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Preise, Verbraucher, Handel und Politik
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Forum: Preise, Verbraucher, Handel und Politik
Wichtige Fragen, Daten und Fakten auch für Nicht-Landwirte.

Die größten Pleitegeier pachten am teuersten!!

Beitrag vom Autor bearbeitet am 03.01.18 um 15:09 Uhr.
@ schaudichum #
schaudichum schrieb:

Hat der aus Garching/ Alz diese Größe? Du müsstest es wissen, ist ja nicht sooo weit weg von dir.

Das war auf die Aussage bezogen, eine eigene Verarbeitung wär zu teuer für den Einzelbetrieb. Wenn das trotzdem das Ziel sein soll, dann gibt es nur zwei Möglichkeiten. Erstens den Kuhbestand an die optimale Molkereigröße anpassen, um dort ähnlich kostengünstig arbeiten zu können wie andere Molkereien (halte ich in Deutschland für unmöglich) oder eben durch die Qualität der Urproduktion (Bio, Weide, muttergebundene Kälberaufzucht, weiß der Teufel was,...) bei der eigenen Vermarktung einen so hohen Mehrpreis erzielen, dass die Mehrkosten der eigenen Verarbeitung und des Mehraufwands in der Landwirtschaft obsolet werden. Die Frage ist wie groß letztendlich die Nachfrage nach solchen Produkten sein wird, ich fürchte es wird kein Weg für die Mehrheit der Landwirte werden, auch nicht langfristig.

Lg
Der Neider sieht den Garten, den Spaten sieht er nicht.
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@ maxp #
maxp schrieb:

Das war auf die Aussage bezogen, eine eigene Verarbeitung wär zu teuer für den Einzelbetrieb. Wenn das trotzdem das Ziel sein soll, dann gibt es nur zwei Möglichkeiten. Erstens den Kuhbestand an die optimale Molkereigröße anpassen, um dort ähnlich kostengünstig arbeiten zu können wie andere Molkereien (halte ich in Deutschland für unmöglich) oder eben durch die Qualität der Urproduktion (Bio, Weide, muttergebundene Kälberaufzucht, weiß der Teufel was,...) bei der eigenen Vermarktung einen so hohen Mehrpreis erzielen, dass die Mehrkosten der eigenen Verarbeitung und des Mehraufwands in der Landwirtschaft obsolet werden. Die Frage ist wie groß letztendlich die Nachfrage nach solchen Produkten sein wird, ich fürchte es wird kein Weg für die Mehrheit der Landwirte werden, auch nicht langfristig.

Lg

Man hat und sieht sehr gut bei den ganzen Hühnermobilen, dass gerade Konkurrenz das Geschäft belebt
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@ Doptrebo90 #
Doptrebo90 schrieb:

Man hat und sieht sehr gut bei den ganzen Hühnermobilen, dass gerade Konkurrenz das Geschäft belebt


Die schießen wie die Schwammerl aus dem Boden. Ein Bekannter von mir hat 3, und ist täglich am Abend ausverkauft
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@ Doptrebo90 #
Doptrebo90 schrieb:

Nein das stimmt so nicht. Ok die Trocknung ist jetzt ein "Sonderfall" aber ansonsten wird es in die Richtung gehen. Wie sieht deine Lösung denn aus?


Verpachten und Rente genießen.
10 mal zieht der Jäger aus 9 mal kehrt er leer nach Haus
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@ Doptrebo90 #
Normal ist doch der Verpächter in der glücklichen Lage sich den Pächter auszusuchen. Dann würde ich auch an seiner Stelle auf alle Fälle den Vertrag selbst gestalten und nicht den Wisch den der Pächter daher bringt unterzeichnen.

Generell sollte eben jeder wissen an wen er verpachtet. Warum auch nicht die Flurstücke aufteilen und an mehrere Pächter abgeben? Nach zwei oder drei Jahren sieht man dann schon sehr gut wie jemand mit der Fläche umgeht bzw. wie dessen Zahlungsmoral ist.

Das würde als ein klarer Hinweis zu, keine Pachtverträge von längerer Dauer abzuschliessen! Also nur maximal 3 Jahre...
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@ Doptrebo90 #
OK insolvent... Insolvenz anmelden ist dann der nächste Schritt

Als Einzelunternehmer hast du keinerlei Verpflichtung, Insolvenz anzumelden, du kannst sowieso nur Privatinsolvenz machen. Bei Gesellschaften sieht es anders aus.
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@ schaudichum #
Wie kommen die schwarzen Brüder eig. zu dem Grund? Erbschleicherei? oder was.

Bei uns gab es den Pfarrhof: der Pfarrer bewirtschaftete bis ca. 1930 den kirchlichen Grund und Boden mit Knechten und Mägden selber.
Ausserdem hat es bei uns ein Pfarrer geschafft zwei Höfe durch Erbschleicherei an die Kirche zu bringen.

Die Besitzverhältnisse des Mittelalters sind zumindest in Bayern spätestens 1848 endgültig beseitigt worden. Aber seit der Säkularisierung 1803 gab es immer wieder neue Stiftungen an die Kirche.
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@ 240236 #
Landwirtschaft ohne Fläche funktionierte in früheren Zeiten weniger als heute. Transporte waren viel schwieriger zu bewältigen.

Gerade darum gabe es früher so eine ausgeprägte Subsistenzwirtschaft. Fast jeder hatte einen Garten und baute so viel darin an, wie möglich. Der Begriff "Ackerbürgerhaus" stammt aus dieser Zeit. Trotz Wohnung in der Stadt und Gewerbe hatte man noch eine Landwirtschaft.
Das war teilweise wenig effizient, aber durchaus mit vergleichsweise hohen Flächenertrag.
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@ nurich #
Wenn wir über den Teller schauen, was passiert in der Industrie, wenn ein Betriebszweig dauerhaft ein zuschussbereich ist? Genau entweder Kostenreduktion, abspaltung oder Stilllegung.
Ist es nicht widersprüchlich, wenn wir in der landwirtschaft einerseits über hohe kosten jammern, aber andererseits diese über Quersubventionierung weiter in die hohe treiben?

Ein wichtiger Punkt der Industrie ist aber "Innovation". Man versucht durch (scheinbar) neue Produkte wieder neue Kunden und damit Rentabilität zu bekommen. Dadurch können Betriebe auch überleben, ohne ständig in der Fläche etc. zu wachsen.
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@ Ali #
Ali schrieb:

Verpachten und Rente genießen.

Ja richtig... Die muss es auch noch geben. Ich muss aber noch ein paar Jahre durchstehen
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