Zur mobilen Version wechseln »
NachrichtenThemenMediathekCommunityWetterMärkte & PreiseShopBranchenbuchagrarheute.comlandlive.de
Erweiterte Suche »
UploadChatForenFotosFotoalbenVideosBlogsTermineMitgliederGruppenPartnersuche
Preise, Verbraucher, Handel und Politik
1273 Themen, Moderator: Susanne1, Manu, Matthias, nagus2, Redaktion_landlive, Moderator
Forum: Preise, Verbraucher, Handel und Politik
Wichtige Fragen, Daten und Fakten auch für Nicht-Landwirte.

Ecki geht. Vernünftige Begründung finde ich.

@ Naturwirt #
Naturwirt schrieb:

Aber wozu der Bio das Doppelte?


Es geht um den Ausgleich für noch mehr Reglementierung und Begrenzung. Diese Wirtschaftserschwernisse, wirken beim 1. ha nicht stärker als beim 400. ha.
Nur die Götter gehen zugrunde, wenn wir endlich gottlos sind. K.Wecker
Religionsfreiheit ist ein schönes Ziel; so ganz frei von Religion.
0
 
@ Miche #
Welche landwirtschaftlichen Organisationen werden von anderen "Gruppen" mitfinanziert ?
Sicher weiß ich, daß die Mitgliedsbeiträge des BBV schon 2002 nur zur Hälfte reichten und der Rest von außerhalb kam. Milchindustrie und Raiffeisenverband sitzen nicht umsonst im BBV Präsidium.

Der BV, die meisten, die mit dem BV verbandelt sind. Für Aussenstehende ist doch die Finanzierung meist wenig transparent.
Wer finanziert den BDM? Rein an Mitgliedsbeiträge kann ich nicht glauben, ebenso bei AbL und was es sonst noch in ganz Deutschland gibt.
0
 
@ Miche #
Wieviele AbL Mitglieder kennst du, um daraus derartige Hochrechnungen anzustellen ?

Also ich kenne drei AbL Mitglieder, zwei Nebenerwerbslandwirte und einen Rentner, der Zeit seines Lebens keine Landwirtschaft betrieben hat sondern Verpächter war.
0
 
@ matttin #
Ich denke die Diskussion was ist groß oder klein kann man nicht alleine an der Anzahl der Hektar festmachen, sondern nur im Zusammenhang mit der jeweiligen Situation. Ein Betrieb in der Eifel, dem Sauerland oder im Allgäu der 300 ha bewirtschaftet wirkt anders als ein Betrieb mit 300 ha im Osten. Großbauern im Osten würden wahrscheinlich eher lächeln, weil 300 ha schon als Parkplatz für den Maschinenpark drauf gehen... hab jetzt mal bewusst übertrieben... ;0)

Das ein 300 ha Betrieb im Osten was anderes sein soll als im Allgäu, kann ich nicht erkennen. Aber am Ende geht es um die Produktivität, um die Wertschöpfung. Wenn ein 20 ha Betrieb die Familie gut ernähren kann, weil er Spezialprodukte herstellt (Sonderkulturen etc.), dann ist doch dagegen nichts einzuwenden, wenn ein anderer Betrieb 300 ha braucht, weil er eben das nicht macht oder kann, aber auch davon leben kann, dann soll das auch recht sein. Zweifelhaft wird es dann, wenn jemand klagt, weil er mit 20 ha nicht genug erwirtschaftet und dann der Politik oder dem bösen Markt die Schuld gibt.
4
 
@ DWEWT #
DWEWT schrieb:

Es geht um den Ausgleich für noch mehr Reglementierung und Begrenzung. Diese Wirtschaftserschwernisse, wirken beim 1. ha nicht stärker als beim 400. ha.


Leben und leben lassen würde ich sagen. Dem Kleinen kann man nicht vorwerfen er würde begünstigt werden weil er mehr Zuschüsse zu den Sozialversicherungen bekommt. Ich denke, das tut man nicht. Bei den Hektars geht es um ganz andere Summen.
1
 
@ altilla #
altilla schrieb:

Also ich kenne drei AbL Mitglieder, zwei Nebenerwerbslandwirte und einen Rentner, der Zeit seines Lebens keine Landwirtschaft betrieben hat sondern Verpächter war.


Ähnlich könnte es auch bei Bauernverbandsmitglidern aussehen. Fast 60% der Betriebe in Bayern sind Nebenerwerbsbetriebe. Wenn der BBV behauptet 150 000 Mitglieder zu vertreten, wobei es in By nur gut 90 000 Betriebe gibt, legt den Schluß nahe, daß der Rest aus Rentnern und Strombeziehern besteht.
1
 
@ DWEWT #
DWEWT schrieb:

Hallo Kasparow,

Dein Denkfehler liegt in den angenommenen Größenordnungen. Ich bewirtschafte nur eigene Flächen und die haben, im arrondierten Zustand, eine Größe von ca. 300ha. Davon sind ca.200ha GL und ca.100ha AL. Dazu kommen 400 Fleischrinder, 4 Pferde, 2 Hunde und 2 Katzen. Das Ganze wird von 1,5 Ak betrieben. Das ist ambitioniert und setzt eine gute Organisation voraus. Strohzukauf gibt es weil es erlaubt ist und ich meine Grunddüngung fast komplett über das Stroh abdecken kann. Die konv. Betriebe sind z.T. froh, wenn das Stroh geräumt wird, weil dann nachfolgende Bearbeitungsschritte für sie einfacher sind und der Feldaufgang sicherer ist.
Ich habe auch nichts gegen "Kleine"! Ich hatte darauf hingewiesen, dass ich keinen Grund für eine besondere Wertschätzung dieser Betriebsgröße sehe. Die Kleinen sind nicht automatisch gut und die Großen sind nicht automatisch schlecht. Gute und schlechte Betriebe gibt es über die gesamte Bandbreite verteilt. Wer allerdings glaubt, die finanzielle Förderung sollte die Kleinen besonders gut stellen, der soll auch belegen, wo die Vorteile dieser Betriebsgröße für die Gesellschaft liegen. Den Grund dafür ausschließlich im Erhalt einer "kleinbäuerlichen Struktur" zu sehen, ist inakzeptabel! Und wenn die Kleinen so toll wirtschaften können, brauchen sie die Förderung doch auch eigentlich gar nicht.


Hallo DWEWT , jetzt hast du zwar geantwortet , aber deine Grenze zum "kleinen " hast du immer noch nicht ausgeführt .
Ich gehe davon aus du zählst dich zu den grossen , ein Kollege ,wohl unweit von dir entfernt , hat mir gesagt er zähle sich mit um die 600 ha zu den kleinen im Osten .
Ich möchte dein Werk nicht schmälern , wenn du da bei null angefangen hast , dann hast alles richtig gemacht , keine Frage . Allerdings hätte ich mir unter gross ( im Osten) was anderes vorgestellt , auch deinen Vorlagen geschuldet .
Hier in meiner Nähe gibt es auch Betriebe mit 1000 und mehr ha , auch welche mit 400 Stück Rind- Vieh , aber das sind natürlich die grossen und auch nur ganz wenige. Teils auch Betriebe die in Ost und West Betriebe haben , fahren hier den kleinen Flächen hinterher und haben im osten wohl 300 ha Schläge . Ich kenne deren Antrieb nicht , aber nur zu, nicht mein Problem .

Mir geht es mehr noch um deine "kleinen" und was DU darunter verstehst . ich glaube ich muss dir mal ein paar Beispiele schreiben , wie toll (ok das ist Ansichtsache ) auch kleine sein können . Dann musst du mir nur noch erklären warum so einer weg soll .
Keinen "Hund" zum jagen tragen !
0
 
Beitrag vom Autor bearbeitet am 28.11.17 um 19:04 Uhr.
#
@Kasparow

Ich habe für mich noch nie in Anspruch genommen, ein "Großer" zu sein. In Sachsen-Anhalt liege ich etwas über der durchschnittlichen Betriebsgröße (258ha/Betrieb). Allerdings liegt hier in ST, wie in allen NBL, der Pachtanteil bei über 70%. D.h., hinter manchem Großbetrieb, steckt, wenn überhaupt, nur ein kleiner Eigentumsbetrieb. Wenn ich hier im Forum eine Lanze für die Großen breche, was wohl zu der Annahme geführt hat ich wäre auch einer, dann deshalb, weil ich in großen Strukturen die Zukunft der Erzeugung "normaler" Lebensmittel sehe. Die Kleinen haben natürlich ihre Berechtigung, sie spielen aber zukünftig im Bereich der Lebensmittelerzeugung kaum noch eine Rolle. Ich kenne übrigens das Leben und Schaffen auf einem Kleinbetrieb aus meiner eigenen Jugend. Meine Eltern hatten mir einen Hof mit 11,2857 ha Eigentumsfläche übertragen. Durch Zupacht kam die Wirtschaftsfläche des elterlichen Betriebes auf ca. 25ha. Als Gegenleistung für gute Schulbildung, incl. Studium, stand für meine Geschwister und mich die Mitarbeit auf dem Hof an. Die große Leidenschaft für die Landwirtschaft, war da nicht geweckt worden. Du siehst, ich weiß wo meine Wurzel liegen und umso größer ist die Freude darüber, heute in anderen Dimensionen und unter fast idealen Bedingungen landwirtschaften zu können.
Nur die Götter gehen zugrunde, wenn wir endlich gottlos sind. K.Wecker
Religionsfreiheit ist ein schönes Ziel; so ganz frei von Religion.
2
 
@ Miche #
Ähnlich könnte es auch bei Bauernverbandsmitglidern aussehen. Fast 60% der Betriebe in Bayern sind Nebenerwerbsbetriebe. Wenn der BBV behauptet 150 000 Mitglieder zu vertreten, wobei es in By nur gut 90 000 Betriebe gibt, legt den Schluß nahe, daß der Rest aus Rentnern und Strombeziehern besteht.

Der BBV versucht auch dauernd, neue Geldquellen zu erschliessen. Mittlerweile sind auch Jagdgenossenschaften Mitglied im BBV! Die aktiven Vollerwerbsbetriebe sind sicher schon länger in der Minderheit.
0
 
Werde Mitglied der Community Landwirtschaft, um an dieser Diskussion teilzunehmen!
Zum Seitenanfang