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Teilnehmer: 4

ist es richtig das Ägypten 87 % des Nilwasser für sich beanspruchen kann ? ( in den USA endete der Colorado River einst in Mexiko in den Pazifik heute versickert der kurz vor der Grenze mexikos in der wüste Kaliforniens )
Antworten   Stimmen Prozent
ja
1 25 %
nein
3 75 %

Ägypten fürchtet um sein Lebenselixier

 
Beitrag vom Autor bearbeitet am 05.02.18 um 16:45 Uhr.
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größten Staudamm Afrikas in Äthiopien: "GERD"
Ägypten fürchtet um sein Lebenselixier
Der äthiopische Mega-Staudamm ist fast fertig gebaut. In Ägypten mehren sich die Stimmen, die einen Militärschlag fordern, bevor dem Land das (Nil-)Wasser abgegraben wird.Stein des Anstoßes ist der „Great Ethiopian Renaissance Dam“ (GERD), den Äthiopien im März 2011 in einer Nacht- und-Nebel-Aktion begann, als Kairo durch die Revolution des Arabischen Frühlings gelähmt war. Anfang 2018 nun wird der Mammutbau fertig. Dann will Addis Abeba den Nil kräftig anzapfen und das Becken füllen, was ein Jahresvolumen aufnehmen kann. Ägypten ist ein Geschenk des Nils, wusste bereits im fünften Jahrhundert vor Christus der griechische Historiker Herodot. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Doch nun muss Ägypten um seine über Jahrtausende eingespielte Wasserwelt fürchten. Denn Äthiopien schafft am Oberlauf Fakten, ohne bisher ernsthaft mit sich über die Folgen reden zu lassen. Obendrein liegen auch die beiden betroffenen Unterlaufnationen Sudan und Ägypten über Kreuz, seit Sudan kürzlich die Seiten wechselte. Khartum schloss mit Addis Abeba einen Vertrag über Stromlieferungen des neuen Damms.

Im Gespann mit Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten will Sudan zusätzliche Anbauflächen entlang des Nils erschließen, die die beiden Golfstaaten künftig mitversorgen sollen. Gleichzeitig will das Land seinen ägyptischen Nachbar per Wasserdruck zwingen, die umstrittenen Grenzgebiete von Halayeb abzutreten. Und so wechseln sich dieser Tage in Kairo Frustration, Drohungen und Panik ab – zumal Äthiopien bereits 2010 mit anderen Anrainerstaaten des Ober-Nils das aus Kolonialzeiten stammende Abkommen über die Verteilung des Wassers einseitig aufkündigte.

Nach den alten Verträgen von 1929 und 1959 stehen den beiden Unterlaufstaaten mit 87 Prozent der Löwenanteil des Flusses zu – Ägypten 55 Milliarden und Sudan 18 Milliarden Kubikmeter pro Jahr. Zudem sprach ihnen die britische Kolonialmacht ein Vetorecht gegen alle Dammprojekte am Oberlauf zu – eine Privileg, das Äthiopien als Quellland des Blauen Nils nie anerkannte, der vier Fünftel zum Flussvolumen beiträgt.

[www.taz.de]

[www.fr.de]

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