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Rind
1826 Themen, Moderator: Susanne1, Manu, Matthias, nagus2, Redaktion_landlive, Moderator
Forum: Rind
Die Kuh macht "Muh" und Kühe machen Mühe

Kontinuierliche Bullenmast

Beitrag vom Autor bearbeitet am 22.02.18 um 18:33 Uhr.
@ Buchfink #
Buchfink schrieb:

Der Vergleich hinkt aber etwas, das Fleisch aus den polnischen Supermärkten ist in der Regel nämlich das selbe wie in den Deutschen. Die Lebenserhaltungskosten sollen in Polen aber relativ teuer sein, die Löhne nicht, deswegen arbeiten die ja auch so gerne hier. Die Polen die sich also generell mit dem Supermarktfleisch begnügen, freuen sich einfach nur, dass sie die selbe Qualität günstiger bekommen...


Frag mal einen Franzosen oder einen Italiener nach Qualität und was er dafür (gerne) bezahlt..


Zumindest in der Grenzregion sind die Kosten für ssen und Trinken die selben wie in Deutschland, sind ja auch die selben Anbieter, als Aldi, Lidl und Derivate, Rewegruppe, Courfour usw.
Die Löhne liegen etwas unter Ostniveau, dafür ist Wohnen, heizen und Strom, Mobilität bedeutend billiger.
der Hauptunterscheid ist, die Renten sind ärmlich, und es gibt vor allem kaum soziales Netz, was die Leute zwingt zu arbeiten, und da viele Gegenden in Polen sehr strukturschwach sind, halt im Ausland.
bei uns gibt es auch eine enorme Binnenwanderung, deswegen fällts hierzulande nicht so auf.
Ich vertret hier meine Meinung.....Deine mußt Du Dir selbst bilden
Freiwirtschaft: [userpage.fu-berlin.de]

Armut schafft Demut, Demut schafft Fleiß, Fleiß schafft Reichtum,
Reichtum schafft Übermut, Übermut schafft Krieg, Krieg schafft Armut.

So ist es brauch seit alters her, wer Sorgen hat, hat auch Likör.. (W. Busch)

Nimm das Recht weg - was ist dann ein Staat noch anderes als eine große Räuberbande?
(Augustinus von Hippo)
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@ Seebauer #
Seebauer schrieb:

Unsere Polen, haben schon erzählt dass sie ein ganz altes Schwein im Supermarkt erwischt haben.
Würde mich wundern wenn das ein Pole überhaupt merkt und dann noch das Alter unterscheiden kann .

Gourmets sind das jedenfalls keine .


Denke sie haben dann mehr mit Bier nachgewürzt.
Seltsame Polen , ich kenn bei dennen fast nur Wodka.
Keinen "Hund" zum jagen tragen !
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@ tyr #
tyr schrieb:

Zumindest in der Grenzregion sind die Kosten für ssen und Trinken die selben wie in Deutschland, sind ja auch die selben Anbieter, als Aldi, Lidl und Derivate, Rewegruppe, Courfour usw.
Die Löhne liegen etwas unter Ostniveau, dafür ist Wohnen, heizen und Strom, Mobilität bedeutend billiger.
der Hauptunterscheid ist, die Renten sind ärmlich, und es gibt vor allem kaum soziales Netz, was die Leute zwingt zu arbeiten, und da viele Gegenden in Polen sehr strukturschwach sind, halt im Ausland.
bei uns gibt es auch eine enorme Binnenwanderung, deswegen fällts hierzulande nicht so auf.


Polen hat große Unterschiede bezüglich Lohnniveau, Lebenshaltungskosten und Lebensstandard. Der Ballungsraum Warschau könnte anhand dieser Parameter auch in Osten Deutschlands liegen, da tut sich nicht mehr viel. Auf der anderen Seite sind die Löhne in den Vorkarpaten (Südostpolen) auf dem Level der besser entwickelten Regionen in Rumänien oder der Ukraine. Da werden 800-1.000 € verdient, und der Liter Benzin ist nahezu so teuer wie bei uns. Überleben lässt es sich durch Subsidenzwirtschaft, großer Garten mit Kartoffeln, Kraut und rote Bete, vielleicht 1-2 Kühe, 4 Schweine und 20 Hühner ums (geerbte) Anwesen herum, dazu Oma und Opa im Haus und eventuell einen Wochenendpendler in der Familie, der in Krakau oder im Ausland deutlich mehr verdient. Durch die Selbstversorgung ist man auch nicht abhängig von der Fleischqualität in den örtlichen Supermärkten.

Ich kann nur jeden ermutigen, sich unsere Nachbarn in Europa durch Reisen und Besuche zu erschließen, das erweitert den Horizont enorm und hilft die eigene Situation zu relativieren.

MfG, HFlv
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@ Kasparow #
Drum sag ich immer , einen gemeinsamen Einkaufsbauernsupermarkt mit 10 oder zwanzig Zulieferern an geeigneter Stelle, der Laden brummt !
Erklär doch mal was bei dir "sehr begrenzt " bedeutet .

Die Idee ist alt, aber irgendwei funktiioniert es selten richtig, weil die Zusammenarbeit nicht lange klappt.

Sehr begrenzt heisst: wir reden von einer geringen Zahl von Personen, die sich im allgemeinen schon eine Einkaufsmöglichkeit gesucht haben. Wenn du mit einem neuen Angebot kommst, musst du entweder anderswo abwerben oder hoffen, dass ganz neue Kunden kommen, was eher selten ist.
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@ HessenFleckvieh #
HessenFleckvieh schrieb:

Polen hat große Unterschiede bezüglich Lohnniveau, Lebenshaltungskosten und Lebensstandard. Der Ballungsraum Warschau könnte anhand dieser Parameter auch in Osten Deutschlands liegen, da tut sich nicht mehr viel. Auf der anderen Seite sind die Löhne in den Vorkarpaten (Südostpolen) auf dem Level der besser entwickelten Regionen in Rumänien oder der Ukraine. Da werden 800-1.000 € verdient, und der Liter Benzin ist nahezu so teuer wie bei uns. Überleben lässt es sich durch Subsidenzwirtschaft, großer Garten mit Kartoffeln, Kraut und rote Bete, vielleicht 1-2 Kühe, 4 Schweine und 20 Hühner ums (geerbte) Anwesen herum, dazu Oma und Opa im Haus und eventuell einen Wochenendpendler in der Familie, der in Krakau oder im Ausland deutlich mehr verdient. Durch die Selbstversorgung ist man auch nicht abhängig von der Fleischqualität in den örtlichen Supermärkten.

Ich kann nur jeden ermutigen, sich unsere Nachbarn in Europa durch Reisen und Besuche zu erschließen, das erweitert den Horizont enorm und hilft die eigene Situation zu relativieren.

MfG, HFlv


Deswegen hab ich auch nur die grenznahen Gegenden beschrieben. ich weiß auch, das es in Zentralpolen, also den Wojewotschaften Klein- und Großpolen, sowie Oberschlesien teilweise sehr viel ärmlicher zugeht.
Die Lebenshaltungskosten dürften sich dennoch kaum unterscheiden, nur die Einkommen. Die sind in den Großräumen Warschau, Danzig oder Breslau, sowie im grenznahen Raum deutlich höher.
Die Renten allerdings nicht.
Allerdings weis ich nicht, was eine relativierung mit der eigenen Situation da bringen soll, nach unten ist immer viel Luft, aber was soll das bringen?
Ich vertret hier meine Meinung.....Deine mußt Du Dir selbst bilden
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Nimm das Recht weg - was ist dann ein Staat noch anderes als eine große Räuberbande?
(Augustinus von Hippo)
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@ tyr #
tyr schrieb:

Deswegen hab ich auch nur die grenznahen Gegenden beschrieben. ich weiß auch, das es in Zentralpolen, also den Wojewotschaften Klein- und Großpolen, sowie Oberschlesien teilweise sehr viel ärmlicher zugeht.
Die Lebenshaltungskosten dürften sich dennoch kaum unterscheiden, nur die Einkommen. Die sind in den Großräumen Warschau, Danzig oder Breslau, sowie im grenznahen Raum deutlich höher.
Die Renten allerdings nicht.
Allerdings weis ich nicht, was eine relativierung mit der eigenen Situation da bringen soll, nach unten ist immer viel Luft, aber was soll das bringen?


Ich war vor einiger Zeit dort (Süd-Osten) und habe mich mit einer deutsch-sprechenden Bedienung unterhalten, die bis vor 2 Jahren im Raum Stuttgart gearbeitet hatte: 100% mehr Gehalt wie in Polen. Aber eben keine Familie, keine Heimat, nicht ihre Welt. Dann lieber wenig Geld, morgens vorm Dienst noch Tiere füttern, abends im Sommer den großen Garten bestellen.
Das meine ich mit Relativierung, stimmt das mit "nach unten ist viel Luft"? Ist es unten, wenn man sich selbst treu bleibt? Ich habe großen Respekt vor den Menschen dort, und versuche dankbarer für die Tatsache zu sein, dass es mir hier so gut geht und ich meiner Familie und mir das leisten kann, was wir brauchen.

Aber das ist ja alles Off-topic, gehört eigentlich nicht hier in die Box.

MfG, HFlv
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@ Kasparow #
Kasparow schrieb:

Seltsame Polen , ich kenn bei dennen fast nur Wodka.

Vielleicht diese Einzelgänger die durch die Gegend streunen, die gibt´s hier auch, allerdings arbeiten die dann meist nicht mehr.
Nein, das sind oft ganze Familien die hier auf Arbeit sind für bestimmte Zeit, gerade am feiern sind sie gerne zusammen, so gesehen hier, am Fahnenmast am 1. Mai, gemeinsame Party, deutsche und polnische Fahne,
gehißt.
Eingeladen wird man auch, also so schlecht war´s nicht, bin allerdings auch kein bayrischer Gourmet.
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@ HessenFleckvieh #
HessenFleckvieh schrieb:

Ich war vor einiger Zeit dort (Süd-Osten) und habe mich mit einer deutsch-sprechenden Bedienung unterhalten, die bis vor 2 Jahren im Raum Stuttgart gearbeitet hatte: 100% mehr Gehalt wie in Polen. Aber eben keine Familie, keine Heimat, nicht ihre Welt. Dann lieber wenig Geld, morgens vorm Dienst noch Tiere füttern, abends im Sommer den großen Garten bestellen.
Das meine ich mit Relativierung, stimmt das mit "nach unten ist viel Luft"? Ist es unten, wenn man sich selbst treu bleibt? Ich habe großen Respekt vor den Menschen dort, und versuche dankbarer für die Tatsache zu sein, dass es mir hier so gut geht und ich meiner Familie und mir das leisten kann, was wir brauchen.

Aber das ist ja alles Off-topic, gehört eigentlich nicht hier in die Box.

MfG, HFlv



Ich hab bucklige Verwandschft da, und fahre mehrmals im Jahr, sowohl geschäftlich wie privat, nach Polen.
Polen hat prinzipell das selbe Problem wie auch Deutschland, natürlich gibt es Unterschiede zur Region, genau wie in Deutschland. es gibt eine massive Landflucht der Jugend z.B.. In Schlesien udn Ostoreußen mehr, u.a. aus Gründen der geringeren Heimatbindung, als z.B. in den traditionell polnischen gebieten, wie Groß- udn Kleinpolen. Weitehin ist auch in Polen die Entwicklung, das viele nur auf schnelles Geld bei möglichst weniger körperlicher Arbeit. In Polen ist diese Ansicht, aus kulturellen Gründen, noch etwas ausgeprägter, als hierzulande, mit unserer protestantischen Arbeitsethik.
Bei uns, vor allem im Osten, sieht der ländliche Raum ja teilweise schon schlimm aus, aber vor allem in der polnischen niederschlesichen Oberlausitz ist die Situation katastrophal. Zum Riesengebirge hin liegen abertausende Hektar brach, es gibt kaum noch einen bewirtschafteten Hof. Für große Betriebe ist die geographie zu kompliziert, die haben sich, vor allem in Gestalt holländischer Großunternehmen, vor allem in Westpreußen und dem nördlichen Niederschlesien umd Breslau eingekauft........
Die polnische Wirtschaft sucht übrigens händeringend Arbeitskräfte, kann aber eben oft lohntechnisch nicht mit Westdeutschland konkurieren, und nach Ostdeutschland wollen sie nicht, da gibt es nicht mehr zu verdienen, und Arbeit auch kaum.
Ich vertret hier meine Meinung.....Deine mußt Du Dir selbst bilden
Freiwirtschaft: [userpage.fu-berlin.de]

Armut schafft Demut, Demut schafft Fleiß, Fleiß schafft Reichtum,
Reichtum schafft Übermut, Übermut schafft Krieg, Krieg schafft Armut.

So ist es brauch seit alters her, wer Sorgen hat, hat auch Likör.. (W. Busch)

Nimm das Recht weg - was ist dann ein Staat noch anderes als eine große Räuberbande?
(Augustinus von Hippo)
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@ Kasparow #
Kasparow schrieb:

... , keine Ahnung ob dann eine Kreuzung 100 € /kg kostet ?


Die angesprochenen Kreuzungen sind halt mal wieder der schäbige Versuch, hochpreisiges Fleisch schneller und kostengünstiger zu produzieren. Nach einiger Zeit bleibt dann nur noch der Name.
Beaujolais und ChateuneufduPape lassen Grüssen
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@ luxnigra #
luxnigra schrieb:

Die angesprochenen Kreuzungen sind halt mal wieder der schäbige Versuch, hochpreisiges Fleisch schneller und kostengünstiger zu produzieren.


Es wäre sinnvoll, sich vorab zu informieren. Das Fleisch reinrassiger Wagyu-Rinder lässt sich in D. kaum verkaufen. Der Fettanteil ist so hoch, dass auch der qualitätsorientierte deutsche Rindfleischkunde es nicht kaufen mag. Es geht also nur mit einem Kompromiss.
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