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Preise, Verbraucher, Handel und Politik
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Forum: Preise, Verbraucher, Handel und Politik
Wichtige Fragen, Daten und Fakten auch für Nicht-Landwirte.

Bauernbild "topagrar", zerstört die Landwirtschaft

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Jeder der über den Eigenbedarf hinaus Lebensmittel oder Lebensmittelrohstoffe erzeugt, erbringt eine gesellschaftliche Leistung. Die Art und Weise, bzw. ob rational oder irrational, spielt dabei keine große Rolle. Darf man überhaupt davon ausgehen, dass ökologische Leistungen auch Leistungen für die Gesellschaft sind, wenn sich diese Gesellschaft ganz überwiegend aus Wesen zusammensetzt, die in ihrem eigenen Handlungsumfeld ökologische Maßstäbe komplett vermissen lassen? Ich denke mal, dass ökologisch und gesellschaftlich, eher diametral zueinander sind!
Nur die Götter gehen zugrunde, wenn wir endlich gottlos sind. K.Wecker
Religionsfreiheit ist ein schönes Ziel; so ganz frei von Religion.
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@ Miche #
Miche schrieb:

Wer zwingt deutsche und europäische Landwirte für den Weltmarkt zu produzieren, vor dem Hintergrund, daß das nur auf Basis importierter Futtermittel möglich ist ?
Die erhöhten Auflagen rechtfertigen keinesfalls eine Flächenprämie von 300 EUR, schon deshalb, weil der Umfang der einzuhaltenden Auflagen von der Betriebsorganisation abhängt. So haben z.B. Tierhalter wesentlich mehr Auflagen einzuhalten als Viehlose Betriebe.
Im Sinne einer gerechten Verteilung und zur Argumentation der Gelder gegenüber den Steuerzahlern, sollten wir aufhören, eine Entschädigung für die Einhaltung geltender Gesetze und Verordnungen zu fordern. Die Förderung sollte vielmehr danach bemessen werden, ob der jeweilige Betrieb gesellschaftliche Leistungen erbringt, oder am Rande des Möglichen, voll auf Rationalisierung setzt.


Kein Bauer produziert für den Weltmarkt!
Du hast auch noch nicht die Bedeutung der Flächenprämien und sonstiger Förderungen verstanden! Es geht da weder um gerechte Verteilung noch um eine Entschädigung für die Einhaltunggeltender Gesetze, das wird nur vorgeschoben. Es wird nur einfach Kohle in das System gesteckt damit der Ofen nicht ausgeht.
10 mal zieht der Jäger aus 9 mal kehrt er leer nach Haus
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@ Miche #
Wer zwingt deutsche und europäische Landwirte für den Weltmarkt zu produzieren, vor dem Hintergrund, daß das nur auf Basis importierter Futtermittel möglich ist ?

Der Konsument und der Weltmarkt selbst.
Genaue Zahlen habe ich nicht, aber geschätzt nur 15 bis 20 % der Lebensmittel gehen zu einem höheren Preis an den Verbraucher als der Weltmarktpreis ist (Bio, Regional etc.).
Die meisten Landwirte sind also gezwungen, entweder zum Weltmarkpreis zu produzieren oder die Produktion einzustellen und sich einen neuen Job zu suchen.
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@ Naturwirt #
https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Bartmer-Glyphosat-wird-viel-zu-oft-versprueht-8859918.html

Herr Bartmer hat in einem Interview mit Agrar heute ausführlich Stellung bezogen und top agrar hätte sich die Überschrift sparen können. Er hat fachlich alles richtig erklärt nur topagrar macht eine Welle und entsprechend dumme Kommentare folgen und vergiften die Diskussion.

Komme einmal zum Ausgangspunkt zurück. Interessant finde ich Aussagen von Bartmer vor einem guten Jahr:

Fortschrittliche Verfahren verbessern Nachhaltigkeit. „Das gelang durch Züchtung, durch komplexere elektronische Technik, durch chemische Produkte sowie durch effizientes Management – also mit dem kompletten Instrumentarium, das heute das Synonym für das große Übel ist.“ Vom Seiten der Politik werde mitunter wider besseres Wissen bei der Zulassung neuer Technologien nicht auf Fakten gesetzt sondern die letzte Wahrheit für Entscheidungen an der Wahlurne gesucht.

Unterstreichung von mir, weil für das Thema interessant. Wer das liest, der muss sich doch denken, entweder hat Bartmer eine Gehirnwäsche bekommen oder er zweifelt jetzt an den chemischen Produkten und dem effizienten Management der Landwirte. Glaubwürdig ist das jedenfalls nicht unbedigt.
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@ Ali #
Ali schrieb:

Kein Bauer produziert für den Weltmarkt!
Du hast auch noch nicht die Bedeutung der Flächenprämien und sonstiger Förderungen verstanden! Es geht da weder um gerechte Verteilung noch um eine Entschädigung für die Einhaltunggeltender Gesetze, das wird nur vorgeschoben. Es wird nur einfach Kohle in das System gesteckt damit der Ofen nicht ausgeht.


Mit einer derartigen Argumentation werden Verbraucher und Steuerzahler nicht länger bereit sein "KOhle in das System" zu stecken.
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@ altilla #
altilla schrieb:

Der Konsument und der Weltmarkt selbst.
Genaue Zahlen habe ich nicht, aber geschätzt nur 15 bis 20 % der Lebensmittel gehen zu einem höheren Preis an den Verbraucher als der Weltmarktpreis ist (Bio, Regional etc.).
Die meisten Landwirte sind also gezwungen, entweder zum Weltmarkpreis zu produzieren oder die Produktion einzustellen und sich einen neuen Job zu suchen.


Verbraucher haben noch nie für niedrigere Lebensmittelpreise demonstriert. Der Handel kann die Preise auf das Weltmarktniveau absenken, weil wir mit der Belieferung des Weltmarktes ständig beweisen, daß wir zu diesen Preisen produzieren können. Der Handel fordert diese Preise dann auch für sich, zumal in der Produktion keine Unterschiede zwischen Binnen- und Weltmarktware besteht. Oft ist die Landwirtschaft selber dumm genug, zu behaupten es sei alles gleich, nur weil man aufwändiger produzierenden Kollegen keinen höheren Preis gönnt. Es gibt sogar Kollegen, die behaupten Bioprodukte seien nicht besser als konventionelle, und wer für Bio mehr ausgibt sei einfach nur blöd. Gleichzeitig wird herumgejammert, Verbraucher wären nicht bereit, für Lebensmittel mehr Geld auszugeben. Geht es noch dümmer ?
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@ Miche #
Verbraucher haben noch nie für niedrigere Lebensmittelpreise demonstriert.

Das haben die auch nicht nötig, der LEH sorgt in seiner Konkurrenz dafür, dass die Preise niedrig sind.


Der Handel kann die Preise auf das Weltmarktniveau absenken, weil wir mit der Belieferung des Weltmarktes ständig beweisen, daß wir zu diesen Preisen produzieren können. Der Handel fordert diese Preise dann auch für sich, zumal in der Produktion keine Unterschiede zwischen Binnen- und Weltmarktware besteht. Oft ist die Landwirtschaft selber dumm genug, zu behaupten es sei alles gleich, nur weil man aufwändiger produzierenden Kollegen keinen höheren Preis gönnt. Es gibt sogar Kollegen, die behaupten Bioprodukte seien nicht besser als konventionelle, und wer für Bio mehr ausgibt sei einfach nur blöd. Gleichzeitig wird herumgejammert, Verbraucher wären nicht bereit, für Lebensmittel mehr Geld auszugeben. Geht es noch dümmer ?

Du siehtst das aber nun etwas einseitig. Selbst bei Produkten, die wir nicht auf dem Weltmarkt verkaufen müssen, weil der deutsche Selbstversorgungsgrad unter 100 % ist, bestimmt der Weltmarktpreis den Verkaufspreis. Weil eben nicht alles als regional vermarktet werden kann und weil eben der Verbraucher nicht durchgehend regional sondern eher billigst kauft.
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@ Miche #
Miche schrieb:

Mit einer derartigen Argumentation werden Verbraucher und Steuerzahler nicht länger bereit sein "KOhle in das System" zu stecken.

Als Bauer bin ich Steuerzahler und komme aus diesem System auch nicht raus.
10 mal zieht der Jäger aus 9 mal kehrt er leer nach Haus
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@ Miche #
Miche schrieb:

Verbraucher haben noch nie für niedrigere Lebensmittelpreise demonstriert. Der Handel kann die Preise auf das Weltmarktniveau absenken, weil wir mit der Belieferung des Weltmarktes ständig beweisen, daß wir zu diesen Preisen produzieren können. Der Handel fordert diese Preise dann auch für sich, zumal in der Produktion keine Unterschiede zwischen Binnen- und Weltmarktware besteht. Oft ist die Landwirtschaft selber dumm genug, zu behaupten es sei alles gleich, nur weil man aufwändiger produzierenden Kollegen keinen höheren Preis gönnt. Es gibt sogar Kollegen, die behaupten Bioprodukte seien nicht besser als konventionelle, und wer für Bio mehr ausgibt sei einfach nur blöd. Gleichzeitig wird herumgejammert, Verbraucher wären nicht bereit, für Lebensmittel mehr Geld auszugeben. Geht es noch dümmer ?



Sehe ich auch so . Wer für Bio mehr ausgibt ist selbst schuld. Konventionelle Produkte sind von besserer Qualität, schmecken genauso und sind nachhaltig. Wenn man die Ökoprämie nur um die Hälfte kürzen würde. Dann würde viele Betriebe wieder auf konventionell umsatteln.
Auch wird Bio zurzeit vom LEH geschützt. Z.B. Biomilch aus Österreich,Dänemark, ist 5 Cent günstiger. Wird aber nicht genommen weil man sich mit Bio ein positives Image verpassen will.
Übrigens wir Vollmilchpulver,Magermilchpulver,Butter auf dem Weltmarkt hauptsächlich verkauft. Und das in höherer Qualität. Klar wenn mehr auf dem Markt kommt sinkt der Preis. Aber das wir auf den intern.Märkten mithalten können ist doch positiv. Auch bei Wirtschaftlichkeitsberechnungen schneiden wir weltweit nicht mehr so schlecht ab. Wir liegen im Mittelfeld.
Übrigens Die Bio Molkerei Scheitz liefert ihre Produkte nach Dubai, Schweden und Österreich. Nur Bio. Nur soweit zur Regionalität.
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@ werner68 #
werner68 schrieb:

Konventionelle Produkte sind von besserer Qualität und sind nachhaltig.


Kannst du dafür Fakten anführen?
Nur die Götter gehen zugrunde, wenn wir endlich gottlos sind. K.Wecker
Religionsfreiheit ist ein schönes Ziel; so ganz frei von Religion.
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