahren mind. 10 mal erhöht
sadass ich behaubte der aktuelle (Heutigt) Preis ist wesentlich besser als der damalige
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@ Leberle85 #
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@ Leberle85 #
Ich verkaufe kein Getreide sondern kaufe nur zu und mir ist es auch immer zu teuer.
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@ Leberle85 #
Leberle85 schrieb:

hallo, so kann man das von früher und heute nicht vergleichen!
wir haben eine jährliche Inflation von ca. 2 % bei fast 200 Jahren wäre das ja alleine schon 400 % Verteuerung!
außerdem hat sich der Ertrag in den letzten 200 jahren mind. 10 mal erhöht
sadass ich behaubte der aktuelle (Heutigt) Preis ist wesentlich besser als der damalige


Die Inflation ist irrelevant, Du mußt die jeweilige Kaufkraft betrachten. [www.bundesbank.de]
Ich vertret hier meine Meinung.....Deine mußt Du Dir selbst bilden
Freiwirtschaft: [userpage.fu-berlin.de]

Frage an Radio Eriwan: "Stimmt es, dass in der Ukraine das Getreide so hoch wie Telegrafenmasten wächst?"
Antwort: "Im Prinzip schon. Nur nicht so hoch, sondern so weit auseinander."

Im Süden sagt man "Du bist nicht meinesgleichen, aber setze dich ruhig zu mir",
im Norden sagt man "Du bist meinesgleichen, aber bleibe mir vom Leibe".
(amerikanisches Sprichwort)

Nimm das Recht weg - was ist dann ein Staat noch anderes als eine große Räuberbande?
(Augustinus von Hippo)
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@ Gundermann2 #
Gundermann2 schrieb:

Moin

Nun, interessanter Beitrag!
"Und wer gut informiert ist, der weiss"......das Waldstaudenroggen eine zweijährige Frucht ist Gruß Gundermann


Kann man auch ohne abmähen ernten wie "normaler" Roggen.
Und ja, wer am Tropf der Industire hängt, verdient auch nicht mehr als 110€
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Du musst dich befreien!
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Oha, die gute alte Zeit...Spass

Habe mir vor 10 Jahren die Amazone Chronik gekauft, ein Grossteil
des Buches besteht aus dem Tagebuch von Herrn Dreyer mit Preisen und dem sonstigen Geschehen in der Zeit allerdings erst so um die Jahrhundertwende 19./20. - das ist euch zu spät oder?
Ein schwarzer Acker ist vielleicht ein "sauberer"-aber toter Acker

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@ luxnigra #
luxnigra schrieb:

Du musst dich befreien!


Hey Dito.
Das Wachstum hat immer Recht!- kommt uns doch bekannt vor alles hat sein Ende nur das Wachstum nicht.Jedenfalls ist das öffentlich-politisch-MEDIALE Neuholsprech schon auf den Niveau der dahinphrasierenden Zentralkommitees-Mitglieder mit angeschlossener Aktueller Kamera angekommen.(Gedanken eines Freundes)
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@ Gundermann2 #
Hey Dito.

Zufälligerweise diese Woche gelesen: Getreidepreise 1847 in Bayern.
Hohe Preise wegen schlechter Ernte wie 1816:
Weizen Scheffel 40 - 45 Gulden
Roggen Scheffel 30 - 36 Gulden
Gerste Scheffel 20 - 26 Gulden
Hafer Scheffel 8 - 14 Gulden
Der bay. Scheffel hatte 222 Liter. Grob überschlagen dürfte der Weizen damit ca. 500 €/dt gekostet haben.
1850 nach mehreren guten Ernten:
Weizen Scheffel 9 - 10 Gulden
Roggen Scheffel 5 - 6 Gulden
Hafer Scheffel 4 Gulden
1853 hatten sich diese Preise wieder verdoppelt.

Also scheinen die Schwankungen enorm gewesen zu sein, auch im Vergleich zu heute.
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@ BiobauerMichl #
BiobauerMichl schrieb:

Hallo zusammen; Meine Oma hat gesagt das Mann früher für 50kg Getreide ein paar Schuhe bekommen hat.



bekommt man heute auch
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