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Pflanzenbau
1357 Themen, Moderator: Susanne1, Manu, Matthias, nagus2, Redaktion_landlive, Moderator
Forum: Pflanzenbau
Bodenbearbeitung, Düngung, Pflanzenschutz...

Gülle in Maisbestand

Beitrag vom Autor bearbeitet am 09.02.18 um 17:32 Uhr.
@ matttin #
matttin schrieb:

Wundert mich ein wenig. Gelernt hab ich, das Rindergülle aufgrund der Zusammensetzung vom Stickstoff eine lange Wirkzeit hat und deshalb gut in Mais passt, weil der Mais ja relativ lange Nährstoffe aufnimmt...


Das deckt sich weitestgehend mit meinen Erinnerungen.

Im elterlichen Betrieb kam die Gülle zu ca. 85 % aus der Bullenmast und ca. 15 % aus Schweinemast - aber alles gemischt in einem Silo. Es wurde reichlich Mais angebaut - hauptsächliche Nutzung war Silo-Mais, ein Teil als LKS bzw. CCM und der Überhang ging als Körnermais in den Verkauf. Bei den Flächen, die eventuell in die LKS, CCM oder Körner-Nutzung gehen sollten, wurde bewußt auf eine Nachdüngung mit Gülle verzichtet weil die Flächen durch die Rindergülle und deren Nachwirkung einfach zu spät abreiften!
Heute wird das in dem Betrieb nicht mehr praktiziert ( wir sind inzwischen zwei Generationen weiter ) weil der Betrieb seit ca. 1995 viehlos ist ( abgesehen von zwei Jagdhunden und einigen Katzen ) und mein Neffe die ( Gewalt- ) Kolonnen der „Bio-Gaser“ nicht auf seinen Flächen haben will !

Nachtrag:

Gärreste nimmt er schon noch auf - aber nach genauen Absprachen: Ausbringung nur mit Dreirad oder Vierrad und dann im Hundegang und direkte Injektion in den Acker.
Im letzten Jahr kam der Lohnunternehmer dann mit einem Xerion mit dreiachs Schwanenhalsauflieger und 30 m3 um die Ecke .... nach dem ersten Fass war Feierabend ! Soviel zum Thema Bodendruck !
Hier wird gerudert und nicht geschludert !
1
 
@ TAB #
Ich dachte immer, breite Reifen machen den Boden nicht kaputt... ;0)
Spaß beiseite.
Gut , das ich mir das doch richtig gemerkt hab. Bin seit 3 Jahren auf maisfreien Betrieben zu gange, da fällt doch das ein oder andere Wissen nach hinten über.

Evtl. Ist es dann, wie erwähnt, die Sorte der Grund???
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@ matttin #
matttin schrieb:

Ich dachte immer, breite Reifen machen den Boden nicht kaputt...


... naja - fang doch mal an zu rechnen: Xerion 5000 ca. 16 to, Schwanenhalsfass 30 m3, Saugrüssel, 8 (?) m Grubber auch bummelig 18 to, 30 m3 Gärreste vielleicht 28 to .... dann bist bei über 60 to !!
Wenn der Zug dann geradeaus über den Acker fährt, hast 5 Räder in einer Spur weil der Fahrer beim Xerion den Hundegang nicht gefunden hat ( ? ) und das Fass das garnicht kann ....

Da war früher der 1000´er MB mit dem 10 m3 Fass und durchgehend 16.9´er Bereifung vermutlich bodenschonender !
Hier wird gerudert und nicht geschludert !
1
 
@ TAB #
Ich weiss. Ist schon krass, was da an Massen über den Acker rollt. Vor allem wenns dann bei unpassender Witterung gemacht wird, weil wir haben Termin....
0
 
@ TAB #
Ist aber auch ne Knüller, dass der Kutscher den Knopf nicht gefunden hat. Ein Hoch auf Fachpersonal...
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@ TAB #
TAB schrieb:

und mein Neffe die ( Gewalt- ) Kolonnen der „Bio-Gaser“ nicht auf seinen Flächen haben will !
löblich und verständlich , diese Betriebe arbeiten nach Datum , der Zustand der Böden ist da weitgehend egal .

Nachtrag:

Gärreste nimmt er schon noch auf - aber nach genauen Absprachen: Ausbringung nur mit Dreirad oder Vierrad und dann im Hundegang und direkte Injektion in den Acker.
!
Da darfst aber dann auch die Radlast ausrechnen ! ich glaube nicht dass du da einen Deut besser bist .
Keinen "Hund" zum jagen tragen !
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#
Warum nicht die gesamte Güllemenge vor der Saat ausbringen und einarbeiten? Das würde das Abgasen des Stickstoffs stark reduzieren und die Bodenverdichtung auf der rauen Scholle ist wesentlich geringer.
Das Bodenleben dankt es.
Es kann auch ein Nitrifikationshemmer eingesetzt werden. Obwohl - eine zu späte N- Düngung, bzw. Nachlieferung bringt in der Regel keinen Mehrertrag.
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@ Kasparow #
Kasparow schrieb:

Da darfst aber dann auch die Radlast ausrechnen ! ich glaube nicht dass du da einen Deut besser bist .


Denke ich aber doch !
Bisher wurden vom LU entweder ein Horsch mit 10 m3 Zunhammeraufbau oder ein Vredo mit 12,5 m3 Kunstoffaufbau eingesetzt. Größere Maschinen sind eigentlich auf Flächen bis max. 15 ha mitten in Niedersachsen nicht erforderlich. OK - der Zulieferer wird nicht mit einem mal leer, hat dann Wartezeit und verursacht größere Kosten - aber der Acker wird´s danken !
Im letzten Jahr wurde dann eine der alten Maschinen durch den Xerion mit Schwanenhalsauflieger ersetzt - und genau diese Maschine kam dann zu besagtem Kurzeinsatz !
Hier wird gerudert und nicht geschludert !
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Also wir lassen schon seit über zwanzig Jahren Gülle mit LU ausbringen.
Dadurch hatten wir fast schon alle Ausbringversionen auf dem Betrieb.
Vom Bodendruck her und von der Optik wie das Feld nach der Gülleausbringung
aussieht ist das Dreirad einfach mit Abstand das Beste, vor allem am Vorgewende.
Gerade am Vorgewende wirkt der Hundegang ja nicht mehr, da läuft dann auch
Spur in Spur. Denn Hundegang schalten alle LU`s am liebsten gar nicht ein, weil
der schräge Zug schon auf`s Material geht und da Kräfte wirken, die schon richtig
kapitale Schäden verursacht haben.
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@ Kartoffelbluete #
Was war für euch damals ausschlaggebend den Lohni kommen zu lassen?
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