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Wichtige Fragen, Daten und Fakten auch für Nicht-Landwirte.

Michaela Kaniber wird neue Landwirtschaftsministerin

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@ burgilali #
Die Ausnahmen sind auch nicht für den Regelbetrieb, sonst wären es keine Ausnahmen. Das Amputationsverbot gilt nicht im Einzelfall, das ist eben kein Regelbetrieb, wenn es unerlässlich ist; und im Regelbetrieb brauchen auch Rinder nicht voreinander geschützt werden, sonst wäre der Regelbetrieb tierschutzwidrig, weil die gemäß § 2 Nr. 1 TierSchG geforderte verhaltensgerechte Unterbringung fehlt.

Die verhaltensgerechte Unterbringung, auch auf der Weide, schliesst weder Kämpfe unter den Tieren und deshalb auch keine Verletzungen aus. Das Verhalten der Rinder allein ist ein Risiko. Für den Menschen aber auch für deren Artgenossen. Hier wäre es durchaus sinnvoll, abzuwägen und zu erkennen, dass enthornte Rinder für Menschen und Tiere besser sind als behornte. Im Sinne einer verhaltensgerechten und tierschutzgerechten Tierhaltung.
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@ altilla #
altilla schrieb:

Die verhaltensgerechte Unterbringung, auch auf der Weide, schliesst weder Kämpfe unter den Tieren und deshalb auch keine Verletzungen aus. Das Verhalten der Rinder allein ist ein Risiko. Für den Menschen aber auch für deren Artgenossen. Hier wäre es durchaus sinnvoll, abzuwägen und zu erkennen, dass enthornte Rinder für Menschen und Tiere besser sind als behornte. Im Sinne einer verhaltensgerechten und tierschutzgerechten Tierhaltung.

Du komischer Hase......sag mal, ist dir langweilig? Ich weiß mir was besseres, als mich mit diesem Scheuklappendenker aus Luxemburg abzustreiten......bei dem hilft doch keine graue Salbe....der kapiert nichts, weil er nicht will.....IGNORIEREN !!!!!
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@ altilla #
altilla schrieb:

Rechtlich ist das logisch richtig, nur entscheidend für den Anwender ist hier der Gleichklang von Betäubungsgebot und Amputationsverbot. Und für ihn ist wichtig, dass es eben diese Ausnahmen gibt, die du mehr oder weniger zumindest für den Regelbetrieb bestritten hast


Die Ausnahme gibt es ja nicht einfach so, sondern sie setzt drei Bedingungen voraus, die alle drei erfüllt sein müssen.
Die Ausnahme vom grundsätzlichen Amputationsverbot gibt es nur für den Einzelfall. Den Einzefall auf den Regelbetrieb anzuwenden widerspricht dem Buchstaben und Sinn und Zweck des § 6 Abs. 1 TierSchG. Es bräuchte kein grundsätzliches Amputationsverbot, wenn die Amputation im Regelbetrieb zulässig wäre.
Die zweite Voraussetzung, die erfüllt sein muß ist der Schutz des Rindes und anderer Rinder für ihre Nutzung.
Nutzung bedeutet die Gewinnung von Lebensmittel wie Milch und Fleisch sowie Häute für Leder.
Werden die Rinder tiergerecht gehalten mit ausreichend Platz, dann wird die zweite Voraussetzung für die Amputation nicht erfüllt, weil sich die Rinder gar nicht, oder nur ganz selten verletzen. So z.B. auf der Weide oder in einem verhaltensgerechten Laufstall.
Die dritte Bedingung ist die Unerlässlichkeit des Eingriffes. Das bedeutet, daß alle anderen Methoden die Rinder voreinander zu schützen für ihre Nutzung, erfolglos angewandt worden sein müssen.
Andere Methoden sind z.B. die Hörner mit abstumpfendem Material wie Holz- oder Kunststoffkugeln zu versehen, oder mit ausrangierten Zitzengummis.
Eine weitere Möglichkeit ist die schon erwähnte Raumgewährung in ausreichendem Maße, daß sich die Rinder ausweichen können , s.a. KTBL.
Eine weitere Maßnahme ist die Teilnahme an Fortbildungsseminaren, die den verhaltensgerechten Umgang mit Rindern vermitteln.
Schließlich gibt es noch die Möglichkeit genetisch hornlos vererbende Bullen in der Zucht einzusetzen. Hier ist die Auswahl inzwischen sehr groß.

Fazit: In der Wirklichkeit wird die Enthornung nur ganz selten unerlässlich sein.
Niemals im Regelbetrieb, also routinemäßig.
Entscheidend ist für den Tierhalter, daß er sich rechtskonform verhält.



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@ altilla #
altilla schrieb:

So einen großen Stall kannst du gar nicht bauen, dass es keine Probleme gibt und bei uns ist Ganzjahresweide auch nicht wirklich machbar. Allein der Wartebereich vor einem Melkstand ist da schon ein Problem.
Wenn du schon mal von einem Hornstoß getroffen wurdest, dann weisst du aber auch, warum man im Anbindestall gerne enthornt!
Menschenschutz sollte vor Tierschutz gehen.


Unfälle mit Hornstössen sind der kleinste Anteil an Unfällen mit Rindern nach der Zählung der SVLFG; nämlich 3,2 % oder 196 von 6038 Unfällen mit Rindern im Jahr 2014.
Ich habe in einem früheren Beitrag bereits dargestellt, dass Menschenschutz und Tierschutz nach unserem Grundgesetz gleichrangig sind.
Wer mit Rindern umgeht begibt sich berufsbedingt in die Tiergefahr. Er ist also zur Achtsamkeit verpflichtet. Es kommen viel mehr Menschen durch landwirtschaftliche Maschinen zu Schaden als durch Hornstöße. Für den Umgang mit Maschinen, Kräne, Kettensägen etc. gibt es Lehrgänge; so auch für den Umgang mit Rindern.
Wenn Dich schon mal eine Kuh mit dem Kopf in die Ecke gedrückt hat kannst dennoch nicht allen Rindern den Kopf abschneiden.
Die einfachste Form sich vor Hornstössen im Anbindestall zu schützen ist der Einsatz genetisch hornlos vererbender Bullen. Und eine baldige Produktionsaufgabe, aus anderen Gründen.
Es gibt keine gesetzliche Grundlage für das Enthornen aus Gründen des Arbeitschutzes. Hier müssen stets andere Methoden angewandt werden.

Nach dem Tode ist die Zufügung von Schmerzen, Leiden und Schäden der zweitschwerste Schaden, den wir den Tieren antun können.
Ich verstehe nicht, warum trotz vorhandener anderer Möglichkeiten an dieser Form der Tierquälerei mit Zähnen und Klauen festgehalten wird.
Im Haus Riswick in NRW gibt es seit 20 Jahren eine 40 köpfige horntragende Kuhherde, ohne Probleme vor dem Melkstand. Es gibt auch Baupläne für Rinderstallungen mit behornten Tieren, s. KTBL.
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@ altilla #
altilla schrieb:

Die verhaltensgerechte Unterbringung, auch auf der Weide, schliesst weder Kämpfe unter den Tieren und deshalb auch keine Verletzungen aus. Das Verhalten der Rinder allein ist ein Risiko. Für den Menschen aber auch für deren Artgenossen. Hier wäre es durchaus sinnvoll, abzuwägen und zu erkennen, dass enthornte Rinder für Menschen und Tiere besser sind als behornte. Im Sinne einer verhaltensgerechten und tierschutzgerechten Tierhaltung.


Hornlose Rinder, statt enthornte ist wesentlich tierfreundlicher.

Eine Rinderhaltung, die die Tiere auf ihre Haltung zuschneidet, wie Du sie vorschlägst, wollte der Gesetzgeber, als er den § 6 im TierSchG in die heutige Fassung änderte, verhindern. Das war 1972.
Der Umgang mit behornten Rindern ist im angeborenen Verhalten der Rinder enthalten. Menschen müssen lernen mit horntragenden Rindern umzugehen oder genetisch hornlose Rinder halten. Damit ist sowohl die Gefahr des Hornstosses gebannt, als auch der äuerst schmerzhafte Eingriff, der ohnehin nur in Ausnahmefällen zugelassen ist. Das Verhalten der Bauern mit dem Traktor und dem Güllefass auf der Straße allein ist schon ein Risiko.- nur zum Vergleich.
Nur zu behaupten horntragende Rinder sind ein Risiko ist zu wenig. Für eine Reaktion ist auch die Abschätzung wie groß das Risiko ist, erforderlich. Wenn ich morgen aus dem Haus trete, besteht das Risiko, daß mir ein Meteor auf den Kopf fällt; das Risiko ist so verschwindend gering, daß ich morgen ohne Angst das Haus verlassen werde.
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 15.05.18 um 21:38 Uhr.
@ burgilali #
Für einen, der gar nichts mehr wahrnimmt außer sich selbst: Das Thema lautete einmal vor vielen BURGILALI´s "Michaela Kaniber wird neue Landwirtschaftsministerin".
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@ nachdenker #
Frau Ministerin Kaniber muß mit dem Erbe ihres Vorgängers klarkommen.
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@ User49 #
Du komischer Hase......sag mal, ist dir langweilig? Ich weiß mir was besseres, als mich mit diesem Scheuklappendenker aus Luxemburg abzustreiten......bei dem hilft doch keine graue Salbe....der kapiert nichts, weil er nicht will.....IGNORIEREN !!!!!

Der hat zwar seine Scheuklappen, aber blöd ist er nicht. Das macht den feinen Unterschied, da lohnt sich wenigstens noch das diskutieren. Hier gibt es viel schlimmere Ignoranten.
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@ nachdenker #
Für einen, der gar nichts mehr wahrnimmt außer sich selbst: Das Thema lautete einmal vor vielen BURGILALI´s "Michaela Kaniber wird neue Landwirtschaftsministerin".

Er hofft ja, dass die "rechtswidrige Enthornung" durch Kaniber eingeschränkt wird, gegen die Brunner nichts gemacht hat.
Hätte die Kaniber mehrere solche Berater wie Burgilali, dann wärs bald vorbei mit dem enthornen
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@ burgilali #
Ich habe in einem früheren Beitrag bereits dargestellt, dass Menschenschutz und Tierschutz nach unserem Grundgesetz gleichrangig sind.

Das ist jetzt mal wieder fehlerhafte Gesetzesinterpretation. Tierschutz gehört nicht zu den Grundrechten, der Schutz des Lebens und der Gesundheit sehr wohl. Tierschutz steht im Grundgesetz eindeutig unterhalb Menschenschutz, weil sonst wäre es nicht Artikel 20 a sondern einem der Artikel 1 - 19 angehängt worden.
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