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Preise, Verbraucher, Handel und Politik
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Forum: Preise, Verbraucher, Handel und Politik
Wichtige Fragen, Daten und Fakten auch für Nicht-Landwirte.

Plastikmüll dreimal "wertvoller" als Weizen

@ altilla #
altilla schrieb:

Dann wärst du so einer der ersten, der die Diskussion Teller oder Tank mit befeuern würdest

Komisch ist doch, dass es zu Zeiten der Flächenstillegung eine Teller oder Flächenstillegung Diskussion nicht gab... wo kommt die denn plötzlich her ... nur mal so zum nachdenken...

altilla schrieb:
Und was mich immer wundert: trotz des billigen Weizens, den wir exportieren, hungern Menschen, weil die Nahrungsmittel in ihren Ländern zu teuer sind! Wie sollten sich die Armen dann die noch teueren vor Ort produzierten Nahrungsmittel leisten können?
Die Lösung wäre vielleicht eine Subsistenzwirtschaft, aber das läuft auch nicht so einfach, weil die meisten nicht so hart für ihr essen arbeiten wollen.

In den Film wird erwähnt, das 80% der Senegalesen von Landwirtschaft leben, wenn die künftig mehr absetzen können haben 80% der Leute höhere Einkommen. Für Leute ohne Einkommen ist alles zu teuer, egal wie billig es ist. Das sind eigentlich einfache leicht verständliche Zusammenhänge. Subsistenzlandwirtschaft haben die schon - notgedrungen, die würden gerne anders, das geht aber nicht in einem unfairen Wettbewerbsumfeld.
Harry Frankfurt: Wer Lügen (Fakes) verbreitet, respektiert die Wahrheit noch insoweit, als er ihre Aufdeckung fürchtet. Dem Bullshitter ist dies dagegen egal geworden.
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@ Notill #
Notill schrieb:

Wenn die in Afrika das Autobauen übernehmen würden, dann bräuchte man auch nicht erst das ganze Eisen nach Europa transportieren... Wir würden mit Getreide bezahlen und alles ist in Ordnung...
Aber es läuft eben so, daß die Autofabriken auf besten Landwirtschaftlichen Flächen errichtet werden und in Trockenzonen unter fragwürdigen Bedingungen dann Lebensmittel angebaut werden um sie gegen Autos und Rüstungsgüter zu tauschen, während das Getreide und andere Lebensmittel in Europa unverkäuflich ist, während es mit höchsten Umweltstandards produziert wurde.
Ich wage zu behaupten dass die Lebensmittel aus der EU die umweltfreundlichsten der Welt sind!
Vor allem: die ILUK-Faktoren... jeder ha der hier stillgelegt wird, kostet 3 ha Regenwald jeder ha Bio kostet 1-2 ha Regenwald... was ist daran Umweltfreundlich?



meinst in Europa waren die Landwirtschaftlichen Nutzflächen schon immer Landwirtschaftlichen Nutzflächen ?
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@ Notill #
Notill schrieb:

jeder ha Bio kostet 1-2 ha Regenwald... was ist daran Umweltfreundlich?


Solange es eine Überproduktion gibt und deren Beginn kann man datieren auf Ende der 60er Jahre, kann es gar nicht genügend Flächen geben, die der intensiven ldw. Produktion entzogen werden! Schließlich hat diese Überproduktion immer wieder zu vermehrten Aufwendungen der öffentlichen Kassen geführt. Exportsubventionen und Lagerhaltung sind da nur zwei Beispiele. Das Aufrechterhalten dieser Überproduktion, nur um ldw. Betriebe am Laufen zu halten, ist schlichtweg verwerflich! Trotzdem faselt man von Nachhaltigkeit, als wüsste man es nicht besser.
Übrigens sind die ursprünglichen Öko-Produktionssysteme frei von importierten Futtermitteln. Somit auch frei von der Verantwortung für das Abholzen von Regenwald. Ganz im Gegensatz zur konvi-Veredlung!
Nur die Götter gehen zugrunde, wenn wir endlich gottlos sind. K.Wecker
Religionsfreiheit ist ein schönes Ziel; so ganz frei von Religion.
2
 
#
Stimmt! und eine "Teller - Tank" Diskusion gibt es schon lange nicht mehr!
Trotz "Bio - Gas" haben wir zur Zeit, weltweit gesehen die höchsten Vorräte
an Weizen seit vielen Jahren! Und Putin unternimmt alles, das dies noch lange
so bleibt. Die Möglichkeiten hat er! Und die haben wir Europäer sträflich unterschätzt,
als man glaubte, man könne einen stolzen "Russen" (ist nicht negativ gemeint) erpressen.
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@ DWEWT #
DWEWT schrieb:

... Schließlich hat diese Überproduktion immer wieder zu vermehrten Aufwendungen der öffentlichen Kassen geführt. Exportsubventionen und Lagerhaltung sind da nur zwei Beispiele. Das Aufrechterhalten dieser Überproduktion, nur um ldw. Betriebe am Laufen zu halten, ist schlichtweg verwerflich! Trotzdem faselt man von Nachhaltigkeit, als wüsste man es nicht besser.
...!


Du siehst das zu eng. Es geht nicht vorrangig um die ldw. Betriebe, sondern um die vor- und nachgelagerten
Betriebe... und den Staat nicht vergessen.
10 mal zieht der Jäger aus 9 mal kehrt er leer nach Haus
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@ micra #
micra schrieb:

meinst in Europa waren die Landwirtschaftlichen Nutzflächen schon immer Landwirtschaftlichen Nutzflächen ?


Dann waren es eben vorher Forstwirtschaftliche Nutzflächen bis sie vor etwa 1500 Jahren in Landwirtschaftliche Flächen umgeändert wurden um die Leute satt zu bekommen, was, wie sich heute herausstellt wohl ein Fehler war.
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@ DWEWT #
DWEWT schrieb:

Solange es eine Überproduktion gibt und deren Beginn kann man datieren auf Ende der 60er Jahre, kann es gar nicht genügend Flächen geben, die der intensiven ldw. Produktion entzogen werden! Schließlich hat diese Überproduktion immer wieder zu vermehrten Aufwendungen der öffentlichen Kassen geführt. Exportsubventionen und Lagerhaltung sind da nur zwei Beispiele. Das Aufrechterhalten dieser Überproduktion, nur um ldw. Betriebe am Laufen zu halten, ist schlichtweg verwerflich! Trotzdem faselt man von Nachhaltigkeit, als wüsste man es nicht besser.
Übrigens sind die ursprünglichen Öko-Produktionssysteme frei von importierten Futtermitteln. Somit auch frei von der Verantwortung für das Abholzen von Regenwald. Ganz im Gegensatz zur konvi-Veredlung!


Es gab eigentlich nie eine Überproduktion im direkten sinne, sondern einen Kaufkraftmangel bei den Entwicklungsländern.

Der ILUK-Faktor gilt schon, denn es wird um genau diese Menge weniger produziert. Also ist um diese Menge mehr Fläche nötig, genau so wurde bei der Biosprit-Geschichte argumentiert, auch von den Bioverbänden. Das Nebenprodukt Eiweißfutter, das genau diese Sojaimporte vermieden hätte wurde dem Volk bewusst verschwiegen. Denn wenn diese Staaten kein Soja an uns verkaufen, könnte es ja sein, das die dann weniger Rüstungsgüter und Autos kaufen.
Im Grunde war es die Angst der Autoindustrie vor Absatzeinbußen in Südamerika, warum sie diesen Faktor erfunden haben.
Aber er gilt bei Biolandbau und Stillegung genauso wie bei Biotreibstoffen, nur das diese eben mehrere Umweltfreundliche Nebeneffekte gehabt hätten (nicht bei Palmöl)
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@ DWEWT #
Ich weiss nicht ob man die Lagerhaltung nur als Kosten aufs Butterbrot der LW schmieren darf ?

Es ist doch staatlich gewollt dass gewisse Mengen an verschiedenen Rohstoffen für Lebensmittel gehalten werden , also ich mei jetzt für den Kriegs , Seuchen oder Katastrophenfall .
Keinen "Hund" zum jagen tragen !
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@ Notill #
Notill schrieb:

Dann waren es eben vorher Forstwirtschaftliche Nutzflächen bis sie vor etwa 1500 Jahren in Landwirtschaftliche Flächen umgeändert wurden um die Leute satt zu bekommen, was, wie sich heute herausstellt wohl ein Fehler war.

Da sind halt die falschen Formulare ausgefült worden!
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@ Kasparow #
Kasparow schrieb:

Es ist doch staatlich gewollt dass gewisse Mengen an verschiedenen Rohstoffen für Lebensmittel gehalten werden , also ich mei jetzt für den Kriegs , Seuchen oder Katastrophenfall .


Ich meinte nicht die sogen. nationale Reserve. Aktuell könnte man die Magermilchpulverlagerhaltung anführen. Nötig? Nein!
Nur die Götter gehen zugrunde, wenn wir endlich gottlos sind. K.Wecker
Religionsfreiheit ist ein schönes Ziel; so ganz frei von Religion.
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