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Preise, Verbraucher, Handel und Politik
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Forum: Preise, Verbraucher, Handel und Politik
Wichtige Fragen, Daten und Fakten auch für Nicht-Landwirte.

Bauernbild "topagrar", zerstört die Landwirtschaft

@ Miche #
Miche schrieb:
..... Genauso phrasenhaft ist die 2. "bedeutende" Aussage. Natürlich ergeben sich die Strukturen aus der Funktion, diese kann aber sinnvoller Weise, wie gesagt, nicht in Biligproduktion für den Weltmarkt bestehen.

Für mich als Bauer beginnt gleich hinter dem Hoftor der Weltmarkt, alles andere ist Träumerei.
10 mal zieht der Jäger aus 9 mal kehrt er leer nach Haus
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@ Ali #
Ali schrieb:

Für mich als Bauer beginnt gleich hinter dem Hoftor der Weltmarkt, alles andere ist Träumerei.


Ich halte es für Möchtegern- Unternehmertum, bei unseren Anforderungen an Tierwohl und Ökologie und den allgemein hohen Kosten, vom Weltmarkt zuträumen. Unternehmer würden anders entscheiden.
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@ Miche #
Miche schrieb:

Ich halte es für Möchtegern- Unternehmertum, bei unseren Anforderungen an Tierwohl und Ökologie und den allgemein hohen Kosten, vom Weltmarkt zuträumen. Unternehmer würden anders entscheiden.


Ich träume nicht vom Weltmarkt, der hat uns schon lange im Griff. Als "Unternehmer" habe ich mich entschieden kostengünstig zu produzieren.
10 mal zieht der Jäger aus 9 mal kehrt er leer nach Haus
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@ Miche #
Miche schrieb:

Unternehmer würden anders entscheiden.


Nämlich wie?
Nur die Götter gehen zugrunde, wenn wir endlich gottlos sind. K.Wecker
Religionsfreiheit ist ein schönes Ziel; so ganz frei von Religion.
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@ Miche #
Miche schrieb:

Was soll an den Phrasen vom Landwirtschaftsminister bedeutend sein ? Landwirtschaft ist sicher kein Selbstzweck, der Zweck muss definiert werden und kann mit Sicherheit nicht darin bestehen, die weltweit billigsten und rücksichtslosesten Produktionsbedingungen preislich zu unterbieten. Genauso phrasenhaft ist die 2. "bedeutende" Aussage. Natürlich ergeben sich die Strukturen aus der Funktion, diese kann aber sinnvoller Weise, wie gesagt, nicht in Biligproduktion für den Weltmarkt bestehen.


Primärer Sinn und Zweck der Landwirtschaft ist die Erzeugung von Lebensmitteln und seit kurzem auch die Erzeugung erneuerbarer Energieen. Zusätzliche Funktionen, ergeben sich bei Übererfüllung dieser Primärfunktion. Landschaftspflege bzw. Erhaltung/Pflege einer vor Generationen geschaffenen und nur mit Rückwärtsblick beurteilten Kulturlandschaft, können bestenfalls ein Zusatznutzen sein. Dass es bei uns anders läuft, ist lediglich den Exportaktivitäten unserer übrigen Wirtschaft zuzuschreiben, die die Importe für Lebensmittel bei uns, zum Zweck der Devisenbeschaffung für die Exportländer, notwendig macht. Erst wenn wir uns aus den Luxuszeiten verabschiedet haben werden und die Lebensmittelerzeugung wieder in den Fokus rückt, werden sich die Strukturen in der Landwirtschaft den wirklichen Erfordernissen anpassen. Dann wird wohl kaum noch einer von der idyllischen, kleinbäuerlichen, landschaftspflegenden und die Kulturlandschaft erhaltenden Landwirtschaft reden. Dann nämlich wird es darum gehen, die Leute satt zu bekommen. Die Entwicklung hin zu dieser Phase, hat längst begonnen. Die Klimaveränderung, von Menschen beeinflusst oder nicht, wird das Ihre dazu tun. Untergangsszenario? Nein, vorausschauende Wahrnehmung!
Nur die Götter gehen zugrunde, wenn wir endlich gottlos sind. K.Wecker
Religionsfreiheit ist ein schönes Ziel; so ganz frei von Religion.
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@ Miche #
Galubst du, der Berufsgruppe ist damit gedient, wenn man ständig rüchwärtsverteidigt, wenn die Landwirte ständig in eine Verteidigungshaltung manöveriert werden ? Die Glyphosathersteller amüsieren sich bestimmt köstlich darüber, daß die Landwirte für sie die Kartoffeln aus dem Feuer holen. Wir Bauern sollten endlich eine Agrarpolitik und Rahmenbedingungen fordern, die es uns ermöglichen, ohne Glyphosat auszukommen, wenn das Volk es so wünscht.

Das kann man sicher so sehen, aber warum ändert jetzt ein Präsident dann die Meinung, wenn er nicht mehr gewählt werden will und diskreditiert seine bisherigen Aussagen? Dieser Zusammenfall von "Selbstkritik" und Aufgabe des Amtes lässt mich nur fragend zurück und das schlimmste befürchten.
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@ TerraGator #
Man nimmt dadurch diejenigen automatisch in Schutz die durch Fehlanwendungen wie z.B. das Syncronisieren der Ernte, erst die ganze Diskussion angefacht haben. Gemäß dem Grundsatz "the solution of polution is dilution" sollte man durch weniger Anwendung Verantwortung übernehmen. Eine freiwillige Verbrauchsreduzierung auf 50% wie in dem Artikel gefordert würde eine grosse Signalwirkung haben, ohne dass man komplett darauf verzichten muss.

Nun war aber diese Vorerntebehandlung eine zugelassene und damit legale vorgehensweise. Darf man jemanden den Vorwurf machen, etwas legales zu machen, um seine Ernte zu retten?
Diese Aufforderung zur Verbrauchsreduzierung ist doch auch irgendwie Humbug: entweder wurde schon bisher zu viel unnötig und unwirtschaftlich eingesetzt, dann hätte man bei der DLG schon vor vielen Jahren tätig werden müssen, oder die G.-Behandlung war wirtschaftlich betrachtet sinnvoll, dann darf man nicht von einem falschen und unnötigen Einsatz sprechen.
Die Aussage Bartmers bedeutet nichts anderes: Die Landwirte sind zu blöd, eine wirtschaftlich sinnvolle Entscheidung zum G.-Einsatz zu treffen und setzen es deshalb zu oft (unwirtschaftlich) ein.
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@ Jaydee #
Tolles Thema mit tollen Beiträgen!Das macht Mut weiter in der Landwirtschaft zu arbeiten,wenn man weiss,dass nicht alle total verblödet sind und sich nicht blind vor den Karren des korrupten DBV und dessen Sprachrohr Top Agrar spannen lassen.Bitte macht weiter so und kämpft gegen die,die eigentlich die bäuerlichen Familienbetriebe zugunsten von rücksichtslos gewinnmaximierenden Grossunternehmen kaputt machen wollen,ohne ihre hässliche Fratze offen zu zeigen!

Dieses Statement lässt mich bei deinen beruflichen Erfahrungen in 6000 und 9000 ha großen Farmen doch etwas fragend zurück. Warst du jung und brauchtest das Geld?
Die Landwirtschaft ist nun mal ein Teil der Wirtschaft und in der heutigen Konstellation haben große Betriebe Kostenvorteile und rücksichtslose Gewinnmaximierung, glaubst du, das gibt es nicht in Familienbetrieben????
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@ Ali #
Ich träume nicht vom Weltmarkt, der hat uns schon lange im Griff. Als "Unternehmer" habe ich mich entschieden kostengünstig zu produzieren.

Als Unternehmer hast du aber zumindest zwei Möglichkeiten: Kostenführerschaft oder Qualitäts- bzw. Produktführerschaft. Die deutsche Landwirtschaft (und du) ist auf ersteres ausgerichtet, auch weil der Konsument das meist so will. Für das zweite fehlt teilweise der Markt - realistisch betrachtet. Diesen zu schaffen ist zwar nicht unmöglich, aber sehr schwer. Aber er scheint in den letzten Jahrzehnten eher zu wachsen.
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@ altilla #
altilla schrieb:

Dieses Statement lässt mich bei deinen beruflichen Erfahrungen in 6000 und 9000 ha großen Farmen doch etwas fragend zurück. Warst du jung und brauchtest das Geld?
Die Landwirtschaft ist nun mal ein Teil der Wirtschaft und in der heutigen Konstellation haben große Betriebe Kostenvorteile und rücksichtslose Gewinnmaximierung, glaubst du, das gibt es nicht in Familienbetrieben????


Und deshalb müssen die Größten über die Flächenförderung auch noch die meisten Gelder abkassieren ?

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