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Forum: Preise, Verbraucher, Handel und Politik
Wichtige Fragen, Daten und Fakten auch für Nicht-Landwirte.

Michaela Kaniber wird neue Landwirtschaftsministerin

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@ altilla #
Da hast Du sicher Recht. Aber ändert das etwas an den Informationsquellen, aus denen die Landwirte ihr Wissen beziehen. In Bayern gehört hier auch die Offizinalberatung der Landwirtschaftsämter dazu. Und sind die Alternativen zum Bauernverband wie AbL u.a. offener für Neuerungen. Beim R. Schaber habe ich da meine Zweifel.
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@ burgilali #
Das habe ich nie bestritten. Rechtswidrig ist die routinemäßige Enthornung, weil es sich dann nicht um einen Einzelfall handelt, weil die Unerlässlichkeit nicht nachgewiesen ist, und weil es bei verhaltensgerechter Unterbringung der Rinder, wie es übrigens § 2 Nr. 1. TierSchG fordert, keinen Grund für den routinemäßigen Eingriff gibt. Unerlässlich bedeutet, dass alle anderen gleichzweckeffektiven Methoden die anderen Rinder zu schützen erfolglos geblieben sind, daß es einen vernünftigen Grund gibt. Wirtschaftliche Gründe sind keine hinreichende Rechtfertigung für Tierquälerei.
Daß die Haltung horntragender Rinder möglich ist zeigen die Demeterbetriebe und andere Biobetriebe, und auch konventionelle Betriebe.
Kein hinreichender Grund ist z.B. der Verkauf von Rindern in die Türkei.
Kein hinreichnder Grund ist die Aussage des Rinderzuchtvereins alle Kälber müßten für die Versteigerung auf dem Kälbermarkt enrthornt sein, weil sie sonst nicht vermarktet werden könnten. Dies ist eher eine Anstiftung zu einer rechtswidrigen Tat. Vor dem 31.12.2016 galt dies nicht.

Soso,

[agrarheute.landlive.de]
[agrarheute.landlive.de]

Dummerweise hat man einen Stall in dem alle Tiere stehen und nicht nur einzelne.
Und das mit den nicht enthornten Biobetrieben und Demeterbetrieben ist auch so eine Sache. Die Kühe verletzen sich gegenseitig, einzelne Betriebe kappen die Hornspitzen, um die Verletzungen halbwegs in den Griff zu bekommen.
Hörner sind eigentlich nur im Anbindestall oder auf der Weide weitgehend problemlos.
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@ burgilali #
AbL als Alternative sehen ist wohl mehr als nur blauäugig
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@ burgilali #
Da hast Du sicher Recht. Aber ändert das etwas an den Informationsquellen, aus denen die Landwirte ihr Wissen beziehen. In Bayern gehört hier auch die Offizinalberatung der Landwirtschaftsämter dazu. Und sind die Alternativen zum Bauernverband wie AbL u.a. offener für Neuerungen. Beim R. Schaber habe ich da meine Zweifel.

Auch die Informationsquellen sind vielfältiger geworden und was viel wichtiger ist: die Landwirte sind immer besser ausgebildet und sehen mehr über den Tellerrand hinaus. Schlechte Erfahrungen mit den Informationsquellen und Beratern tun ihr übriges.
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@ Allgaubar #
AbL als Alternative sehen ist wohl mehr als nur blauäugig

Es ist zumindest eine andere Informationsquelle, weil die Ansichten schon total anders sind.
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@ altilla #
altilla schrieb:

Egal, wenn die Ausnahme von Betäubungsgebot greift, dann gibt es auch eine Ausnahme vom Amputationsverbot. Das habe ich gesagt, den ungekehrten Fall habe ich nicht behauptet.

Trotzdem finde ich interessant, dass du es jetzt auf einmal verstehen willst: Es gibt die nicht rechtswidrige Möglichkeit der Enthornung für Kälber. Warum hast du das vorher bestritten?


Du hast hier die Reihenfolge verdreht: Die Ausnahme vom grundsätzlichen Amputationsverbot ist die Bedingung, das es in bestimmten Fällen eine Ausnahme vom Betäubungsgebot geben kann.
Ohne Ausnahme vom grundsätzlichen Amputationsverbot gibt es keinen schmerzhaften Eingriff für den ausnahmsweise das Betäubungsgebot wegfallen kann.
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@ burgilali #
Du hast hier die Reihenfolge verdreht: Die Ausnahme vom grundsätzlichen Amputationsverbot ist die Bedingung, das es in bestimmten Fällen eine Ausnahme vom Betäubungsgebot geben kann.
Ohne Ausnahme vom grundsätzlichen Amputationsverbot gibt es keinen schmerzhaften Eingriff für den ausnahmsweise das Betäubungsgebot wegfallen kann.

Rechtlich ist das logisch richtig, nur entscheidend für den Anwender ist hier der Gleichklang von Betäubungsgebot und Amputationsverbot. Und für ihn ist wichtig, dass es eben diese Ausnahmen gibt, die du mehr oder weniger zumindest für den Regelbetrieb bestritten hast
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@ altilla #
Du hast das Problem soeben selbst genannt: Hörner sind auf der Weide problemlos. Warum? Weil die Tiere Platz haben um sich auszuweichen. Sie machen eine Rangordnung aus und können einander dementsprechend aus dem Wege gehen, weil sie Platz haben. Folglich leiden sie im Stall an Platzmangel und es kann in Einzelfällen zu Verletzungen kommen. Allerdings gibt es keine Untersuchungen, die die Häufigkeit und den Schweregrad von gegenseitigen Verletzungen nachweisen. Das Kappen der Hornspitzen ist sicherlich weniger schmerzhaft, als das Ausbrennen der Hornknospen; es erfolgt auch erst dann, wenn Massnahmen erforderlich sind.
Die Enthornung für die Aufstallung im Anbindestall ist garnicht zulässig, weil es hier keine Gafahr gibt, dass sich die Rinder gegenseitig mit den Hörnern verletzen würden. Von seltenen Einzelfällen einmal abgesehen.
Verhaltensgerechte Unterbringung bedeutet, dass die Rinder ausreichend Platz haben um sich auszuweichen, ausreichend Futter- und Liegeplätze und genügend Wasserstellen, sodass Rangeleien weitgehend vermieden werden.
Näheres kannst Du auch beim Kuratorium für Technisches Bauen in der Landwirtschaft (KTBL) nachlesen, im Nationalen Bewertungsrahmen für Tierhaltungen.
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@ altilla #
Die Ausnahmen sind auch nicht für den Regelbetrieb, sonst wären es keine Ausnahmen. Das Amputationsverbot gilt nicht im Einzelfall, das ist eben kein Regelbetrieb, wenn es unerlässlich ist; und im Regelbetrieb brauchen auch Rinder nicht voreinander geschützt werden, sonst wäre der Regelbetrieb tierschutzwidrig, weil die gemäß § 2 Nr. 1 TierSchG geforderte verhaltensgerechte Unterbringung fehlt.
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@ burgilali #
Du hast das Problem soeben selbst genannt: Hörner sind auf der Weide problemlos. Warum? Weil die Tiere Platz haben um sich auszuweichen. Sie machen eine Rangordnung aus und können einander dementsprechend aus dem Wege gehen, weil sie Platz haben. Folglich leiden sie im Stall an Platzmangel und es kann in Einzelfällen zu Verletzungen kommen. Allerdings gibt es keine Untersuchungen, die die Häufigkeit und den Schweregrad von gegenseitigen Verletzungen nachweisen. Das Kappen der Hornspitzen ist sicherlich weniger schmerzhaft, als das Ausbrennen der Hornknospen; es erfolgt auch erst dann, wenn Massnahmen erforderlich sind.
Die Enthornung für die Aufstallung im Anbindestall ist garnicht zulässig, weil es hier keine Gafahr gibt, dass sich die Rinder gegenseitig mit den Hörnern verletzen würden. Von seltenen Einzelfällen einmal abgesehen.

So einen großen Stall kannst du gar nicht bauen, dass es keine Probleme gibt und bei uns ist Ganzjahresweide auch nicht wirklich machbar. Allein der Wartebereich vor einem Melkstand ist da schon ein Problem.
Wenn du schon mal von einem Hornstoß getroffen wurdest, dann weisst du aber auch, warum man im Anbindestall gerne enthornt!
Menschenschutz sollte vor Tierschutz gehen.
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