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Hausfriedensbruch, etc. jetzt legal.

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@ burgilali #
Sowie ich die Sachlage verstanden habe, sollte das Bildmaterial den Druck der Öffentlichkeit auf die untätigen Veterinäre erzeugen bzw. erhöhen, sodass die tierschutzwidrigen Lebensbedingungen der Mastschweine endlich beendet und die Unrechtstaten nach dem Tierschutzgesetz geahndert würden. Voraussetzung für die Herstellung des Bildmaterials war das unerlaubte Eindringen.

Diese Argumentation entlarvt nun erst recht die Tierschützer als Kriminelle.
Weder Medien noch Öffentlichkeit sind für die Ahnung zuständig, sondern das Gewaltmonopol des Staates. Druck auf die Verwaltung oder Justiz durch Öffentlichkeit oder Medien auszuüben widerspricht zutiefst unserer Demokratie und unserm Rechtsstaat.
Wenn man die Argumentation weiter spielt, dann müssen wir die Verwaltung und die Justiz abschaffen und legen das Recht wieder in die Hand des "gesunden Volksempfindens".
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@ burgilali #
Für das Enthornen zum Schutz des Menschen gibt es keine gesetzliche Grundlage.

Müssen wir uns wirklich in Zukunft daran gewöhnen, dass der einmalige Schmerz eines Tieres schlimmer ist, als die Verletzung eines Menschen oder gar dessen Tod? Mal abgesehen von den Kosten, die eine solche Verletzung verursachen kann.
Diese geradezu menschenverachtende Äusserung lässt tief blicken.
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 04.03.18 um 12:28 Uhr.
@ burgilali #
[quote]burgilali schrieb:


Vom Schwanz eines Lammes geht meines Wissens keine Gefahr aus !

meine Liebe - das sagst Du so einfach.


Der Grund für das Kupieren der Schwänze bei Zucht- und Muttertieren: Hygiene. Der Po soll freibleiben, da sich Fliegenmaden bei einem dreckigen Schwanz- und Anusbereich in das umliegende Gewebe einnisten können. Auf keinen Fall darf zu kurz kupiert werden, Anus und Scheide sollen bedeckt sein und eine Fliengenabwehr möglich.
In kleinen Herden kann man auch die Hinterhand scheren, was bei großen Betrieben nicht zu schaffen ist.

(Zitat Janine Bruser, Geschäftsführerin des Landesverbandes Schleswig-Holsteinischer Schaf- und Ziegenzüchter)


die gleichen Probleme mit Fliegenmaden hatte nicht nur ich auch schon bei ganz jungen weiblichen HC-Kälbern im Sommer, bei denen der erste besonders klebrige Kot in der dichten Wolle im Schwanz- Anus- und Scheidenbereich in Klumpen einfach festklebt und durch den Urin ständig feucht gehalten wird. Die Fliegenmaden wandern in Scharen in Anus & Scheide. Das kann tödlich enden: wenn man es nicht rechtzeitig bemerkt und eingreift fressen sie ein Kalb in innen auf. Da bleibt nur, den jungen Kälbern vorbeugend eine nette Achterstevenschur zu verpassen. Bei feucht-warmem Wetter gucken wir besonders genau hin - Schwänzchenwackeln und -zackeln wie ein Lämmerschwanz ist in hohem Maße verdächtig.

Nachsatz:
(ganzjährige Weidehaltung auf großer Fläche )

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@ Ali #
Es ist nicht selbstverständlich, weil - wie ich schon dargestellt habe- es genügend Alternativen gibt, und weil es auch einen Schutz der Tiere vor dem Halter gibt. Wäre das Enthornen der einzig mögliche Arbeitsschutz gäbe es ein entsprechendes Gesetz.
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@ altilla #
Wenn wir die Argumentation weiterführen braucht es bei einer funktionierende Veterinärverwaltung mit ständiger korrekter Wahrnehmung ihrer Kontrollfunktion keine Massnahmen um sie tätig werden zulassen. Bei tierschutzkonformer Tierhaltung braucht es auch keine Tierschützer, die selbst nach dem Rechten schauen, wenn die staatliche Überwachung versagt.
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@ altilla #
altilla schrieb:

Müssen wir uns wirklich in Zukunft daran gewöhnen, dass der einmalige Schmerz eines Tieres schlimmer ist, als die Verletzung eines Menschen oder gar dessen Tod? Mal abgesehen von den Kosten, die eine solche Verletzung verursachen kann.
Diese geradezu menschenverachtende Äusserung lässt tief blicken.


noch was: es geht dabei auch darum, daß die Tiere sich nicht gegenseitig verletzen.
Zum Beispiel weil sie bei auch nur zeitweiser Stallhaltung nicht genug Ausweichmöglichkeiten bei Rangeleien haben.
Da hilft auch keine Holzkugel aufs Horn gepappt gegen Prellungen und Schlimmeres.

Es soll ja auch Rinder geben, die nicht ganzjährig auf großen Weideflächen gehalten werden können.
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@ burgilali #
burgilali schrieb:

Wenn wir die Argumentation weiterführen braucht es bei einer funktionierende Veterinärverwaltung mit ständiger korrekter Wahrnehmung ihrer Kontrollfunktion keine Massnahmen um sie tätig werden zulassen. Bei tierschutzkonformer Tierhaltung braucht es auch keine Tierschützer, die selbst nach dem Rechten schauen, wenn die staatliche Überwachung versagt.


Manchmal frage ich mich nach der fachlichen & sachlichen Kompetenz der Tierschützer - müssen sie eine entsprechende Ausbildung nachweisen - wo kann man sich zum "Tierschützer" ausbilden lassen - wer bestimmt, ob sich einer als "Tierschützer" bezeichnen darf bzw. ist der Begriff "Tierschützer" als solcher irgendwo / irgendwie geschützt. Fragen über Fragen.
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@ fuchsjaegerin #
[quote]fuchsjaegerin schrieb:

burgilali schrieb:


Vom Schwanz eines Lammes geht meines Wissens keine Gefahr aus !

meine Liebe - das sagst Du so einfach.


Der Grund für das Kupieren der Schwänze bei Zucht- und Muttertieren: Hygiene. Der Po soll freibleiben, da sich Fliegenmaden bei einem dreckigen Schwanz- und Anusbereich in das umliegende Gewebe einnisten können. Auf keinen Fall darf zu kurz kupiert werden, Anus und Scheide sollen bedeckt sein und eine Fliengenabwehr möglich.
In kleinen Herden kann man auch die Hinterhand scheren, was bei großen Betrieben nicht zu schaffen ist.

(Zitat Janine Bruser, Geschäftsführerin des Landesverbandes Schleswig-Holsteinischer Schaf- und Ziegenzüchter)


die gleichen Probleme mit Fliegenmaden hatte nicht nur ich auch schon bei ganz jungen weiblichen HC-Kälbern im Sommer, bei denen der erste besonders klebrige Kot in der dichten Wolle im Schwanz- Anus- und Scheidenbereich in Klumpen einfach festklebt und durch den Urin ständig feucht gehalten wird. Die Fliegenmaden wandern in Scharen in Anus & Scheide. Das kann tödlich enden: wenn man es nicht rechtzeitig bemerkt und eingreift fressen sie ein Kalb in innen auf. Da bleibt nur, den jungen Kälbern vorbeugend eine nette Achterstevenschur zu verpassen. Bei feucht-warmem Wetter gucken wir besonders genau hin - Schwänzchenwackeln und -zackeln wie ein Lämmerschwanz ist in hohem Maße verdächtig.

Nachsatz:
(ganzjährige Weidehaltung auf großer Fläche )



Wie soll der Po frei bleiben, wenn das Schwänzchen noch so lange ist, das es die Scheide bedeckt. Vom Lämmerschwanz geht immernoch keine Gefahr aus, sondern vom kotverschmutzten (Stummel-) Schwanz- und Anusbereich, der Fliegenmaden anzieht. Warum nur bei Zucht- und Muttertieren? Sind Schlachtlämmer hygienischer als diese ? Auch ein unversehrter Lämmerschwanz kann Fliegen abwehren. Die Pendelbewegung des körpernahen Schwanzbereiches über Anus und Scheeide ist die gleiche, ob der Lämmerschwanz nun verstümmelt wurde oder unversehrt geblieben ist.
Hygiene lässt sich durch geeignete Managementmassnahmen bei der Fütterung und Endoparasitenvorbeuge erreichen. Ausreichend Rohfaser zufüttern bei der Frühjahrsweide. Und wie Du selbst bei Deinen Kälbern beschrieben hast, eine Schur der Hinterbeine- und bei den Lämmern der Schwanzunterseite- ist ebenfalls eine Möglichkeit der Vorbeuge. Das Tierschutzgesetz verlangt ausdrücklich eine angemessene Pflege der Tiere, daher kann die Herdengröße nichrt als Argument für die Verstümmelung der Lämmer überzeugen.
Im übrigen funktioniert die Lämmmeraufzucht in Ökobetrieben, in kleinen Herden auch ohne Schwanzkupieren.
Wenn es tatsächlich Probleme gibt und das Kupieren unerlässlich ist, dann hat der Gesetzgeber ja eine Ausnahme für den Einzelfall geschaffen.
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@ burgilali #
burgilali schrieb:

Es ist nicht selbstverständlich, weil - wie ich schon dargestellt habe- es genügend Alternativen gibt, und weil es auch einen Schutz der Tiere vor dem Halter gibt. Wäre das Enthornen der einzig mögliche Arbeitsschutz gäbe es ein entsprechendes Gesetz.



Aber es gibt ein Gesetz gegen unerlaubtes eindringen in Betriebstätten. Ehrlich: Wenn ich dich in meinem Stall antreffen: Ich würde lediglich meinem Hund die Stalltüre öffnen und ich ginge ganz ruhig wieder in meine Wohnung. Dann könntest dich mit meinem auf den Mann dressierten Hund über die Zulässigkeit des Betretens fremder Ställe unterhalten. Hast hoffentlich ein Handy dabei um Hilfe zu holen

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@ fuchsjaegerin #
fuchsjaegerin schrieb:

Manchmal frage ich mich nach der fachlichen & sachlichen Kompetenz der Tierschützer - müssen sie eine entsprechende Ausbildung nachweisen - wo kann man sich zum "Tierschützer" ausbilden lassen - wer bestimmt, ob sich einer als "Tierschützer" bezeichnen darf bzw. ist der Begriff "Tierschützer" als solcher irgendwo / irgendwie geschützt. Fragen über Fragen.



Du lebst hinterm Mond. Tierschützer sind Experten auf der ganzen Linie. Sie kennen oder erfinden Gesetze und haben von Tuten und Blasen Null Ahnung.
So trat bei uns nach einem Wolfsriss ein Wolfsexperte vor die Presse und gestand: Ich habe in der Natur noch nie einen Wolf gesehen. Er nannte sich jedoch Wolfsexperte. Maulhelden und Blockwatre.
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