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Rind
1847 Themen, Moderator: Susanne1, Manu, Matthias, Redaktion_landlive, Moderator
Forum: Rind
Die Kuh macht "Muh" und Kühe machen Mühe

Stundensatz Landtechnik

@ Gyllekologe #
Das sind ja nicht die Betriebe, wo es eng wurde sondern natürlich die Vorzeige Wachstumsbetriebe a la Top Agrar, die ihre Bestände auf Pump vervielfacht haben. Da reichte in der Tat die Laufzeit des Liquiditätsdarlehens nicht aus, es wurden vielfach Tilgungen ausgesetzt, umgeschuldet und irgendwann legt einem halt die Bank nahe eigenen Boden zu veräußern gegen Rückpacht, um den Betrieb zu konsolidieren. Das ist die andere Seite des Wachsens auf Teufel komm raus.
Der Neider sieht den Garten, den Spaten sieht er nicht.
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@ maxp #
maxp schrieb:

Das sind ja nicht die Betriebe, wo es eng wurde sondern natürlich die Vorzeige Wachstumsbetriebe a la Top Agrar, die ihre Bestände auf Pump vervielfacht haben. Da reichte in der Tat die Laufzeit des Liquiditätsdarlehens nicht aus, es wurden vielfach Tilgungen ausgesetzt, umgeschuldet und irgendwann legt einem halt die Bank nahe eigenen Boden zu veräußern gegen Rückpacht, um den Betrieb zu konsolidieren. Das ist die andere Seite des Wachsens auf Teufel komm raus.

Wie naiv muß man sein,und Grund zu verkaufen,damit man Kühe melken darf.Ich verkaufe doch in der heutigen Zeit keine Nutzfläche,ganz abgesehen bescheisse ich mich steuerlich gesehen noch selbst.
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@ Blasi #
Blasi schrieb:

Wie naiv muß man sein,und Grund zu verkaufen,damit man Kühe melken darf.Ich verkaufe doch in der heutigen Zeit keine Nutzfläche,ganz abgesehen bescheisse ich mich steuerlich gesehen noch selbst.

Die betreffenden Landwirte verkaufen ja nicht Grund, damit sie Kühe melken dürfen.
Denn kaum einer plant die Veräußerung vor der Investition ein. Es werden halt optimistische Annahmen in der Wirtschaftlichkeitsberechnung des Unterfangens getroffen, sofern überhaupt eine gemacht wird. Wenn die Realität dann wie so oft schlechter läuft (schlechtere Leistung, schlechterer Preis,...) dann werden halt schnell die Kapitaldienstgrenzen gerissen. Aussteigen geht schlecht, da ein solches Gebäude wohl kaum veräußert werden kann, schon gar nicht zum Baupreis, also was ist die Alternative? Für den Rat, kleinere Brötchen zu backen, ist es dann wohl schon zu spät... Aber klar hast du Recht, Grund verkaufen als Landwirt ist im Sinne der Hofideologie schlimmer als die geordnete Insolvenz der (eigenen) Kapitalgesellschaft. Vielleicht die sinnvollere Gesellschaftsform für solch riskante, (größenwahnsinnige?) Unterfangen. In der Schweinezucht ja schon üblich, aber am Ende steht halt immer die Frage: Wer bringt die Sicherheiten ein
Der Neider sieht den Garten, den Spaten sieht er nicht.
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@ maxp #
maxp schrieb:

Die betreffenden Landwirte verkaufen ja nicht Grund, damit sie Kühe melken dürfen.
Denn kaum einer plant die Veräußerung vor der Investition ein. Es werden halt optimistische Annahmen in der Wirtschaftlichkeitsberechnung des Unterfangens getroffen, sofern überhaupt eine gemacht wird. Wenn die Realität dann wie so oft schlechter läuft (schlechtere Leistung, schlechterer Preis,...) dann werden halt schnell die Kapitaldienstgrenzen gerissen. Aussteigen geht schlecht, da ein solches Gebäude wohl kaum veräußert werden kann, schon gar nicht zum Baupreis, also was ist die Alternative? Für den Rat, kleinere Brötchen zu backen, ist es dann wohl schon zu spät... Aber klar hast du Recht, Grund verkaufen als Landwirt ist im Sinne der Hofideologie schlimmer als die geordnete Insolvenz der (eigenen) Kapitalgesellschaft. Vielleicht die sinnvollere Gesellschaftsform für solch riskante, (größenwahnsinnige?) Unterfangen. In der Schweinezucht ja schon üblich, aber am Ende steht halt immer die Frage: Wer bringt die Sicherheiten ein

Wenn ich in meiner Region schaue,haben fast alle,die immer Grund verkauften,ob Bau oder Nutzgrund,bzw Wald oder Kiesgrube früher,oder später aufgehört.Das liegt halt oft daran,weil nie Geld verdient wurde,und draufzahlen auf Dauer nicht funktioniert.In der Lw geht es ja auf Grund von guter teurer Substanz eh lange mit draufzahlen,in der restlichen Wirtschaft ist da schnell der Ofen aus.Ein paar wenige gibt's auch schon,die mal verkauft,aber der Betrieb jetzt läuft und das Geld wieder reinkommt.
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@ maxp #
Die betreffenden Landwirte verkaufen ja nicht Grund, damit sie Kühe melken dürfen.
Denn kaum einer plant die Veräußerung vor der Investition ein. Es werden halt optimistische Annahmen in der Wirtschaftlichkeitsberechnung des Unterfangens getroffen, sofern überhaupt eine gemacht wird.

Wer vor einer Investition nicht einmal eine Wirtschaftlichkeitsberechnung macht, der ist schon ein unglaublicher Idiot. Wenn die Berechnung falsch ist, dann stellt sich die Frage, wer hat den die Berechnung gemacht (ein ganz "gescheiter" Berater?) und wer hat die Fehler und Probleme dieser Berechnung nicht erkannt (der Betriebsleiter?).
Aber mal beim Thema zu bleiben: Stundensatz Landtechnik. Wer rechnet etwa damit, dass Geräte vorzeitig den Geist aufgeben? Wer hat solche Kosten realistisch eingeplant? Kann natürlich auch sein, dass dieses Geräte etc. durch schlechte Behandlung vorzeitig repariert etc. werden muss.
Dazu ist mir was eingefallen:
[www.landlive.de]
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@ altilla #
altilla schrieb:

Wer vor einer Investition nicht einmal eine Wirtschaftlichkeitsberechnung macht, der ist schon ein unglaublicher Idiot. Wenn die Berechnung falsch ist, dann stellt sich die Frage, wer hat den die Berechnung gemacht (ein ganz "gescheiter" Berater?) und wer hat die Fehler und Probleme dieser Berechnung nicht erkannt (der Betriebsleiter?).
Aber mal beim Thema zu bleiben: Stundensatz Landtechnik. Wer rechnet etwa damit, dass Geräte vorzeitig den Geist aufgeben? Wer hat solche Kosten realistisch eingeplant? Kann natürlich auch sein, dass dieses Geräte etc. durch schlechte Behandlung vorzeitig repariert etc. werden muss.
Dazu ist mir was eingefallen:
[www.landlive.de]


Gehen die Geräte vorzeitig kaputt, oder wird da nicht oft einfach die Nutzungsdauer verlängert, damit die Wirtschaftlichkeit stimmt?
Ich kenn es jetzt nur von den Landmaschinen, wo diese Rechnung üblich ist, weil man ja im Geiste eh immer alles selbst repariert.
Die Beraterdiskussion brauchen wir jetzt nicht aufwärmen, ich sehe es nicht wirklich negativ, das soviel Betriebe ohne Beratung, die Tore schließen
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@ nurich #
Gehen die Geräte vorzeitig kaputt, oder wird da nicht oft einfach die Nutzungsdauer verlängert, damit die Wirtschaftlichkeit stimmt?

Gute Frage, aber wer seine Berechnungen so manipuliert, dem gehört es nicht anders, als dass er Pleite geht.
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@ nurich #
nurich schrieb:

Gehen die Geräte vorzeitig kaputt, oder wird da nicht oft einfach die Nutzungsdauer verlängert, damit die Wirtschaftlichkeit stimmt?
Ich kenn es jetzt nur von den Landmaschinen, wo diese Rechnung üblich ist, weil man ja im Geiste eh immer alles selbst repariert.
Die Beraterdiskussion brauchen wir jetzt nicht aufwärmen, ich sehe es nicht wirklich negativ, das soviel Betriebe ohne Beratung, die Tore schließen

Was heißt gehen vorzeitig kaputt?Ich und viele andere auch, habe mir bei Kauf noch nie Gedanken gemacht wie lange die Maschine hält.Bis jetzt,auch auf Grund von TOP Wartung ,Pflege und Umgang hat alles weit länger als die Abschreibungsdauer gehalten und hatte Restwert.Man sollte doch auch heutzutage die Maschine bar bezahlen können,oder auf MR und Lohnunternehmer zurückgreifen.
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So manche Wirtschaftlichkeitsberechnung wurde, auch mit Hilfe vom Amt, schön gerechnet,
weil der Betriebsleiter unbedingt auch einen neuen und größeren Stall wollte!
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Was soll der Berater auch machen außer irgendwelche durchschnittlichen Werte heranziehen? Warum schafft das ein Betriebsleiter nicht selbst die Investitionsplanung durchzurechnen? OK bei völligen Neuland ist das in Ordnung, hier muss man sich fast auf irgendwelche durchschnittlichen Werte oder KTBL verlassen. Bau ich einen neuen Stall, dann hab ich doch in der Regel bereits Erfahrungen in dem Bereich, kenne meine Leistungen und Kosten und kann so relativ einfach das neue Projekt planen. Wenn dann natürlich mit einem Milchpreis von 40 Cent und einer pauschalen Leistungssteigerung von 1.000kg p.a./Kuh gerechnet wird, dann braucht man sich eben nicht wundern wenn die Rechnung im Nachhinein nicht so aufgegangen ist.
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