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Pflanzenbau
1351 Themen, Moderator: Susanne1, Manu, Matthias, nagus2, Redaktion_landlive, Moderator
Forum: Pflanzenbau
Bodenbearbeitung, Düngung, Pflanzenschutz...

Kleeaussaat

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Kleeaussaat
Hallo liebe Bauern ich möchte Euch um Rat bitten.
Ich habe einige Wiesen so ca. 8 ha mit lehmigen Boden, diese Wiesen dienen der Silageerzeugung ca. 3 x Schnitt, werden aber auch von Rot- und Rehwild beäst.
Nun möchte ich die Vielfalt der Gräser usw. anheben, ich plane mit Handsämaschinchen Rotklee breitflächig in die Wiesen auszusäen.
Damit die 50 € die ich einsetzen möchte, nicht sinnlos verstreut werden, bitte ich Euch um Ratschläge was ich beachten muß.

Danke Euch im voraus, mit Gruß vom Dackelfan!

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@ Dackelfan #
Wenn da was wachsen soll vom gesäten, dann muss eine minimale Bearbeitung beim Säen erfolgen. Schau mal bei Güttler oder Köckerling, wie so ne Grünlandnachsaatdrille ausieht... würde ich im Lohn vergeben...
Für Meinungsfreiheit und ein freies Internet! Ich beteilige mich an der Operation Payback!
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Rotklee in Wiesen zu etaplieren ist eine Wissenschaft für sich! Auch weil die
optimalen Schnittzeitpunkte von Rotklee, aber auch von Luzerne oft, nicht mit dem
von Wiesengras übereinstimmen. Rotklee und Luzerne sollten einmal im Jahr
zur Blüte kommen, damit sich längerfristig bleiben. Weißklee, auch hochwachsender,
ist da wesentlich einfacher. Im vergangenen Winter hat jedoch Herr Elsässer von der
LTZ Aulendorf einen mehrjährigen Versuch veröffentlicht, wo es sehr wohl gelungen
ist Rotklee in Wiesen zu etaplieren. Ich hab mich mit ihm eingehend unterhalten, weil
ich schon zwei erfolglose Versuche, die nicht ganz billig waren hinter mir habe.
Wichtig: In deiner Region muss es ausreichend Niederschläge, auch im Sommer geben,
so wie im Allgäu. Rotklee muss eingeschlitzt werden. Er braucht eine tiefer Saatgutablage
wie z.B. Weißklee. Nicht im Frühjahr, sondern erst nach dem ersten oder zweiten Schnitt
säen. Aber auch nicht im Herbst. Wenn er zu klein bleibt, überlebt er Fröste nicht.
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@ Dackelfan #
Es ist eine längere (am besten über Wochen) regenreiche Wetterperiode notwendig. Sonst keimt das Saatgut und vertrocknet. Der Altbestand (die vorhandene Vegetation) muß rechtzeitig (kann auch mehrmals nötig sein) gemäht werden. Die Ansaat wächst deutlich langsamer als der Altbestand, und würde so "Ausgedunkelt". Auf ausreichende Ca Mg P und K achten. Vor allen P vor der leichten Bodenbearbeitung geben. N nur sehr sparsam oder gar nicht düngen. Macht nur den Altbestand kräftiger. Nach der Saat walzen. Nicht schneller als 6 Km/h damit das Saatgut angedrückt wird und besser und gleichmäßiger keimt. Rotklee muß nach Vegetationsende kurz in den Winter gehen ( er zieht sich in den Boden zurück um sich vor Frost zu schützen). Es gibt "normalen" Rotklee der ist 2 jährig und ausdauernden Rotklee. Ich denke für Dich ist der ausdauernde Rotklee sinnvoller.
Das ist das, was mir so fürs erste einfällt. Ich wünsche Dir noch viel Erfolg mit der Nachsaat!
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@ Kartoffelbluete #
Kartoffelbluete schrieb:

Rotklee in Wiesen zu etaplieren ist eine Wissenschaft für sich! Auch weil die
optimalen Schnittzeitpunkte von Rotklee, aber auch von Luzerne oft, nicht mit dem
von Wiesengras übereinstimmen. Rotklee und Luzerne sollten einmal im Jahr
zur Blüte kommen, damit sich längerfristig bleiben. Weißklee, auch hochwachsender,
ist da wesentlich einfacher. Im vergangenen Winter hat jedoch Herr Elsässer von der
LTZ Aulendorf einen mehrjährigen Versuch veröffentlicht, wo es sehr wohl gelungen
ist Rotklee in Wiesen zu etaplieren. Ich hab mich mit ihm eingehend unterhalten, weil
ich schon zwei erfolglose Versuche, die nicht ganz billig waren hinter mir habe.
Wichtig: In deiner Region muss es ausreichend Niederschläge, auch im Sommer geben,
so wie im Allgäu. Rotklee muss eingeschlitzt werden. Er braucht eine tiefer Saatgutablage
wie z.B. Weißklee. Nicht im Frühjahr, sondern erst nach dem ersten oder zweiten Schnitt
säen. Aber auch nicht im Herbst. Wenn er zu klein bleibt, überlebt er Fröste nicht.

Besten Dank!
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@ 0 #
0 schrieb:

Es ist eine längere (am besten über Wochen) regenreiche Wetterperiode notwendig. Sonst keimt das Saatgut und vertrocknet. Der Altbestand (die vorhandene Vegetation) muß rechtzeitig (kann auch mehrmals nötig sein) gemäht werden. Die Ansaat wächst deutlich langsamer als der Altbestand, und würde so "Ausgedunkelt". Auf ausreichende Ca Mg P und K achten. Vor allen P vor der leichten Bodenbearbeitung geben. N nur sehr sparsam oder gar nicht düngen. Macht nur den Altbestand kräftiger. Nach der Saat walzen. Nicht schneller als 6 Km/h damit das Saatgut angedrückt wird und besser und gleichmäßiger keimt. Rotklee muß nach Vegetationsende kurz in den Winter gehen ( er zieht sich in den Boden zurück um sich vor Frost zu schützen). Es gibt "normalen" Rotklee der ist 2 jährig und ausdauernden Rotklee. Ich denke für Dich ist der ausdauernde Rotklee sinnvoller.
Das ist das, was mir so fürs erste einfällt. Ich wünsche Dir noch viel Erfolg mit der Nachsaat!

Besten Dank!
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Welchen Klee usw. würdet ihr bei welchem Boden, Gegend u. Niederschlag verwenden ?
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Für Wiesen hat die LfL Nemaro in der Empfehlung.
Der Neider sieht den Garten, den Spaten sieht er nicht.
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@ Dackelfan #
Das Saatgut braucht auf jeden Fall Bodenkontakt, nur so breitwürfig das funktioniert nicht.
Jetzt im Sommer scheint mit das eher riskant, vielleicht auf den frühen Herbst schieben so zur Zeit des Getreidedrusch.
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@ Seebauer #
Seebauer schrieb:

Das Saatgut braucht auf jeden Fall Bodenkontakt, nur so breitwürfig das funktioniert nicht.
Jetzt im Sommer scheint mit das eher riskant, vielleicht auf den frühen Herbst schieben so zur Zeit des Getreidedrusch.


Erstmal danke für alle Antworten, ich habe eben bei EBAY 10 kg. Rotklee bestellt. Werde in der nächsten Woche mit einer beschwerten Egge am Jimny die auszusäenden Flächen aufrauhen.
Warte dann auf Regen und starte den Versuch.
Meine hoffentlich erfolgreichen Kleesaaten werde ich dann hier ggf. einstellen!
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