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Preise, Verbraucher, Handel und Politik
1272 Themen, Moderator: Susanne1, Manu, Matthias, nagus2, Redaktion_landlive, Moderator
Forum: Preise, Verbraucher, Handel und Politik
Wichtige Fragen, Daten und Fakten auch für Nicht-Landwirte.

Plastikmüll dreimal "wertvoller" als Weizen

@ DWEWT #
DWEWT schrieb:

Ich meinte nicht die sogen. nationale Reserve. Aktuell könnte man die Magermilchpulverlagerhaltung anführen. Nötig? Nein!

ist nur ein geschicktes Instrument um die Preise langfristig zu drücken.
angeblich wollte man die russische Wirtschaft schädigen... aber die Merkel hat wieder mal nur die deutsche Wirtschaft geschädigt.
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@ DWEWT #
Also ich könnte mir schon Szenarien vorstellen wo man darüber froh wäre .

Ob das je mal so kommt weiss ich natürlich nicht .
Keinen "Hund" zum jagen tragen !
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@ Tuxo #
Komisch ist doch, dass es zu Zeiten der Flächenstillegung eine Teller oder Flächenstillegung Diskussion nicht gab... wo kommt die denn plötzlich her ... nur mal so zum nachdenken...

Komisch ist das gar nicht: damals waren die EU-Inlandspreise relativ hoch, aber die Europäer sind reich und hatten damit kein Problem. Und die Weltmarkpreise waren sowieso extrem niedrig, weil es eben damals schon Überschüsse gab, die auf dem Weltmarkt billig angeboten wurden. Eine Teller oder Flächenstillegungsdiskussion erübrigte sich damit. Zumindest für Europa.

In den Film wird erwähnt, das 80% der Senegalesen von Landwirtschaft leben, wenn die künftig mehr absetzen können haben 80% der Leute höhere Einkommen. Für Leute ohne Einkommen ist alles zu teuer, egal wie billig es ist. Das sind eigentlich einfache leicht verständliche Zusammenhänge. Subsistenzlandwirtschaft haben die schon - notgedrungen, die würden gerne anders, das geht aber nicht in einem unfairen Wettbewerbsumfeld.

Unfaires Wettbewerbsumfeld ist auch relativ: bei den in Senegal niedrigen Lohn- und Lebenshaltungskosten könnten sich eigentlich auch die Europäer über Dumpingpreise beklagen.
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@ DWEWT #
Übrigens sind die ursprünglichen Öko-Produktionssysteme frei von importierten Futtermitteln. Somit auch frei von der Verantwortung für das Abholzen von Regenwald. Ganz im Gegensatz zur konvi-Veredlung!

Du schreibst ganz richtig, die ursprünglichen! Das hat sich in den letzten Jahrzehnten schon geändert und nun versucht man diesen Zustand langsam wieder herzustellen.
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@ Kasparow #
Ich weiss nicht ob man die Lagerhaltung nur als Kosten aufs Butterbrot der LW schmieren darf ?

Es ist doch staatlich gewollt dass gewisse Mengen an verschiedenen Rohstoffen für Lebensmittel gehalten werden , also ich mei jetzt für den Kriegs , Seuchen oder Katastrophenfall .

Historisch betrachtet wollte man nach dem 2. Weltkrieg erst einmal die Ernährung sichern und die Überschüsse kamen aus dieser Gedankenwelt. Eine Landwirtschaftsförderung, um das Überleben der Betriebe zu sichern kam erst Ende der 1950ern auf, als die Konkurrenz aus der Industrie immer größer wurde und man immer noch keine Überschüsse hatte. Dieser Weg hat sich dann gewissermaßen verselbständigt.
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@ altilla #
altilla schrieb:

und nun versucht man diesen Zustand langsam wieder herzustellen.


Leider nicht! Es geht mit zunehmender Geschwindigkeit in eine Richtung, die bei vielen Sympathisanten des ökologischen Landbaus immer mehr Fragen aufwirft. Bio, wird zukünftig nur noch mit Zusatznutzen funktionieren.
Nur die Götter gehen zugrunde, wenn wir endlich gottlos sind. K.Wecker
Religionsfreiheit ist ein schönes Ziel; so ganz frei von Religion.
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@ DWEWT #
Leider nicht! Es geht mit zunehmender Geschwindigkeit in eine Richtung, die bei vielen Sympathisanten des ökologischen Landbaus immer mehr Fragen aufwirft. Bio, wird zukünftig nur noch mit Zusatznutzen funktionieren.

? Also ich habe die neuen EU-Bioverordnungen und Biorichtlinien so verstanden, dass man Zukauf auf konventionellen Bereichen und auch (Futtermittel-)Importe für landwirtschaftliche Betriebe einschränken will.
Bin ich auf dem falschen Dampfer????
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@ altilla #
altilla schrieb:

? Also ich habe die neuen EU-Bioverordnungen und Biorichtlinien so verstanden, dass man Zukauf auf konventionellen Bereichen und auch (Futtermittel-)Importe für landwirtschaftliche Betriebe einschränken will.
Bin ich auf dem falschen Dampfer????


Solange all diese Vorhaben durch eine Flut von Ausnahmegenehmigungen quasi ausgesetzt werden können, sind sie nicht mehr als Beruhigungspillen für die Verbraucher. Wenn sich die prozessuale Qualität nicht im Bioprodukt wiederfindet, wird es zukünftig wohl schwierig werden die Bioware an den Verbraucher zu bringen. Ich weiß, dass damit bei vielen Biobetrieben in kleinstrukturierten Regionen, die Existenz auf dem Spiel steht.
Nur die Götter gehen zugrunde, wenn wir endlich gottlos sind. K.Wecker
Religionsfreiheit ist ein schönes Ziel; so ganz frei von Religion.
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@ altilla #
altilla schrieb:

Historisch betrachtet wollte man nach dem 2. Weltkrieg erst einmal die Ernährung sichern und die Überschüsse kamen aus dieser Gedankenwelt. Eine Landwirtschaftsförderung, um das Überleben der Betriebe zu sichern kam erst Ende der 1950ern auf, als die Konkurrenz aus der Industrie immer größer wurde und man immer noch keine Überschüsse hatte. Dieser Weg hat sich dann gewissermaßen verselbständigt.


Landwirtschaftsförderung gibt es schon ewig. Wahrscheinlich solange es kapitalistische Industriegesellschaften gibt. In feudalen Gesellschaften hat die LW sowieso einen höheren Stellenwert.
Ich vertret hier meine Meinung.....Deine mußt Du Dir selbst bilden
Freiwirtschaft: [userpage.fu-berlin.de]

Armut schafft Demut, Demut schafft Fleiß, Fleiß schafft Reichtum,
Reichtum schafft Übermut, Übermut schafft Krieg, Krieg schafft Armut.

So ist es brauch seit alters her, wer Sorgen hat, hat auch Likör.. (W. Busch)

Nimm das Recht weg - was ist dann ein Staat noch anderes als eine große Räuberbande?
(Augustinus von Hippo)
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@ tyr #
Landwirtschaftsförderung gibt es schon ewig. Wahrscheinlich solange es kapitalistische Industriegesellschaften gibt. In feudalen Gesellschaften hat die LW sowieso einen höheren Stellenwert.

Ewig heisst hier seit ca. 1935 im modernen Staat. Bei der feudalen Gesellschaft sah es etwas anders aus.
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