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Preise, Verbraucher, Handel und Politik
1248 Themen, Moderator: Susanne1, Manu, Matthias, nagus2, Redaktion_landlive, Moderator
Forum: Preise, Verbraucher, Handel und Politik
Wichtige Fragen, Daten und Fakten auch für Nicht-Landwirte.

Die größten Pleitegeier pachten am teuersten!!

@ Doptrebo90 #


und für wieviele Betriebe siehst du darin die rettung, bis sie sich in der weiteren Verarbeitung konkurenz machen? ok, man könnte natürlich den Umfragen glauben, das der Verbraucher dann sein einkaufverhalten ändert. aber mir wäre dieses Risiko zu hoch.
was machst du nochmal, irgendwas mit Eiern glaub ich. wo dürfte der nächste ähnlich gelagerte Betrieb sitzen, um nicht zum zusätzlichen Wettbewerber zu werden?

das ist doch alles schön und recht, aber solange man nur versucht, wie man seine landwirtschaftliche produktion querfinanzieren kann, wird sich an der grundsituation nicht viel ändern. Dann ist die Landwirtschaft doch nur noch Hobby-
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 02.01.18 um 22:59 Uhr.
@ matttin #
matttin schrieb:

Du vergisst dabei aber die Regionen in denen die Realteilung ses Erbes über Generationen Praxis war. Mir fällt da zuerst das südwestliche Deutschland ein.
Ein guter Freund baut dort einen Betrieb auf. Die Flächenstrukturen sind der Wahnsinn. Fast ins perverse zerstückelte Flächen.


Aber nicht bei den Schichten, die für das Grundeigentum der Kirchen relevant wären.
Bei den normalen Bauern gab es oft diese Teilung.
Die Erbschaftteilungen hatten ja eben den grund, um auch dem Zweitgeborenen ein Heiratsrecht zu sichern, durch die ausweitung der Ernten (intigrierte Tierhaltung/Fruchtfolge) wurden diese Teilungen möglich. Die Folge langfristig aber waren zunehmend nicht lebensfähige Kleinstbetriebe, und damit einhergehende Verarmung, auch von ehemals gut funktionierenden Wirtschaften. das war ein großess wirtschaftliches Problem, vor allem im 18. bis zum Beginn des 20Jahrhunderts
Dies hatte aber nichts mit der Kirche zu tun. und diese wurden dann erst mit der Gründung des deutschen Reichs und den Nazis ein Riegel vorgeschoben .
Es gab auch, gerade zu Beginn des 20Jh, reformversuche, diese Kleinteiligkeit rückgängig zu machen, und lebensfähige Wirtschaften neu zu etablieren. Nur blieb das alles meist, vor allem wegen des Wiederstands des Adels, als größte Grundeigentümer, schnell stecken.
Ich vertret hier meine Meinung.....Deine mußt Du Dir selbst bilden
Freiwirtschaft: [userpage.fu-berlin.de]

„Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen."
(George Santayana)

Nimm das Recht weg - was ist dann ein Staat noch anderes als eine große Räuberbande?
(Augustinus von Hippo)
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@ Doptrebo90 #
Doptrebo90 schrieb:

Genau das meinte ich.


Damit wir aber auch nur in zusätzliche Konkurenz der schon dort vorhandenen Gewerbe getreten, was auch dort die Preise dann zum sinken bringt.
Das wird also nicht die Lösung sein.
Ich vertret hier meine Meinung.....Deine mußt Du Dir selbst bilden
Freiwirtschaft: [userpage.fu-berlin.de]

„Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen."
(George Santayana)

Nimm das Recht weg - was ist dann ein Staat noch anderes als eine große Räuberbande?
(Augustinus von Hippo)
1
 
#
Beispiel Milch: Warum haben unsere Vorfahren damals die Genossenschaften
gegründet. Weil eine Investition in die Milchverarbeitung mit anschließender
Vermarktung für den Einzelbetrieb zu teuer und zu wenig effizient gewesen
wäre! Vor allem in Regionen mit einem Selbstversorgungsgrad mit zum Teil
weit über 100%. Da reicht alle 20 km ein Betrieb. Und wir sollen jetzt wieder
alles rückwärts entwickeln um in 10 Jahren wieder neue Genossenschaften
zu gründen?
2
 
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Oder in der Milchproduktion Größen erreichen, die eine eigene Verarbeitung und Vermarktung rechtfertigen - siehe Russland/China

Der Neider sieht den Garten, den Spaten sieht er nicht.
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@ Ali #
Ali schrieb:

Das bedeutet mit einem oder mehreren Gewerben die Landwirtschaft finanzieren.Genau betrachtet mehrere Berufe um einmal satt zu werden.

Nein das stimmt so nicht. Ok die Trocknung ist jetzt ein "Sonderfall" aber ansonsten wird es in die Richtung gehen. Wie sieht deine Lösung denn aus?
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@ nurich #
nurich schrieb:

und für wieviele Betriebe siehst du darin die rettung, bis sie sich in der weiteren Verarbeitung konkurenz machen? ok, man könnte natürlich den Umfragen glauben, das der Verbraucher dann sein einkaufverhalten ändert. aber mir wäre dieses Risiko zu hoch.
was machst du nochmal, irgendwas mit Eiern glaub ich. wo dürfte der nächste ähnlich gelagerte Betrieb sitzen, um nicht zum zusätzlichen Wettbewerber zu werden?

das ist doch alles schön und recht, aber solange man nur versucht, wie man seine landwirtschaftliche produktion querfinanzieren kann, wird sich an der grundsituation nicht viel ändern. Dann ist die Landwirtschaft doch nur noch Hobby-

Ja wir haben Legehennen, Ölmühle, Kartoffeln und Lebensmitteleinzel- und -großhandel. Wie viele Mitbewerber es in der Umgebung geben darf? Das ist sehr schwierig zu beschreiben. Wir sind vor den Toren von München, auch das Ballungsgebiet um München ist recht stark, besonders der Norden wo wir sitzen. Es geht auch nicht darum landwirtschaftliche Produkte durch irgend ein Gewerbe querfinazieren zu müssen, sondern um die Verarbeitungstiefe. Also was mache ich aus meinem Gemüse, Spargel, Erdbeeren, Getreide, Kartoffeln, Zwiebeln usw. nach der Ernte. Sicherlich wird es nicht für alle eine Lösung geben, genauso wenig geht es, dass alle Betriebe in der Fläche wachsen, außer ein anderer Betrieb stirbt eben. Du musst ja nicht von 0 auf 100 mit der Verarbeitung oder Vermarktung schießen. Mit relativ geringen Investitionskosten lässt sich da schon einiges erreichen und eben testen.

Was ist im Gegenzug dein Plan? Wie soll man den heutigen und zukünftigen Anforderungen in Zeiten von immer strengeren gesetzlichen Auflagen bei der Tierhaltung und Flächenbewirtschaftung bewältigen? Dazu braucht es meist eine bestimmte Grundgröße des Betriebes, weil es sonst eben gar nicht mehr weiter geht.

Du sprichst von Risiko. Wie hoch ist denn das Risiko bei einer Flächenzupacht und den derzeitigen Erzeugerpreisen bei Feldfrüchten? Nach Vollkostenrechnung bleiben dir dann, wenn es nicht gerade super schief gelaufen ist, gerade einmal 100-200€/ha übrig. Dafür musst du dann aber entsprechend Pachten, brauchst die nötigen Maschinen und hast Ausgaben bis zur Ernte (incl. Pacht) von 1.500 bis 2.000€. Wen die Erzeugerpreise oder Erträge nur ein wenig schwanken bist du schon im Minus. Noch dazu - wie viel Fläche benötigst du um für deine Familie ein ausreichendes Einkommen zu erwirtschaften? Mit 100ha Ackerbau ohne weitere Veredelung oder besonderer Vermarktung und keinen Nebeneinkünften, kommst du heute sicherlich nicht mehr recht weit.
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@ maxp #
maxp schrieb:

Oder in der Milchproduktion Größen erreichen, die eine eigene Verarbeitung und Vermarktung rechtfertigen - siehe Russland/China

Hat der aus Garching/ Alz diese Größe? Du müsstest es wissen, ist ja nicht sooo weit weg von dir.
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@ Doptrebo90 #
Ich hab keine pauschale Lösung und will auch keine scheinlösungen verherrlichen. Aber warum haben wir denn überhaupt den Anspruch, das jeder Landwirt erhalten bleiben mus?
Für ein vernünftiges Familieneinkommen durch die Bewirtschaftung zu erzielen, sind wir im Ackerbau bei weitgehender eigen Mechanisierung wenn ich das noch richtig im Kopf habe, bei ca 200 bis 250 ha je AK. Und dies ist dank technischen Fortschritt und gutes management auch ohne größere Probleme möglich. Daraus resultiert nunmal ein niedrigerer personal- bzw betriebebedarf.

Wenn wir über den Teller schauen, was passiert in der Industrie, wenn ein Betriebszweig dauerhaft ein zuschussbereich ist? Genau entweder Kostenreduktion, abspaltung oder Stilllegung.
Ist es nicht widersprüchlich, wenn wir in der landwirtschaft einerseits über hohe kosten jammern, aber andererseits diese über Quersubventionierung weiter in die hohe treiben?
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@ nurich #
nurich schrieb:

Ich hab keine pauschale Lösung und will auch keine scheinlösungen verherrlichen. Aber warum haben wir denn überhaupt den Anspruch, das jeder Landwirt erhalten bleiben mus?
Für ein vernünftiges Familieneinkommen durch die Bewirtschaftung zu erzielen, sind wir im Ackerbau bei weitgehender eigen Mechanisierung wenn ich das noch richtig im Kopf habe, bei ca 200 bis 250 ha je AK. Und dies ist dank technischen Fortschritt und gutes management auch ohne größere Probleme möglich. Daraus resultiert nunmal ein niedrigerer personal- bzw betriebebedarf.

Wenn wir über den Teller schauen, was passiert in der Industrie, wenn ein Betriebszweig dauerhaft ein zuschussbereich ist? Genau entweder Kostenreduktion, abspaltung oder Stilllegung.
Ist es nicht widersprüchlich, wenn wir in der landwirtschaft einerseits über hohe kosten jammern, aber andererseits diese über Quersubventionierung weiter in die hohe treiben?


Ob denn jemand den Anspruch hat oder eben nicht, hängt viel von der eigenen Person ab. Aber anscheinend, mich einbezogen, haben einige diesen Anspruch. Das sieht man eben auch am Pachtpreis, Fläche wird von jedem händeringend gesucht!
Wie viel eine AK schafft, hängt sicherlich viel mit den örtlichen Strukturen zusammen. Aber die genannten 200 bis 250 ha müssen eben auch erst mal zusammen kommen? Wie viele haben annähernd diese Größenordnungen nur annähernd? Das was du beschreibst ist eben die Größe, genau die sehe ich als Probelm an.

Natürlich kann man die Landwirtschaft auch ganz aufgeben, das würde evtl. die Industrie machen. Aber warum nicht versuchen mit der vorhandenen Fläche + evtl. einen überschaubaren Anteil an Pachtfläche eine Basis für einen wirtschaftlichen Betrieb aufstellen?
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