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751 Themen, Moderator: Susanne1, Manu, Matthias, Redaktion_landlive, Moderator
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Stilblüten der Regierung

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0 schrieb:


Jammern hör ich eigentlich wenige Bauern. Es ist extrem still. Sehr verdächtig!


sie arbeiten am Ausstiegsplan...
10 mal zieht der Jäger aus 9 mal kehrt er leer nach Haus
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@ Ali #
Das muß im einzelfall nicht der schlechteste weg sein.
Schlecht ist nur, wenn man diese option erst mit in die überlegungen einbezieht, wenn manit dem Rücken zur wand steht.

Und die Bedingungen für einen Ausstieg sind im moment ja auch supper. Es muß keiner beruflich auf der Straße sitzen.
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Intervention ist doch auch nur ein Mittel um Sterbende am Leben zu erhalten.

Pachten ist schon Recht, aber zu Preisen die nicht wirtschaftlich sin, da lasse ich auch lieber den Stall zu 3/4 voll und habe weniger Arbeit und gleich viel Geld. Daß die Ställe so groß sind ist meist auch eine Folge der massiven Förderung der Laufstallbauten in der Milchbranche.

Wenn ich mir die meisten Milchviehbetriebe ansehe, wie übermechanisiert die sind, da kann ich nicht glauben, daß es viele Gründe zum Klagen gibt.

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@ 240236 #
240236 schrieb:

Intervention ist doch auch nur ein Mittel um Sterbende am Leben zu erhalten.

Pachten ist schon Recht, aber zu Preisen die nicht wirtschaftlich sin, da lasse ich auch lieber den Stall zu 3/4 voll und habe weniger Arbeit und gleich viel Geld. Daß die Ställe so groß sind ist meist auch eine Folge der massiven Förderung der Laufstallbauten in der Milchbranche.

Wenn ich mir die meisten Milchviehbetriebe ansehe, wie übermechanisiert die sind, da kann ich nicht glauben, daß es viele Gründe zum Klagen gibt.

Hallo 240236!
Meiner Meinung macht Intervention nur Sinn als Notreserve eines Staates. Für "Marktsteuerehrung" ist sie so ungeeignet wie eine Kuh zum Tanzen.
Die abstrusen Pachtpreise kommen zu Stande mit der perfiden Förderungspolitik. Der Stall muß einerseits voll sein, auf der anderer Seite wird über die perverse Düngeverodnung gezwungen Flächen zu zu pachten.
Ich finde wenn jemand in der Milchviehhaltung übermechanisiert ist, ist der auf gut geschulte Verkäufer reingefallen. Meist wird mit Arbeitsersparnis verkauft, aber verschwiegen wie viel Kontrolle und Unterhalt die Maschine in Anspruch nimmt.
Was ich bedenklich finde( ist aber eine Regionale Sicht) es gibt viele Milchviehhalter die gerade die Produktion einstellen, beziehungsweise in naher Zukunft einstellen werden. Die Bautätigkeit liegt aber bei Null! Die die weiter wirtschaften, halten die Füße still. Auf die Frage zum Stallbau hört man Antworten wie: Du kannst mir den Buckel runter rutschen! (Auch Betriebe, mit Anbindehaltung, die eigentlich auf Laufstall umstellen sollten).
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@ 0 #
Es mag ja regional unterschiedlich sein, aber die Zukunftsbetriebe haben bei uns zu 90% einen Laufstall.

Was ich nicht verstehe einerseits schreibst du, daß die Milch einfach zu billig ist, auf der anderen Seite, aber, daß die Bautätigkeit bei null ist. Sei doch froh, daß so wenig gebaut wird, denn sonst würde die Milch noch mehr werden und der Preis fällt. Das größte Marktgesetz ist: Angebot und Nachfrage regelt den Preis.

Die Pachtpreise kommen aber auch zu stande, weil man nicht fähig ist sich zu einer langfristigen Kooperation mit einem Parner einzulassen. Denn viele denken, der andere könnte mit mir ein paar € verdienen und die vergönne ich ihm nicht. Es wurden auch viele Ställe gebaut mit Verdopplung des Tierbestandes in der Hoffnung, daß man später schon günstige Pachtfläche findet, nur dies ist nicht eingetreten und jetzt mit der Düngereform wird gepachtet um jeden Preis. Ich verschenke schon seit 10 Jahren Gülle und finde das nicht schlimm ( Ich könnte auch meinen, der verdient dadurch mit seinem Getreidebau mehr, da er weniger Nährstoffe zukaufen muß, aber ich vergönne ihm diesen verdienst) und kaufe ihm das erzeugte Getreide ab, warum muß ich dadurch teuer pachten?
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@ 240236 #
240236 schrieb:

Es mag ja regional unterschiedlich sein, aber die Zukunftsbetriebe haben bei uns zu 90% einen Laufstall.

Was ich nicht verstehe einerseits schreibst du, daß die Milch einfach zu billig ist, auf der anderen Seite, aber, daß die Bautätigkeit bei null ist. Sei doch froh, daß so wenig gebaut wird, denn sonst würde die Milch noch mehr werden und der Preis fällt. Das größte Marktgesetz ist: Angebot und Nachfrage regelt den Preis.

Die Pachtpreise kommen aber auch zu stande, weil man nicht fähig ist sich zu einer langfristigen Kooperation mit einem Parner einzulassen. Denn viele denken, der andere könnte mit mir ein paar € verdienen und die vergönne ich ihm nicht. Es wurden auch viele Ställe gebaut mit Verdopplung des Tierbestandes in der Hoffnung, daß man später schon günstige Pachtfläche findet, nur dies ist nicht eingetreten und jetzt mit der Düngereform wird gepachtet um jeden Preis. Ich verschenke schon seit 10 Jahren Gülle und finde das nicht schlimm ( Ich könnte auch meinen, der verdient dadurch mit seinem Getreidebau mehr, da er weniger Nährstoffe zukaufen muß, aber ich vergönne ihm diesen verdienst) und kaufe ihm das erzeugte Getreide ab, warum muß ich dadurch teuer pachten?

Also: Bei uns im Dorf waren vor 40 Jahren 14 Milchlieferanten. Heute sind es in der GEMEINDE noch 8. 2 haben einen Laufstall. Weist Du wie es ist, wenn Du der einzige bist mit Nutztieren? Du bist der, der Lärm macht, der Verantwortlich ist daß Ihre Straße kaputt wird, Du bist Schuld daß es Fliegen gibt...........!
Stallbau und Aufstockung sind keine Siamesische Zwillinge! Es ist durchaus beides getrennt möglich(auch wenn es anders suggeriert wird).
Wie Du mit Deinen Kollegen(Getreidebauern) Dich verhältst, so ähnlich mache ich es auch.
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@ 0 #
Das stimmt schon, daß die Milcherzeuger weniger werde, das sagt aber nicht, daß die Milch weniger wird. Bei mir im Dorf waren früher 10 Milcherzeuger und jetzt sind es noch 2. Die liefern aber fast die doppelte Menge von den 10 Betrieben.
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@ 0 #
Genauas ist das größte Problem der Landwirte. Der top Verkäufer, der einem die Übermechanisierung aufschwatzt, die düngereform, die die hohen pachtpreise verursacht, die Förderung die suggeriert, das stallbau nur mit Aufstockung möglich ist, der Berater ......, die Politik ....., die Bevölkerung......, der Verbraucher, die Konzerne, der Handel, usw.. Ja alle sind schuld nur der arme dumme Bauer kann nichts für seine Situation. Sorry das ich in diesem Fall den dummen Bauern ernst meine.
Auch Landwirte müssen mal lernen, das man sich den Gegebenheiten anpassen mus, und sic nicht alles der Bauerndenke von Urgroßvater's Zeiten anpaßt.

IC kann das bald nicht mehr hören, und verstehe immer mehr das viele Landwirte so ein großes Problem mit dem ansehen in der Öffentlichkeit haben.
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@ Doptrebo90 #
Ist doch alles ein freier Markt incl. freie Vertragsgestaltung. Wenn die Molkereien auch so ihre Milch bekommen werden sie eben keinen Zwang zu Änderungen sehen.

Genau dass ist das Problem, der Markt ist so frei, dass der schwächere Partner an die Wand gedrückt werden kann. Das ist genau das Gegenteil einer Marktwirtschaft nach Erhard und von dem, was die Politik offiziell will. Aber die Gesetze macht die Politik und wenn sie sich als untätig und unfähig erweist, dann?
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@ 240236 #
Das stimmt schon, daß die Milcherzeuger weniger werde, das sagt aber nicht, daß die Milch weniger wird. Bei mir im Dorf waren früher 10 Milcherzeuger und jetzt sind es noch 2. Die liefern aber fast die doppelte Menge von den 10 Betrieben.

Economics of Scale.
Soll heissen, mit größeren Betrieben kann man die Kosten drücken, weil man Effizienzgewinne heben kann.
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