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Preise, Verbraucher, Handel und Politik
1272 Themen, Moderator: Susanne1, Manu, Matthias, nagus2, Redaktion_landlive, Moderator
Forum: Preise, Verbraucher, Handel und Politik
Wichtige Fragen, Daten und Fakten auch für Nicht-Landwirte.

Die größten Pleitegeier pachten am teuersten!!

@ DWEWT #
DWEWT schrieb:

Wenn dem so ist, dann stehen die Flächen doch schon bald wieder für eine Neuverpachtung zur Verfügung. Oder gilt doch der Spruch: "Totgesagte leben länger"? Oder dauert das Leben der anderen Betriebe doch noch zu lange, weil man selbst dringendst auf die Flächen angewiesen ist? In welcher Situation muss man sein, wenn man sich so über andere Betriebe äußert?
Nachdem es, im Berufsstand, einen erheblichen Widerstand gegen die Veröffentlichung der ldw. Förderung gegeben hatte, gehen jetzt wohl die "Kollegen" her und werten die veröffentlichten Daten dahingehend aus, dass sie sich Klarheit über das mögliche Ende anderer Betriebe verschaffen. Damit ist es den Machern der Veröffentlichung ganz offensichtlich gelungen, die Spaltung des Berufsstandes weiter voran zu treiben. Ich jedenfalls werde mich nicht über die Zuwendungen an andere Betriebe informieren. Wer das macht und sich gleichzeitig gegen die Veröffentlichung wendet, ist ein mieses Schw.... .


Bist Du auch so ein Kandidat, weil Du dich so Aufregst?
Ich hab nicht danach geschaut, das hat mir ein Mitarbeiter unseres Amtes erzählt! Ja ich bin auch auf meine Pachtflächen angewiesen, will ja schließlich auch meine Familie ernähren! Und eben gerade die beiden Betriebe sind die Pachtpreistreiber in unserer Region und rennen von Haus zu Haus um anderen Flächen die oft bereits seit 30 Jahren gepachtet waren abspenstig zu machen! Aber anscheinend siehst Du das als normal an Hilfen ( die nur bei Liquiditätsengpässen ( auf deutsch Zahlungsunfähigkeit) gezahlt werden in Anspruch zu nehmen wenn man gar kein Geld braucht .

Solche Aktionen schaden den Ruf unserer Landwirtschaft!

Trotzdem frohe Weihnachten!
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@ 2011 #
2011 schrieb:

Bist Du auch so ein Kandidat, weil Du dich so Aufregst?
Ich hab nicht danach geschaut, das hat mir ein Mitarbeiter unseres Amtes erzählt! Ja ich bin auch auf meine Pachtflächen angewiesen, will ja schließlich auch meine Familie ernähren! Und eben gerade die beiden Betriebe sind die Pachtpreistreiber in unserer Region und rennen von Haus zu Haus um anderen Flächen die oft bereits seit 30 Jahren gepachtet waren abspenstig zu machen!


Ich bin bei diesem Thema ganz gelassen, weil ich gar nicht pachten muss.
Aufgeregt bist ganz offensichtlich nur du. Willst du hier wirklich erzählen, dass ein Mitarbeiter des "Amtes" dir erzählt hat, welcher Betrieb wieviel und wofür Förderung bekommen hat? Sehr unwahrscheinlich! Auch langjährige Pachtverträge laufen irgendwann aus und ja, es ist nur normal, dass Verpächter sich dann nach anderen Geboten umschauen. Es ist schon merkwürdig, dass Landwirte glauben, aus einer langjährigen Verpachtung würde sich ein Vorrecht auf Fortsetzung der Bewirtschaftung ergeben. Willkommen in der Realität! Oder verkaufst du deine Erzeugnisse auch schon seit 30 Jahren an immer denselben Abnehmer, unabhängig davon, welchen Preis er zahlt?
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@ DWEWT #
DWEWT schrieb:

Ich bin bei diesem Thema ganz gelassen, weil ich gar nicht pachten muss.
Aufgeregt bist ganz offensichtlich nur du. Willst du hier wirklich erzählen, dass ein Mitarbeiter des "Amtes" dir erzählt hat, welcher Betrieb wieviel und wofür Förderung bekommen hat? Sehr unwahrscheinlich! Auch langjährige Pachtverträge laufen irgendwann aus und ja, es ist nur normal, dass Verpächter sich dann nach anderen Geboten umschauen. Es ist schon merkwürdig, dass Landwirte glauben, aus einer langjährigen Verpachtung würde sich ein Vorrecht auf Fortsetzung der Bewirtschaftung ergeben. Willkommen in der Realität! Oder verkaufst du deine Erzeugnisse auch schon seit 30 Jahren an immer denselben Abnehmer, unabhängig davon, welchen Preis er zahlt?


Dann bist Du ja in einer sehr Glücklichen Lage! In unserer Region gibt es fast keinen Betrieb der ohne Pachtflächen leben kann, da liegt der Pachtanteil der Haupterwerbsbetriebe immer über 75 Prozent. Und ja, manche Mitarbeiter machen da kein Geheimnis draus wenn das alles bereits im Internet steht, warum sollen die einen dann anlügen wenn man sie frägt.

Du sagst wahrscheinlich noch Danke wenn Dir einer die Preise kaputt macht und so um mehrere 10000€ im Jahr bringt.
Wenn Du keinen Pachtgrund brauchst bzw. hast wirst Du das nicht so verstehen, aber stell Dir doch mal vor, ich renne zu den Abnehmern deiner Produkte und unterbiete deine Preise teils bis zum halben Preis, kassiere dann noch Pleitehilfen und mach noch billiger weiter bis ich in 10 oder mehr ganz weg bin. Oder falls Du Arbeitnehmer bist dann stell Dir vor dein Kollege geht zum Chef und er sagt er macht deine Arbeit für den Halben Lohn wenn er dich rausschmeist! Wär das dann für dich auch alles OK ?
Es geht hier nicht um Vorrecht sondern um das gewaltsame irrsinnige kaputtmachen der Preise!

Folge: Preisniveau ist kaputt für sehr lange Zeit
Verpächter bekommt evtl. gar keinen Pacht oder nur einen Teil
Das vermögen des Pächters schrumpft oder geht irgendwann ganz drauf
wem ist da dann geholfen

Ich verkaufe meine Produkte auch an verschiedene Händler bzw. habe manchmal die Abnehmer gewechselt, aber ich werde niemals zu einen Liefern, der mir viel verspricht und dabei Zahlungsunfähig ist bzw. vor kurzen war. Und da wär ich auch dankbar wenn mir Berufskollegen eventuelles Wissen nicht verschweigen.

Wo kommst Du her, wenn Du keinen Pachtgrund brauchst ? Ist das in deiner Gegend bei jeden Betrieb so oder bist nur Du eine Ausnahme in deiner Glücklichen Lage ? Jedenfalls kannst mal versuchen Dir vorzustellen, von deinen Gewinn noch Pacht in verschiedenen Höhen wegzurechnen, dann erkennst Du schnell das für jeden Hunderter mehr pro ha etliche tausend am Betriebseinkommen fehlen.
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#
Deine Argumentation kann ich gut nachvollziehen; keine Frage. Hier in meiner Region haben die meisten Betriebe, wie du es auch schilderst, einen erheblichen Teil ihrer Wirtschaftsfläche gepachtet. Auch hier wechseln die Pachtflächen häufig ihren Besitzer, bzw. auch ihren Eigentümer. Trotzdem bleibt auch der Pachtmarkt ein Markt, auf dem Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen. Jeder Landwirt nimmt gern in Kauf, dass der Wert seiner eigenen Flächen steigt. Damit ist allerdings auch der Anstieg der Pachtpreise verbunden. Hohe Kaufpreise und geringe Pachten, passen nun mal nicht zusammen. Die Konsequenz aus "Wachsen oder Weichen" ist nun mal, dass freiwerdende Flächen einen neuen Bewirtschafter bekommen. So ist der Pachtanteil seit den 50er Jahren von ca. 10% auf heute 50 bis 80%, je nach Bundesland, gestiegen. Da auch weiterhin Betriebe ausscheiden werden, wird der Pachtanteil noch weiter zunehmen, da ein Kauf nur in Ausnahmefällen möglich sein wird. Das Karussel wird sich weiter drehen und auch noch weiter beschleunigt werden. Die Pachtpreise sind in 2016, erstmalig seit 2000, weniger stark angestiegen. Ob das nun der Umkehrpunkt ist, kann niemand seriös sagen.
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@ 2011 #
Beschreibung der Agrarfördermaßnahme:
Ziel der Maßnahme war es, Landwirte, die aufgrund der angespannten Marktlage in Liquiditätsengpässe geraten waren, von ihren Kreditkosten zu entlasten. Antragsberechtigt waren Milch- und Fleischerzeuger, die zur Sicherung ihrer Liquidität ein Darlehen aufgenommen hatten und einen Preisrückgang für ihre Produktion von 19 Prozent nachweisen konnten.

Da waren eben auch sehr viele Mitnahmeeffekte dabei....
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@ DWEWT #
Wenn dem so ist, dann stehen die Flächen doch schon bald wieder für eine Neuverpachtung zur Verfügung. Oder gilt doch der Spruch: "Totgesagte leben länger"?

Scheint so zu sein.. Habe es selbst noch nicht erlebt, aber von anderen gehört, dass Pächter zur Pachtpreiszahlungszeitpunkt gekommen sind, um sich ein paar Monate Aufschub zu erbitten... Diese Pächter gibt es immer noch...
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 25.12.17 um 09:13 Uhr.
@ 2011 #
2011 schrieb:

Bist Du auch so ein Kandidat, weil Du dich so Aufregst?
Ich hab nicht danach geschaut, das hat mir ein Mitarbeiter unseres Amtes erzählt! Ja ich bin auch auf meine Pachtflächen angewiesen, will ja schließlich auch meine Familie ernähren! Und eben gerade die beiden Betriebe sind die Pachtpreistreiber in unserer Region und rennen von Haus zu Haus um anderen Flächen die oft bereits seit 30 Jahren gepachtet waren abspenstig zu machen! Aber anscheinend siehst Du das als normal an Hilfen ( die nur bei Liquiditätsengpässen ( auf deutsch Zahlungsunfähigkeit) gezahlt werden in Anspruch zu nehmen wenn man gar kein Geld braucht .

Solche Aktionen schaden den Ruf unserer Landwirtschaft!

Trotzdem frohe Weihnachten!



30 Jahre Pachtvertrag? da wird zeit sich mal einen neuen Pächter zu suchen
solche Pächter kenne ich auch, hinterm Rücken der Verpächter machen sich diese über den Verpächter lustig, Verpächter haben Angst nach einer so langen Zeit den Pächter zuwechseln, deshalb wenn schon so eine lange Pachtzeit immer den Pachtpreis auf das Aktuelle Niveau nachziehen kein zu enges Verhältnis zum Pächter ein gewisser Abstand ist vorteilhaft.

manche können sich halt nur einen alte Golf leisten andere einen Mercedes
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@ altilla #
altilla schrieb:

Da waren eben auch sehr viele Mitnahmeeffekte dabei....


Wer nicht mitnimmt ist selbst Schuld und wird bestraft...
10 mal zieht der Jäger aus 9 mal kehrt er leer nach Haus
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@ micra #
30 Jahre Pachtvertrag? da wird zeit sich mal einen neuen Pächter zu suchen

Es geht nicht darum, dass man einen 30jährigen Pachtvertrag hat, sondern dass man den Pachtvertrag immer wieder verlängert oder neu abgeschlossen hat, aber mit den selben Pächter. Der Preis muss auch nicht gleich geblieben sein
Wenn man dann wechselt, kann das schon manchmal Ärger geben.. Selbst erlebt, der Pächter war stinkesauer, aber der Pächter hat nun mal keinen Anspruch darauf, dass sein Vertrag über die Flächen neu abgeschlossen wird.
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@ 2011 #
2011 schrieb:

Dann bist Du ja in einer sehr Glücklichen Lage! In unserer Region gibt es fast keinen Betrieb der ohne Pachtflächen leben kann, da liegt der Pachtanteil der Haupterwerbsbetriebe immer über 75 Prozent. Und ja, manche Mitarbeiter machen da kein Geheimnis draus wenn das alles bereits im Internet steht, warum sollen die einen dann anlügen wenn man sie frägt.

Du sagst wahrscheinlich noch Danke wenn Dir einer die Preise kaputt macht und so um mehrere 10000€ im Jahr bringt.
Wenn Du keinen Pachtgrund brauchst bzw. hast wirst Du das nicht so verstehen, aber stell Dir doch mal vor, ich renne zu den Abnehmern deiner Produkte und unterbiete deine Preise teils bis zum halben Preis, kassiere dann noch Pleitehilfen und mach noch billiger weiter bis ich in 10 oder mehr ganz weg bin. Oder falls Du Arbeitnehmer bist dann stell Dir vor dein Kollege geht zum Chef und er sagt er macht deine Arbeit für den Halben Lohn wenn er dich rausschmeist! Wär das dann für dich auch alles OK ?
Es geht hier nicht um Vorrecht sondern um das gewaltsame irrsinnige kaputtmachen der Preise!

Folge: Preisniveau ist kaputt für sehr lange Zeit
Verpächter bekommt evtl. gar keinen Pacht oder nur einen Teil
Das vermögen des Pächters schrumpft oder geht irgendwann ganz drauf
wem ist da dann geholfen

Ich verkaufe meine Produkte auch an verschiedene Händler bzw. habe manchmal die Abnehmer gewechselt, aber ich werde niemals zu einen Liefern, der mir viel verspricht und dabei Zahlungsunfähig ist bzw. vor kurzen war. Und da wär ich auch dankbar wenn mir Berufskollegen eventuelles Wissen nicht verschweigen.

Wo kommst Du her, wenn Du keinen Pachtgrund brauchst ? Ist das in deiner Gegend bei jeden Betrieb so oder bist nur Du eine Ausnahme in deiner Glücklichen Lage ? Jedenfalls kannst mal versuchen Dir vorzustellen, von deinen Gewinn noch Pacht in verschiedenen Höhen wegzurechnen, dann erkennst Du schnell das für jeden Hunderter mehr pro ha etliche tausend am Betriebseinkommen fehlen.


Du rechnest irgendwie nicht richtig! Meine Pachtpreise, die ich zahlen muß, stehen fest, da muß ich nicht verschiedene Höhen rechnen. Wenn sich Pachtflächen nicht mehr im gesamten Betriebskonzept rechnen muß man geordneten Rückzug antreten.
10 mal zieht der Jäger aus 9 mal kehrt er leer nach Haus
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