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Preise, Verbraucher, Handel und Politik
1258 Themen, Moderator: Susanne1, Manu, Matthias, nagus2, Redaktion_landlive, Moderator
Forum: Preise, Verbraucher, Handel und Politik
Wichtige Fragen, Daten und Fakten auch für Nicht-Landwirte.

Verkauft Baywa Sojaschrot mit Salmonellen?

@ Doptrebo90 #
Doptrebo90 schrieb:

Die Landwirte werden erst mal am den Landhandel gehen. Der kann ja dann schauen woher es kommt...


Richtig! Wichtig ist es nun, dass sich die geschädigten Kollegen zusammentun. Fakten sichern und Ansprüche geltend machen, ist jetzt angesagt. Dabei sollten man den Beistand eines Juristen in Anspruch nehmen. Das muss nicht jeder für sich machen. Aber das mit dem Zusammentun ist natürlich bei Landwirten so eine Sache. Es sollte allerdings klar sein, dass jeder der von einem S.-infizierten Betrieb Ware bekommen hat, diese unverzüglich untersuchen lässt. Erst dann herrscht Klarheit. Das Prinzip "glauben und hoffen" zählt nicht. Mich wundert, dass der DBV die Bauern nicht dazu aufruft, sich durch entsprechende Vorgehensweise zu schützen. Ach, ich vergaß, dass der ja, über entsprechende Posten/Funktionäre, mit dem Handel verbandelt ist. Da lässt man vermutlich eher ein paar kleine Betriebe über die Klinge springen.
Nur die Götter gehen zugrunde, wenn wir endlich gottlos sind. K.Wecker
Religionsfreiheit ist ein schönes Ziel; so ganz frei von Religion.
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Habe die Woche deswegen mehrere Telefonate geführt. Der Herr am Amt f Landw Abt Tier war nur am Rande informiert und hat paar Meldungen abgelassen , dass ich dachte ich hab den Hausmeister dran .
Jedenfalls solle ich mich an LKV in Grub wenden, die machen Futtermitteluntersuchungen .
Machen die , aber nicht auf Salmonellen ! ...verwiesen mich aber an den TGD ebenfalls Grub.

Dort bekam ich von Dr. xxxxx folgende Aussagen :
Eine Rückstellprobe die ich privat ziehe ist nur ganz wenig besser als nix .
Eine pos private Probe kann nur den Anlass geben eine amtliche Probe ziehen zu lassen, nur diese Probe hat rechtlich Bestand .
Es können z B von einer Lieferung/Tonne/Einheit von 10 Proben , neun negativ sein und eine positiv .
Es kann genau so gut sein , ich lasse eine Probe untersuchen die neg. ist und tatsächlich ist der ganze Haufen positiv .
Zur Untersuchung selbst werden ganze 25 g benötigt, kann sich die Streuung jeder selbst ausmalen.

Er meinte noch dass im Moment sehr wenig Proben pos sind . Das ist aber nur subjektiv was den Skandal angeht , da "er" nicht das einzige Labor ist .
Die Ergebnisse der gross angelegten Beprobungen lägen bei den Ministerien längst vor, warum da nicht mehr veröffentlicht wird entzieht sich seiner Kenntnis .
Keinen "Hund" zum jagen tragen !
1
 
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Für alle, die bisher keine beweiskräftigen Rückstellproben gezogen haben. Man muss die dafür zugelassenen Beutel verwenden. Es wird, aus einer gezogenen Stichprobe, Material in alle drei Beutel gefüllt. Die Beutel sind vorher mit den Daten zum Erzeuger, zum Empfänger, zum Transporteur, zum eingefüllten Material und dem Datum zu beschriften und von mind. 3 Personen, die natürlich vor Ort sind, zu unterschreiben. Das ist i.d.R. der Erzeuger, der Transporteur (Fahrer) und möglichst eine neutrale Person (evtl. Nachbar). Danach wird die Beutelöffnung verklebt. Ohne Beschädigung, ist der Beutel dann nicht mehr zu öffnen. Eine Probe verbleibt beim Erzeuger, eine Probe bekommt der Transporteur und eine Probe wird mit der Post o.ä. dem Empfänger zugesandt. Wenn so verfahren wird, ist die Rückstellprobe gerichtsverwendbar! Im Untersuchungsfall, wird eine der drei Proben "geteilt". D.h., unter Aufsicht einer juristisch fachkundigen neutralen Person, wird ein Beutel geöffnet, eine Probenmenge entnommen und zur Untersuchung freigegeben. Der Rest wird in einen neuen Beutel gefüllt. Prozedere wie oben. Das ist natürlich sehr aufwändig, aber mit der Zeit bekommt man
Routine.
Nur die Götter gehen zugrunde, wenn wir endlich gottlos sind. K.Wecker
Religionsfreiheit ist ein schönes Ziel; so ganz frei von Religion.
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Die Einzigen die bei uns Probe zeihen sind die QS- Spezialisten, selber hab ich noch nie was
gemacht in solchen Sachen.
Frage hier mal wer behält bei Futterlieferung dann etwas Futter zurück zwecks Proben ?
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@ DWEWT #
DWEWT schrieb:

Für alle, die bisher keine beweiskräftigen Rückstellproben gezogen haben. Man muss die dafür zugelassenen Beutel verwenden. Es wird, aus einer gezogenen Stichprobe, Material in alle drei Beutel gefüllt. Die Beutel sind vorher mit den Daten zum Erzeuger, zum Empfänger, zum Transporteur, zum eingefüllten Material und dem Datum zu beschriften und von mind. 3 Personen, die natürlich vor Ort sind, zu unterschreiben. Das ist i.d.R. der Erzeuger, der Transporteur (Fahrer) und möglichst eine neutrale Person (evtl. Nachbar). Danach wird die Beutelöffnung verklebt. Ohne Beschädigung, ist der Beutel dann nicht mehr zu öffnen. Eine Probe verbleibt beim Erzeuger, eine Probe bekommt der Transporteur und eine Probe wird mit der Post o.ä. dem Empfänger zugesandt. Wenn so verfahren wird, ist die Rückstellprobe gerichtsverwendbar! Im Untersuchungsfall, wird eine der drei Proben "geteilt". D.h., unter Aufsicht einer juristisch fachkundigen neutralen Person, wird ein Beutel geöffnet, eine Probenmenge entnommen und zur Untersuchung freigegeben. Der Rest wird in einen neuen Beutel gefüllt. Prozedere wie oben. Das ist natürlich sehr aufwändig, aber mit der Zeit bekommt man
Routine.


Ich glaub Du hast vergessen, daß die Proben vor der Entladung gezogen werden müssen, denn sonst kann die Lieferseite behaupten das Produkt wäre erst am Betrieb bzw. im Silo oder in Leitungen verunreinigt geworden.

Aber soweit ich mitbekommen habe holt bei uns die Baywa alles zurück was aus dieser Zeit bzw. Charge geliefert wurde, da wurde noch nach keinen Rückstellmuster gefragt.
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@ Seebauer #
Seebauer schrieb:
Frage hier mal wer behält bei Futterlieferung dann etwas Futter zurück zwecks Proben ?


Das ist bei uns in der Geflügelhaltung eigentlich das Standartprozedere, vor allem da in unserem Bereich viele Betriebe mit Alleinfuttermitteln arbeiten. Wenn es nach vier Monaten keine Auffälligkeiten gab wird die Rückstellprobe einfach mitverfüttert.
Wohlan!
Voran ans Werk ihr Schergen!
Sollt im Schatten euch verbergen!
Die fiesesten der Fallen ölen!
Und pflichtbewusst die Gäste quälen!
Hau Allen auf die Finger drauf!
Und pass auf deine Schätze auf!
EHRBAR! - Lass den Gegner sein!
Du selbst sei FIES und auch GEMEIN!
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@ 2011 #
2011 schrieb:

Ich glaub Du hast vergessen, daß die Proben vor der Entladung gezogen werden müssen, denn sonst kann die Lieferseite behaupten das Produkt wäre erst am Betrieb bzw. im Silo oder in Leitungen verunreinigt geworden.



Ich hatte das Prozedere beim Verladen auf meiner Hofstelle beschrieben. Wenn Ware angenommen wird, kann, wenn es sich um eine offene Entladung handelt, aus dem Materialstrom Probematerial entnommen werden. Wenn es um eine verdeckte Entladung geht, muss vor Beginn der Entladung die Probe gezogen werden. Das hast du natürlich recht!
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@ 2011 #
2011 schrieb:

Aber soweit ich mitbekommen habe holt bei uns die Baywa alles zurück was aus dieser Zeit bzw. Charge geliefert wurde, da wurde noch nach keinen Rückstellmuster gefragt.


Auch da ist es notwendig, vor der Rückgabe des Futters, eine Rückstellprobe zu ziehen. Für den Fall, dass schon Material verfüttert wurde und evtl. Probleme bei der Abgabe der tierischen Erzeugnisse entstehen, muss man dem Lieferanten natürlich nachweisen können, dass das Futter belastet war. Wenn der Lieferant das Futter dann schon abgeholt hat, ist es Essig mit Entschädigungsansprüchen. Dass der Lieferant nicht auf Rückstellproben hinweist, ist schon klar. Die Rücknahme des evtl. belasteten Futters, ist ein Schachzug des Lieferanten. Für ihn ist das die billigste Vorgehensweise.
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Die reden sich raus, das die Salmonellen auf Deinen Betrieb in das Futter gekommen ist. Anhändig gleich eine Klage wegen Rufmord. So oder so ähnlich wird das heute gehandhabt. Zwischen recht haben und Recht bekommen ist halt oft ein unterschied.

Da helfen dann wirklich nur Rückstellproben.... Ausser man behauptet, man selbst hätte die verunreinigt, dann wird es schwierig.
Aber in dem aktuellen Fall scheint das kein Problem zu sein, weil viele Abnehmer Futter mit Salmonellen "Zutat" bekommen haben.
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@ Kasparow #
Das spricht dafür, dass es zu einer punktuellen Verunreinigung mit Salmonellen gekommen ist, die sich nicht auf die ganze Charge (gleichmässig) verteilt hat. Eigentlich typisch für schlecht durchmischte Schüttgüter...

Da kann sich nun jeder Denken, was er will: die Verunreinigung scheint wohl eher erst kurz vor der Verarbeitung oder erst nach der Verarbeitung passiert zu sein.
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