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Rind
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Forum: Rind
Die Kuh macht "Muh" und Kühe machen Mühe

Kontinuierliche Bullenmast

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Tut mir leid wenn die Frage unpräzise gestellt ist bin im ersten Lehrjahr
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 18.02.18 um 12:02 Uhr.
@ Farmer103s #
Farmer103s schrieb:

Tut mir leid wenn die Frage unpräzise gestellt ist bin im ersten Lehrjahr

Kein Ding wir wollen niemanden entmutigen, der der Landwirtschaft positiv eingestellt ist.

Biobauer schrieb:

er schreibt, das alle monat einer dazukommt. da brauchste aber dann viele abtrennungen......

Zwangsläufig, ja. Dann halt 2, 3 Tiere pro Box, dass der Altersunterschied nicht zu groß ist. Ich denke du weißt was ich meine.

Ich finds gut wenn jemand Ideen hat, gibt auch Berater die sagen mind. 400-600 Bullen oder verpachten.
Der Neider sieht den Garten, den Spaten sieht er nicht.
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Wenn jetzt jeden Monat einer dazu kommt dann habe ich mir das so vergestellt das dann so 4-5 Tiere in einer Gruppe sind ist das machbar?
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@ Farmer103s #
Sicher ist das machbar, in der Praxis si3ht´s dann so aus, du kaufst 2-4 auf einmal, je nachdem wie du ran kommst, dann beim Verkaufen, der Größe nach, der ist dann halt jünger, usw.
Normal werden bei uns die Bullen von 18 Monate bis max. 23 Monate, je nach Gewicht, Jahreszeit(Preis)
und gesichertem Absatz.
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Die Vermarktung von 34 Monate alten Bullen, kannst du vergessen! Bei Bullen beginnt ab dem 16. Lebensmonat die Vernetzung der Kollagenfasern. Es entstehen bindegewebsartige Substanzen, die die Qualität erheblich mindern. Deshalb werden Jungbullen i.d.R. mit 18 Monaten vermarktet. Da bleiben dann wohl nur noch Ochsen. Bei der Kreuzung FVFxW, bleiben die F1-Tiere spätreif. D.h., die Bildung intramuskulären Fettes findet erst sehr spät statt. Wesentlich besser würde es bei der Kreuzung AAxW aussehen. AA ist sehr frühreif und die F1-Tiere könnten mit ca. 30 Monaten geschlachtet werden. Außerdem nutzt du dann die eh schon vorhandene Anlage der AA zur Bildung intramuskulären Fettes. Ochsen, und bei AAxW wären die Tiere genetisch hornlos, sind völlig problemlos zu halten, sodass auch Tiere unterschiedlichen Alters in einer Gruppe gehalten werden könnten. Klar sein sollte dir aber auch, dass Kunden die 30€/kg Hack zahlen auch einen Stammbaum zu jeder Fleischtüte haben wollen. D.h., die Haltungskriterien müssen absolut spitzenmäßig sein sonst kannst es gleich lassen!
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@ maxp #
maxp schrieb:

Zwangsläufig, ja. Dann halt 2, 3 Tiere pro Box, dass der Altersunterschied nicht zu groß ist. Ich denke du weißt was ich meine.

Ich finds gut wenn jemand Ideen hat, gibt auch Berater die sagen mind. 400-600 Bullen oder verpachten.

Bizele übertrieben, oder nicht, zumindest für Süddeutschland, kenne einen in der Größenordnung,
das ist dann Betrieb, inkl. LKW und einiges an Personal.
Bei der Stückzahl da kannst dann ja 100ha für den Mais rechnen + Fruchtfolge, und dann noch der Kälberzukauf, das sind sehr große Herausforderungen.
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Vor dem Hintergrund des kommenden Mercosur-Abkommens, ist jede Wirtschaftlichkeit einer neu einzurichtenden Bullenmast höchst gefährdet! Völlig gleichgültig, wie groß die Anlage ist. Die geplante Menge von 100Tsd. t Rindlfiesch/Jahr, würde augenblicklich zu einer Preissenkung von 20bis30ct/kg führen.
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@ maxp #
maxp schrieb:
..

FV x Wagyu wird wohl auch bessere Zunahmen haben denk ich mal als reines Wagyu. Verfügbarkeit solcher Absetzer: stimmt, schwierig. Aber vlt. hat er ja einen Kollegen der ab und an mit Wagyu Sperma belegt. Denn reines Wagyu da brauchts schon ordentlich Kapital, da dementsprechende Zuchtembryos und -tiere sau teuer sind bis man da eine eigene Mutterkuhherde aufbaut.



Wagyus werden extensiver gemästet als FV, Zunahmen sind daher schlechter. bei Intensiver Mast dürften die stark verfetten Am besten wäre die Weidehaltung.
Im Verfall der Landwirtschaft sehe ich eine der größten Gefahren für unseren staatlichen Verband.

Otto Eduard Leopold Fürst von Bismarck
(1815 - 1898), preußisch-deutscher Staatsmann und 1. Reichskanzler
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@ Kone #
Wagyus werden extensiver gemästet als FV, Zunahmen sind daher schlechter. bei Intensiver Mast dürften die stark verfetten Am besten wäre die Weidehaltung.

Wenn es überhaupt so klappt: ein Bekannter erzählte mir, er musste 50 kg Fett bei einem Mastbullen verwerfen, weil es unverkäuflich war. Und er hat Weidehaltung betrieben, ohne Zufütterung. Man kann das sicher noch etwas verbessern, aber das Anfängerrisiko ist schon groß. Der Bekannte meinte, er lasse es jetzt bleiben mit Wagyu x Angus, es lohne sich nicht.
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Also
Ich habe letztes Jahr einen Wagyu*HF Bullen geschlachtet. (HF Kuh mit Wagyu besamt). der Geselle wog mit einem alter von 23 Monaten ausgeschlachtet 320 Kilos. Er ist Zeit seines Lebens nicht auf die Weide gekommen wurde aber eben mit anderen Bullen zusammen auf Spaltenboden gehalten und hat 2 Kilo Kraftfutter am Tag und Grassilage ad libitum erhalten.
abgehangen hat der Geselle dann 18 Tage
Eine Hälfte haben wir selber behalten und die andere Hälfte wurde an Freunde verkauft.

Wir hatten NOCH NIE so gutes Rindfleisch und ich habe in den letzten Jahren mit Fleckvieh, Charolais und Blauweisse Belgier experimentiert.
(ich habe dann direkt wieder 3 Kühe mit Wagyu besamt)

lg


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