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Fleckvieh
304 Themen, Moderator: Manu, Matthias, Susanne1
Forum: Fleckvieh

Mutterlinien der GJV

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Ist sowieso interessant...wird doch immer extrem darauf geschaut das Leistung etc. passt...und sich auch mal gerne an "Kleinigkeiten" aufgehangen. Und dann setzt man Stiere ein, wo von der Mutter nichts übrig ist außer ein Gerücht.
Hm.
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@ GreenHornet #
GreenHornet schrieb:

Ist sowieso interessant...wird doch immer extrem darauf geschaut das Leistung etc. passt...und sich auch mal gerne an "Kleinigkeiten" aufgehangen. Und dann setzt man Stiere ein, wo von der Mutter nichts übrig ist außer ein Gerücht.
Hm.


Ich bin mir sicher das die betreffenden Entscheidungsträger mehr wissen als das Gerücht, sich auch mit den Vollgeschwistern beschäftigt haben und sie nach ihrer Überzeugung gehandelt haben.

@altilla: Grundsätzlich muss sich jeder Züchter selber Gedanken machen, in welchen Umfang er eine Nutzung über ET anstrebt, welche gefahren dies birgt. Und die Entscheidung der Sinnhaftigkeit die Nutzung solch erzeugter Genetik obliegt anderen Entscheidungsträgern. In diesem Fall sprechen die monetären Argument für den Züchter, wenngleich ich glaube das ihn eine funktionierende Jungkuh auch gefallen hätte.

Man sollte nun nicht ein Urteil darüber fällen, wenn man die genauen Umstände nicht kennt. Wie oft sind schon edle Zuchttiere unvorhergesehen ausgeschieden, wo die Umwelteinflüsse (wie z.B. Beinbruch, Unfall, oder Besaugung) ursächlich waren.
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@ Bernhard007 #
Bernhard007 schrieb:
Man sollte nun nicht ein Urteil darüber fällen, wenn man die genauen Umstände nicht kennt. Wie oft sind schon edle Zuchttiere unvorhergesehen ausgeschieden, wo die Umwelteinflüsse (wie z.B. Beinbruch, Unfall, oder Besaugung) ursächlich waren.


Wenn die Frage steht, ob ich ein Tier in meinem Betrieb einsetze oder nicht, muss ich eben doch ein Urteil fällen. Und bei solchen Sachen gilt im Zweifel immer- Finger weg.
Egal ob nun ewagige Familienmitglieder bombastisch waren oder nicht. Du weißt doch selber ganz genau, das das gar nichts heißen muss.
Ich hab auch Vollgeschwister von einigen sehr bekannten und wirklich guten Tieren im Stall- die so gar nichts taugen...
Blender nennt sich das, oder?
Papier ist geduldig


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@ Bernhard007 #
Bernhard007 schrieb:

Ich bin mir sicher das die betreffenden Entscheidungsträger mehr wissen als das Gerücht, sich auch mit den Vollgeschwistern beschäftigt haben und sie nach ihrer Überzeugung gehandelt haben.


Man sollte nun nicht ein Urteil darüber fällen, wenn man die genauen Umstände nicht kennt. Wie oft sind schon edle Zuchttiere unvorhergesehen ausgeschieden, wo die Umwelteinflüsse (wie z.B. Beinbruch, Unfall, oder Besaugung) ursächlich waren.


Danke für diesen Beitrag! Jeder, der sich ernsthaft mit Zucht beschäftigt kennt diese Fälle, allein die allgemeine statistische Auswertung von geborenen Kuhkälber (N=100) und später vollendeter Erstlakatationen (N ca. 40!) dieser Tiere spricht Bände. In der Rinderzucht ist das auch nicht neu, das ist kein Phänomen des genomischen Zeitalters. Der berühmte US-Holsteinbulle "Glendell Arlinda Chief" ist heute in fast jedem Pedigree der Holsteinzucht vertreten, seine Mutter kam auf 38 Melktage und hatte keine Bewertung. Das muss kein leuchtendes Vorbild sein, aber sowas kommt vor und ist dann auch tolerierbar. Bauchschmerzen hab ich eher dann, wenn ein Jungrind 10x für ET gespült wird, das heisst 10 x Superovulation einleiten, 10 x den jugendlichen Organismus belasten, nur weil man das Kalberl für teuer Geld gekauft hat ud nun mit Gewalt hoch typisierte Söhne produzieren muss. Wenn so ein Tier in der Laktation Probleme macht und womöglich ausscheidet, dann ist das schon fahrlässig.

MfG, HFlv
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@ HessenFleckvieh #
HessenFleckvieh schrieb:

Danke für diesen Beitrag! Jeder, der sich ernsthaft mit Zucht beschäftigt kennt diese Fälle, allein die allgemeine statistische Auswertung von geborenen Kuhkälber (N=100) und später vollendeter Erstlakatationen (N ca. 40!) dieser Tiere spricht Bände. In der Rinderzucht ist das auch nicht neu, das ist kein Phänomen des genomischen Zeitalters. Der berühmte US-Holsteinbulle "Glendell Arlinda Chief" ist heute in fast jedem Pedigree der Holsteinzucht vertreten, seine Mutter kam auf 38 Melktage und hatte keine Bewertung. Das muss kein leuchtendes Vorbild sein, aber sowas kommt vor und ist dann auch tolerierbar. Bauchschmerzen hab ich eher dann, wenn ein Jungrind 10x für ET gespült wird, das heisst 10 x Superovulation einleiten, 10 x den jugendlichen Organismus belasten, nur weil man das Kalberl für teuer Geld gekauft hat ud nun mit Gewalt hoch typisierte Söhne produzieren muss. Wenn so ein Tier in der Laktation Probleme macht und womöglich ausscheidet, dann ist das schon fahrlässig.

MfG, HFlv

Meiner Meinung nach ist das Tierquälerei und gehört verboten! Braucht in Wirklichkeit keiner diese sinnlose Punktezucht. Bei BIO ist ET ohnehin verboten. Mich wundert es ohnehin das da noch keine Tierschutzorganisationen aufmerksam wurde.
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@ grimmig #
grimmig schrieb:

Meiner Meinung nach ist das Tierquälerei und gehört verboten! Braucht in Wirklichkeit keiner diese sinnlose Punktezucht. Bei BIO ist ET ohnehin verboten. Mich wundert es ohnehin das da noch keine Tierschutzorganisationen aufmerksam wurde.

Möchte es nicht zur Gänze verbieten, übers Ziel hinausschießen und die guten Kalbinnen gleich 5, 6-mal Spülen find ich sinnlos. Wenn man einen Blick nach Amerika wirft gibts noch einige Steigerungsstufen: erste Invitro ET‘s mit 6 Monaten, Klonen und schon bald Genomtests bei Embryonen und Genome Editing (damit kann ich ganz einfach zwei p durch zwei P ersetzen und schon ist es Hornlos)

Wie man ein ET Zuchtprogramm dem Konsumenten erklärt, ist eine sehr interessante Frage!
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@ Jungzuechter #
Jungzuechter schrieb:

Möchte es nicht zur Gänze verbieten, übers Ziel hinausschießen und die guten Kalbinnen gleich 5, 6-mal Spülen find ich sinnlos. Wenn man einen Blick nach Amerika wirft gibts noch einige Steigerungsstufen: erste Invitro ET‘s mit 6 Monaten, Klonen und schon bald Genomtests bei Embryonen und Genome Editing (damit kann ich ganz einfach zwei p durch zwei P ersetzen und schon ist es Hornlos)

Wie man ein ET Zuchtprogramm dem Konsumenten erklärt, ist eine sehr interessante Frage!

Alles mit Maß und Ziel.
Blöde Frage: Klonen kopiert doch nur die Gene, das bringt doch keinen Zuchtfortschritt?!
Aber Genome Editing wäre in Sachen Erbfehler, Hornlos, A2A2 natürlich extrem interessant. So muss man halt seine Ansprüche herunterschrauben wenn diese Dinge mitbeachtet werden sollen
Der Neider sieht den Garten, den Spaten sieht er nicht.
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Mit einem gesunden Hausverstand und auf Gott vertrauen kann man im Leben auch etwas erreichen , man muß nicht alles erzwingen . Vor ein paar Jahren war ein Amerik. Milchbauer auf meinem Betrieb , der hat damals 12 000 L milch am Tag gemolken , den Betrieb gibt es bereits nicht mehr....
Auch in Amerika ist nicht alles Gold was glänzt.
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 30.11.17 um 11:09 Uhr.
@ grimmig #
grimmig schrieb:

Meiner Meinung nach ist das Tierquälerei und gehört verboten! Braucht in Wirklichkeit keiner diese sinnlose Punktezucht. Bei BIO ist ET ohnehin verboten. Mich wundert es ohnehin das da noch keine Tierschutzorganisationen aufmerksam wurde.

Schrei nicht so laut.
Denk nur mal daran, wie wir das besamen im Schlachthof geübt haben,................
Bei der RBW haben sie jetzt auch so ein Plastikungetüm zum üben, kann ich mir nicht vorstellen,
dann müssen sie dann halt zu Hause ran, je nach Talent.

Bei Gelegenheit würde ich auch mal gerne die Plastikkuh besamen, damit ich dann den Vergleich hab.
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@ Bernhard007 #
@altilla: Grundsätzlich muss sich jeder Züchter selber Gedanken machen, in welchen Umfang er eine Nutzung über ET anstrebt, welche gefahren dies birgt. Und die Entscheidung der Sinnhaftigkeit die Nutzung solch erzeugter Genetik obliegt anderen Entscheidungsträgern. In diesem Fall sprechen die monetären Argument für den Züchter, wenngleich ich glaube das ihn eine funktionierende Jungkuh auch gefallen hätte.

Ich habe das jetzt eher in Richtung Forschungsprojekt/Auswertung gesehen: Hat die ET einen negativen Einfluss auf die spätere Leistung der Kuh? Haben solche Kühe Nachkommen mit geringerer Nutzungsdauer etc.? Gerade für die Zuchtentscheider in den Zuchtverbänden wäre doch so was nicht uninteressant!

Auch der Landwirt muss entscheiden, ob er einen solchen ET-Bullen einsetzt oder nicht, ausser er verlässt sich auf die Empfehlung/Werbung seiner Besamungsstation.

Dazu fällt mit eine Aussage eines Zuchtverbandsmitarbeiters aus Bayern ein: was nutzt mit eine gute Kuh, die in einem Biobetrieb nur 5000 l gibt, wenn sie nicht mehr geben, kauft den Bullen keine Besamungsstation. Und hier haben wir gar keine Leistung...
Gut, die genomische Selektion bietet nun mehr Möglichkeiten, auch von Kühen mit geringer Leistung Söhne aufzustellen. Doch werden solche Bullenkälber überhaupt getestet?
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